Pandora im Kongo

Roman

Albert Sánchez Piñol

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Beschreibung

Der Kongo ist ein grüner Ozean – geheimnisvoll und voller Gefahren. Um einen Mord aufzuklären begibt sich Thomson auf eine abenteuerliche Expedition ins Dickicht des Urwalds. Albert Sánchez Piñol hat sich mit seinem zweiten Buch selbst übertroffen – ›Pandora im Kongo‹ ist ein furioser Roman über das Erzählen, ein packendes Abenteuer und ein bewegende Liebesgeschichte.

Gleich mit seinem Debüt ›Im Rausch der Stille‹ gelang Albert Sánchez Piñol der internationale Durchbruch, es folgte sein viel gerühmter Roman ›Pandora im Kongo‹. Nun stellt Piñol mit ›Der Untergang Barcelonas‹ seine mitreißende Erzählkraft erneut unter Beweis. ›Der Untergang Barcelonas‹ wurde ein Bestseller und das meistverkaufte Buch Spaniens 2013.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.05.2009
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Seitenzahl 480
Maße (L/B/H) 19/12,6/3,8 cm
Gewicht 521 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Pandora al Congo
Übersetzer Charlotte Frei
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-17424-9

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4/5

'Der Kongo. Ein grüner Ozean. Und unter den Bäumen - nichts.'

sabatayn76 aus Deutschland am 11.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: Sommer 1914: Der 19-jährige Ich-Erzähler Thomas Thomson ist ein 'literarischer Neger', er schreibt Bücher für andere. Nach diversen Beerdigungen trifft Thomson auf den Rechtsanwalt Edward Norton, der möchte, dass Thomson die Geschichte des Häftlings und angeklagten Mörders Marcus Garvey in Buchform bringt. Dies bildet den Rahmen für den Bericht über Garveys Erlebnisse im Kongo, wohin er die beiden Brüder Richard und William Craver begleitet hatte, die dort das schnelle Geld machen wollten. Mein Eindruck: Selten hat sich meine Meinung über ein Buch während des Lesens so häufig und so extrem geändert wie bei 'Pandora im Kongo'. Den Beginn fand ich zu konstruiert und bisweilen albern, beinahe lächerlich übertrieben. Die Schilderung der Kongo-Expedition hat mir anfangs sehr gut gefallen, da ich großes Interesse an Entdeckungsreisen im Allgemeinen und am Kongo im Besonderen habe. Hier vermag es der Autor, den Leser mit ins Herz der Finsternis zu nehmen, ihn die Farben, die Hitze und die Gerüche hautnah erleben zu lassen. Das Auftreten der Tektoner hat mich eher zwiegespalten bis entgeistert zurückgelassen: wo ich bei 'Im Rausch der Stille' noch Gefallen an den sonderbaren Wesen gefunden habe und eigene Interpretationsansätze entwickeln konnte, was das Ganze zu bedeuten hat, war mir die detailreiche Beschreibung der Tektoner zu absurd, zu übertrieben und zu unglaubwürdig. Einige Beschreibungen grenzen meiner Meinung nach an Kitsch und sind an Plattheit kaum zu übertreffen; so regnet es beispielsweise Gold, und Tränen werden zu Diamanten. Das Ende hat das Ruder jedoch herumreißen können. Der Leser erkennt: Albert Sánchez Piñol hat ihn glaubhaft zum Narren gehalten. Die Übertreibungen und blumig-kitschigen Ausführungen ergeben plötzlich Sinn. Am Ende möchte man wieder von vorn beginnen und alles mit anderen Augen sehen und erleben. Mein Resümee: Mehrmals wollte ich abbrechen und war am Ende froh, dass ich durchgehalten habe. 'Pandora im Kongo' bleibt meiner Meinung nach hinter 'Im Rausch der Stille' zurück und erreicht vor allem nicht dessen Sprachgewalt, ist aber dennoch eine spannende, wenn auch höchst merkwürdige Geschichte.

