Vielleicht im Himmel einmal

Vielleicht im Himmel einmal

Roman

Buch (Taschenbuch)

14,90 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Rezension

Die zwölf Frauenporträts sind denn auch eine Art Kulturgeschichte aus weiblicher Sicht … Söhner erzählt das nicht chronologisch, sondern wie ein »Spinnennetz« … In einer einfühlsamen Sprache, schlicht, präzise und doch poetisch. Immer mitfühlend mit ihren Figuren.

Reutlinger Generalanzeiger

Geschickt verwebt sie die einzelnen Stories miteinander, so dass nach und nach ein Gesamtbild und Sittengemälde der Familie in den Epochen, die sie durchlebt, entsteht. Das alles liest sich flüssig und spannend.

Pfarrerblatt

Er dreht sich um einen vom Pietismus durchdrungenen Bauern und zwölf Frauen, die er über drei Generationen hinweg mit seiner Ausstrahlung prägte. Die Geschichte ist wahr und erfunden, sie beschreibt das Leben, das man unter

dem grauen Teppich eines sinnenfeindlichen Glaubens entdecken kann.

Stuttgarter Zeitung

Kaum je gab es nach einer Lesung in der Herrenberger Stadtbibliothek mehr Wortmeldungen … Ihr Buch ist ein Flechtwerk aus Lebensläufen, ein Muster des Scheiterns in einem religiösen Umfeld.

Gäubote

Das Buch ist eine Landesgeschichte des Inneren, denn die Autorin dringt mit bildhaft-klarer Sprache einfühlsam in das menschliche, emotionale und sexuelle Leben der Charaktere ein und verwebt urteilsfrei deren Licht und Schatten.

Generation 55plus

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.10.2017

Verlag

Silberburg

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19/11,8/3 cm

Rezension

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.10.2017

Verlag

Silberburg

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

19/11,8/3 cm

Gewicht

357 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8425-2051-6

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Vielleicht im Himmel einmal

Bewertung aus Wertingen am 08.01.2024

Bewertungsnummer: 2104990

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Buch voller Pietismus, Puritismus und einer in sich ruhenden Religiosität. Und über allem steht der Übervater Heinrich, der seine Macht über seine Ehefrauen, Töchter bis hin zu seinen Enkelinnen versprüht. Das Buch beginnt mit Ende des ersten Weltkrieges und endet 2015. Heinrich ist von der zupackenden und über allem stehenden Wilhelmine angezogen und heiratet sie. Aus der Ehe entstammen vier Kinder. Doch nach der Geburt des kleinen Sohne stirbt sie an der Schwindsucht. Und dann redet Heinrich sich ein, dass diese Ehe ein Fehler und eine Sünde war, da er sich von Wilhelmine sexuell angezogen gefühlt hat und Gott in nunmehr dafür bestraft. Bald jedoch bleibt ihm nichts anderes übrig und er heiratet die junge Elfriede, die ihm sieben Kinder gebiert. Heinrich duldete keinen Tand bei den Mädchen, züchtig und fleißig hatten sie zu sein. Doch die Ehen der Töchter waren alle nicht glücklich. Die eine wurde an ihrem Verlobungstag versetzt, die andere heiratete einen alten Witwer. Magda als einzige wurde Ordensfrau und Christel durfte sogar studieren. Ein Leben lang konnten die Töchter die Erziehung des Vaters nicht abschütteln. Viele Themen kommen bei den Frauen vor. Man wünscht sich eine Abtreibung, man konnte sein Kind nicht lieben, Vergewaltigung, Unzucht mit Minderjährigen, Krebserkrankungen, Magersucht, Selbstmordabsichten. Aber das Leben mit Gott wollten die Frauen nicht verleugnen. Ein Buch, das sich über das Leben von einem Mann und zwölf Frauen erstreckt. Über eine jede ist der Leben exakt aufgeführt und der Leser meint, selbst Mitglied dieses Familienclans zu sein. Die Autorin schreibt derart interessant, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, so intensiv wird uns das Leben der einzelnen Personen geschildet. Am Anfang des Buches ist eine kurze Angabe jeder der dreizehn Personen gemacht mit den Geburtsdaten und auch den Sterbedaten. Ich konnte mich von dem Buch überhaupt nicht mehr losreißen und muß noch lange darüber nachdenken. Ich habe schon einmal ein Buch von Lea Söhner gelesen und war darüber auch so fasziniert. Das Cover ist sehr prägnant. Es zeigt darauf mehrere Menschen die vor einem Wegweiser stehen. Der eine Weg führt zu Tod und Verdammnis, der andere aer zum Leben und zur Seligkeit.
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Vielleicht im Himmel einmal

