Anständig essen

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Ein Selbstversuch

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Beschreibung

Lebt es noch oder isst du es schon? Ein Selbstversuch.

»Die dringendste Frage zu Beginn meiner Bio-Phase: ob ich weiterhin Cola-Light trinken kann. Davon gehe ich nämlich aus. Cola-Light besteht doch sowieso ausschließlich aus Chemie. Da dürfte sich die Bio-Frage eigentlich gar nicht erst stellen.«

Karen Duve gehörte nicht eben zur Gesundheitsfraktion. Bratwürstchen und Gummibären wanderten genauso in ihren Einkaufswagen wie Schokolade und Curryketchup in 1-L-Plastikflaschen. Doch dann zog sie mit jemandem zusammen, der schnell den Spitznamen Jiminy Grille erhielt – nach dem personifizierten Gewissen der Holzpuppe Pinocchio. Denn Jiminy schrie auf, wenn Karen Duve nach der »Grillhähnchenpfanne für 2,99« griff. Und Karen Duve musste einräumen, dass das Leben der »Grillhähnchenpfanne« vor ihrer Schockfrostung wohl eher unerfreulich gewesen war. So stellten sich vor der Tiefkühltruhe schnell grundlegende Fragen: Darf man Tiere eigentlich essen? Und wenn Tiere nicht, warum dann Pflanzen? Wo beginnt die menschliche Empathie, und warum? Was sind wir bereit aus Rücksicht auf die Mitlebewesen zu opfern? Oder können wir sogar einen persönlichen Gewinn daraus ziehen, unsere Gewohnheiten zu ändern?

Irgendwann wollte Karen Duve es wirklich wissen: Jeweils zwei Monate lang testet sie seitdem Ernährungsweisen mit moralischem Anspruch: Biologisch-organisch, vegetarisch, vegan und am Ende sogar frutarisch, also nur das, was die Pflanze freiwillig spendet. Parallel dazu setzt sie sich mit der dahinterstehenden Weltsicht auseinander – und liefert sich mit Jiminy Grille die unausweichlichen Verbalduelle. Erst kurz vor der Veröffentlichung dieses Buches wird sie eine Lebensentscheidung treffen – die, wie sie sich weiter ernähren und weiter leben will. Schonungslos und mit der ihr eigenen knochentrockenen Komik setzt sie sich jenseits aller Ideologien mit der Frage auseinander: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?

Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane Regenroman (1999), Dies ist kein Liebeslied (2002), Die entführte Prinzessin (2005) und Taxi (2008) waren Bestseller und sind in 14 Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch Anständig essen, 2014 ihre Streitschrift Warum die Sache schiefgeht. Die Verfilmung ihres Romans Taxi kam 2015 in die Kinos. 2016 sorgte sie mit ihrem Roman Macht für Aufruhr und wurde mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2017) ausgezeichnet. Für ihren Roman Fräulein Nettes kurzer Sommer (2018) wurde Karen Duve mit dem Carl-Amery-Preis, dem Düsseldorfer Literaturpreis und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.12.2010

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/3,4 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.12.2010

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/3,4 cm

Gewicht

468 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-028-0

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Super Buch

Lu aus Hagen am 24.11.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch ist wirklich super sie testet verschiedene Ernährungarten aus und nimmt den lese auf die Reise mit. Sehr informativ und vorallem sehr ehrlich, gefällt mir sehr.

Super Buch

Lu aus Hagen am 24.11.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch ist wirklich super sie testet verschiedene Ernährungarten aus und nimmt den lese auf die Reise mit. Sehr informativ und vorallem sehr ehrlich, gefällt mir sehr.

