Wie ein Dieb bei Tageslicht

Macht im Zeitalter des posthumanen Kapitalismus

Slavoj Žižek

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Beschreibung

Donald Trump regiert unbehelligt, die Tech-Industrie aus dem Silicon Valley ebenfalls, und die Welt scheint sich nach dem Marx'schen Diktum zu verhalten, dass alles Ständische und Stehende verdampft: Arbeit wird automatisiert, Geld virtualisiert, die Klassengesellschaft zerstreut sich, die alte Weltordnung löst sich auf. Zerfällt damit auch der Kapitalismus selbst?

In seinem neuen Buch analysiert der renommierte Kulturkritiker Slavoj Žižek den Zustand der Welt und fragt, was als Nächstes kommen könnte. Doch weil wir so tief in unserer kapitalistisch-neoliberalen Ideologie stecken, können wir dieses Nächste nicht sehen: Es kommt daher wie ein Dieb bei Tageslicht. Žižek öffnet uns mit seinem Buch die Augen und zeigt: Es ist an der Zeit aufzuwachen.

Das Buch wird dem Leser lange in Erinnerung bleiben, denn es zeigt einmal mehr, dass wir trotz aller Besorgnis erregender Nachrichten noch immer zu optimistisch sind.

Slavoj Žižek, geboren 1949, ist Philosoph, Psychoanalytiker und Kulturkritiker. Er lehrt Philosophie an der Universität von Ljubljana in Slowenien und an der European Graduate School in Saas-Fee und ist derzeit International Director am Birkbeck Institute for the Humanities in London. Seine zahlreichen Bücher sind in über 20 Sprachen übersetzt. Im S. Fischer Verlag sind zuletzt erschienen »Wie ein Dieb im Tageslicht. Macht im Zeitalter des posthumanen Kapitalismus« (2019), »Mut zur Hoffnungslosigkeit« (2018), »Absoluter Gegenstoß. Versuch einer Neubegründung des dialektischen Materialismus« (2016), »Ärger im Paradies. Vom Ende der Geschichte zum Ende des Kapitalismus« (2015), »Was ist ein Ereignis?« (2014) und »Das Jahr der gefährlichen Träume« (2013)..
Karen Genschow arbeitet als Dozentin für romanistische Literaturwissenschaft und Didaktik an der Goethe-Universität Frankfurt sowie als freie Autorin und Übersetzerin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 13.03.2019
Verlag S. Fischer Verlag
Seitenzahl 288
Maße (H) 21,6/13,7/3 cm
Gewicht 401 g
Auflage 2. Auflage
Originaltitel Like a Thief in Broad Daylight
Übersetzer Karen Genschow
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397445-4

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2019
Bewertet: anderes Format

Begeistert war ich, dass dieses Buch mit teils ganzen Kapiteln oder der grandiosen Blade-Runner-Passage auch ein feministisches Manifest vorlegt: Tiefsten Dank dafür!

Wenn du geschwiegen hättest...
von S.A.W aus Salzburg am 15.03.2019

Zizek versteht sich als kommunistischer Philosoph, der den posthumanen Kapitalismus kritisiert und aufdeckt. Seine zentrale These, dass der Kapitalismus derzeit völlig verwirrende Formen annimmt und deshalb mit traditionellen Mitteln nicht zu fassen sei, ist richtig. Sie erschließt sich dem Leser aber erst, wenn er sich durch ... Zizek versteht sich als kommunistischer Philosoph, der den posthumanen Kapitalismus kritisiert und aufdeckt. Seine zentrale These, dass der Kapitalismus derzeit völlig verwirrende Formen annimmt und deshalb mit traditionellen Mitteln nicht zu fassen sei, ist richtig. Sie erschließt sich dem Leser aber erst, wenn er sich durch ein 284 Seiten langes Verwirrspiel gequält hat, in dem man nur erfasst, dass Zizek ein sehr belesener Mensch und ein Hüter der kommunistischen Gralstheorie ist. Aufdeckung braucht aber Klarheit, eine sichtbare Theorie und eine stringente Ableitung der Realität vom Konzept, für das ein Autor steht. All dies sucht man auf den vielen Seiten vergebens; wenn man glaubt einen roten Faden erhascht zu haben, springt der Autor völlig unmotiviert über philosophische Lichtjahre in eine andere Geistesdimension: Film, Roman, dialektischer Materialismus, Lenin, Hegel, Kant, Stalin, Trump; kunterbunter ist nur die Welt der Pipi Langstrumpf. Dass wir vor einem radikalen Wandel stehen, weiß jedes Kind. Dazu braucht es nicht irrwitzige Vergleiche mit den gescheiterten Theorien der letzten Jahrhunderte. Was Lenin sich vor der Oktoberrevolution gedacht hat, wen interessiert das außer einem Ideologen, da der Leninismus doch längst grandios gescheitert ist. Dass die Dialektik zwischen Kapitalismus und Kommunismus nun zwischen den USA und China fortgeführt wird – für diese Interpretation muss man schon ein hartgesottener Anhänger der III. Internationale sein. Alles in allem: viel intellektuelle Spielerei, viel Lärm um Nichts, viel marxistische Hirnwixerei, viel manieristisch aufgeblähte Banalität; dafür keine Ahnung von der Zukunft, keinerlei Lösungen und keine Idee, was zu tun ist; verpackt in viel Verschleierung und Versteckspiel, damit man ja nicht beim Wort genommen werden kann. Eine solch vage Sprache war im Stalinismus überlebensnotwendig, aber damit das 21. Jhdt. fassen zu wollen, ist ein Anachronismus. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Kinder des Tantalus“


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