American Psycho

Roman

KIWI Band 944

Bret Easton Ellis

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Beschreibung


»Eine literarische Markierung des ausgehenden 20. Jahrhunderts.« Hubert Winkels

Patrick Bateman sieht gut aus, ist gut erzogen und intelligent. Tagsüber sitzt er in seinem Büro in der Wall Street und vergrößert seinen Reichtum. Seine Nächte hingegen verbringt er auf unfassbare Weise. Er ist ein Serienmörder und lebt seinen ganz eigenen amerikanischen Traum.

»American Psycho läuft drohend, grollend wie ein Unwetter an, und plötzlich schlägt der grausame Blitz ein: Die Banalität des Schrecklichen, die wir verdrängen wollen, trifft uns und zwingt uns, das Unerträgliche wahrzunehmen: die Oberflächlichkeit, die Brutalität, mit der wir uns abfinden. In einer Medienwelt, die jedes Thema lächelnd in drei Minuten abhandelt--vom Holocaust über die Salatbar zum Krieg--ist dieses Buch ein Schuss ins Herz, Picassos Guernica vergleichbar.« Elke Heidenreich

"[...] das Buch ist einfach sehr gut!" Nigel Slater Welt 20181020

Produktdetails

Verkaufsrang 20802
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 16.01.2006
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Seitenzahl 560
Maße (L/B/H) 19,2/12,8/3,1 cm
Gewicht 415 g
Auflage 14. Auflage
Übersetzer Clara Drechsler, Harald Hellmann
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-03699-2

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4.2/5.0

6 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

5/5

Gedünstete Augäpfel an Schokoladensouffle

Iris Donnert aus Wien am 19.09.2012

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Patrick Bateman ist 27, intelligent, gepflegt, reich, schön und gut gebräunt. Wenn er nicht gerade in seinem Büro sitzt, Musik hört und das Kreuzworträtsel in der New York Times löst, trifft er sich zu Meetings mit Freunden in sündhaft teuren Restaurants. Abends geht er in angesagte Clubs, konsumiert Medikamente und Drogen wie Süßigkeiten und flirtet mit den begehrtesten Frauen der Stadt. Das ganze Geld, seine Habseligkeiten, die Designeranzüge und vielen Nummern in seinem Adressbuch vermögen einfach nicht die allgegenwärtige Leere in ihm zu füllen. Um mehr als oberflächliche Emotionen zu verspüren, muss er morden, foltern, verstümmeln. Nur darin findet er eine Form von Erlösung. Dieses Buch ist harter Stoff, nichts für schwache Gemüter. American Psycho nimmt sich viel Zeit um Langeweile, Alltag, Normalität aufzubauen, um die detailliert beschriebenen Folterakte und Morde noch intensiver, grausamer wirken zu lassen. Fast belanglos werden Treffen und die Kleidung der einzelnen Charaktere beschrieben. Zudem finden sich in dem Buch langwierige Rezensionen zu Musikern und ihren Alben. Das alles bildet einen wichtigen Kontrast zu den Gewaltausbrüchen, dem schleichenden Wahnsinn des Protagonisten. Bret Easton Ellis ist ein ganz großer Autor und hat mit diesem Buch ein gesellschaftskritisches Kultwerk geschaffen, das eindeutig mit Fight Club mithalten kann. American Psycho sollte man eindeutig gelesen haben!

5/5

Gedünstete Augäpfel an Schokoladensouffle

Iris Donnert aus Wien am 19.09.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Patrick Bateman ist 27, intelligent, gepflegt, reich, schön und gut gebräunt. Wenn er nicht gerade in seinem Büro sitzt, Musik hört und das Kreuzworträtsel in der New York Times löst, trifft er sich zu Meetings mit Freunden in sündhaft teuren Restaurants. Abends geht er in angesagte Clubs, konsumiert Medikamente und Drogen wie Süßigkeiten und flirtet mit den begehrtesten Frauen der Stadt. Das ganze Geld, seine Habseligkeiten, die Designeranzüge und vielen Nummern in seinem Adressbuch vermögen einfach nicht die allgegenwärtige Leere in ihm zu füllen. Um mehr als oberflächliche Emotionen zu verspüren, muss er morden, foltern, verstümmeln. Nur darin findet er eine Form von Erlösung. Dieses Buch ist harter Stoff, nichts für schwache Gemüter. American Psycho nimmt sich viel Zeit um Langeweile, Alltag, Normalität aufzubauen, um die detailliert beschriebenen Folterakte und Morde noch intensiver, grausamer wirken zu lassen. Fast belanglos werden Treffen und die Kleidung der einzelnen Charaktere beschrieben. Zudem finden sich in dem Buch langwierige Rezensionen zu Musikern und ihren Alben. Das alles bildet einen wichtigen Kontrast zu den Gewaltausbrüchen, dem schleichenden Wahnsinn des Protagonisten. Bret Easton Ellis ist ein ganz großer Autor und hat mit diesem Buch ein gesellschaftskritisches Kultwerk geschaffen, das eindeutig mit Fight Club mithalten kann. American Psycho sollte man eindeutig gelesen haben!

