Leben, schreiben, atmen

Leben, schreiben, atmen

Eine Einladung zum Schreiben

Buch (Gebundene Ausgabe)

18,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Schreiben heißt für Doris Dörrie, das eigene Leben bewusst wahrzunehmen. Wirklich zu sehen, was vor unseren Augen liegt. Oder wiederzufinden, was wir verloren oder vergessen haben. Es ist Trost, Selbstvergewisserung, Anklage, Feier des Lebens. Doris Dörrie denkt in diesem einzigartigen Buch über das autobiographische Schreiben nach, gibt Tipps und kreative Anleitungen. Und sie legt gleich selbst los und erzählt hinreißend ehrlich von ihrem eigenen Leben.

Details

Verkaufsrang

5751

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2019

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

288

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

5751

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2019

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,9/12,8/2,7 cm

Gewicht

294 g

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07069-9

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Von der Kunst, sich Zeit zu nehmen

Libertine Literatur am 16.08.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hast du als Kind gelogen? Hast du schonmal etwas verloren, oder jemanden? Schreibe über dein Elternhaus, was ist noch da? So oder so ähnlich lauten einige der Fragen und Anregungen, die Doris Dörrie in ihrem neuen Buch ›Leben schreiben atmen‹ für den Leser bereithält. In 50 Kapiteln, die zumeist nur wenige Seiten lang sind, begegnen ihnen die Lesenden und mit ihnen der »Einladung zum Schreiben«. Dörrie löst dieses Versprechen ein, das der Untertitel des Buches gibt: Kaum hat man das Buch aufgeschlagen, begegnet man der ersten dieser Fragen und Anregungen, die zum Schreiben inspirieren. Doch ›Leben schreiben atmen‹ ist kein Frontalunterricht, bei dem Dörrie die Fragen diktiert und die Lernenden brav eine Antwort geben sollen. Vielmehr erinnert das Buch an einen Dialog, denn noch bevor die Lesenden die Frage kennenlernen, gibt die Autorin kurze Erzählpassagen von sich preis, die sich um die kommende Frage drehen. »Meine Erinnerungen vermischen sich mit deinen Erinnerungen. Wenn ich über Verlorenes schreibe, erinnerst du dich an Verlorenes. Wenn ich über Gewonnenes schreibe, erinnerst du dich an Gewonnenes.« ›Leben schreiben atmen‹ ist ein Kennenlernen durch Schreiben und Geschriebenes. Während das Bild der Erzählerin durch ihre Erzähltexte Kontur annimmt, werden die Lesenden auch auf ihre eigenen Konturen stoßen und diese neu abzutasten versuchen. Doris Dörrie gelingt es, ihren Lesern – wenn diese sich auf ihre Einladung einlassen und zu Schreibenden werden –, mit einem unerschöpflichen Vorrat an Geschichten vertraut zu machen: Jene Geschichten, die der Mensch durch seine Erlebnisse und Erinnerungen in sich trägt. Fragen, die zunächst leicht beantwortbar erscheinen, entpuppen sich als Goldgruben. Denn Dörries Prinzip, mindestens zehn Minuten am Stück zu schreiben, führt dazu, dass es bei der schnellen Antwort auf eine Frage nicht bleiben kann, Assoziationen werden geweckt, der Lesende gräbt tiefer nach einer Antwort und noch ehe er sich versieht, ist die Antwort auf die Frage weit größer geworden, als sie je ausgesehen hat. Und größer, als dass sie in zehn Minuten niederzuschreiben wäre. »Erinnerungen aufschreiben ist wie Perlen auf eine Kette aufziehen. Eine nach der anderen. Nichts ist verloren.« Wer sich auf Dörries Einladung zum Schreiben einlässt, lernt schnell, den eigenen Kopf beim Schreiben nicht mehr als Gegner oder Blockade wahrzunehmen, sondern ihn zur Quelle dessen zu machen. »Wenn wir darüber nachdenken, was wir so denken, schämen wir uns schnell. Und wenn wir uns schämen, können wir schlecht schreiben. Wofür schämen wir uns?« ›Leben schreiben atmen‹ versucht nicht, letztgültige Regeln darüber festzulegen, wie geschrieben werden soll. Es belehrt nicht und kann dennoch eine große Wirkung auf seine Leser und Leserinnen entfalten: Dörries Fragen inspirieren, sie regen an und helfen, sich selbst zum Schreiben zu verhelfen. Doris Dörries neues Werk ist kein Buch, das am Stück gelesen werden soll, um dann in den Untiefen des Bücherregals neben dicken Wörterbüchern zu verschwinden. Vielmehr kann es immer wieder hervorgezogen werden, um erneut zum Schreiben einzuladen. Wer nach klaren Vorgaben sucht, wie geschrieben werden soll, wird bei Dörrie nicht fündig. Doch was sich durch das Buch zieht, ist die Aufforderung, das geschrieben werden soll, am besten täglich, mindestens zehn Minuten. Wer lernen will, im eigenen Kopf einen Weg zu pflastern, der zu einem Quell an Inspiration führt, sollte ›Leben schreiben atmen‹ in seinen Werkzeugkasten packen, denn manche Einladungen sollte man nicht ausschlagen.

