Die Normannen

Die Normannen

Eroberer – Ritter – Staatengründer

Buch (Gebundene Ausgabe)

10,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2019

Verlag

Marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/2,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2019

Verlag

Marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/2,5 cm

Gewicht

344 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7374-1095-3

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Soviel vorerst zur Vorgeschichte der Normannen, die eng mit der Wikingerzeit verbunden ist und in ihr ihren Ausgang nahm. Im Unterschied zu den Wikingern lässt sich für die nordfranzösischen Normannen und ihre mittelalterlichen Nachfahren kein klares Profil gewinnen. Denn während die Ersteren im Großen und Ganzen Skandinavien verbunden blieben, nahmen die Normannen – ganz ähnlich wie die Rus – bereits im Laufe von Jahrzehnten eine andere Identität an. Das lag an einer rasanten Romanisierung, der zufolge immer mehr Normannen die altfranzösische Sprache benutzten und die familiären wie kulturellen Verbindungen zu den Heimatländern schwächer wurden. Dazu trug die rasche Annahme des Christentums ebenso bei wie die Integration und Assimilierung in der alteingesessenen Bevölkerungsmehrheit – wozu nicht zuletzt zahlreiche Mischehen beitrugen. Für das 11. Jahrhundert muss man sich bereits fragen, was von einem wikingischen Erbe erhalten geblieben ist (vgl. Kap. 3). Mit ethnischer Fixierung ist es jedenfalls gerade im normannischen Adel nicht weit her; denn dieser bevorzugte familiäre Verbindungen zum alten Frankenadel, wovon man sich mehr Macht und Einfluss versprach. In den Eroberungen der Normannen sah es nicht viel anders aus: Selbst in England und in Süditalien sowieso erfolgte eine schnelle Integration. Was blieb dann aber noch von einer normannischen Identität? Interessanterweise das eigene Bewusstsein, von Skandinaviern abzustammen, das lange gepflegt wurde (und bis heute in der Normandie präsent ist). Die nichtnormannischen Historiographen überlieferten dieses Bewusstsein übrigens auch, allerdings mit negativer Konnotation. Ihnen zufolge stammten die Herzöge schlichtweg von Piraten ab. Gern verwenden mittelalterliche Zeugnisse wie moderne Historiker*innen ein Bündel an charakteristischen Eigenschaften wie Kriegserfahrung, Ehrgeiz, Listigkeit. Ob sich derlei Attribute ausschließlich auf eine Gruppe beziehen lassen, sei dahingestellt.Klarere Konturen gewinnt man, wenn man die Normannen weniger von ihrer Herkunft als von ihrer Entwicklung versteht. Dabei stößt man auf Phänomene wie das eines Musterstaates mit effizienter Verwaltung und einer engen Beziehung zwischen den Herzögen und der Kirche. Dazu zählt ebenso die Entwicklung des Rittertums, der Burgenbau und die Gelehrsamkeit der Klosterschulen.
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