4/5

Gelungene Gesellschaftskritik

Kai Wolter am 25.09.2010

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung zu dem Buch ist gespalten aber im Großen und Ganzen doch positiv. Das man mit knapp 500 Seiten Lesestoff einen große Knüller vor sich hat lässt Gelegenheitsleser wie mich erstmal zusammenschrecken und wenn man dann auch noch einen schnellen Einstieg hat und nach 200 Seiten nichts wirkliches passiert ist wird man ein wenig deprimiert und überlegt wohl, ob man das Buch auch wenn es stimmig geschrieben ist nicht zur Seite legen sollte. Es wird auf diesen ersten 200 Seiten nur über die moderne, arrogante, blinde Snobwelt geredet und die Charaktere haben null Tiefe. Für alle Hobbymörder war nicht mal ein wirklicher Mord zu lesen und man fragt sich, warum es mal auf dem Index stand. Dann in der zweiten Hälfte des Buches kommen erstmal grausme Morde am Fließband und detaillierte Beschreibungen von Folter und Verstümmelung. Wer sich von Schrift oder eher seiner Fantasie gern Übelkeit eintreiben lässt wird hier garantiert keinen Spaß haben. Hier beginnt der Hauptcharakter, der Serienmörder Pat Bateman aber langsam Charaktertiefe zu zeigen. Umso weiter man liest, desto mehr Morde und mehr Charaktertiefe kommen hinzu bis man am Ende da sitzt und sich selbst fragt, was man eigentlich für moralische Werte, Ansichten von Leben und Mitgefühl gegenüber Leuten hat. Am Anfang des Buchs ist Pat ein ehrgeiziger im Leben stehender junger Mann, der schon alles erreicht hat und ein gutes Leben führt aber man hasst ihn und seine Klon-Freunde. Am Ende ist er allerdings ein trauriger, missverstandener Mensch, wie jeder von uns mit Ängsten und Gefühlen und das obwohl er seine Mitmenschen gern tötet. Und genau dieser Zwiespalt zwischen Büro-Arsch und Serienkiller-Liebling machen das Buch zu einer guten Gesellschaftskritik. Wer nur auf Gemetzel aus ist sollte sich was anderes kaufen... Über den Schreibstil bleibt nur zu sagen, dass er gut ist und gegen Ende die perfekten Worte findet, um die Welt zusammenzufassen.

4/5

Gelungene Gesellschaftskritik

Kai Wolter am 25.09.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Meine Meinung zu dem Buch ist gespalten aber im Großen und Ganzen doch positiv. Das man mit knapp 500 Seiten Lesestoff einen große Knüller vor sich hat lässt Gelegenheitsleser wie mich erstmal zusammenschrecken und wenn man dann auch noch einen schnellen Einstieg hat und nach 200 Seiten nichts wirkliches passiert ist wird man ein wenig deprimiert und überlegt wohl, ob man das Buch auch wenn es stimmig geschrieben ist nicht zur Seite legen sollte. Es wird auf diesen ersten 200 Seiten nur über die moderne, arrogante, blinde Snobwelt geredet und die Charaktere haben null Tiefe. Für alle Hobbymörder war nicht mal ein wirklicher Mord zu lesen und man fragt sich, warum es mal auf dem Index stand. Dann in der zweiten Hälfte des Buches kommen erstmal grausme Morde am Fließband und detaillierte Beschreibungen von Folter und Verstümmelung. Wer sich von Schrift oder eher seiner Fantasie gern Übelkeit eintreiben lässt wird hier garantiert keinen Spaß haben. Hier beginnt der Hauptcharakter, der Serienmörder Pat Bateman aber langsam Charaktertiefe zu zeigen. Umso weiter man liest, desto mehr Morde und mehr Charaktertiefe kommen hinzu bis man am Ende da sitzt und sich selbst fragt, was man eigentlich für moralische Werte, Ansichten von Leben und Mitgefühl gegenüber Leuten hat. Am Anfang des Buchs ist Pat ein ehrgeiziger im Leben stehender junger Mann, der schon alles erreicht hat und ein gutes Leben führt aber man hasst ihn und seine Klon-Freunde. Am Ende ist er allerdings ein trauriger, missverstandener Mensch, wie jeder von uns mit Ängsten und Gefühlen und das obwohl er seine Mitmenschen gern tötet. Und genau dieser Zwiespalt zwischen Büro-Arsch und Serienkiller-Liebling machen das Buch zu einer guten Gesellschaftskritik. Wer nur auf Gemetzel aus ist sollte sich was anderes kaufen... Über den Schreibstil bleibt nur zu sagen, dass er gut ist und gegen Ende die perfekten Worte findet, um die Welt zusammenzufassen.

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