naiv und inkonsequent

Bewertung am 12.04.2012

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aufgeschreckt durch das Entsetzen einer Freundin beginnt Karen Duve, ihre Ernährung moralisch zu hinterfragen. Sie beschliesst, die verschiedenen Ernährungsformen selbst zu testen: zuerst nur Bio, dann vegetarisch, anschliessend vegan und zuletzt frutarisch. Ausschlaggebend für dieses Experiment ist nur der moralische Aspekt, nicht ein potentieller gesundheitlicher Vorteil. Offen beschreibt Duve die Probleme, die im Alltag durch die Ernährungsumstellungen entstehen, und liefert zu jeder Variante wissenswerte Fakten und Hintergrundinformationen. Diese Erzählweise führt dazu, dass das Buch recht heterogen wirkt: unterhaltsame Anekdoten und sehr persönliche Erlebnisse wechseln sich ab mit Info-Kapitel, dazwischen ein paar Interviews, oberflächlich garniert mit ein paar moralisierenden Passagen. Das ist zwar ein Vorteil, weil sich diese Mischung recht flüssig liest, andererseits aber unbefriedigend, weil es weder dem Informationsbedürfnis des Lesers noch jenem nach Unterhaltung gerecht wird. Auch als Beschreibung eines „Selbstversuchs“ funktioniert das Buch nur bedingt, da der Leser recht wenig über den neuen Speisezettel, veränderte Geschmacksgewohnheiten oder körperliche Auswirkungen der Ernährungsumstellungen erfährt. Ich habe mich beim Lesen oft gewundert, ob Karen Duve wirklich derart naiv sein kann. Zumindest hat sie ein Konsumverhalten beschrieben, das bei mir nur Kopfschütteln auslöst. Wer darüber enttäuscht ist, dass eine Biotomate im Januar auch nicht mehr Geschmack hat als die normale aus dem Supermarkt, obwohl sie mehr kostet, hat von der Gemüseproduktion offenbar keine Ahnung. Dass in Gummibärchen (tierische) Gelatine drin ist, ist auch keine neue Erkenntnis. Und wenn Frau Duve einen halben Monat braucht, um zu merken, dass Cola light nicht nur aus Chemie besteht, obwohl auf jeder Flasche „koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Pflanzenextrakten“ steht, dann ist das zwar unterhaltsam, führt aber zu akuten Zweifeln an ihrer Recherchearbeit. Schlimmer als das unreflektierte Konsumverhalten fand ich aber, dass die Autorin ihre moralischen Grundsätze zwar Freunden und Familienmitgliedern um die Ohren haut, selbst aber nicht danach lebt. Vorhandene Gegenstände tierischer Herkunft (Lederschuhe, Daunenkissen) durch Produkte aus Kunststoff zu ersetzen, hilft den Tieren im Nachhinein nicht mehr und spricht nicht für einen ethischen, bewussten Umgang mit der Umwelt. Und die Klimaerwärmung, die durch Tierhaltung mitverursacht wird, als Argument für einen veganen Lebesstil anzuführen, aber regelmässig mit dem Auto ins 70 km entfernte Berlin zum Einkaufen fahren, weil es dort die besseren Bioläden gibt, zeugt entweder von einem recht begrenzten Denkvermögen oder von Heuchelei. Dass Karen Duve allerdings ehrlich beschreibt, wie sie immer wieder an ihrem eigenen moralischen Anspruch scheitert, und am Ende (welche Überraschung) zum Schluss kommt, dass eine ethisch völlig einwandfreie Ernährung gar nicht machbar ist, lässt das begrenzte Denkvermögen als die plausiblere Möglichkeit erscheinen. Aber das ist vielleicht gar nicht so tragisch, denn wie die Autorin selbst schreibt: „Es gibt nämlich noch etwas Schlimmeres, als das Denken zu verweigern – die Zusammenhänge zu kennen, ohne daraus die Konsquenzen zu ziehen.“ Fazit: wer sich bereits ein paar grundlegende Gedanken über seine Ernährung gemacht hat, lernt nichts Neues. Und als Unterhaltungslektüre wirkt die Selbstbetrachtung von Karen Duve oft sehr bemüht. Manche der geschilderten Episoden sind durchaus amüsant, einige regen zum Nachdenken über eigene Gewohnheiten an, aber insgesamt lässt der schnoddrige, manchmal jammernde Erzählstil wenig Lesegenuss aufkommen.

