Sonja ist eher der ängstliche Typ. Im Job überfordert, von den Männern enttäuscht, in ihrem Siedlungshäuschen von der Welt vergessen. Ihr ein und alles ist Lady Goggo, eine Katze. Eine ziemlich selbstständige Katze, die sehr neugierig ist und sich dauernd irgendwo einsperren lässt. Sonja verpasst ihr eine Cat-Cam, eine kleine Kamera, die ihr die Kontrolle über Lady Goggos Streunereien verschafft. Nur eines schönen Tages filmt die Katze, wie Nachbar Sven in seinem Haus eine Frau stranguliert! Hat Lady Goggo einen Mord gefilmt? Am Tag darauf verschwindet die Katze. Offenbar ist sie in Svens Bus gestiegen und mit ihm nach Island gefahren. Sonjas geliebte Lady Goggo unterwegs mit einem Frauenmörder?! Todesmutig reist Sonja nach Island. Wo sie sich an Svens Fersen heftet. Und am Ende etwas findet, wonach sie gar nicht gesucht hat.
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Wo ist Goggo?
Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 25.07.2016
Bewertungsnummer: 962991
Bewertet: Hörbuch-Download
Lady Goggo, Sonjas Katze, kommt öfter nicht nach Hause. Um zu wissen, wo sie sich im allgemeinen rumtreibt und wo man sie im Ernstfall suchen könnte, bekommt sie von Sonja eine Cat-Cam umgehängt.
Durch die Streifzüge der Katze verbringt Sonja abends interessante Stunden vor dem Fernseher, denn dort guckt sie sich an, was Goggo am Tage aufgezeichnet hat. Natürlich erhält man da auch Einblicke in das Leben der Nachbarn und nicht alles wollte man wissen.
Eines Tages jedoch filmt Goggo ihren Nachbarn Sven, wie er auf der Terrasse eine Frau stranguliert.
Sonja ist ratlos, hat Goggo dort einen Mord beobachtet und ihn aufgezeichnet? Am kommenden Tag sind Goggo, aber auch Sven, der Nachbar, verschwunden. Wie es heißt, ist Sven nach Island gereist, also bleibt Sonja nichts anderes übrig, als ihm zu folgen, immer hoffend, dass sie Goggo lebend auffinden wird ...
Sonja ist eine junge Frau, die mehr für sich allein lebt. Ihr Seelengefährte ist ihre Katze Goggo. Des Öfteren musste sie diese schon suchen, weil sie sich irgendwo hat einsperren lassen.
Um zu wissen, wo sie sich am Tage aufhält, hat sie ihr kurzerhand eine Cat-Cam umgehängt. Das abendliche Fernsehprogramm ist damit gesichert.
Als sie jedoch eines Tages einen Mord auf der Speicherkarte vorfindet, weiß sie nicht, wie sie damit umgehen soll. Ohne die Daten gesichert zu haben, steckt sie die Karte wieder in die Cam hinein mit dem Ergebnis, dass am nächsten Tag Katze, Cam und auch Sven verschwunden sind.
Sven ist mit einem Transporter nach Island gefahren und es wird vermutet, dass Goggo dort mit eingestiegen sein könnte. So bleibt Sonja nichts anderes übrig, als sich an Svens Fersen zu heften und Goggo gesund nach Hause zu bringen, was sich als ein sehr schwieriges Unterfangen herausstellt.
In Island angekommen, erhält sie von den verschiedensten Personen Hilfe, ihre Katze wiederzufinden, selbst in den Medien wird über sie berichtet.
In Katla findet sie eine Freundin, die ihr zur Seite steht und die ihr auch die Schönheiten und Eigenheiten von Island zeigt und erklärt.
Sonja ist eine zurückgezogene, ruhige und unauffällige junge Frau. Fast unsichtbar scheint sie, lebt nur mit einer Katze allein.
Erst in Island und auf der Suche nach ihrer Katze nimmt sie Kontakt zu anderen Menschen auf, taut selbst auf und selbstbewusster. Sie hat ein Ziel und das lässt sie nicht einen Moment aus den Augen.
Sie liebt ihre Goggo über alles und versucht nun das Unmögliche, diese in Island zu finden.
Es macht Spaß, Sonja auf ihrer Suche zu begleiten. Zu sehen, wie sie sich im fremden Land zurechtfindet und Freunde findet, lässt auf ein gutes Ende hoffen.
Die Suche hat auch einen positiven Nebeneffekt, sie findet dort in Island, was sie nicht gesucht hat.
Der Roman der Autorin Nicola Förg ist ausgesprochen unterhaltsam. Bekannt durch ihre Krimireihen kommt die Autorin auch in diesem Buch nicht drum herum, kriminelle Aspekte mit einzubauen. So ist die Spannung schon mal gesichert.
