Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten

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Briefe 1952-2011

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.11.2016

Herausgeber

Sabine Wolf

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

1040

Beschreibung

Rezension

»Es ist eine lange, aber selten langweilige Lektüre ... Dieser Briefband ist die politisch-literarische Autobiografie, die Christa Wolf nie geschrieben hat.«
Christian Eger, Frankfurter Rundschau 16.11.2016

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.11.2016

Herausgeber

Sabine Wolf

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

1040

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/5,3 cm

Gewicht

1115 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42573-2

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Matthias Bath / Thomas Stein / Christa Wolf

Bewertung aus Berlin am 09.12.2016

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ja, hallo erstmal, wenn ich Rüdiger Hoffmann hieße, dann würde ich sagen: Ich weiß gar nicht, ob Sie’s wussten, ich stehe mit meinem Buch GRENZTERROR in der Bibliothek des BStU in der Karl Liebknecht Str. zwischen Ihnen und Matthias Bath (Der SD in Dänemark 1940 – 1945 Heydrichs Elite und der „Gegenterror“) und da fühle ich mich gut eingebettet. Was sagt mir der Brief vom 31.05.1965 an Herrn Börner in Warnemünde? Proust, Joyce und Musil kannte ich damals nicht, Kafka las ich im Knast. Ob Uwe Johnson nun der Mann vor oder hinter der Mauer war, „weil man auf der Mauer nur in erschossenem Zustand sein könne“, will ich hier nicht beurteilen. Ich war bereits im Alter von 15 Jahren „auf der Mauer“ und die Kugeln schlugen neben mir, in eine Hauswand ein. „O Deutschland meine Trauer, dich trennt `ne dicke Mauer und wenn man sich der Mauer naht, läuft durch das Mienenfeld, springt über Stacheldraht und rennt dann weiter, unverdrossen, wird man erschossen von Genossen“, schrieb ich damals in meiner Zelle in Rummelsburg. 11 Jahre nach dem Brief an Herrn Börner, da war ich 18 Jahre alt, die Konferenz der Kommunistischen Arbeiterparteien Europas, insgesamt 29 Parteien aus aller Welt, traf sich damals in Berlin, fuhr ich im Juni 1976 nach Warnemünde um einen Seenotrettungskreuzer zu kapern. Ob Herr Börner vielleicht in der Nähe wohnte und Ihnen einen Brief schrieb?

Matthias Bath / Thomas Stein / Christa Wolf

Bewertung aus Berlin am 09.12.2016
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ja, hallo erstmal, wenn ich Rüdiger Hoffmann hieße, dann würde ich sagen: Ich weiß gar nicht, ob Sie’s wussten, ich stehe mit meinem Buch GRENZTERROR in der Bibliothek des BStU in der Karl Liebknecht Str. zwischen Ihnen und Matthias Bath (Der SD in Dänemark 1940 – 1945 Heydrichs Elite und der „Gegenterror“) und da fühle ich mich gut eingebettet. Was sagt mir der Brief vom 31.05.1965 an Herrn Börner in Warnemünde? Proust, Joyce und Musil kannte ich damals nicht, Kafka las ich im Knast. Ob Uwe Johnson nun der Mann vor oder hinter der Mauer war, „weil man auf der Mauer nur in erschossenem Zustand sein könne“, will ich hier nicht beurteilen. Ich war bereits im Alter von 15 Jahren „auf der Mauer“ und die Kugeln schlugen neben mir, in eine Hauswand ein. „O Deutschland meine Trauer, dich trennt `ne dicke Mauer und wenn man sich der Mauer naht, läuft durch das Mienenfeld, springt über Stacheldraht und rennt dann weiter, unverdrossen, wird man erschossen von Genossen“, schrieb ich damals in meiner Zelle in Rummelsburg. 11 Jahre nach dem Brief an Herrn Börner, da war ich 18 Jahre alt, die Konferenz der Kommunistischen Arbeiterparteien Europas, insgesamt 29 Parteien aus aller Welt, traf sich damals in Berlin, fuhr ich im Juni 1976 nach Warnemünde um einen Seenotrettungskreuzer zu kapern. Ob Herr Börner vielleicht in der Nähe wohnte und Ihnen einen Brief schrieb?

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