Das Ende der Illusionen
Band 2735

Das Ende der Illusionen

Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne

Buch (Taschenbuch)

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Das Ende der Illusionen

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ab 17,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

21325

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.10.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

305

Beschreibung

Rezension

»Nach der wegweisenden Studie Gesellschaft der Singularitäten beschäftigt sich Andreas Reckwitz in seiner Essaysammlung mit dem Strukturwandel der Gesellschaft. Der Soziologe seziert die neue Klassengesellschaft, die postindustrielle Ökonomie, die Konflikte um Kultur und Identität und den Imperativ der Selbstverwirklichung, woraus Erschöpfung und Demokratiemüdigkeit entspringen.«
DIE ZEIT 27.12.2019

Details

Verkaufsrang

21325

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.10.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

305

Maße (L/B/H)

17,1/11,1/2 cm

Gewicht

192 g

Auflage

8

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-12735-3

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Kein Ende der Geschichte, Schumpeter macht weiter

Hans-Peter Büttgenbach aus Langenfeld am 22.06.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fünf verflochtene Themenfelder machen für den Autor "das Ende der Illusionen" in der Spätmoderne aus: Kulturalisierung des Sozialen, neue Drei-Klassen-Gesellschaft, Strukturwandel des Kapitalismus, erschöpfte Selbstverwirklichung und Krise des Liberalismus sind offenbar "ungeplante" Entwicklungen, die der Idee eines stetigen gesellschaftlichen Fortschritts widersprechen. Das Ende der Geschichte ist also nicht in Sicht. Und Illusionen waren derer viele. Mehr Bildung ("Bildungsinflation") für viele verbessert nämlich nicht durchgängig Chancen, die Wissens- oder Dienstleistungsgesellschaft ist keine Befreiung von öder, harter Arbeit, Selbstverwirklichung ist kein Weg ins gelobte Land ohne Risiken, ökonomisches Kapital wird gar durch kulturelles Kapital entwertet. Dabei geht Reckwitz oft über gängige soziologische Ansätze hinaus - Bolte, Schelsky und Dahrendorf zur Schichtung, Weber und Huntington zur Kultur, Bourdieus Konzept der Kapitalien usw. - bindet sie ein Stück zusammen und denkt sie weiter. Hier und da schlagen festgestellte "Polarisierungen" (Marktanteile, Qualifikationen, Einkommen) nicht durch, weil es um einfache Verteilungen geht. Simple Kategorien - von "neoliberaler Steuerpolitik" über "Populismus" zur "Finanzialisierung" - stören das gute Gesamtbild ein Stück. Das beste Kapitel dieses gut lesbaren Buchs ist das zur Selbstverwirklichung, das zum Liberalismus bleibt undeutlich.

Kein Ende der Geschichte, Schumpeter macht weiter

Hans-Peter Büttgenbach aus Langenfeld am 22.06.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fünf verflochtene Themenfelder machen für den Autor "das Ende der Illusionen" in der Spätmoderne aus: Kulturalisierung des Sozialen, neue Drei-Klassen-Gesellschaft, Strukturwandel des Kapitalismus, erschöpfte Selbstverwirklichung und Krise des Liberalismus sind offenbar "ungeplante" Entwicklungen, die der Idee eines stetigen gesellschaftlichen Fortschritts widersprechen. Das Ende der Geschichte ist also nicht in Sicht. Und Illusionen waren derer viele. Mehr Bildung ("Bildungsinflation") für viele verbessert nämlich nicht durchgängig Chancen, die Wissens- oder Dienstleistungsgesellschaft ist keine Befreiung von öder, harter Arbeit, Selbstverwirklichung ist kein Weg ins gelobte Land ohne Risiken, ökonomisches Kapital wird gar durch kulturelles Kapital entwertet. Dabei geht Reckwitz oft über gängige soziologische Ansätze hinaus - Bolte, Schelsky und Dahrendorf zur Schichtung, Weber und Huntington zur Kultur, Bourdieus Konzept der Kapitalien usw. - bindet sie ein Stück zusammen und denkt sie weiter. Hier und da schlagen festgestellte "Polarisierungen" (Marktanteile, Qualifikationen, Einkommen) nicht durch, weil es um einfache Verteilungen geht. Simple Kategorien - von "neoliberaler Steuerpolitik" über "Populismus" zur "Finanzialisierung" - stören das gute Gesamtbild ein Stück. Das beste Kapitel dieses gut lesbaren Buchs ist das zur Selbstverwirklichung, das zum Liberalismus bleibt undeutlich.

