Dieses ganze Leben
detebe Band 24642

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Roman

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Beschreibung

Paola passt nicht in diese Welt, findet sie. Wo Glanz und Erfolg das Maß vorgeben, hält sie sich lieber an ihren Bruder, der im Rollstuhl sitzt, gerne Schach spielt und auf Likes pfeift. Auf täglichen Spaziergängen mit ihrem Bruder gelingt es Paola, Gegenden zu erkunden, wo sie das wahre Leben vermutet – das so ganz anders ist, als sie dachte.

Raffaella Romagnolo, geboren 1971 in Casale Monferrato. Sie unterrichtet Geschichte und Italienisch an einem Gymnasium. Seit 2007 schreibt sie auch Romane – mit Erfolg. Ihr Roman ›Bella Ciao‹ erschien in zahlreichen Sprachen. Für ›La figlia sbagliata‹ war sie für den Premio Strega nominiert, ebenso mit ihrem Jugendbuch ›Respira con me‹. Raffaella Romagnolo lebt in Rocca Grimalda im Piemont.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.10.2020

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,7 cm

Gewicht

299 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.10.2020

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,7 cm

Gewicht

299 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tutta questa vita

Übersetzer

Maja Pflug

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07144-3

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Den Platz im Leben finden

Bewertung am 21.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewertet mit 4.5 Sternen In dem Buch "Dieses ganze Leben" von Raffaella Romagnolo übersetzt aus dem Italienischen, geht es um Paola de Giorgi kurz vor ihrem 16. Geburtstag. Sie hat ein schönes Zuhause. Ihre Eltern sind wohlhabend. Sie sollte ein glücklicher und zufriedener Teenager sein. Stattdessen hadert sie mit ihrem Leben. Es fängt schon einmal damit an, dass sie ihren etwas übergewichtigen Körper hasst, ihre Schwabbelbeine, ihre Haare, ihre fettige Haut. Da ist es auch nicht hilfreich, dass ihre Mutter ihr eine Waage schenkt. In der Schule wird sie gemobbt, und der einzige Mensch dem sie uneingeschränkt vertraut ist ihr behinderter Bruder Ricci. Wenn die Mutter sie täglich zu 60 Minuten strammen Laufen verdonnert, macht sie sich mit ihrem Bruder im Rollstuhl auf den Weg und nutzt die Zeit mit ihm dem unerträglichen Alltag zu entfliehen. Dabei überqueren die Beiden dann die Schnellstraße zur Arbeitersiedlung Margeriten, die die Mutter hasst wie die Pest und stopfen sich mit Junkfood aus dem Büdchen voll. Eine Begegnung mit Antonio und dessen Bruder Filippo, die in der Siedlung zu Hause sind, die von der Baufirma der Familie di Giorgi errichtet wurde, verändert Paola's Sicht auf das Leben und ist auch für Ricci eine Bereicherung. In diesem Roman wird die Geschichte einer Familie erzählt, es gibt einen großen Familienskandal, es geht um arm und reich um Werte, die Liebe und den Umgang mit Behinderungen. Die Ich- Erzählerin Paola erzählt in einer ausschweifenden oft schnodderigen Art, ist zynisch und weitsichtig. Es macht Spaß ihren Ausführungen zu folgen. Besonders am Anfang geht sie sehr selbstkritisch mit sich selbst zu Gericht. Auf jeden Fall hat Paola die Gabe den Finger genau in die Wunde zu drücken. Ehrlichkeit ist ihr wichtig. Umso schlimmer ist es für sie, als sie entdeckt, dass ihre Eltern Lügner sind. Zu ihrem Bruder Ricci hat Paola eine sehr enge Verbindung. Klar, necken sie sich auch wie ganz normale Geschwister, aber durch seine Behinderung hat Ricci von klein auf eine Sonderrolle in der Familie. Sein Tun wird ständig durchleuchtet, ob es ein Symptom für irgendwas ist und ob man einen Arzt hinzuziehen sollte. Nur Paola behandelt ihn normal und hat mit der Zeit eine Beziehung zu ihm aufgebaut, die über eine normale Geschwisterbeziehung hinausgeht. Schön ist, dass sich die Figuren, die die Autorin sehr authentisch zeichnet, im Laufe des Romans weiterentwickeln. So gelingt es Paola nicht nur sich im Laufe des Buches mit ihrem äußeren Erscheinungsbild zu arrangieren, sie fasst auch wieder Vertrauen und erlaubt es sich und ihrem Bruder etwas eigenständiger zu werden. Für mich war es ein rundherum gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und gerne weiterempfehle. Manchmal fand ich die Sprache von Paola aber zu erwachsen für eine 16Jährige. Erwähnenswert auch die Nebenfiguren wie den Gärtner, der die Oma umschwärmte und die rumänische Nanny, die ich allerliebst fand.

