Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten

Sigmund Freud

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Beschreibung

»Wer einmal Anlaß gehabt hat, sich in der Literatur bei Ästhetikern und Psychologen zu erkundigen, welche Aufklärung über Wesen und Beziehungen des Witzes gegeben werden kann, der wird wohl zugestehen müssen, daß die philosophische Bemühung dem Witz lange nicht in dem Maße zuteil geworden ist, welches er durch seine Rolle in unserem Geistesleben verdient. Man kann nur eine geringe Anzahl von Denkern nennen, die sich eingehender mit den Problemen des Witzes beschäftigt haben. Allerdings finden sich unter den Bearbeitern des Witzes die glänzenden Namen des Dichters Jean Paul (Fr. Richter) und der Philosophen Th. Vischer, Kuno Fischer und Th. Lipps; aber auch bei diesen Autoren steht das Thema des Witzes im Hintergrunde, während das Hauptinteresse der Untersuchung dem umfassenderen und anziehenderen Probleme des Komischen zugewendet ist. ... Die Lust des Witzes schien uns aus erspartem Hemmungsaufwand hervorzugehen, die der Komik aus erspartem Vorstellungs(Besetzungs)aufwand und die des Humors aus erspartem Gefühlsaufwand. In allen drei Arbeitsweisen unseres seelischen Apparats stammt die Lust von einer Ersparung; alle drei kommen darin überein, daß sie Methoden darstellen, um aus der seelischen Tätigkeit eine Lust wiederzugewinnen, welche eigentlich erst durch die Entwicklung dieser Tätigkeit verlorengegangen ist. Denn die Euphorie, welche wir auf diesen Wegen zu erreichen streben, ist nichts anderes als die Stimmung einer Lebenszeit, in welcher wir unsere psychische Arbeit überhaupt mit geringem Aufwand zu bestreiten pflegten, die Stimmung unserer Kindheit, in der wir das Komische nicht kannten, des Witzes nicht fähig waren und den Humor nicht brauchten, um uns im Leben glücklich zu fühlen.« [Sigmund Freud]

Sigmund Freud (1856-1939), österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker. Er war der Begründer der Psychoanalyse und gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Seine Theorien und Methoden werden bis heute angewendet und diskutiert. Er studierte ab 1873 in Wien Medizin und promovierte 1879. Von 1882 bis 1885 arbeitete Freud im Laboratorium für Gehirnanatomie am Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Eine Reise nach Paris und der Kontakt zu Charcot am Hôpital Salpêtrière vermittelten ihm das Problem der Hysterie sowie Fragen der Auswirkung von Suggestion und Hypnose. Nach seiner Habilitation 1885 erhielt Freud im September eine Privatdozentur für Neuropathologie an der Universität Wien. Parallel dazu ließ er sich 1886 in Wien als Arzt nieder. Seit der 1890er Jahre verfolgte er das psychoanalytische Verfahren Josef Breuers, das er selbstständig weiterentwickelte. 1917 stellte er in der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse seine Entdeckung der Macht des Unbewussten in eine Reihe mit den Theorien von Nikolaus Kopernikus und Charles Darwin. 1920 wurde Freud zum ordentlichen Professor ernannt. In den 1920er Jahren erscheinen weitere von Freuds zentralen Werken, die seinen - bereits durch die Traumdeutung begründeten - internationalen Ruhm als Begründer und wichtigster Vertreter der Psychoanalyse festigen. 1930 verlieh die Stadt Frankfurt Freud den Goethepreis. 1938 emigrierte Freud mit seiner Familie über Paris nach London, wo er 1939 starb.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 01.01.2018
Verlag Boer Verlag
Seitenzahl 288
Maße (L/B/H) 22,1/14/2,4 cm
Gewicht 494 g
Auflage Der Text folgt der Ausgabe 1905; er wurde mit der Ausgabe der »Gesammelten Werke« (1940) verglichen, korrigiert und neu gesetzt.
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-947618-12-5

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Einblick in die Psychoanalyse

Margit Margreiter aus Wörgl am 18.06.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Freud hat nie ein eigentliches Lehrbuch geschrieben. Doch kommen die »Vorlesungen« einer solchen großen didaktischen Zusammenfassung zweifellos am nächsten. Die von ihm entdeckten Grundgesetze seelischen Geschehens, zumal des unbewussten, werden anhand der drei klassischen Forschungsfelder der Psychoanalyse - der Fehlleistungen, der Träume und der neurotischen Symptome - Schritt für Schritt, mittels vieler Vergleiche, Anekdoten und Vignetten aus Krankengeschichten, erläutert. Freud wollte mit diesem Buch einen Einblick in das Gebiet der Psychologie, die Psychoanalyse, geben, was ihm sehr gut gelungen ist. Man merkt, dass Freud ein guter Schreiber war. Die Sätze sind gut formuliert, leicht verständlich, so dass man nicht für jedes zweite Wort ein Lexikon braucht um dessen Bedeutung nach-zuschlagen, wie es in vielen anderen Büchern das Fall ist. Die drei Hauptgebiete Fehlleistungen, Traum und Neurosen werden ausführlich beschrieben.

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Margit Margreiter aus Wörgl am 18.06.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Freud hat nie ein eigentliches Lehrbuch geschrieben. Doch kommen die »Vorlesungen« einer solchen großen didaktischen Zusammenfassung zweifellos am nächsten. Die von ihm entdeckten Grundgesetze seelischen Geschehens, zumal des unbewussten, werden anhand der drei klassischen Forschungsfelder der Psychoanalyse - der Fehlleistungen, der Träume und der neurotischen Symptome - Schritt für Schritt, mittels vieler Vergleiche, Anekdoten und Vignetten aus Krankengeschichten, erläutert. Freud wollte mit diesem Buch einen Einblick in das Gebiet der Psychologie, die Psychoanalyse, geben, was ihm sehr gut gelungen ist. Man merkt, dass Freud ein guter Schreiber war. Die Sätze sind gut formuliert, leicht verständlich, so dass man nicht für jedes zweite Wort ein Lexikon braucht um dessen Bedeutung nach-zuschlagen, wie es in vielen anderen Büchern das Fall ist. Die drei Hauptgebiete Fehlleistungen, Traum und Neurosen werden ausführlich beschrieben.

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von Sigmund Freud

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    A. Analytischer Teil: I. Einleitung | II. Die Technik des Witzes | III. Die Tendenzen des Witzes | B. Synthetischer Teil: IV. Der Lustmechanismus und die Psychogenese des Witzes | V. Die Motive des Witzes. Der Witz als sozialer Vorgang | C. Theoretischer Teil: VI. Die Beziehung des Witzes zum Traum und zum Unbewußten | VII. Der Witz und die Arten des Komischen.