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Das Ende der Illusionen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

1986 wurde ich geboren und bin mit dem Gefühl aufgewachsen, dass sich jede Menge ändert. Vieles davon ändert sich zum Guten. Man konnte vieles sagen und tun, was in der Vergangenheit undenkbar war. Dieses naive Gefühl oder dieses Versprechen, dass die Vernunft schon irgendwie siegt, ist immer mehr ins Wanken geraten. Die letzten Jahre waren besonders brutal. Dass dieses Verprechen nicht mehr gilt, ist in  Bereichen wie der Demokratie, der Liberalisierung,  der Emanzipation und der Vielfalt besonders offensichtlich geworden. Spätestens durch Trump, das Erstarken der Rechtspopulisten und den Brexit kann ich vom Ende meiner Illusion sprechen. Ich kann mich nicht erinnern (ok ich bin "erst" 33) jemals so widersprüchliche Jahre erlebt zu haben. Fortschritt und Angst sind allgegenwärtig. Um genau diese Entwicklung etwas besser zu verstehen habe ich mir "Das Ende der Illsuionen" gegriffen. Zugegeben, ich musste mir für das Buch Zeit nehmen. Viel Zeit. Ursprünglich wollte ich nicht alle geschlosenen Aufsätze lesen. Aber schnell wird klar, dass sie zwar irgendwie geschlossen sind, aber eigentlich sind doch alle miteinander verknüpft. Jeder Aufsatz ist letztendlich nur ein Ausschnit, der immer andere Bereiche des Strukturwandels beleuchtet. Andreas Reckwitz greift wunderbar heraus, was die Gesellschaft der Spätmoderne ausmacht und woher die Krise des Liberalismus kommt und in welche Spannungsfeld Kultur und Identität stehen. Mir hat dabei besonders gut gefallen, dass er weder ein dunkles Untergangsszenario gezeichnet hat, noch  euphorisch auf die Entwicklung eingeht. Ein tolles Buch, das beschäftigt und zumindest mir in einigen Punkten Ansätze für Antworten geliefert hat.Tipp: Im Nachhinein hätte ich vermutlich mit seinem Buch "Die Gesellschaft der Singularitäten" begonnen.
5/5

Das Ende der Illusionen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

1986 wurde ich geboren und bin mit dem Gefühl aufgewachsen, dass sich jede Menge ändert. Vieles davon ändert sich zum Guten. Man konnte vieles sagen und tun, was in der Vergangenheit undenkbar war. Dieses naive Gefühl oder dieses Versprechen, dass die Vernunft schon irgendwie siegt, ist immer mehr ins Wanken geraten. Die letzten Jahre waren besonders brutal. Dass dieses Verprechen nicht mehr gilt, ist in  Bereichen wie der Demokratie, der Liberalisierung,  der Emanzipation und der Vielfalt besonders offensichtlich geworden. Spätestens durch Trump, das Erstarken der Rechtspopulisten und den Brexit kann ich vom Ende meiner Illusion sprechen. Ich kann mich nicht erinnern (ok ich bin "erst" 33) jemals so widersprüchliche Jahre erlebt zu haben. Fortschritt und Angst sind allgegenwärtig. Um genau diese Entwicklung etwas besser zu verstehen habe ich mir "Das Ende der Illsuionen" gegriffen. Zugegeben, ich musste mir für das Buch Zeit nehmen. Viel Zeit. Ursprünglich wollte ich nicht alle geschlosenen Aufsätze lesen. Aber schnell wird klar, dass sie zwar irgendwie geschlossen sind, aber eigentlich sind doch alle miteinander verknüpft. Jeder Aufsatz ist letztendlich nur ein Ausschnit, der immer andere Bereiche des Strukturwandels beleuchtet. Andreas Reckwitz greift wunderbar heraus, was die Gesellschaft der Spätmoderne ausmacht und woher die Krise des Liberalismus kommt und in welche Spannungsfeld Kultur und Identität stehen. Mir hat dabei besonders gut gefallen, dass er weder ein dunkles Untergangsszenario gezeichnet hat, noch  euphorisch auf die Entwicklung eingeht. Ein tolles Buch, das beschäftigt und zumindest mir in einigen Punkten Ansätze für Antworten geliefert hat.Tipp: Im Nachhinein hätte ich vermutlich mit seinem Buch "Die Gesellschaft der Singularitäten" begonnen.

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