Wanderlust mit Mister Parkinson

Meine Reisen in die Ferne und zu mir selbst

Pamela Spitz

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Beschreibung


»Ich habe nichts mehr zu verlieren und bin heute ein glücklicherer Mensch.«

Wie umgehen mit der Nachricht, dass das eigene Leben kürzer sein wird als gedacht? Ehrlich und humorvoll erzählt die Fotojournalistin, Globetrotterin und Wanderliebhaberin Pamela Spitz von ihrem Leben mit Parkinson, nimmt uns mit auf ihre zahlreichen Reisen rund um den Globus – und steckt uns an mit ihrem Optimismus und ihrer Lebensfreude. Pamela Spitz ist Anfang Vierzig und gerade glücklich geschieden, als sie erfährt, dass sie Morbus Parkinson hat, eine unheilbare, langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Anfangs stürzt sie sich in das Klubleben Berlins, atemlos und exzessiv, doch schnell merkt sie, dass sie sich ab jetzt nur noch auf die Dinge konzentrieren sollte, die sie wirklich glücklich machen: auf das Reisen und das Schreiben. Und dass sie nur noch das tun sollte, was sie schon immer tun wollte. Unter dem Motto: Noch zehn gute Jahre, dann ist eh Schluss ...

Aber wie lernt man, wahrhaft im Moment zu leben? Auf der Suche nach Antworten durchstreift Pamela Spitz das Hinterland Portugals, lernt Surfen im Atlantik, wandert durch den Dschungel Costa Ricas und die Wüste Negev in Israel, stellt sich ihren jüdischen Wurzeln, lernt Arabisch in Ramallah, macht eine außergewöhnliche Kur in Indien, besucht ihre Schwester in Brasilien – und begibt sich auf die Spuren ihrer Kindheit in Ecuador und auf Formentera. In einem erfrischend lässigen und humorvollen Ton nimmt uns Pamela Spitz mit auf ihre Reisen in die Ferne und zu sich selbst.

Pamela Spitz, geboren 1975 in München, unternahm ihre erste Reise über den Atlantik mit einem Jahr und lebte in ihrer Kindheit in Ecuador. Ihre Jugendzeit verbrachte sie mit ihrer Familie auf Formentera, bevor es sie 1995 nach Berlin zog. Sie arbeitet als Bildredakteurin für 11 Freunde, das Zeit-Magazin, die Welt und Vanity Fair. Als Fotografin ist sie für die spanische Zeitung El Pais unterwegs. Seit 2016 schreibt sie ihren englischsprachigen Blog »Wanderlust with P«, der schon bald Anklang bei einem breiteren Publikum fand.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 19.08.2021
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Seitenzahl 288
Maße (H) 21,3/13,7/3 cm
Gewicht 424 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05510-8

Kundenbewertungen

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Ein Buch über Reiselust und Rastlosigkeit, aber auch über das allmähliche Ankommen
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 08.09.2021