4/5

'Der Kongo. Ein grüner Ozean. Und unter den Bäumen - nichts.'

sabatayn76 aus Deutschland am 11.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inhalt: Sommer 1914: Der 19-jährige Ich-Erzähler Thomas Thomson ist ein 'literarischer Neger', er schreibt Bücher für andere. Nach diversen Beerdigungen trifft Thomson auf den Rechtsanwalt Edward Norton, der möchte, dass Thomson die Geschichte des Häftlings und angeklagten Mörders Marcus Garvey in Buchform bringt. Dies bildet den Rahmen für den Bericht über Garveys Erlebnisse im Kongo, wohin er die beiden Brüder Richard und William Craver begleitet hatte, die dort das schnelle Geld machen wollten. Mein Eindruck: Selten hat sich meine Meinung über ein Buch während des Lesens so häufig und so extrem geändert wie bei 'Pandora im Kongo'. Den Beginn fand ich zu konstruiert und bisweilen albern, beinahe lächerlich übertrieben. Die Schilderung der Kongo-Expedition hat mir anfangs sehr gut gefallen, da ich großes Interesse an Entdeckungsreisen im Allgemeinen und am Kongo im Besonderen habe. Hier vermag es der Autor, den Leser mit ins Herz der Finsternis zu nehmen, ihn die Farben, die Hitze und die Gerüche hautnah erleben zu lassen. Das Auftreten der Tektoner hat mich eher zwiegespalten bis entgeistert zurückgelassen: wo ich bei 'Im Rausch der Stille' noch Gefallen an den sonderbaren Wesen gefunden habe und eigene Interpretationsansätze entwickeln konnte, was das Ganze zu bedeuten hat, war mir die detailreiche Beschreibung der Tektoner zu absurd, zu übertrieben und zu unglaubwürdig. Einige Beschreibungen grenzen meiner Meinung nach an Kitsch und sind an Plattheit kaum zu übertreffen; so regnet es beispielsweise Gold, und Tränen werden zu Diamanten. Das Ende hat das Ruder jedoch herumreißen können. Der Leser erkennt: Albert Sánchez Piñol hat ihn glaubhaft zum Narren gehalten. Die Übertreibungen und blumig-kitschigen Ausführungen ergeben plötzlich Sinn. Am Ende möchte man wieder von vorn beginnen und alles mit anderen Augen sehen und erleben. Mein Resümee: Mehrmals wollte ich abbrechen und war am Ende froh, dass ich durchgehalten habe. 'Pandora im Kongo' bleibt meiner Meinung nach hinter 'Im Rausch der Stille' zurück und erreicht vor allem nicht dessen Sprachgewalt, ist aber dennoch eine spannende, wenn auch höchst merkwürdige Geschichte.

4/5

Eine unglaubliche Geschichte

Christa Kromminga aus Aurich am 11.01.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der mäßig erfolgreicher Groschenromanschreiber Tommy Thomson bekommt 1914 den Auftrag die Geschichte eines Mannes auf zuschrieben, dem Doppelmord an zwei Brüder vorgeworfen wird. Die Geschichte die er zu hören bekommt, entführte ihn in die Zeit der Kolonialherrschaft. Es geht um eine Reise in den Kongo, die der Angeklagte zusammen mit den aristokratischen Brüdern gemacht hatte. Nach langen, harten Fußmärschen durch den Dschungel, bei denen mit einheimischen Menschen alles anders als zimperlich umgegangen wurde, entdeckten die drei eine Diamantenmine. Im Verlauf der fantastischen Geschichte gelangten die Männer durch die Mine ins Erdinnere. Dort trafen sie auf außerirdische (oder innerirdische) unbekannte Wesen. Ein absolut fantastischer Geschichte, sprachgewaltig geschrieben.

4/5

Eine unglaubliche Geschichte

Christa Kromminga aus Aurich am 11.01.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der mäßig erfolgreicher Groschenromanschreiber Tommy Thomson bekommt 1914 den Auftrag die Geschichte eines Mannes auf zuschrieben, dem Doppelmord an zwei Brüder vorgeworfen wird. Die Geschichte die er zu hören bekommt, entführte ihn in die Zeit der Kolonialherrschaft. Es geht um eine Reise in den Kongo, die der Angeklagte zusammen mit den aristokratischen Brüdern gemacht hatte. Nach langen, harten Fußmärschen durch den Dschungel, bei denen mit einheimischen Menschen alles anders als zimperlich umgegangen wurde, entdeckten die drei eine Diamantenmine. Im Verlauf der fantastischen Geschichte gelangten die Männer durch die Mine ins Erdinnere. Dort trafen sie auf außerirdische (oder innerirdische) unbekannte Wesen. Ein absolut fantastischer Geschichte, sprachgewaltig geschrieben.

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