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Ausweitung der Kampfzone

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

30.01.2015

Verlag

Verlag Klaus Wagenbach

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Sprache

Deutsch

EAN

9783803141828

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

30.01.2015

Verlag

Verlag Klaus Wagenbach

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Sprache

Deutsch

EAN

9783803141828

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Einerseits wohnt dem Buch eine...

Bewertung am 12.08.2022

Bewertungsnummer: 1765655

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Einerseits wohnt dem Buch eine brillante, wenn auch zynische Analyse heterosexueller Sexualität in der liberalen Moderne inne, andererseits kann es auch als negative Blaupause eines "Incels" mit toxisch-männlichen Identitätsproblemen gelesen werden. Ziemlich harter Stoff.

Einerseits wohnt dem Buch eine...

Bewertung am 12.08.2022
Bewertungsnummer: 1765655
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Einerseits wohnt dem Buch eine brillante, wenn auch zynische Analyse heterosexueller Sexualität in der liberalen Moderne inne, andererseits kann es auch als negative Blaupause eines "Incels" mit toxisch-männlichen Identitätsproblemen gelesen werden. Ziemlich harter Stoff.

Kampfzone Gesellschaft Es…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 23.07.2016

Bewertungsnummer: 2726745

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kampfzone Gesellschaft Es handelt sich um den Debütroman von Michel Houellebecq aus dem Jahr 1994. Seitdem gilt Houellebecq als (begabter) Provokateur. Ihm gelingt es zweifelsohne, Atmosphäre zu schaffen. Das gesamte Werk ist aufgeladen mit negativer Energie. Bereits das kurze erste Kapitel wirkt obszön, vulgär und dekadent. Der namenlose Ich-Erzähler, ein 30jähriger Informatiker, ist ein extremer Zyniker. Seine destruktiven Beschreibungen prägen den gesamten Roman. Zum Beispiel findet er in einem Geschäft einen Toten, ohne das irgendeine Dramatik entsteht (73), charakterisiert er Rouen als „grau, schmutzig, schlecht erhalten, … von Lärm und Luftverschmutzung versaut“ (75) und äußert sich herablassend zu einem Brautpaar, welches vor einer Kirche steht. (78). Einen Erklärungsansatz liefert der Autor ein paar Seiten weiter. “Der Wirtschaftsliberalismus ist die erweiterte Kampfzone, das heißt, er gilt für alle Altersstufen und Gesellschaftsklassen. Ebenso bedeutet der sexuelle Liberalismus die Ausweitung der Kampfzone, ihre Ausdehnung auf alle Altersstufen und Gesellschaftsklassen.“ (110) Neoliberale Maßstäbe gelten nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch unmittelbar für die Menschen. Diese werden nach ihrem Marktwert beurteilt und damit zum Objekt. An dieser fundamentalistischen und letztlich unmenschlichen Betrachtungsweise scheitern nacheinander Arbeitskollege Tisserand und der Ich-Erzähler. Es gibt nur Sieger und Verlierer und wem die Natur übel mitspielt, hat eben Pech gehabt. Auffallend und auch seltsam sind die zwischenzeitlichen Wechsel von der Ich-Perspektive auf eine Metaebene, die Ebene des Autors („Die folgenden Seiten bilden einen Roman“ (16), „Das fortschreitende Verlöschen zwischenmenschlicher Beziehungen bringt für den Roman allerdings einige Schwierigkeiten mit sich.“ (46)). Houellebecq ist ein ungewöhnlicher Autor. Mir würde kein zweiter einfallen, der mit ihm vergleichbar ist. Wenn sein Ziel darin besteht, eine Welt zu konstruieren, in der der Mensch ausschließlich nach seinem Marktwert beurteilt wird, ist ihm das auch gelungen. Der Roman ist destruktiv bis zur Selbstzerstörung.

Kampfzone Gesellschaft Es…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 23.07.2016
Bewertungsnummer: 2726745
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kampfzone Gesellschaft Es handelt sich um den Debütroman von Michel Houellebecq aus dem Jahr 1994. Seitdem gilt Houellebecq als (begabter) Provokateur. Ihm gelingt es zweifelsohne, Atmosphäre zu schaffen. Das gesamte Werk ist aufgeladen mit negativer Energie. Bereits das kurze erste Kapitel wirkt obszön, vulgär und dekadent. Der namenlose Ich-Erzähler, ein 30jähriger Informatiker, ist ein extremer Zyniker. Seine destruktiven Beschreibungen prägen den gesamten Roman. Zum Beispiel findet er in einem Geschäft einen Toten, ohne das irgendeine Dramatik entsteht (73), charakterisiert er Rouen als „grau, schmutzig, schlecht erhalten, … von Lärm und Luftverschmutzung versaut“ (75) und äußert sich herablassend zu einem Brautpaar, welches vor einer Kirche steht. (78). Einen Erklärungsansatz liefert der Autor ein paar Seiten weiter. “Der Wirtschaftsliberalismus ist die erweiterte Kampfzone, das heißt, er gilt für alle Altersstufen und Gesellschaftsklassen. Ebenso bedeutet der sexuelle Liberalismus die Ausweitung der Kampfzone, ihre Ausdehnung auf alle Altersstufen und Gesellschaftsklassen.“ (110) Neoliberale Maßstäbe gelten nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch unmittelbar für die Menschen. Diese werden nach ihrem Marktwert beurteilt und damit zum Objekt. An dieser fundamentalistischen und letztlich unmenschlichen Betrachtungsweise scheitern nacheinander Arbeitskollege Tisserand und der Ich-Erzähler. Es gibt nur Sieger und Verlierer und wem die Natur übel mitspielt, hat eben Pech gehabt. Auffallend und auch seltsam sind die zwischenzeitlichen Wechsel von der Ich-Perspektive auf eine Metaebene, die Ebene des Autors („Die folgenden Seiten bilden einen Roman“ (16), „Das fortschreitende Verlöschen zwischenmenschlicher Beziehungen bringt für den Roman allerdings einige Schwierigkeiten mit sich.“ (46)). Houellebecq ist ein ungewöhnlicher Autor. Mir würde kein zweiter einfallen, der mit ihm vergleichbar ist. Wenn sein Ziel darin besteht, eine Welt zu konstruieren, in der der Mensch ausschließlich nach seinem Marktwert beurteilt wird, ist ihm das auch gelungen. Der Roman ist destruktiv bis zur Selbstzerstörung.

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Ausweitung der Kampfzone

von Michel Houellebecq

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