Graue Bienen
detebe Band 24554

Graue Bienen

eBook

10,99 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen - sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen dorthin bringen, wo sie in Ruhe Nektar sammeln können.

Details

Verkaufsrang

8781

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.07.2019

Verlag

Diogenes

Beschreibung

Details

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion text-to-speech können Sie sich im aktuellen tolino webReader das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/text-to-speech.

Verkaufsrang

8781

Erscheinungsdatum

24.07.2019

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

1010 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Serye pchely

Übersetzer

  • Sabine Grebing
  • Johanna Marx

Sprache

Deutsch

EAN

9783257609813

Weitere Bände von detebe

  • Der Anfang einer Zukunft
    Der Anfang einer Zukunft Kenneth Bonert
    Band 24552

    Der Anfang einer Zukunft

    von Kenneth Bonert

    eBook

    11,99 €

    (2)

  • Graue Bienen
    Graue Bienen Andrej Kurkow
    Band 24554

    Graue Bienen

    von Andrej Kurkow

    eBook

    10,99 €

    (2)

  • Einfach Mensch sein
    Einfach Mensch sein Sy Montgomery
    Band 24558

    Einfach Mensch sein

    von Sy Montgomery

    eBook

    9,99 €

    (2)

  • Der Genosse
    Der Genosse Cesare Pavese
    Band 24559

    Der Genosse

    von Cesare Pavese

    eBook

    19,99 €

    (0)

  • Maschinen wie ich
    Maschinen wie ich Ian McEwan
    Band 24560

    Maschinen wie ich

    von Ian McEwan

    eBook

    11,99 €

    (17)

  • Bella Ciao
    Bella Ciao Raffaella Romagnolo
    Band 24561

    Bella Ciao

    von Raffaella Romagnolo

    eBook

    10,99 €

    (59)

  • Im Leben mehr Glück
    Im Leben mehr Glück Erich Hackl
    Band 24567

    Im Leben mehr Glück

    von Erich Hackl

    eBook

    10,99 €

    (0)

  • Damals, am Meer
    Damals, am Meer Marco Balzano
    Band 24568

    Damals, am Meer

    von Marco Balzano

    eBook

    9,99 €

    (3)

  • Wir holen alles nach
    Wir holen alles nach Martina Borger
    Band 24569

    Wir holen alles nach

    von Martina Borger

    eBook

    10,99 €

    (18)

  • Der süße Wahn
    Der süße Wahn Patricia Highsmith
    Band 24574

    Der süße Wahn

    von Patricia Highsmith

    eBook

    10,99 €

    (0)

  • Der Sprung
    Der Sprung Simone Lappert
    Band 24579

    Der Sprung

    von Simone Lappert

    eBook

    9,99 €

    (104)

  • Die zwei Päpste
    Die zwei Päpste Anthony McCarten
    Band 24580

    Die zwei Päpste

    von Anthony McCarten

    eBook

    10,99 €

    (5)

Das meinen unsere Kund*innen

4.5

2 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(1)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Eine großartige Lektüre

wanderer.of.words am 07.04.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als ich das Buch in der Hand hielt hatte ich Bedenken, ob diese Lektüre zur jetzigen Zeit nicht zu bedrückend ist. Schnell zeigte sich aber, dass diese Bedenken unnötig waren, denn Kurkow schafft es über ein schweres Thema und über schlimme Ereignisse zu schreiben, ohne dass er dem Leser mit seiner Geschichte eine zu große Last aufbürdet. Einen großen Anteil daran hat Protagonist Sergej, der trotz prekärer Lebensumstände und einiger Rückschläge nicht den Optimismus verliert und versucht immer das beste aus seiner Lage zu machen. Der erste Teil der Geschichte spielt im Dorf mit seinen zwei letzten Einwohnern. Bisher wurde nur die Kirche durch einen Granateinschlag zerstört. Bei den Straßen und Wegen hat sich Sergej längt daran gewöhnt an welchen Stellen er geschickt die Granatentrichter umgehen muss. Auch das Heizen und Kochen mit einem Kohleofen ist für ihn alltäglich geworden; Strom, Fernsehen und Lichter vermisst er nach drei Jahren doch langsam ein wenig. Im zweiten Teil der Geschichte macht sich Sergej dann auf den Weg um seine Bienen in eine ruhigere und fruchtbarere Landschaft zu bringen. Viel Geld hat er nicht, so schläft er die meiste Zeit in seinem Auto oder einem kleinen Zelt. Sein Weg führt ihn quer durch die Ukraine bis zur Krim. Er begegnet dabei ganz unterschiedlichen Menschen, die ihm mal freundlich, mal weniger freundlich gesinnt sind. Fazit: Ein großartiges Buch, das von den kleinen Leuten erzählt, die das Pech hatten im von Russland und der Ukraine umkämpften Grenzgebiet zu leben und plötzlich zwischen die Fronten zu stehen.

