Ein Hungerkünstler
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Franz Kafka

1. Ein Hungerkünstler - Vier Erzählungen

Ein Hungerkünstler

Vier Erzählungen

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Beschreibung

1922 schrieb Franz Kafka die Erzählung "Ein Hungerkünstler", zwei Jahre später in seinem Todesjahr erschien sie als letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten Kafkas in dem gleichnamigen Sammelband. Ergänzt wurde die Erzählung mit der Geschichte eines Hochseilartists "Erstes Leid", sowie "Eine kleine Frau" und "Josefine, die Sängerin oder das Volk der Mäuse". Abgesehen von "Eine kleine Frau" allesamt Künstler bzw. Artistengeschichten, die heute, das gilt insbesondere für Josefine und den Hungerkünstler, sehr hellsichtig und geradezu erschreckend aktuell erscheinen.
"Wenn es also wahr wäre, dass Josefine nicht singt, sondern nur pfeift und vielleicht gar, wie es mir wenigstens scheint, über die Grenzen des üblichen Pfeifens kaum hinauskommt - ja vielleicht reicht ihre Kraft für dieses übliche Pfeifen nicht einmal ganz hin, während es ein gewöhnlicher Erdarbeiter ohne Mühe den ganzen Tag über neben seiner Arbeit zustande bringt -, wenn das alles wahr wäre, dann wäre zwar Josefinens angebliche Künstlerschaft widerlegt, aber es wäre dann erst recht das Rätsel ihrer großen Wirkung zu lösen."

Das Hörbuch enthält den ungekürzten Text mit Worterklärungen als computerlesbare PDF-Datei.

Franz Kafka, geb. am 3.7.1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren. Von 1901-06 studierte er zunächst kurze Zeit Germanistik, dann Jura. Nach der Promotion zum Dr. jur. absolvierte er eine einjährige 'Rechtspraxis', trat dann 1907 in die 'Assicurazioni Generali' ein und ging 1908 als Jurist zur 'Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt', wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er einige Jahre später, am 3. Juni 1924, starb.§Franz Kafka, der notorisch einsame und unverstandene Einzelgänger, hat wie kein zweiter die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt. In einzigartiger - kafkaesker - Weise thematisierte er die vielfältigen Ängste des Menschen: mit einer Sprache, die an Klarheit nicht zu übertreffen ist und die stets im unüberwindlichen Gegensatz zur thematischen Undurchschaubarkeit steht.

Details

Sprecher

Theresa Berlage

Spieldauer

1 Stunde und 43 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Beschreibung

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Ja

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Sprecher

Theresa Berlage

Spieldauer

1 Stunde und 43 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.01.2011

Verlag

HörGut! Verlag

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783938230404

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Kafka inspiriert!

Zitronenblau am 21.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es sind nicht immer die bekannten Werke, die einen Schriftsteller auszeichnen. Was der Masse gefällt und entsprechend rezipiert wird, gibt noch lange keinen Hinweis darauf, was im Individuellen bestaunt werden darf! Seine Sprache und seine Erzählungen sind unbeschreiblich eigen, vom Kafkaesken geprägt, durch Flaubert beeinflusst, stilsicher und einzigartig. Kafka ist ein Mysterium. Man liest ihn nicht nur so weg, jedes Wort ist treffgenau gesetzt und hat eine Bedeutung. Hier ist so viel Interpretationsspielraum möglich, dass die Literatur fast schon wieder ganz im eigenen Sinne und vollkommen frei gelesen werden kann. Kafka ist nur schwierig, wenn man sich davor fürchtet, selber frei und ungezwungen lesen zu können. Kafkas Welt ist ein Hochgenuss, teilweise skuril, grotesk, absurd und verrückt: und genau dieses "Kranke" ist eigentlich das "Gesunde"! Sehr empfehlenswert! (Außerdem enthalten: "Das Urteil", "Die Verwandlung" etc.)

Kafka inspiriert!

Zitronenblau am 21.06.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es sind nicht immer die bekannten Werke, die einen Schriftsteller auszeichnen. Was der Masse gefällt und entsprechend rezipiert wird, gibt noch lange keinen Hinweis darauf, was im Individuellen bestaunt werden darf! Seine Sprache und seine Erzählungen sind unbeschreiblich eigen, vom Kafkaesken geprägt, durch Flaubert beeinflusst, stilsicher und einzigartig. Kafka ist ein Mysterium. Man liest ihn nicht nur so weg, jedes Wort ist treffgenau gesetzt und hat eine Bedeutung. Hier ist so viel Interpretationsspielraum möglich, dass die Literatur fast schon wieder ganz im eigenen Sinne und vollkommen frei gelesen werden kann. Kafka ist nur schwierig, wenn man sich davor fürchtet, selber frei und ungezwungen lesen zu können. Kafkas Welt ist ein Hochgenuss, teilweise skuril, grotesk, absurd und verrückt: und genau dieses "Kranke" ist eigentlich das "Gesunde"! Sehr empfehlenswert! (Außerdem enthalten: "Das Urteil", "Die Verwandlung" etc.)

Anschaulich und überraschend

Daniela Ammann aus Wien am 02.06.2021

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Auf der Insel einer Strafkolonie wohnt ein Reisender einer Hinrichtung bei. Der anwesende Offizier erklärt ihm sehr anschaulich die genaue Funktionsweise des Apparates und dessen Entstehung. Der Verurteilte muss dabei daneben stehen, versteht aber nichts. Auch nicht, was auf ihn zukommt oder warum. Der Offizier ist voller Stolz für den makaberen und menschunwürdigen Vorgang einen Menschen hinzurichten. Ebenso hält der Reisende nichts von dem durch grausame Folter bestimmten Verfahren, jedoch versucht der Offizier ihn mit allen Mitteln auf seine Seite zu bekommen. Als alles nichts hilft, unterbricht der Offizier die Hinrichtung und begnadigt den Verurteilten. Er legt sich selbst unter den Apparat, unter dem er stirbt. Der Apparat zerlegt sich danach in seine Einzelteile. Es zeigt welch grausame und unmenschliche Verhältnisse einst (und auch noch teils heute) herrschen. Von Kafka sehr anschaulich beschrieben.

Anschaulich und überraschend

Daniela Ammann aus Wien am 02.06.2021
Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Auf der Insel einer Strafkolonie wohnt ein Reisender einer Hinrichtung bei. Der anwesende Offizier erklärt ihm sehr anschaulich die genaue Funktionsweise des Apparates und dessen Entstehung. Der Verurteilte muss dabei daneben stehen, versteht aber nichts. Auch nicht, was auf ihn zukommt oder warum. Der Offizier ist voller Stolz für den makaberen und menschunwürdigen Vorgang einen Menschen hinzurichten. Ebenso hält der Reisende nichts von dem durch grausame Folter bestimmten Verfahren, jedoch versucht der Offizier ihn mit allen Mitteln auf seine Seite zu bekommen. Als alles nichts hilft, unterbricht der Offizier die Hinrichtung und begnadigt den Verurteilten. Er legt sich selbst unter den Apparat, unter dem er stirbt. Der Apparat zerlegt sich danach in seine Einzelteile. Es zeigt welch grausame und unmenschliche Verhältnisse einst (und auch noch teils heute) herrschen. Von Kafka sehr anschaulich beschrieben.

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