Bulle

Undercover in der Polizei von Paris (mit einem Nachwort von Günter Wallraff)

Valentin Gendrot

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Beschreibung


Aus dem Inneren der Polizei: Der Sensationsbericht aus Frankreich

Undercover in der vielleicht härtesten Polizei Europas.

Valentin Gendrot wollte wissen, wie es wirklich ist, ein Bulle im härtesten Pariser Arrondissement zu sein. Sein Erfahrungsbericht hat Frankreich schockiert und ist zu einem der erfolgreichsten Sachbücher des Jahres 2020 geworden.

Noch nie ist es einem Journalisten gelungen, die Polizei zu infiltrieren und aus erster Hand über Rassismus, Gewalt und Überforderung in ihren Reihen zu berichten. Valentin Gendrot lässt sich in nur drei Monaten zum Hilfspolizisten ausbilden, bekommt eine Waffe in die Hand gedrückt und muss fortan auf den Straßen des gefährlichsten Pariser Bezirks für Ordnung sorgen. Seine Kollegen beleidigen und misshandeln migrantische Jugendliche, tauschen sich in rassistischen Chats aus und folgen auf der Straße ihrer eigenen Rechtsvorstellung. Gendrot lässt sich auf ihre Welt ein, deckt sie, wenn Straftaten im Amt vertuscht werden sollen, erfährt von fehlender Unterstützung vom Staat, schlechter Bezahlung und fehlender Achtung. Bis sich ein Kollege schließlich das Leben nimmt …

Ein dringendes, wichtiges Buch, sowohl für die Opfer von Polizeigewalt als auch für die Polizei selbst, von dem wir in Deutschland viel lernen können. 

 

„Zwei Jahre undercover in der Pariser Polizei. Zwei Jahre Rassismus, Gewalt und Missbrauch staatlicher Macht ertragen und drüber berichten. Das ist eine journalistische Meisterleistung.“


- Thilo Mischke

„Ein bewundernswert überzeugender Selbstversuch bis zur Selbstverleugnung. Aufklärerisch-entlarvend, nicht denunzierend. Nachahmenswert sicher auch für Deutschland.“


- Günter Wallraff

Produktdetails

Verkaufsrang 42701
Einband Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 05.01.2022
Verlag Hoffmann und Campe
Seitenzahl 224
Maße (L/B/H) 20,6/13,1/2,2 cm
Gewicht 334 g
Auflage 1
Übersetzer Martin Bayer
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-01158-6

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Missstände

stefanb am 10.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Auf meiner Dienststelle fallen täglich rassistische, homophobe und frauenfeindliche Sprüche. Sie kommen von bestimmten Kollegen und werden von den anderen geduldet oder überhört.“ [131 f.] Valentin Gendrot schreibt in dem Sachbuch „Bulle“ diesen persönlich erlebten Erfahrungsbericht – Undercover in der Polizei von Paris - unvoreingenommen. Es ist ein Bericht, der sich trotz der schockierenden Missstände wunderbar lesen lässt. Dabei ergreift er keine Partei für eine Seite, bleibt sachlich und schildert nahezu nüchtern das Erlebte. „Theoretisch sollen die Flics ja Gewalt, Rassismus und Sexismus in der Gesellschaft bekämpfen. In der Praxis sind sie oft die Sperrsitze dieser Übel.“ [171] Für die Leser*innen sind die Einblicke in den Polizeialltag ziemlich starker Tobak. Dass nicht nur eitel Sonnenschein in dieser Berufsgruppe herrscht, konnte man vorher schon annehmen und vermuten. Aber diese Einblicke, die Gewalt und Willkür, welche einem Gendrot in seinem Selbstversuch offenbart, haben ein schreckliches und schockierendes Ausmaß angenommen. Bereits andere Autoren haben das Thema Rassismus und Polizeigewalt schon aufgegriffen. Hier muss man auch „Schwarz Blau Blut“ von Matthew Horace nennen. Dort sieht man, dass Polizeigewalt sich prozentual häufiger gegen PoC richtet. Jedoch zeigt Gendrot, dass sich die Probleme bei der Polizei durch alle Ebenen ziehen und bereits ab der Ausbildung zeigen. Die Einblicke in die Polizeiarbeit im Pariser Arrondissement sind wesentlich detaillierter und aufschlussreicher. Auch sehr lesenswert ist das Nachwort von Günter Wallraff. Dabei wird schon deutlich, dass das Problem kein alleiniges Problem der Französischen Polizei ist, sondern sich auch auf andere Staaten abbilden lässt. Für mich ist das Buch aus dem Verlag Hoffmann und Campe ein literarisches Highlight.