Eine großartige Lektüre

wanderer.of.words am 07.04.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als ich das Buch in der Hand hielt hatte ich Bedenken, ob diese Lektüre zur jetzigen Zeit nicht zu bedrückend ist. Schnell zeigte sich aber, dass diese Bedenken unnötig waren, denn Kurkow schafft es über ein schweres Thema und über schlimme Ereignisse zu schreiben, ohne dass er dem Leser mit seiner Geschichte eine zu große Last aufbürdet. Einen großen Anteil daran hat Protagonist Sergej, der trotz prekärer Lebensumstände und einiger Rückschläge nicht den Optimismus verliert und versucht immer das beste aus seiner Lage zu machen. Der erste Teil der Geschichte spielt im Dorf mit seinen zwei letzten Einwohnern. Bisher wurde nur die Kirche durch einen Granateinschlag zerstört. Bei den Straßen und Wegen hat sich Sergej längt daran gewöhnt an welchen Stellen er geschickt die Granatentrichter umgehen muss. Auch das Heizen und Kochen mit einem Kohleofen ist für ihn alltäglich geworden; Strom, Fernsehen und Lichter vermisst er nach drei Jahren doch langsam ein wenig. Im zweiten Teil der Geschichte macht sich Sergej dann auf den Weg um seine Bienen in eine ruhigere und fruchtbarere Landschaft zu bringen. Viel Geld hat er nicht, so schläft er die meiste Zeit in seinem Auto oder einem kleinen Zelt. Sein Weg führt ihn quer durch die Ukraine bis zur Krim. Er begegnet dabei ganz unterschiedlichen Menschen, die ihm mal freundlich, mal weniger freundlich gesinnt sind. Fazit: Ein großartiges Buch, das von den kleinen Leuten erzählt, die das Pech hatten im von Russland und der Ukraine umkämpften Grenzgebiet zu leben und plötzlich zwischen die Fronten zu stehen.

"Damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt"

Bewertung aus Weeze am 23.08.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Es war nicht seine Schuld, dass sein Haus jetzt im Krieg stand. Es stand im Krieg, aber es nahm nicht daran teil. Aus seinem Hof, aus den Fenstern und hinter dem Zaun hervor wurde nicht auf Feinde geschossen, was bedeutete, dass sein Haus keine Feinde haben konnte.“ (S. 432) Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Seit drei Jahren herrscht Krieg, die Einwohner haben das kleine Dorf in der grauen Zone verlassen, nur Sergej und sein ‚Kindheitsfeind‘ Paschka sind geblieben. Die Not schweißt sie zusammen, aber dennoch beschließt Sergej, seine Bienen aus der Kriegszone zu bringen: Sie sollen in Ruhe ausschwärmen, um ihren Nektar zu sammeln: damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt. Sein Weg führt ihn zunächst in den ukrainischen Westen, wo zwar kein Krieg herrscht, man ihn jedoch schon bald als unwillkommenen Donbass-Flüchtling vertreibt. Daraufhin macht er sich auf zur Krim, die unter russischer Herrschaft steht. Doch hier wird er Zeuge von Repressalien gegen die Tataren. Langsam und sehr zurückhaltend nähert er sich deren Kultur an und wird sogar seinem Motto „Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten“ untreu. Doch eigentlich interessiert ihn nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Der Protagonist, aus dessen Sicht der Leser diesen atmosphärischen Roman erlebt, ist ein einfacher unpolitischer Mann, der sich erinnert und träumt.. Einfühlsam schildert der Autor die bedrohliche Stimmung und das bedrückende, teilweise lähmende Klima in manchen Gegenden, aber auch die Hilflosigkeit gegenüber der Obrigkeit. Doch „Graue Bienen“ spart die realen politischen Vorgänge aus, ohne Stellung zu beziehen. Es ist so viel und gleichzeitig so wenig politisch wie Sergejitsch und liest sich so leicht und gespickt mit leisem herzlichem Humor und Wehmut, wie sein Protagonist selbst. Es ist durchsetzt von der Schönheit, die die Natur zu bieten hat und von Situationen, in denen Menschen zusammenhalten und aus ihrer Not das beste zu machen versuchen. So rückt es auf ernsthaft liebevolle Art die ‚kleinen Leute‘ in den Vordergrund, die alle auf ihre ganz eigene Art versuchen mit dem zurechtzukommen, was von ukrainischen und russischen Machthabern verursacht wurde. Am Rande erfährt man auch das ein oder andere über Bienen, wobei die entspannende und heilende Wirkung des Schlafens auf Bienenstöcken neu für mich war. Gemerkt habe ich aber auch, dass ich viel zu wenig über den Ukraine-Konflikt wusste, was mich beim Lesen dieses Buches dazu brachte, mich außerhalb weiter zu informieren. „Graue Bienen“ von Andrej Kurkow ist ein Buch, das ich trotz ernster Thematik immer wieder gern zur Hand nahm, weil mich die leise erzählte Geschichte auf ihre ganz besondere Art für sich einnehmen konnte. Eine Empfehlung! „Erst dann wandte er sich den Bienenstöcken zu, und in diesem Moment bemerkte er eine Klangwelt um sich herum, als hätte jemand sein Gehör, das über Nacht ausgeschaltet gewesen war, wieder eingeschaltet. Die Welt um ihn herum summte zart und unaufdringlich. Dieses Summen fiel mit der Bewegung der Bienen zusammen, die leicht und fast gewichtslos aus den Fluglöchern losflogen.“ (S. 224)

"Damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt"

Bewertung aus Weeze am 23.08.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Es war nicht seine Schuld, dass sein Haus jetzt im Krieg stand. Es stand im Krieg, aber es nahm nicht daran teil. Aus seinem Hof, aus den Fenstern und hinter dem Zaun hervor wurde nicht auf Feinde geschossen, was bedeutete, dass sein Haus keine Feinde haben konnte.“ (S. 432) Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Seit drei Jahren herrscht Krieg, die Einwohner haben das kleine Dorf in der grauen Zone verlassen, nur Sergej und sein ‚Kindheitsfeind‘ Paschka sind geblieben. Die Not schweißt sie zusammen, aber dennoch beschließt Sergej, seine Bienen aus der Kriegszone zu bringen: Sie sollen in Ruhe ausschwärmen, um ihren Nektar zu sammeln: damit nicht auch noch der Honig nach Krieg schmeckt. Sein Weg führt ihn zunächst in den ukrainischen Westen, wo zwar kein Krieg herrscht, man ihn jedoch schon bald als unwillkommenen Donbass-Flüchtling vertreibt. Daraufhin macht er sich auf zur Krim, die unter russischer Herrschaft steht. Doch hier wird er Zeuge von Repressalien gegen die Tataren. Langsam und sehr zurückhaltend nähert er sich deren Kultur an und wird sogar seinem Motto „Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten“ untreu. Doch eigentlich interessiert ihn nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Der Protagonist, aus dessen Sicht der Leser diesen atmosphärischen Roman erlebt, ist ein einfacher unpolitischer Mann, der sich erinnert und träumt.. Einfühlsam schildert der Autor die bedrohliche Stimmung und das bedrückende, teilweise lähmende Klima in manchen Gegenden, aber auch die Hilflosigkeit gegenüber der Obrigkeit. Doch „Graue Bienen“ spart die realen politischen Vorgänge aus, ohne Stellung zu beziehen. Es ist so viel und gleichzeitig so wenig politisch wie Sergejitsch und liest sich so leicht und gespickt mit leisem herzlichem Humor und Wehmut, wie sein Protagonist selbst. Es ist durchsetzt von der Schönheit, die die Natur zu bieten hat und von Situationen, in denen Menschen zusammenhalten und aus ihrer Not das beste zu machen versuchen. So rückt es auf ernsthaft liebevolle Art die ‚kleinen Leute‘ in den Vordergrund, die alle auf ihre ganz eigene Art versuchen mit dem zurechtzukommen, was von ukrainischen und russischen Machthabern verursacht wurde. Am Rande erfährt man auch das ein oder andere über Bienen, wobei die entspannende und heilende Wirkung des Schlafens auf Bienenstöcken neu für mich war. Gemerkt habe ich aber auch, dass ich viel zu wenig über den Ukraine-Konflikt wusste, was mich beim Lesen dieses Buches dazu brachte, mich außerhalb weiter zu informieren. „Graue Bienen“ von Andrej Kurkow ist ein Buch, das ich trotz ernster Thematik immer wieder gern zur Hand nahm, weil mich die leise erzählte Geschichte auf ihre ganz besondere Art für sich einnehmen konnte. Eine Empfehlung! „Erst dann wandte er sich den Bienenstöcken zu, und in diesem Moment bemerkte er eine Klangwelt um sich herum, als hätte jemand sein Gehör, das über Nacht ausgeschaltet gewesen war, wieder eingeschaltet. Die Welt um ihn herum summte zart und unaufdringlich. Dieses Summen fiel mit der Bewegung der Bienen zusammen, die leicht und fast gewichtslos aus den Fluglöchern losflogen.“ (S. 224)

Unsere Kund*innen meinen

Graue Bienen

von Andrej Kurkow

4.5

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Graue Bienen