Von der Kunst, sich Zeit zu nehmen

Libertine Literatur am 16.08.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hast du als Kind gelogen? Hast du schonmal etwas verloren, oder jemanden? Schreibe über dein Elternhaus, was ist noch da? So oder so ähnlich lauten einige der Fragen und Anregungen, die Doris Dörrie in ihrem neuen Buch ›Leben schreiben atmen‹ für den Leser bereithält. In 50 Kapiteln, die zumeist nur wenige Seiten lang sind, begegnen ihnen die Lesenden und mit ihnen der »Einladung zum Schreiben«. Dörrie löst dieses Versprechen ein, das der Untertitel des Buches gibt: Kaum hat man das Buch aufgeschlagen, begegnet man der ersten dieser Fragen und Anregungen, die zum Schreiben inspirieren. Doch ›Leben schreiben atmen‹ ist kein Frontalunterricht, bei dem Dörrie die Fragen diktiert und die Lernenden brav eine Antwort geben sollen. Vielmehr erinnert das Buch an einen Dialog, denn noch bevor die Lesenden die Frage kennenlernen, gibt die Autorin kurze Erzählpassagen von sich preis, die sich um die kommende Frage drehen. »Meine Erinnerungen vermischen sich mit deinen Erinnerungen. Wenn ich über Verlorenes schreibe, erinnerst du dich an Verlorenes. Wenn ich über Gewonnenes schreibe, erinnerst du dich an Gewonnenes.« ›Leben schreiben atmen‹ ist ein Kennenlernen durch Schreiben und Geschriebenes. Während das Bild der Erzählerin durch ihre Erzähltexte Kontur annimmt, werden die Lesenden auch auf ihre eigenen Konturen stoßen und diese neu abzutasten versuchen. Doris Dörrie gelingt es, ihren Lesern – wenn diese sich auf ihre Einladung einlassen und zu Schreibenden werden –, mit einem unerschöpflichen Vorrat an Geschichten vertraut zu machen: Jene Geschichten, die der Mensch durch seine Erlebnisse und Erinnerungen in sich trägt. Fragen, die zunächst leicht beantwortbar erscheinen, entpuppen sich als Goldgruben. Denn Dörries Prinzip, mindestens zehn Minuten am Stück zu schreiben, führt dazu, dass es bei der schnellen Antwort auf eine Frage nicht bleiben kann, Assoziationen werden geweckt, der Lesende gräbt tiefer nach einer Antwort und noch ehe er sich versieht, ist die Antwort auf die Frage weit größer geworden, als sie je ausgesehen hat. Und größer, als dass sie in zehn Minuten niederzuschreiben wäre. »Erinnerungen aufschreiben ist wie Perlen auf eine Kette aufziehen. Eine nach der anderen. Nichts ist verloren.« Wer sich auf Dörries Einladung zum Schreiben einlässt, lernt schnell, den eigenen Kopf beim Schreiben nicht mehr als Gegner oder Blockade wahrzunehmen, sondern ihn zur Quelle dessen zu machen. »Wenn wir darüber nachdenken, was wir so denken, schämen wir uns schnell. Und wenn wir uns schämen, können wir schlecht schreiben. Wofür schämen wir uns?« ›Leben schreiben atmen‹ versucht nicht, letztgültige Regeln darüber festzulegen, wie geschrieben werden soll. Es belehrt nicht und kann dennoch eine große Wirkung auf seine Leser und Leserinnen entfalten: Dörries Fragen inspirieren, sie regen an und helfen, sich selbst zum Schreiben zu verhelfen. Doris Dörries neues Werk ist kein Buch, das am Stück gelesen werden soll, um dann in den Untiefen des Bücherregals neben dicken Wörterbüchern zu verschwinden. Vielmehr kann es immer wieder hervorgezogen werden, um erneut zum Schreiben einzuladen. Wer nach klaren Vorgaben sucht, wie geschrieben werden soll, wird bei Dörrie nicht fündig. Doch was sich durch das Buch zieht, ist die Aufforderung, das geschrieben werden soll, am besten täglich, mindestens zehn Minuten. Wer lernen will, im eigenen Kopf einen Weg zu pflastern, der zu einem Quell an Inspiration führt, sollte ›Leben schreiben atmen‹ in seinen Werkzeugkasten packen, denn manche Einladungen sollte man nicht ausschlagen.