naiv und inkonsequent

Bewertung am 12.04.2012
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Aufgeschreckt durch das Entsetzen einer Freundin beginnt Karen Duve, ihre Ernährung moralisch zu hinterfragen. Sie beschliesst, die verschiedenen Ernährungsformen selbst zu testen: zuerst nur Bio, dann vegetarisch, anschliessend vegan und zuletzt frutarisch. Ausschlaggebend für dieses Experiment ist nur der moralische Aspekt, nicht ein potentieller gesundheitlicher Vorteil. Offen beschreibt Duve die Probleme, die im Alltag durch die Ernährungsumstellungen entstehen, und liefert zu jeder Variante wissenswerte Fakten und Hintergrundinformationen. Diese Erzählweise führt dazu, dass das Buch recht heterogen wirkt: unterhaltsame Anekdoten und sehr persönliche Erlebnisse wechseln sich ab mit Info-Kapitel, dazwischen ein paar Interviews, oberflächlich garniert mit ein paar moralisierenden Passagen. Das ist zwar ein Vorteil, weil sich diese Mischung recht flüssig liest, andererseits aber unbefriedigend, weil es weder dem Informationsbedürfnis des Lesers noch jenem nach Unterhaltung gerecht wird. Auch als Beschreibung eines „Selbstversuchs“ funktioniert das Buch nur bedingt, da der Leser recht wenig über den neuen Speisezettel, veränderte Geschmacksgewohnheiten oder körperliche Auswirkungen der Ernährungsumstellungen erfährt. Ich habe mich beim Lesen oft gewundert, ob Karen Duve wirklich derart naiv sein kann. Zumindest hat sie ein Konsumverhalten beschrieben, das bei mir nur Kopfschütteln auslöst. Wer darüber enttäuscht ist, dass eine Biotomate im Januar auch nicht mehr Geschmack hat als die normale aus dem Supermarkt, obwohl sie mehr kostet, hat von der Gemüseproduktion offenbar keine Ahnung. Dass in Gummibärchen (tierische) Gelatine drin ist, ist auch keine neue Erkenntnis. Und wenn Frau Duve einen halben Monat braucht, um zu merken, dass Cola light nicht nur aus Chemie besteht, obwohl auf jeder Flasche „koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Pflanzenextrakten“ steht, dann ist das zwar unterhaltsam, führt aber zu akuten Zweifeln an ihrer Recherchearbeit. Schlimmer als das unreflektierte Konsumverhalten fand ich aber, dass die Autorin ihre moralischen Grundsätze zwar Freunden und Familienmitgliedern um die Ohren haut, selbst aber nicht danach lebt. Vorhandene Gegenstände tierischer Herkunft (Lederschuhe, Daunenkissen) durch Produkte aus Kunststoff zu ersetzen, hilft den Tieren im Nachhinein nicht mehr und spricht nicht für einen ethischen, bewussten Umgang mit der Umwelt. Und die Klimaerwärmung, die durch Tierhaltung mitverursacht wird, als Argument für einen veganen Lebesstil anzuführen, aber regelmässig mit dem Auto ins 70 km entfernte Berlin zum Einkaufen fahren, weil es dort die besseren Bioläden gibt, zeugt entweder von einem recht begrenzten Denkvermögen oder von Heuchelei. Dass Karen Duve allerdings ehrlich beschreibt, wie sie immer wieder an ihrem eigenen moralischen Anspruch scheitert, und am Ende (welche Überraschung) zum Schluss kommt, dass eine ethisch völlig einwandfreie Ernährung gar nicht machbar ist, lässt das begrenzte Denkvermögen als die plausiblere Möglichkeit erscheinen. Aber das ist vielleicht gar nicht so tragisch, denn wie die Autorin selbst schreibt: „Es gibt nämlich noch etwas Schlimmeres, als das Denken zu verweigern – die Zusammenhänge zu kennen, ohne daraus die Konsquenzen zu ziehen.“ Fazit: wer sich bereits ein paar grundlegende Gedanken über seine Ernährung gemacht hat, lernt nichts Neues. Und als Unterhaltungslektüre wirkt die Selbstbetrachtung von Karen Duve oft sehr bemüht. Manche der geschilderten Episoden sind durchaus amüsant, einige regen zum Nachdenken über eigene Gewohnheiten an, aber insgesamt lässt der schnoddrige, manchmal jammernde Erzählstil wenig Lesegenuss aufkommen.

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von Karen Duve

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