Bewertung aus Wertingen am 08.01.2024
Bewertungsnummer: 2104990
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Buch voller Pietismus, Puritismus und einer in sich ruhenden Religiosität. Und über allem steht der Übervater Heinrich, der seine Macht über seine Ehefrauen, Töchter bis hin zu seinen Enkelinnen versprüht. Das Buch beginnt mit Ende des ersten Weltkrieges und endet 2015. Heinrich ist von der zupackenden und über allem stehenden Wilhelmine angezogen und heiratet sie. Aus der Ehe entstammen vier Kinder. Doch nach der Geburt des kleinen Sohne stirbt sie an der Schwindsucht. Und dann redet Heinrich sich ein, dass diese Ehe ein Fehler und eine Sünde war, da er sich von Wilhelmine sexuell angezogen gefühlt hat und Gott in nunmehr dafür bestraft. Bald jedoch bleibt ihm nichts anderes übrig und er heiratet die junge Elfriede, die ihm sieben Kinder gebiert. Heinrich duldete keinen Tand bei den Mädchen, züchtig und fleißig hatten sie zu sein. Doch die Ehen der Töchter waren alle nicht glücklich. Die eine wurde an ihrem Verlobungstag versetzt, die andere heiratete einen alten Witwer. Magda als einzige wurde Ordensfrau und Christel durfte sogar studieren. Ein Leben lang konnten die Töchter die Erziehung des Vaters nicht abschütteln. Viele Themen kommen bei den Frauen vor. Man wünscht sich eine Abtreibung, man konnte sein Kind nicht lieben, Vergewaltigung, Unzucht mit Minderjährigen, Krebserkrankungen, Magersucht, Selbstmordabsichten. Aber das Leben mit Gott wollten die Frauen nicht verleugnen. Ein Buch, das sich über das Leben von einem Mann und zwölf Frauen erstreckt. Über eine jede ist der Leben exakt aufgeführt und der Leser meint, selbst Mitglied dieses Familienclans zu sein. Die Autorin schreibt derart interessant, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, so intensiv wird uns das Leben der einzelnen Personen geschildet. Am Anfang des Buches ist eine kurze Angabe jeder der dreizehn Personen gemacht mit den Geburtsdaten und auch den Sterbedaten. Ich konnte mich von dem Buch überhaupt nicht mehr losreißen und muß noch lange darüber nachdenken. Ich habe schon einmal ein Buch von Lea Söhner gelesen und war darüber auch so fasziniert. Das Cover ist sehr prägnant. Es zeigt darauf mehrere Menschen die vor einem Wegweiser stehen. Der eine Weg führt zu Tod und Verdammnis, der andere aer zum Leben und zur Seligkeit.

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Es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese Drei. Aber am größten davon ist die Liebe.

Bewertung aus Hahnenbach am 15.11.2017

Bewertungsnummer: 1062398

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das vorliegende Buch "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner ist ein Familienroman der anderen Art. Der Prolog, ein Paukenschlag. Bei der Beerdigung ihrer Tante Luise holt Sonja den Großvater Heinrich mit wenigen, aber ausgewählten Worten von seinem angestammten Sockel. Unerreichbar war er für seine Familienmitglieder, die sich nie erlaubten sein Denken, Handeln und seine Entscheidungen über ihr Leben in Frage zu stellen. Man fügte sich. Über seinen Tod hinaus reichte noch immer sein langer Arm. Doch damit soll nun Schluss sein. Heinrich, dieser Übervater wäre am liebsten Priester geworden. Doch aus armen Verhältnissen stammend reichte es nur zum Laienprediger. Doch Gott schenkte ihm zum Ausgleich eine tiefe Liebe zu einer Frau, die ihm die gleichen tiefen Gefühle zurückgab. Wilhelmine, die er später auch heiratet glaubte schon nicht mehr daran, dass es das Leben jemals wieder gut mit ihr meinen könnte. Doch dann begegnete ihr die Liebe. Ein Gottesgeschenk. Im Grunde könnten sie ein glückliches Leben führen, wären da nicht die engen Auslegungen des christlichen Glaubens der damaligen Zeit. Ein guter Christ war, wer die fleischliche Lust unterdrückt. Wilhelmine stirbt an Schwindsucht und Heinrich heiratet kurze Zeit später Elfriede. Er braucht eine Ehefrau und auch eine Mutter für seine 4 Kinder. Nachdem er selbst an Krebs erkrankte und geheilt wurde glaubte er, dies sei die Strafe für seine erste Ehe gewesen, weil seine Ehefrau ihn lockte und er seine fleischliche Lust nicht hätte zügeln können. Deshalb habe Gott diese Ehe nicht gewollt, sagte ein Priester. Heinrich saugt diese Worte auf und findet sich und vor allem Wilhelmine schuldig. Von dem Moment an wurde seine erste Ehefrau, die ihn so glücklich machte, totgeschwiegen. War er doch überzeugt, seine Leidenschaft zu ihr, ihre gegenseitig körperliche Erfüllung war Sünde. Von da an ist er allgegenwärtig - der strafende Gott. Seine Kinder leiden unter der Last dieses "christlichen" Glaubens. Darf man nicht glücklich sein? Ist es verboten einen Mann zu lieben, nur weil er einer anderen Konfession angehört? Heinrich verlangt unzählige, unsinnige Opfer von seinen Töchtern, die deshalb anfangen und sich selbst geißeln, bis sie todunglücklich sind. Erzählt werden die einzelnen, oftmals traurigen Lebensgeschichten aus Sicht der jeweiligen Tochter. Einen strafenden Gott - kann man den lieben oder nur fürchten? Oder erträgt man ihn nur, wenn man sich von ihm abwendet? Der liebende Gott - wo war sein Platz in Heinrichs Leben, dem Leben seiner Kinder? Das Buch ließ mich teilweise sprachlos werden. Trotzdem konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Aber so war es wohl einmal.
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Es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese Drei. Aber am größten davon ist die Liebe.