Doris Dörrte

Bewertung aus Bern am 29.05.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für alle, die sich an ein eigene Biografie wagen, eine höchst spannende und anregende Lektüre!

Doris Dörrte

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von Doris Dörrie

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Margarete Riethmüller

RavensBuch Ravensburg

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Leben, schreiben, atmen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schreiben, von Hand schreiben! Beobachtungen ,Gefühle und die Geschichten aus der Kindheit erinnern -aufschreiben. Mit großer Offenheit erzählt Doris Dörrie autobiogaphische Szenen und animiert immer wieder innezuhalten . " Schreiben ist eine Methode, intensiver zu leben" Kennen sie den Podcast von Hotel Matze,?Eine Plauderei über dieses Buch, lebendig und großartig, man vertseht ihr Anliegen und greift zum Heft.
5/5

Leben, schreiben, atmen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schreiben, von Hand schreiben! Beobachtungen ,Gefühle und die Geschichten aus der Kindheit erinnern -aufschreiben. Mit großer Offenheit erzählt Doris Dörrie autobiogaphische Szenen und animiert immer wieder innezuhalten . " Schreiben ist eine Methode, intensiver zu leben" Kennen sie den Podcast von Hotel Matze,?Eine Plauderei über dieses Buch, lebendig und großartig, man vertseht ihr Anliegen und greift zum Heft.

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Angelika Weller-Sathi

OSIANDER Tübingen

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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

So autobiografisch hat sie noch nie geschrieben, sagt Doris Dörrie in einem Rundfunkinterview. Aber sie will uns ja auch zeigen, wie wir die eigene Stimme finden, sie sprechen lassen, denn Geschichten finden sich im eigenen Leben zuhauf. Die Autorin erzählt dabei so federleicht von sich selbst, es ist ein Genuss. Sie nennt es Wunder - mit nur 26 Buchstaben ganze Welten entstehen zu lassen. So ist dieses wundervolle Buch eben auch eine Schule des Schreibens. Genauso mache sie es in ihren Workshops: "Nicht denken, einfach drauflos schreiben!"
5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

So autobiografisch hat sie noch nie geschrieben, sagt Doris Dörrie in einem Rundfunkinterview. Aber sie will uns ja auch zeigen, wie wir die eigene Stimme finden, sie sprechen lassen, denn Geschichten finden sich im eigenen Leben zuhauf. Die Autorin erzählt dabei so federleicht von sich selbst, es ist ein Genuss. Sie nennt es Wunder - mit nur 26 Buchstaben ganze Welten entstehen zu lassen. So ist dieses wundervolle Buch eben auch eine Schule des Schreibens. Genauso mache sie es in ihren Workshops: "Nicht denken, einfach drauflos schreiben!"

Angelika Weller-Sathi
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