Das hier ist kein Tagebuch

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kategorie Jugendbuch und Kategorie Preis der Jugendlichen

Erna Sassen

(4)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (Kunststoff-Einband)
Buch (Kunststoff-Einband)
18,00
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Kunststoff-Einband

18,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

14,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Der «Kurzschluss» in Boudewijns Kopf
kommt verspätet – Jahre nach dem Tag
des großen Schocks. Was soll das bringen,
wenn er auf Anordnung seines Vaters
jetzt jeden Abend das Stabat Mater
von Pergolesi hört und Tagebuch führt? –
Zum Vorschein bringt es etwas, das zu
lesen echt wehtut, weil Erna Sassen so
punktgenau den Ton trifft. Dabei bleibt
dieses «Tagebuch» eines Sechzehnjährigen
dank gekonnter Dramaturgie
nicht nur bleischwer. Und neben den
fürchterlichen werden auch schöne
Ereignisse geschildert.

Erna Sassen, 1961 in Beverlijk, Niederlande, geboren, trat nach ihrer Ausbildung an
der Theaterschool in Amsterdam in Musicals und Theatervorstellungen auf. Sie wurde
durch ihre Rolle als Krankenschwester in der Fernsehserie Medisch Centrum West
bekannt, bevor sie 2004 ihr erstes Kinderbuch veröffentlichte. Nach Das hier ist kein
Tagebuch wird ein weiteres Buch für junge Erwachsene von Erna Sassen im Verlag
Freies Geistesleben erscheinen: Nicht näherkommen! (Kom niet dichterbij). Sie lebt mit
ihrem Mann, ihrem Sohn Mats, ihrer Tochter Micky, einem Kaninchen und einer Katze
in Haarlem.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.05.2017
Verlag Freies Geistesleben
Seitenzahl 183
Maße 22,4/14,1/1,9 cm
Gewicht 379 g
Auflage 2
Originaltitel Dit is geen dagboek
Übersetzer Rolf Erdorf
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7725-2861-3

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
2
2
0
0
0

Für alle, die ein bisschen mehr verstehen wollen. Über sich oder über andere
von einer Kundin/einem Kunden am 18.07.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Boudewijns Mutter hat sich umgebracht. Einfach so umgebracht. Das macht ihn so wütend! Und alle wollen ihm erzählen, dass es ihm schlecht gehe und er Hilfe bräuchte. Aber er will mit niemandem darüber reden. Also fängt er an seine Gedanken aufzuschreiben. Aber einfach nur so, versteht sich. Er führt ja kein Tagebuch oder so. U... Boudewijns Mutter hat sich umgebracht. Einfach so umgebracht. Das macht ihn so wütend! Und alle wollen ihm erzählen, dass es ihm schlecht gehe und er Hilfe bräuchte. Aber er will mit niemandem darüber reden. Also fängt er an seine Gedanken aufzuschreiben. Aber einfach nur so, versteht sich. Er führt ja kein Tagebuch oder so. Und allmählich weicht die Wut einer Trauer, der er sich nicht bewusst war. Eine Geschichte, die sehr nahe geht. Und eine Geschichte, die sehr gut verständlich macht, was es heißt unter Depressionen zu leiden. Wie schwer es für die Betroffenen ist, sich überhaupt einzugestehen, dass sie ein Problem haben. Das Buch konfrontiert, schreckt im ersten Moment ab. Es ist schwer zu empfehlen, wie meist bei so einem schweren Thema. Aber es lohnt sich allemal es zu lesen. Für all jene, die vielleicht betroffen sind. Oder für ihre Angehörigen. Und auf jeden Fall für alle anderen.

von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2018
Bewertet: anderes Format

Definitiv keine leichte Kost und eher etwas für ältere Leser ab 12. In dem Buch geht es um Bou, der versucht aus seiner Depression raus zu kommen. Tief bewegend!

Eindrückliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 06.06.2018

Ein Buch, welches mich durch seinen provokanten Titel und die Gestaltung selbst ansprechen konnte. Schlicht, traurig, schwarz, voller Trübsinn und Schmerz. Genau das begegnet dem Leser auch auf den ersten Seiten dieses Tageskalenders, der kein Tagebuch ist. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, fin... Ein Buch, welches mich durch seinen provokanten Titel und die Gestaltung selbst ansprechen konnte. Schlicht, traurig, schwarz, voller Trübsinn und Schmerz. Genau das begegnet dem Leser auch auf den ersten Seiten dieses Tageskalenders, der kein Tagebuch ist. Die Worte, die Bou auf die Vorsatzseiten seines Tagebuch schreibt, findet man auch auf den Klappenseiten dieses Romans: FÜR UNBEFUGTE VERBOTEN. Der Hauptprotagonist Boudewijn, der von allen nur Bou genannt wird, hat es nicht leicht. Im Zuge einer Behandlung soll er sich ein Tagebuch zulegen und in dieses seine Empfindungen eintragen. Natürlich findet er das alles ziemlich blöd, doch schon bald wird dieses „Nicht-Tagebuch“ für ihn lebensnotwendig. In ihm verarbeitet er den Tod seiner Mutter und dies auf wirklich eindrucksvolle und emotionale Art und Weise. Die Texte die Bou schreibt, haben mich zutiefst berührt und lange nachdenklich zurück gelassen. Dieses Buch geht unter die Haut und das noch lange nach der Lektüre. Es ist ein Buch um einen Jungen, der zu zerbrechen scheint, was seine Texte auch deutlich zeigen, er ist verzweifelt und am Boden. Doch das Tagebuch hilft ihm, seinen Schmerz zu verarbeiten. Gerade weil er mit seiner unbändigen Wut nicht umgehen kann, ist dieses Tagebuch das richtige Mittel. Zwei Menschen geben Bou im Leben Halt und das ist zum einen seine Tante, die er häufig verantwortlich für den Tod seiner Mutter macht und seine siebenjährige Schwester Fussel, die noch zu klein war, um den Tod seiner Mutter zu verstehen. Eine weitere Protagonistin, die im Laufe des Buches ans Tageslicht tritt, ist Bous Schulkameradin Pauline, die in ihm den kleinen Keim einer Freundschaft sät. Allerdings bleibt diese Leider nicht lang bestehen. Von einem Schreib- und Erzählstil kann man im Buch kaum sprechen, da es sich häufig um aneinandergereihte Songtexte etc. handelt. Allerdings finde ich, dass gerade die zusammengewürfelten Sätze zeigen, wie verwirrt Bou gerade zu Beginn ist. Durch seine unregelmäßige Form in Inhalt und Form, ist das Buch etwas besonderes, was auch eine besondere Tiefe transportiert. Zurecht 2016 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.


  • artikelbild-0