Bewertung aus Hahnenbach am 15.11.2017
Bewertungsnummer: 1062398
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das vorliegende Buch "Vielleicht im Himmel einmal" von Lea Söhner ist ein Familienroman der anderen Art. Der Prolog, ein Paukenschlag. Bei der Beerdigung ihrer Tante Luise holt Sonja den Großvater Heinrich mit wenigen, aber ausgewählten Worten von seinem angestammten Sockel. Unerreichbar war er für seine Familienmitglieder, die sich nie erlaubten sein Denken, Handeln und seine Entscheidungen über ihr Leben in Frage zu stellen. Man fügte sich. Über seinen Tod hinaus reichte noch immer sein langer Arm. Doch damit soll nun Schluss sein. Heinrich, dieser Übervater wäre am liebsten Priester geworden. Doch aus armen Verhältnissen stammend reichte es nur zum Laienprediger. Doch Gott schenkte ihm zum Ausgleich eine tiefe Liebe zu einer Frau, die ihm die gleichen tiefen Gefühle zurückgab. Wilhelmine, die er später auch heiratet glaubte schon nicht mehr daran, dass es das Leben jemals wieder gut mit ihr meinen könnte. Doch dann begegnete ihr die Liebe. Ein Gottesgeschenk. Im Grunde könnten sie ein glückliches Leben führen, wären da nicht die engen Auslegungen des christlichen Glaubens der damaligen Zeit. Ein guter Christ war, wer die fleischliche Lust unterdrückt. Wilhelmine stirbt an Schwindsucht und Heinrich heiratet kurze Zeit später Elfriede. Er braucht eine Ehefrau und auch eine Mutter für seine 4 Kinder. Nachdem er selbst an Krebs erkrankte und geheilt wurde glaubte er, dies sei die Strafe für seine erste Ehe gewesen, weil seine Ehefrau ihn lockte und er seine fleischliche Lust nicht hätte zügeln können. Deshalb habe Gott diese Ehe nicht gewollt, sagte ein Priester. Heinrich saugt diese Worte auf und findet sich und vor allem Wilhelmine schuldig. Von dem Moment an wurde seine erste Ehefrau, die ihn so glücklich machte, totgeschwiegen. War er doch überzeugt, seine Leidenschaft zu ihr, ihre gegenseitig körperliche Erfüllung war Sünde. Von da an ist er allgegenwärtig - der strafende Gott. Seine Kinder leiden unter der Last dieses "christlichen" Glaubens. Darf man nicht glücklich sein? Ist es verboten einen Mann zu lieben, nur weil er einer anderen Konfession angehört? Heinrich verlangt unzählige, unsinnige Opfer von seinen Töchtern, die deshalb anfangen und sich selbst geißeln, bis sie todunglücklich sind. Erzählt werden die einzelnen, oftmals traurigen Lebensgeschichten aus Sicht der jeweiligen Tochter. Einen strafenden Gott - kann man den lieben oder nur fürchten? Oder erträgt man ihn nur, wenn man sich von ihm abwendet? Der liebende Gott - wo war sein Platz in Heinrichs Leben, dem Leben seiner Kinder? Das Buch ließ mich teilweise sprachlos werden. Trotzdem konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Aber so war es wohl einmal.

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von Lea Söhner

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