Wir waren Charlie

Luz

Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
29,00
29,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Beschreibung

In seinen Träumen begegnet der ehemalige „Charlie Hebdo“-Zeichner Luz seinen früheren Kollegen, die bei dem Terroranschlag vom 7. Januar 2015 ums Leben kamen. Er selbst entging dem Massaker nur durch Zufall, denn er hatte an dem Tag Geburtstag und kam zu spät in die Redaktion. In einer langen, schlaflosen Nacht lässt er seine Zeit bei der französischen Satirezeitung wieder aufleben: die Persönlichkeiten, die es prägten, die hitzigen Diskussionen – und natürlich den Humor, die raffinierten Pointen wie die beiläufigen Zoten.

Luz zeichnet ein intimes, ungeschminktes und höchst lebendiges Porträt von „Charlie Hebdo“ vor dem Anschlag: die getriebenen, idealistischen Journalisten und die begabten Künstler der Redaktion, kritische Geister, Respektlosigkeiten und Tabubrüche, politische Debatten und verlorene Kämpfe. Ganz nebenbei entfaltet er dabei ein Panorama Frankreichs in den Neunziger- und Nullerjahren.

Luz heißt eigentlich Rénald Luzier und wurde 1972 in Tours geboren. Ab 1992 war er festes Redaktionsmitglied der Satirezeitung "Charlie Hebdo". Bei dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" am 7. Januar 2015 wurden einige der wichtigsten Köpfe der Zeitung ermordet, darunter der Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier ("Charb“), die Zeichner und Redakteure Jean Cabut ("Cabu"), Bernard Verlhac ("Tignous"), Philippe Honoré und Georges Wolinski.

Luz selbst überlebte das Attentat, da er am 7. Januar, seinem Geburtstag, verschlafen hatte und zu spät zur Redaktionssitzung kam. Wenige Monate nach dem Massaker veröffentlichte er "Katharsis" (deutsch bei S. Fischer), ein erschütterndes und bewegendes Zeugnis von der Zeit nach dem Anschlag. Im September 2015 verließ Luz, der nach dem Attentat Interims-Chefredakteur von "Charlie Hebdo" war, das Blatt. Er lebt bis heute unter Polizeischutz.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 11.09.2019
Verlag Reprodukt
Seitenzahl 320
Maße (L/B/H) 22,6/17,3/4,5 cm
Gewicht 982 g
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Vincent Julien Piot, Karola Bartsch, Tobias Müller
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95640-193-0

Das meinen unsere Kund*innen

5.0/5.0

1 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

5/5

Ein sehr witziges und lebendiges Denkmal für Charlie Hebdo

Eine Kundin/ein Kunde aus Potsdam am 22.10.2019

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe mich zuerst von Luz` Vorgängerwerk "Katharsis" begeistern und berühren lassen, in dem er den Anschlag unmittelbar verarbeitet. Schon hier mochte ich seine Nahbarkeit, seine Ehrlichkeit, seinen Witz, seine selbstironische Komik und auch seine Wärme. 4 Jahre später erzählt Luz nun von seiner Zeit bei Charlie Hebdo. Seit 1992 war er dort tätig, bis er 2015 ausschied. 23 Jahre! 23 Jahre, die er mit Charb, Cabu, Tignous und all den anderen verbracht hat. Wie schmerzvoll muss dieser Verlust (gewesen) sein... Im Grunde bringt der Klappentext alle Wesentlichkeiten wunderbar auf den Punkt. Luz zeigt sehr authentisch den normalen, manchmal aber gar nicht so normalen Redaktionsalltag mit all seinen Witzeleien, Frotzeleien und Diskussionen. Er erzählt von Reportagen in den Pariser Banlieus, in Bosnien während des Krieges, im rassistischen Texas und einiges mehr. Immer wieder erfährt man natürlich auch das politische Klima in Frankreich, Charlie Hebdo war links, idealistisch, couragiert, politisch handelnd. Es waren vor allem Männer, einige Frauen gab es aber auch, vor allem in den späteren Jahren. Respekt- und liebevoll, dennoch selbstironisch und auf die Schippe nehmend werden alle Figuren mitsamt ihrer Eigenarten und besonderen Begabungen gezeichnet. Damit hat er ein wundervoll lebendiges und sympathisches Denkmal für die damaligen Mitarbeiter geschaffen. "Jeder war auf andere Weise begabt...Der Eine politisch, Der Andere grafisch, der Nächste humoristisch...Jeder auf seine Art besessen...Das macht die Vielfalt von "Charlie" aus." (S.94) Grosses Highlight für mich war, als Cabu Luz zeigte, wie er bei Undercover Reportagen in der Jackentasche zeichnen könne...Grosses Kino! Luz gelang wieder ein berührendes und beeindruckendes Werk, voller Witz, Komik und Selbstironie, scharfsinnig, warmherzig, spannend, dabei sehr authentisch und politisch. Große Leseempfehlung samt Vorgängerwerk!

5/5

Ein sehr witziges und lebendiges Denkmal für Charlie Hebdo

Eine Kundin/ein Kunde aus Potsdam am 22.10.2019
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe mich zuerst von Luz` Vorgängerwerk "Katharsis" begeistern und berühren lassen, in dem er den Anschlag unmittelbar verarbeitet. Schon hier mochte ich seine Nahbarkeit, seine Ehrlichkeit, seinen Witz, seine selbstironische Komik und auch seine Wärme. 4 Jahre später erzählt Luz nun von seiner Zeit bei Charlie Hebdo. Seit 1992 war er dort tätig, bis er 2015 ausschied. 23 Jahre! 23 Jahre, die er mit Charb, Cabu, Tignous und all den anderen verbracht hat. Wie schmerzvoll muss dieser Verlust (gewesen) sein... Im Grunde bringt der Klappentext alle Wesentlichkeiten wunderbar auf den Punkt. Luz zeigt sehr authentisch den normalen, manchmal aber gar nicht so normalen Redaktionsalltag mit all seinen Witzeleien, Frotzeleien und Diskussionen. Er erzählt von Reportagen in den Pariser Banlieus, in Bosnien während des Krieges, im rassistischen Texas und einiges mehr. Immer wieder erfährt man natürlich auch das politische Klima in Frankreich, Charlie Hebdo war links, idealistisch, couragiert, politisch handelnd. Es waren vor allem Männer, einige Frauen gab es aber auch, vor allem in den späteren Jahren. Respekt- und liebevoll, dennoch selbstironisch und auf die Schippe nehmend werden alle Figuren mitsamt ihrer Eigenarten und besonderen Begabungen gezeichnet. Damit hat er ein wundervoll lebendiges und sympathisches Denkmal für die damaligen Mitarbeiter geschaffen. "Jeder war auf andere Weise begabt...Der Eine politisch, Der Andere grafisch, der Nächste humoristisch...Jeder auf seine Art besessen...Das macht die Vielfalt von "Charlie" aus." (S.94) Grosses Highlight für mich war, als Cabu Luz zeigte, wie er bei Undercover Reportagen in der Jackentasche zeichnen könne...Grosses Kino! Luz gelang wieder ein berührendes und beeindruckendes Werk, voller Witz, Komik und Selbstironie, scharfsinnig, warmherzig, spannend, dabei sehr authentisch und politisch. Große Leseempfehlung samt Vorgängerwerk!

Unsere Kund*innen meinen

Wir waren Charlie

von Luz

5.0/5.0

1 Bewertungen

0 Bewertungen filtern

  • artikelbild-0