Missstände

stefanb am 10.01.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Auf meiner Dienststelle fallen täglich rassistische, homophobe und frauenfeindliche Sprüche. Sie kommen von bestimmten Kollegen und werden von den anderen geduldet oder überhört.“ [131 f.] Valentin Gendrot schreibt in dem Sachbuch „Bulle“ diesen persönlich erlebten Erfahrungsbericht – Undercover in der Polizei von Paris - unvoreingenommen. Es ist ein Bericht, der sich trotz der schockierenden Missstände wunderbar lesen lässt. Dabei ergreift er keine Partei für eine Seite, bleibt sachlich und schildert nahezu nüchtern das Erlebte. „Theoretisch sollen die Flics ja Gewalt, Rassismus und Sexismus in der Gesellschaft bekämpfen. In der Praxis sind sie oft die Sperrsitze dieser Übel.“ [171] Für die Leser*innen sind die Einblicke in den Polizeialltag ziemlich starker Tobak. Dass nicht nur eitel Sonnenschein in dieser Berufsgruppe herrscht, konnte man vorher schon annehmen und vermuten. Aber diese Einblicke, die Gewalt und Willkür, welche einem Gendrot in seinem Selbstversuch offenbart, haben ein schreckliches und schockierendes Ausmaß angenommen. Bereits andere Autoren haben das Thema Rassismus und Polizeigewalt schon aufgegriffen. Hier muss man auch „Schwarz Blau Blut“ von Matthew Horace nennen. Dort sieht man, dass Polizeigewalt sich prozentual häufiger gegen PoC richtet. Jedoch zeigt Gendrot, dass sich die Probleme bei der Polizei durch alle Ebenen ziehen und bereits ab der Ausbildung zeigen. Die Einblicke in die Polizeiarbeit im Pariser Arrondissement sind wesentlich detaillierter und aufschlussreicher. Auch sehr lesenswert ist das Nachwort von Günter Wallraff. Dabei wird schon deutlich, dass das Problem kein alleiniges Problem der Französischen Polizei ist, sondern sich auch auf andere Staaten abbilden lässt. Für mich ist das Buch aus dem Verlag Hoffmann und Campe ein literarisches Highlight.

Im Zentrum der Pariser Polizei

Bewertung aus Bad Münstereifel am 26.01.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Valentin Gendrot ist Journalist. Er scheute weder Geld noch Mühen, sich in den inneren Zirkel der Flics zu begeben. Sein Ziel: ein faktenreiches Buch über die Polizei in Paris zu schreiben. Dass ihm das gelang und warum er nur in seinen Träumen aufflog, berichtet er in seinem Werk „Bulle“. Emotional und Ich-Form schreibt Gendrot, was ihm während der 6 Monate seines Undercovereinsatzes widerfuhr. Was zunächst für ihn recht langweilig begann, das entwickelte sich rasch zu einem schmerzhaften Abenteuer. Das verbringen von psychisch gestörten Patienten in eine Klinik, war eine leicht Übung für ihn. Danach ging es dann zu den Flics. Gendrot erlebt Jugendliche, die jeglichen Respekt vor den Beamten verloren haben und selbst vor Gewalt nicht zurückschrecken. Er berichtet von häuslicher Gewalt und Frauen, die zwar die Polizei zur Hilfe riefen, danach aber sehr schnell wieder bei ihren Peinigern weilten. Brutal sind etliche Szenen und der Autor ist mutig genug, Polizeigewalt zu thematisieren. Warum er das nicht zur Anzeige brachte, erklärt er in seinem Buch. Beim Lesen stellte sich mir die Frage nach dem Warum zur Berufswahl. Was bewegt junge Menschen dazu, ihr Berufsleben als Polizist zu verbringen. Zumal es nicht so ist, dass diese Beamte viel Geld verdienen. Ist es das Streben nach Macht? Minderwertigkeitskomplexe, die nur mit Gummiknüppel und Knarre ausgeräumt werden können? Abwechslungsreich, mal munter, mal ernst, so schreibt Valentin Gendrot. Seine Sicht der Dinge ist nachvollziehbar. Er be- oder verurteilt nicht. Er möchte verstehen und dann den Lesern darlegen, warum einige Beamte so handeln, wie hier beschrieben. Klare Leseempfehlung von mir.

Im Zentrum der Pariser Polizei

Bewertung aus Bad Münstereifel am 26.01.2022
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Valentin Gendrot ist Journalist. Er scheute weder Geld noch Mühen, sich in den inneren Zirkel der Flics zu begeben. Sein Ziel: ein faktenreiches Buch über die Polizei in Paris zu schreiben. Dass ihm das gelang und warum er nur in seinen Träumen aufflog, berichtet er in seinem Werk „Bulle“. Emotional und Ich-Form schreibt Gendrot, was ihm während der 6 Monate seines Undercovereinsatzes widerfuhr. Was zunächst für ihn recht langweilig begann, das entwickelte sich rasch zu einem schmerzhaften Abenteuer. Das verbringen von psychisch gestörten Patienten in eine Klinik, war eine leicht Übung für ihn. Danach ging es dann zu den Flics. Gendrot erlebt Jugendliche, die jeglichen Respekt vor den Beamten verloren haben und selbst vor Gewalt nicht zurückschrecken. Er berichtet von häuslicher Gewalt und Frauen, die zwar die Polizei zur Hilfe riefen, danach aber sehr schnell wieder bei ihren Peinigern weilten. Brutal sind etliche Szenen und der Autor ist mutig genug, Polizeigewalt zu thematisieren. Warum er das nicht zur Anzeige brachte, erklärt er in seinem Buch. Beim Lesen stellte sich mir die Frage nach dem Warum zur Berufswahl. Was bewegt junge Menschen dazu, ihr Berufsleben als Polizist zu verbringen. Zumal es nicht so ist, dass diese Beamte viel Geld verdienen. Ist es das Streben nach Macht? Minderwertigkeitskomplexe, die nur mit Gummiknüppel und Knarre ausgeräumt werden können? Abwechslungsreich, mal munter, mal ernst, so schreibt Valentin Gendrot. Seine Sicht der Dinge ist nachvollziehbar. Er be- oder verurteilt nicht. Er möchte verstehen und dann den Lesern darlegen, warum einige Beamte so handeln, wie hier beschrieben. Klare Leseempfehlung von mir.

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