Der Autorin gelingt es sehr gut, ihre Liebe zu Island dem Leser zu vermitteln. Man fühlt sich vor Ort versetzt, erfährt ein wenig über die Geschichte, Mythen und Legenden und hat das Gefühl, man wäre dort nicht fremd.
Man ist als Leser dabei, wie Sonja sich auf die Suche macht und aus der schüchternen jungen Frau eine Frau wird, mit der man rechnen muss.
Ich habe dieses Buch als Hörbuch erlebt und dabei der Stimme von Jodie Ahlborn lauschen dürfen. Sie hat eine angenehme Stimme, der man sehr gern zuhört.
Es ist ein unterhaltsamer Roman mit Krimiaspekten und ein wenig Liebe.
"Islands Natur gewährt seinen Besuchern die Gnade, Zuschauer zu sein.",
Carmen Vicari aus Dossenheim am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 877942
Bewertet: eBook (ePUB)
Sonja hat ein kleines Häuschen von ihrer Oma geerbt und wohnt seit dem dort mit ihrer Schildplattkatze Lady Goggo. Ihre netten Nachbarn erträgt sie eigentlich erst so einigermaßen, seit ihre Katze über eine Catcam verfügt und so die Geheimnisse der Nachbarn ausspioniert.
Dabei wollte Sonja mit der Kamera nur erreichen, dass sie weiß, wo sich ihre Katze herumtreibt und wo sie sie suchen muss, sollte Lady Goggo mal wieder verloren gehen.
Jetzt weiß sie doch etwas mehr über ihre Nachbarn, was sie gegen die ganzen Vorwürfe und unerwünschten besuche der Nachbarn abhärtet.
Doch dann sieht Sonja etwas auf der Speicherkarte der Kamera, das verdächtigt nach einem Frauenmord aussieht. Tatort: ihr netter Nachbar von nebenan.
Sonja ist total verwirrt und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. In ihrer Aufregung steckt sie die Karte zurück in die Kamera und hängt diese der Katze wieder um. Tags drauf ist Lady Goggo verschwunden.
Verzweifelt sucht Sonja nach ihrer Katze, kann sie aber nicht finden. Eine Nachbarin gibt ihr den Tipp, dass ihre Katze bei dem Nachbarn in den Bus gestiegen sein könnte.
Und schon befindet sich Sonja auf der Jagd nach einem Frauenmörder und auf der Suche nach ihrer geliebten Katze Lady Goggo.
Dies ist für mich das erste Buch von Nicola Förg. Erwartet man einen Krimi, so findet man Schwerpunktmäßig etwas ganz anderes. Das ist Buch vor allem eine Liebeserklärung an Island.
Die Autorin schafft mit Sonja eine unsichere, schüchterne und verklemmte Protagonistin, die sich im Beruf wie im Privatleben von allen ausnutzen und rumschubsen lässt, ohne dagegen aufzubegehren. Ihr einziger Anker scheint ihre Katze Goggo zu sein. Diese Protagonistin schickt sie auf eine abenteuerliche Reise nach Island, wo sie nicht nur total verpeilt versucht, ihre Katze wieder zu finden, sondern auch als Trampel mehr schlecht als recht auffällt. Doch Nicola Förg stellt Sonja die resolute Katla an die Seite, mit der sie und damit auch der Leser sich nicht nur auf die Suche nach der Katze macht, sondern auch die Mythen, Sagen und Schönheiten Islands kennenlernt.
Manchmal ging mir Sonja mit ihrer Art ein wenig auf die Nerven, so dass ich sie gerne mal getreten hätte. Glücklicherweise hat diese Aufgabe Katla übernommen und so stellt man bald fest, dass sich die Protagonistin weiterentwickelt und verändert.
Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass man auf jemanden wie Katla in Island treffen kann, der einen sofort und zu kennen regelrecht adoptiert, fand ich den Zauber der Geschichte doch überzeugend und habe die Geschichte binnen kürzester Zeit gelesen gehabt.
Die Geschichte an sich wirkt zwar einfach, jedoch steckt sehr viel mehr darin und hört man genau hin, so stellt man fest, dass die Anderen an der Geschichte mitgewirkt haben.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, lässt aber dennoch Spielraum für eine Fortsetzung offen, auf die ich derzeit hoffe. Denn für eine Rückkehr nach Island hätte ich nichts einzuwenden.
Fazit:
Ein schöner Genremix, bei dem nicht das Krimielement im Vordergrund steht, sondern die Liebe zu Island, gewürzt mit einer kleinen Liebesgeschichte und einer größeren Wandlung einer sehr verunsicherten Protagonistin. Für mich die Empfehlung für schöne entspannte Lesestunden.
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