Identitti

Roman

Mithu M. Sanyal

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Beschreibung

„Was für eine gnadenlos witzige Identitätssuche, die nichts und niemanden schont. Man ist nach der Lektüre nicht bloß schlauer – sondern auch garantiert besser gelaunt.“ (Alina Bronsky) - Auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2021

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Als würden Sally Rooney, Beyoncé und Frantz Fanon zusammen Sex Education gucken, beginnt damit eine Jagd nach „echter“ Zugehörigkeit. Während das Netz Saraswati hetzt und Demos ihre Entlassung fordern, stellt ihre Studentin Nivedita ihr intimste Fragen. Mithu Sanyal schreibt mit beglückender Selbstironie und befreiendem Wissen. Den Schleudergang dieses Romans verlässt niemand, wie er*sie ihn betrat.

Produktdetails

Verkaufsrang 896
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 15.02.2021
Verlag Carl Hanser Verlag
Seitenzahl 432
Maße 20,8/13,2/3,8 cm
Gewicht 518 g
Auflage 11
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26921-7

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Mithu Sanyal - Identitti

Miss.mesmerized am 02.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr. Mithu M. Sanyals Roman greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen. Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde. Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber? Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis.

5/5

Mithu Sanyal - Identitti

Miss.mesmerized am 02.10.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Für Nivedita ist ihre Professorin Dr. Saraswati die Erleuchtung. Endlich jemand, der sie versteht, der ihr die Augen öffnet und zu der Identität verhilft, die sie schon so lange gesucht hat. Mit einem indischen Vater und einer polnischen Mutter war sie nie richtige Deutsche und nie die typische Ausländerin. In ihrem Studium der Postcolonial Studies nun werden Rassismus, Othering und auch Identität greifbar für sie. Doch dann der Schock: Professor Saraswati ist weiß. Sie hat sich ihre Rasse nur konstruiert, sie identifiziert sich selbst als Person of Colour, dabei ist sie nichts dergleichen. Der Internet Shitstorm lässt nicht lange auf sich warten, aber Nivedita ist noch nicht so schnell fertig mit ihr. Mithu M. Sanyals Roman greift ein aktuelles Thema auf, was mit ein Grund für die Nominierung auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sein dürfte. Stärker jedoch als die thematische Relevanz erscheint mir der lockere Erzählton, der fantastisch zur Protagonistin passt, bisweilen etwas rotzig und doch in der Sache präzise und genau den Nerv der Zeit treffend. Die beiden Frauen, die junge Studentin wie auch die Professorin, bilden interessante Gegensätze, die der Handlung eine besondere Note verleihen. Nivedita hat zeitlebens ihren Platz gesucht. Bei ihrer Cousine Piti in England ist die Lage einfach, die indische Community ist groß, wird als solche wahrgenommen und ist klar definiert. Mit nur einem indischen Elternteil und keiner weiteren Verwandtschaft in der Nähe ist Nivedita im Gegensatz etwa zu den türkischen Mitschülerinnen weniger offensichtlich einzuordnen, mit der relativ hellen Haut eher etwas wie „Ausländerin light“, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ihr direkte Anfeindungen und Rassismus erspart bleiben. Dies macht es jedoch nicht leichter für sie, sich selbst zu identifizieren, denn es gibt für sie wahrnehmbare Unterschiede ohne dass sie in eine der verfügbaren Schubladen passen würde. Die Professorin hat sich ihre eigene Identität geschaffen, eine Transition von weiß zu PoC erlaubt ihr den Marsch durch die Institution und große Popularität unter den Studierenden. Die Enttäuschung ist groß, noch größer ist jedoch die Frage: darf sie das? Kann Rasse fluide sein wie das Geschlecht? Und: wer hat das Definitionsrecht hierüber? Interessanterweise ist der Weg in diesem Fall weg von der privilegierten hin zur benachteiligten Identität, was vieles geradezu auf den Kopf stellt. Ihre Anhänger fühlen sich betrogen, man hat sie nicht nur ihres Idols beraubt, sondern auch der Illusion für die eigene Identität zu stehen und dennoch eine Karriere zu haben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen der Internetsprache, die geschickt untergemischt wird, und dem akademischen Diskurs hervorragend. Aktuelle Fakten und Ereignisse werden ebenso nebenbei eingebaut wie sie strukturellen Rassismus offenlegt. Wenn engagierte Literatur etwas erreichen will, dann so. Ein lockerer Ton bei ernsthafter Thematik, auch mal lustig und dadurch, dass alles gegen bekannte Narrative läuft, nicht verletzend, sondern eher das Denken in bekannten Mustern störend und dadurch neue Denkwege erlaubend. Dieser Roman wäre wahrlich ein würdiger Kandidat für den diesjährigen Buchpreis.

5/5

Sensationelles Buch

J. Kaiser am 19.09.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Klapptext: Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Fazit: Das Cover fand ich sehr gelungen für den Titel dieses Buches. Als ursprünglich weisse Frau und als Deutsche geoutete wird die indische Starprofessorin Saraswati. Sie hat sich umgemodelt. Das Buch behandelt die race Identität und Gender Personen. Es werden hier viele Nuancen und aktuelle Diskussionen eingebettet. Es ist ein Thema in diesem Buch gut verarbeitet, welches aktueller denn je ist. Das Lesen und Gedankengänge regen den Leser sehr zum Nachdenken an. Was für dieses Buch spricht. Vielmehr Gedankenexperimente währen nicht gut gewesen. So wie es vorliegt, wird der Leser nicht überfordert. Ich finde, dass dieses Buch nicht trocken oder sogar staubig ist. Sondern eher humorvoll. Die Leseempfehlung von mir bleibt nicht aus.

5/5

Sensationelles Buch

J. Kaiser am 19.09.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Klapptext: Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Fazit: Das Cover fand ich sehr gelungen für den Titel dieses Buches. Als ursprünglich weisse Frau und als Deutsche geoutete wird die indische Starprofessorin Saraswati. Sie hat sich umgemodelt. Das Buch behandelt die race Identität und Gender Personen. Es werden hier viele Nuancen und aktuelle Diskussionen eingebettet. Es ist ein Thema in diesem Buch gut verarbeitet, welches aktueller denn je ist. Das Lesen und Gedankengänge regen den Leser sehr zum Nachdenken an. Was für dieses Buch spricht. Vielmehr Gedankenexperimente währen nicht gut gewesen. So wie es vorliegt, wird der Leser nicht überfordert. Ich finde, dass dieses Buch nicht trocken oder sogar staubig ist. Sondern eher humorvoll. Die Leseempfehlung von mir bleibt nicht aus.

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Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Was für ein Buch von Mithu Sanyal. Schon als ich die Autorin bei einer Onlinelesung in Frankfurt auf der Berufsschule gesehen habe, hat mich dieses Buch nicht mehr losgelassen. Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt über die eigene Geschichte, über Rassismus, Kolonialismus und auch Verdrängung. Ein Buch, welches jeder einmal unbedingt gelesen haben sollte. Eine absolute Pflichtlektüre, die weder staubig und trocken ist, sondern auch sehr humorvoll ist.
5/5

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Was für ein Buch von Mithu Sanyal. Schon als ich die Autorin bei einer Onlinelesung in Frankfurt auf der Berufsschule gesehen habe, hat mich dieses Buch nicht mehr losgelassen. Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt über die eigene Geschichte, über Rassismus, Kolonialismus und auch Verdrängung. Ein Buch, welches jeder einmal unbedingt gelesen haben sollte. Eine absolute Pflichtlektüre, die weder staubig und trocken ist, sondern auch sehr humorvoll ist.

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