Das Buch hat mich wirklich neugierig gemacht, als ich in der Verlagsvorschau des KiWi-Verlags darauf aufmerksam wurde. Oft empfinde ich Erfahrungsberichte als bereichernd und Mut machend, selbst wenn ich nicht das Schicksal der betroffenen Person teile. Ich bewundere Menschen, die versuchen unter ziemlich widrigen Umständen ein ... Das Buch hat mich wirklich neugierig gemacht, als ich in der Verlagsvorschau des KiWi-Verlags darauf aufmerksam wurde. Oft empfinde ich Erfahrungsberichte als bereichernd und Mut machend, selbst wenn ich nicht das Schicksal der betroffenen Person teile. Ich bewundere Menschen, die versuchen unter ziemlich widrigen Umständen ein halbwegs normales Leben zu führen. Also nahm ich nach dem Reinschnuppern in die Leseprobe gespannt dieses Buch zur Hand und war offen für die Erfahrungen der Autorin. Der Titel und auch die Kurzbeschreibung haben allerdings bei mir die Erwartung geweckt, dass die Autorin über ihre Erfahrungen mit Morbus Parkinson schreibt und in zweiter Linie über das Reisen. Tatsächlich ist es jedoch eher umgekehrt. Pamela Spitz hatte sich 2016 gerade von ihrem Mann getrennt und war freiberuflich als Fotoredakteurin tätig, als sie im Alter von einundvierzig Jahren die Diagnose Morbus Parkinson erhielt. Sie wollte immer schon ‚dieses Schneller, Höher, Weiter und war süchtig nach immer neuen Herausforderungen und Abenteuern‘. „Noch mehr Party. Noch mehr oberflächliche Jungs- und Männergeschichten. Noch mehr Ablenkung. Jeden Tag und jeden Abend war ich unterwegs, machte zwar Sport, nahm aber auch Drogen, besuchte Musikfestivals, auf denen ich vorher noch nie gewesen war, begann eine Liaison mit einer Frau, hing ständig in Bars herum und wollte einfach weiterhin alles ausprobieren, was ich nicht kannte. Meine körperlichen Symptome waren noch relativ zurückhaltend und ich fühlte mich stark und gut. Ich genoss die Intensität des Augenblicks und hatte keine Lust, mir ernsthafte Gedanken über die Zukunft zu machen, mir von der Diagnose meinen Lebensstil verändern zu lassen.“ (S. 19) Letzteres merkt man der Autorin über das ganze Buch hinweg dann auch an. Sie selbst geht davon aus, dass sie vielleicht noch zehn gute Jahre hat und lässt einen in dem Buch daran teilhaben, wie sie die ersten fünf Jahre davon verlebt. Mal zieht es sie raus aus der Stadt um allein auf Wanderungen zu gehen und Ruhe in der Natur zu finden, mal lernt sie Fremdsprachen wie Portugiesisch und Arabisch, nimmt Surfunterricht, übt sich im Kraulschwimmen, macht einen Tandem-Gleitschirmflug und lässt sich von zahlreichen Dingen begeistern, die sie alle noch lernen möchte. Dabei wirft sie immer auch ausgiebige Blicke zurück auf ihr von Kindheit an durch Reiselust geprägtes Leben und lässt auch den Einfluss von Familie und Freunden nicht unerwähnt. Insgesamt war mir das ab einem gewissen Punkt allerdings zu viel, weil ich den Eindruck hatte, dass es in diesem Buch nicht um ein Leben mit der Erkrankung Parkinson geht, sondern viel mehr um die Verdrängung der Krankheit und nicht zuletzt vor allem auch der ständigen Flucht davor, sich damit auseinandersetzen zu müssen. „Denn eins wusste ich inzwischen: dass es ein wirklich langer und holpriger Weg ist, bis man einigermaßen ins Reine kommt mit sich, wenn man mit so einer Diagnose wie Parkinson konfrontiert ist. Und dass da jeder und jede einen ganz eigenen Rhythmus für hat.“ (S. 56) Der Weg von Pamela Spitz mit der Krankheit umzugehen ist wohl einer von vielen und als sich ihr Mister Parkinson nicht mehr verleugnen lässt, versucht sie mit Schamanismus, Ayurveda, Naturheilmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Entgiftung und Entschlackung des Körpers und der Wiedererlangung der körperlichen Fitness ihren Mister P. zu besänftigen, auch wenn er sich leider nicht aufhalten lässt. „Ich erzählte von meiner Bewältigungsstrategie, möglichst immer alles positiv zu sehen, von meinen guten Erfahrungen mit der Ernährungsumstellung und dass ich mich eigentlich so gesund wie noch nie fühlte, abgesehen von Parki.“ (S. 120) Es bleibt ihr zu wünschen, dass das noch möglichst lange so für sie funktioniert und die Forschung in Zukunft vielleicht doch etwas findet, das den an Morbus Parkinson Erkrankten bahnbrechend weiterhilft.

