Revolution für das Leben

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Philosophie der neuen Protestformen

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Beschreibung


Eine neue Kapitalismuskritik – und eine Liebeserklärung an menschliches Handeln

In Zeiten der Krise entzündet sich politisches Engagement. Protestbewegungen wie Black Lives Matter, Fridays for Future und NiUnaMenos kämpfen derzeit weltweit gegen Rassismus, Klimakatastrophe und Gewalt gegen Frauen.

So unterschiedlich sie scheinen mögen, verfolgen diese Widerstandskräfte doch ein gemeinsames Ziel: die Rettung von Leben. Im Kern richtet sich ihr Kampf gegen den Kapitalismus, der unsere Lebensgrundlagen zerstört, indem er im Namen von Profit und Eigentum lebendige Natur in toten Stoff verwandelt: Der Kapitalismus verwertet uns und unseren Planeten rücksichtslos. In autoritären Tendenzen und rassistischen Ausschreitungen, in massiven Klimaveränderungen und einer globalen Pandemie zeigt er seine verheerendsten Seiten.

In den neuen Protestformen erkennt Eva von Redecker, die als Philosophin zu Fragen der Kritischen Theorie forscht und auf einem Biohof aufgewachsen ist, die Anfänge einer Revolution für das Leben, die die zerstörerische kapitalistische Ordnung stürzen könnte und unseren grundlegenden Tätigkeiten eine neue solidarische Form verspricht: Wir könnten pflegen statt beherrschen, regenerieren statt ausbeuten, teilhaben statt verwerten.

Die erste philosophische Analyse des neuen Aktivismus.

»Eine der aufregendsten Nachwuchsphilosophinnen des Landes.« Philosophie Magazin

Man sollte sich davor hüten, diese Autorin, die sich traut, mit dem Herzen zu denken, in eine Schublade zu stecken. ("Hohe Luft")
Ein Buch über Protest und Revolution, das von einem solchen mitreißenden Optimismus strotzt, lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. ("Gehirn & Geist")
Ein Buch über Protest und Revolution, das von einem solchen mitreißenden Optimismus strotzt, lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. ("Spektrum - Die Woche")
Kapitalismuskritik nah am Leben - und nah an den Bewegungen, die diesem Leben mehr abgewinnen wollen als Arbeit und Eigentum. ("Frankfurter Rundschau")
Ein kluges, mutiges Plädoyer für eine radikale Abkehr von der destruktiven Verwertungslogik kapitalistischer Eigentumsverhältnisse [...] hin zu einem solidarischen Miteinander auf diesem Planeten ("Der Tagesspiegel")
pointiert und poetisch, erschütternd und ermutigend ("der Freitag")
„Revolution für das Leben“ schärft den Blick für die vielen „Zwischenräume“, in denen sich andere Formen des Handelns einnisten können. ("Der Tagesspiegel")
ein augenöffnender Blick auf aktuelle Proteste und eine ebensolche Vision einer gerechteren und nicht mehr von Umweltzerstörung bedrohten Welt. ("Berliner Zeitung")
Es könnte die neue Bibel intellektuellen Widerstands gegen die Zumutungen des real existierenden Kapitalismus werden – zumindest aber eine ihrer zentralen Schriften ("Deutschlandfunk Kultur Lesart")
das ist der Kern ihres Buches: dass nichts so bleiben kann, wie es ist, wenn man das Leben schützen will. ("Der SPIEGEL")

Details

Verkaufsrang

26391

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2020

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

26391

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2020

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3,2 cm

Gewicht

408 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397048-7

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Revolution als sanfter, langatmiger Prozess

Bewertung am 20.05.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein erkenntnisreiches Buch zu der Frage, wie eine ‚andere‘, die Natur und den Menschen regenerierende Lebensweise und der Weg dahin aussehen könnte. Gegenwärtige Groß-Konflikte werden anhand theoretischer Konstrukte beleuchtet, ein spezielles Augenmerk liegt auf den gegenwärtigen Protestformen ‚für das Leben’. Denn dies ist laut der Autorin das Signum unserer Zeit: Bezugspunkt aller Spielarten des derzeitigen Aktivismus ist eine Mobilisierung um das Leben selbst. Die mit dieser Mobilisierung untrennbar verbundene Kapitalismuskritik vermag aufgrund ihrer bisweilen doch sehr strikt anmutenden Einseitigkeit nicht durchweg zu überzeugen, obgleich sie den Finger berechtigterweise in zahlreiche Wunden legt. Insgesamt ein lesenswertes Buch für alle, die sich gerne kritisch und aus der philosophischen Vogelperspektive mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.

Revolution als sanfter, langatmiger Prozess

Bewertung am 20.05.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein erkenntnisreiches Buch zu der Frage, wie eine ‚andere‘, die Natur und den Menschen regenerierende Lebensweise und der Weg dahin aussehen könnte. Gegenwärtige Groß-Konflikte werden anhand theoretischer Konstrukte beleuchtet, ein spezielles Augenmerk liegt auf den gegenwärtigen Protestformen ‚für das Leben’. Denn dies ist laut der Autorin das Signum unserer Zeit: Bezugspunkt aller Spielarten des derzeitigen Aktivismus ist eine Mobilisierung um das Leben selbst. Die mit dieser Mobilisierung untrennbar verbundene Kapitalismuskritik vermag aufgrund ihrer bisweilen doch sehr strikt anmutenden Einseitigkeit nicht durchweg zu überzeugen, obgleich sie den Finger berechtigterweise in zahlreiche Wunden legt. Insgesamt ein lesenswertes Buch für alle, die sich gerne kritisch und aus der philosophischen Vogelperspektive mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.