Den Platz im Leben finden

Bewertung am 21.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewertet mit 4.5 Sternen In dem Buch "Dieses ganze Leben" von Raffaella Romagnolo übersetzt aus dem Italienischen, geht es um Paola de Giorgi kurz vor ihrem 16. Geburtstag. Sie hat ein schönes Zuhause. Ihre Eltern sind wohlhabend. Sie sollte ein glücklicher und zufriedener Teenager sein. Stattdessen hadert sie mit ihrem Leben. Es fängt schon einmal damit an, dass sie ihren etwas übergewichtigen Körper hasst, ihre Schwabbelbeine, ihre Haare, ihre fettige Haut. Da ist es auch nicht hilfreich, dass ihre Mutter ihr eine Waage schenkt. In der Schule wird sie gemobbt, und der einzige Mensch dem sie uneingeschränkt vertraut ist ihr behinderter Bruder Ricci. Wenn die Mutter sie täglich zu 60 Minuten strammen Laufen verdonnert, macht sie sich mit ihrem Bruder im Rollstuhl auf den Weg und nutzt die Zeit mit ihm dem unerträglichen Alltag zu entfliehen. Dabei überqueren die Beiden dann die Schnellstraße zur Arbeitersiedlung Margeriten, die die Mutter hasst wie die Pest und stopfen sich mit Junkfood aus dem Büdchen voll. Eine Begegnung mit Antonio und dessen Bruder Filippo, die in der Siedlung zu Hause sind, die von der Baufirma der Familie di Giorgi errichtet wurde, verändert Paola's Sicht auf das Leben und ist auch für Ricci eine Bereicherung. In diesem Roman wird die Geschichte einer Familie erzählt, es gibt einen großen Familienskandal, es geht um arm und reich um Werte, die Liebe und den Umgang mit Behinderungen. Die Ich- Erzählerin Paola erzählt in einer ausschweifenden oft schnodderigen Art, ist zynisch und weitsichtig. Es macht Spaß ihren Ausführungen zu folgen. Besonders am Anfang geht sie sehr selbstkritisch mit sich selbst zu Gericht. Auf jeden Fall hat Paola die Gabe den Finger genau in die Wunde zu drücken. Ehrlichkeit ist ihr wichtig. Umso schlimmer ist es für sie, als sie entdeckt, dass ihre Eltern Lügner sind. Zu ihrem Bruder Ricci hat Paola eine sehr enge Verbindung. Klar, necken sie sich auch wie ganz normale Geschwister, aber durch seine Behinderung hat Ricci von klein auf eine Sonderrolle in der Familie. Sein Tun wird ständig durchleuchtet, ob es ein Symptom für irgendwas ist und ob man einen Arzt hinzuziehen sollte. Nur Paola behandelt ihn normal und hat mit der Zeit eine Beziehung zu ihm aufgebaut, die über eine normale Geschwisterbeziehung hinausgeht. Schön ist, dass sich die Figuren, die die Autorin sehr authentisch zeichnet, im Laufe des Romans weiterentwickeln. So gelingt es Paola nicht nur sich im Laufe des Buches mit ihrem äußeren Erscheinungsbild zu arrangieren, sie fasst auch wieder Vertrauen und erlaubt es sich und ihrem Bruder etwas eigenständiger zu werden. Für mich war es ein rundherum gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und gerne weiterempfehle. Manchmal fand ich die Sprache von Paola aber zu erwachsen für eine 16Jährige. Erwähnenswert auch die Nebenfiguren wie den Gärtner, der die Oma umschwärmte und die rumänische Nanny, die ich allerliebst fand.