There is a crack in everything / That's how the light gets in (Leonard Cohen)
von Edgar aus Baden-Baden am 27.08.2021

Das Buch liest sich wie der Verzehr einer leckeren Zartbitter Schokolade. Dezente Süße, ausgeprägte Fruchtnoten begleitet von leichten Bittertönen. Ein Genuss, der im Leser viele Assoziationen und Erinnerungen weckt und im Abgang auch einen Hauch Wehmut über die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens hinterlässt. Am ... Das Buch liest sich wie der Verzehr einer leckeren Zartbitter Schokolade. Dezente Süße, ausgeprägte Fruchtnoten begleitet von leichten Bittertönen. Ein Genuss, der im Leser viele Assoziationen und Erinnerungen weckt und im Abgang auch einen Hauch Wehmut über die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens hinterlässt. Am Ende wünscht man der Autorin gemeinsam mit ihrem Dauerbegleiter Mr P noch viele weitere Reisen und Abenteuer und dem Leser eine Fortsetzung dieses literarischen Roadmovies. Und angelehnt an den Schlusssatz der Autorin: Geiles Buch!

EINE ODE AN DAS LEBEN. KUNTERBUNT, STARK, MUTIG, LEBENSFROH
von einer Kundin/einem Kunden aus Rastatt am 17.08.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

''Wanderlust mit Mister Parkinson'' von Pamela Spitz ist eine Ode an das Leben. Kunterbunt, stark, mutig, lebensfroh präsentiert sich die Autorin hier in einem spannenden Portät. Es macht garantiert Lust auf Reisen zu gehen und selbst den Rucksack zu packen und ohne Ziel und Plan loszufahren. Ich musste das Buch in den Händen ha... ''Wanderlust mit Mister Parkinson'' von Pamela Spitz ist eine Ode an das Leben. Kunterbunt, stark, mutig, lebensfroh präsentiert sich die Autorin hier in einem spannenden Portät. Es macht garantiert Lust auf Reisen zu gehen und selbst den Rucksack zu packen und ohne Ziel und Plan loszufahren. Ich musste das Buch in den Händen halten: denn Pamela Spitz ist ein interessante Persönlichkeit, die ihre Begeisterung fürs Reisen und fürs Leben teilt. Sie war bereits gefühlt an jedem Ort dieser Welt. Nach ihrer Diagnose im Sommer 2016, musste die in Berlin lebende Schriftstellerin ( sie schreibt u.A. für große Tageszeitungen) ihr Leben ändern - denn eine Krankheit kann kein Hindernis sein, nicht das zu tun, was man machen möchte! Wer Traumspaziergänge am Strand, Kletter-und Wandertouren im Gelände liebt, spannende Menschen kennenlernen möchte, dem wird dieses Buch sicherlich gefallen. Wir folgen Pamela Spitz auf unterschiedliche Wege, z.B. nach Portugal zum Surfen, sie beschreibt dies hier so wunderschön, als wäre man selbst dabei. Sie kann surfen, denn sie ist schon seit ihrer Kindheit ans Wasser gewöhnt, als sie zwei Jahre in Südamerika mit ihrer Familie am Strand lebte. Pamela Spitz lebt ihr Leben ohne Kompromiss, auch gibt es einen Auszug über ihren Aufenthalt in Rio, Brasilien, wo sie schon öfters war. Wir erfahren auch sozusagen Insider Reisetips! Auch gefällt mir der Abschnitt, als sie in einer Kommune in einem polnischen Wald ist. Wer Lust hat, mehr zu erfahren, sollte unbedingt ihre Website besuchen, dort gibt es auch noch ein Reisetagebuch mit Bildern. Weitere Orte: Berlin, Indien, Costa Rica, Brasilien, Mallorca,... Ich gebe 5 Sterne


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