Marktwirtschaft, in der Luft zerfetzt...

S.A.W aus Salzburg am 15.09.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Redecker analysiert den Umwelt-zerstörenden Raubtier-Kapitalismus mit den Werkzeugen der kritischen Theorie der Frankfurter Schule (Adorno, Marcuse). Sie dekonstruiert mit messerscharfer Logik und Begrifflichkeit die Märchen-Philosophie der „freien Marktwirtschaft“, die sich aus dem mittelalterlichen Feudalsystem entwickelt hat, durch die Begriffe Eigentum und Besitz. Dadurch wurden die Allmendegüter eingegrenzt und eingezäunt und als Eigentum von einzelnen in Beschlag genommen. Eigentum meint auch das Recht der Sachherrschaft, die die Zerstörung von Biosystemen und Tötung von Lebewesen miteinschließt. Herrschaft durch Eigentum bereitet den Weg zur Sklaverei von Menschen, Tieren und Pflanzen. Sachherrschaft durch Besitz zerschneidet die Lebensbezüge in Herrschaft über die Landnutzung und Herrschaft über die Menschen. Dies bringt nur scheinbar Freiheit von der Leibeigenschaft. Die Freiheit, sein Leben als Vagabund zu fristen, wird rasch durch die Lohnsklaverei wieder eingefangen. Der freie Mensch ist zwar Herr über seinen Leib, muss aber seine Zeit wieder in eine neue Unfreiheit verkaufen. Der Raubtierkapitalismus zerteilt Güter in Verwertbares und in Abfall, wobei auch die Güter nach kurzer Nutzungsdauer zu Abfall werden. Damit werden die natürlichen Kreisläufe zerschnitten. Wo immer der Kapitalismus sich Gewinn verspricht, werden Rohstoffe durch den Trichter der Verwertbarkeit geschleust, zurück bleiben Wüsten der Zerstörung. Dagegen formiert sich die neue Revolution für das Leben in verschiedenen Bewegungen: Fridays for Future, Black lifes matter, MeeToo, Extinction Rebellion. Diese zielen auf eine neue Form der Gemeinwohlwirtschaft, die das Leben schützt, statt es zu zerstören. Redecker ist hochgebildet und schreibt z.T. in sehr abstrakter Begrifflichkeit, was das Lesen etwas erschwert. Man muss sich Zeit nehmen, um in ihrer Dekonstruktions-Argumentation die vertrauten Bewegungen der Gegenwart wiederzufinden. Mit der kritischen Theorie ist aber ein Theorie-Gebäude vorhanden, dass die Mythen der neoliberalen „Marktwirtschaft“ in der Luft zerreißt bzw zumindest in ihrer Begrenztheit entlarvt. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Diktatur des Geldes. Die Lügen des Finanzkapitalismus“

Marktwirtschaft, in der Luft zerfetzt...

S.A.W aus Salzburg am 15.09.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Redecker analysiert den Umwelt-zerstörenden Raubtier-Kapitalismus mit den Werkzeugen der kritischen Theorie der Frankfurter Schule (Adorno, Marcuse). Sie dekonstruiert mit messerscharfer Logik und Begrifflichkeit die Märchen-Philosophie der „freien Marktwirtschaft“, die sich aus dem mittelalterlichen Feudalsystem entwickelt hat, durch die Begriffe Eigentum und Besitz. Dadurch wurden die Allmendegüter eingegrenzt und eingezäunt und als Eigentum von einzelnen in Beschlag genommen. Eigentum meint auch das Recht der Sachherrschaft, die die Zerstörung von Biosystemen und Tötung von Lebewesen miteinschließt. Herrschaft durch Eigentum bereitet den Weg zur Sklaverei von Menschen, Tieren und Pflanzen. Sachherrschaft durch Besitz zerschneidet die Lebensbezüge in Herrschaft über die Landnutzung und Herrschaft über die Menschen. Dies bringt nur scheinbar Freiheit von der Leibeigenschaft. Die Freiheit, sein Leben als Vagabund zu fristen, wird rasch durch die Lohnsklaverei wieder eingefangen. Der freie Mensch ist zwar Herr über seinen Leib, muss aber seine Zeit wieder in eine neue Unfreiheit verkaufen. Der Raubtierkapitalismus zerteilt Güter in Verwertbares und in Abfall, wobei auch die Güter nach kurzer Nutzungsdauer zu Abfall werden. Damit werden die natürlichen Kreisläufe zerschnitten. Wo immer der Kapitalismus sich Gewinn verspricht, werden Rohstoffe durch den Trichter der Verwertbarkeit geschleust, zurück bleiben Wüsten der Zerstörung. Dagegen formiert sich die neue Revolution für das Leben in verschiedenen Bewegungen: Fridays for Future, Black lifes matter, MeeToo, Extinction Rebellion. Diese zielen auf eine neue Form der Gemeinwohlwirtschaft, die das Leben schützt, statt es zu zerstören. Redecker ist hochgebildet und schreibt z.T. in sehr abstrakter Begrifflichkeit, was das Lesen etwas erschwert. Man muss sich Zeit nehmen, um in ihrer Dekonstruktions-Argumentation die vertrauten Bewegungen der Gegenwart wiederzufinden. Mit der kritischen Theorie ist aber ein Theorie-Gebäude vorhanden, dass die Mythen der neoliberalen „Marktwirtschaft“ in der Luft zerreißt bzw zumindest in ihrer Begrenztheit entlarvt. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Diktatur des Geldes. Die Lügen des Finanzkapitalismus“

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