Eine Familiengeschichte wie aus dem Leben gegriffen

Lesendes Federvieh aus München am 21.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Paola fühlt sich in ihrer begüterten Familie nicht wohl. Alles ist auf Erfolg, Schönheit und Glanz ausgerichtet. Gut, dass sie ihren jüngeren Bruder Richi hat, der im Rollstuhl sitzt. Da ihre Mutter möchte, dass Paola abnimmt, verordnet sie ihr täglich Bewegung an der frischen Luft. So schnappt sich Paola Richi und die beiden unternehmen Ausflüge in Gegenden, die ihre Mutter entsetzlich findet. Doch dort fühlen sie sich wohler als in ihrem goldenen Käfig zuhause. Raffaella Romagnolo nimmt den Leser in dieser vielschichtigen Familiengeschichte mit zu Paola und ihrer Familie. Dabei hat sie eine liebenswerte, verletzliche und kluge 16-jährige Protagonistin geschaffen, die das Herz am rechten Fleck hat und gerade mitten im Erwachsenwerden steckt. Obwohl das schon allein viel abverlangt, entspricht sie nicht dem gängigen Schönheitsideal, sie wird gemobbt und hat eigentlich keine richtigen Freunde. Sie ist anders als die anderen, ebenso ihr behinderter Bruder Richi. Zusammen erkunden die beiden eine für sie völlig unbekannte Welt. Dabei lernen die beiden das richtige Leben kennen und decken ein gut gehütetes Familiengeheimnis auf. Die Fassade aus Lug, Trug und Schein zerspringt in tausend Stücke. All das erzählt die Autorin aus Paolas Sicht und in ihrer jugendlich flapsigen, lockeren und direkten Sprache. So konnte ich mich voll und ganz mit Paola identifizieren, man ist wieder 16 und mit ihr und Richi unterwegs, freut sich mit den beiden und fühlt ebenso mit ihren Nöten mit. Von Beginn an war ich von dieser berührenden, spannenden und absolut lesenswerter Geschichte begeistert. Raffaella Romagnolo gelang es meisterlich einen atmosphärisch dichten Roman mit Tiefgang und wundervoll skizzierten Charakteren zu erschaffen.

Eine Familiengeschichte wie aus dem Leben gegriffen

Lesendes Federvieh aus München am 21.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Paola fühlt sich in ihrer begüterten Familie nicht wohl. Alles ist auf Erfolg, Schönheit und Glanz ausgerichtet. Gut, dass sie ihren jüngeren Bruder Richi hat, der im Rollstuhl sitzt. Da ihre Mutter möchte, dass Paola abnimmt, verordnet sie ihr täglich Bewegung an der frischen Luft. So schnappt sich Paola Richi und die beiden unternehmen Ausflüge in Gegenden, die ihre Mutter entsetzlich findet. Doch dort fühlen sie sich wohler als in ihrem goldenen Käfig zuhause. Raffaella Romagnolo nimmt den Leser in dieser vielschichtigen Familiengeschichte mit zu Paola und ihrer Familie. Dabei hat sie eine liebenswerte, verletzliche und kluge 16-jährige Protagonistin geschaffen, die das Herz am rechten Fleck hat und gerade mitten im Erwachsenwerden steckt. Obwohl das schon allein viel abverlangt, entspricht sie nicht dem gängigen Schönheitsideal, sie wird gemobbt und hat eigentlich keine richtigen Freunde. Sie ist anders als die anderen, ebenso ihr behinderter Bruder Richi. Zusammen erkunden die beiden eine für sie völlig unbekannte Welt. Dabei lernen die beiden das richtige Leben kennen und decken ein gut gehütetes Familiengeheimnis auf. Die Fassade aus Lug, Trug und Schein zerspringt in tausend Stücke. All das erzählt die Autorin aus Paolas Sicht und in ihrer jugendlich flapsigen, lockeren und direkten Sprache. So konnte ich mich voll und ganz mit Paola identifizieren, man ist wieder 16 und mit ihr und Richi unterwegs, freut sich mit den beiden und fühlt ebenso mit ihren Nöten mit. Von Beginn an war ich von dieser berührenden, spannenden und absolut lesenswerter Geschichte begeistert. Raffaella Romagnolo gelang es meisterlich einen atmosphärisch dichten Roman mit Tiefgang und wundervoll skizzierten Charakteren zu erschaffen.

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