Die Verabschiebung

Roman

Joachim Zelter

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Beschreibung

Eigentlich könnte alles gut sein zwischen Julia und Faizan. Seit einigen Wochen sind die beiden ein Liebespaar – wenn Faizan denn nur in diesem Land bleiben dürfte. Als Asylbewerber aus Pakistan sind seine Chancen auf ein Hierbleiben gleich null. Und so entschließt sich Julia, ihren Freund zu heiraten, obgleich sie eigentlich niemals und unter keinen Umständen jemals heiraten wollte. Doch wenn sie geglaubt hat, dass mit einer Ehe nun alles gut wird, hat sie sich geirrt.
Beklemmend-spannend erzählt Joachim Zelter von der End- und Aussichtslosigkeit eines Asylverfahrens, wo auch eine Ehe kein hinreichender Grund mehr für irgendetwas ist. Sein Roman beschreibt einen kafkaesk-­kalten Kosmos akribischen Rechts, in dem die beteiligten Menschen – in einem endlosen Kraftakt – immer mehr an Autonomie und Substanz verlieren, bis kaum mehr etwas von ihnen übrig ist. Menschenwürde? Sie erweist sich in Zelters neuem Roman zunehmend als ­Konjunktiv.

Joachim Zelter 1962 in Freiburg geboren, studierte und lehrte englische Literatur in Tübingen und Yale. Seit 1997 freier Schriftsteller. Autor von Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, die an zahlreichen deutschen und österreichischen Bühnen gespielt werden. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Thaddäus-Troll-Preis (2000), der Fördergabe der Internationalen Bodenseekonferenz (2000), dem Großen Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg (2003) sowie dem Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg (2005). Bei Klöpfer & Meyer sind erschienen: Briefe aus Amerika. Roman (1998), Die Würde des Lügens. Roman (2000), Die Lieb-Haberin. Roman (2002), Das Gesicht. Roman (2003), Betrachtungen eines Krankenhausgängers. Erzählungen (2004), Schule der Arbeitslosen. Roman (2006).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 23.03.2021
Verlag Alfred Kröner Verlag
Seitenzahl 160
Maße (H) 19,4/12,3/2 cm
Gewicht 250 g
Auflage 1
Reihe Edition Klöpfer
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-520-75201-7

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1/5

Unverantwortlich und reißerisch.

Eine Kundin/ein Kunde am 28.09.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Bedenkt man, wieviele junge Frauen bereits durch Fremde ermordet wurden, nimmt sich dieses Werk wie Hohn und Spott übers Leid aus, daß nicht nur ich, sondern auch andere zu ertragen haben. Dies alles auch noch durch millionenfachen Gesetzesbruch. Wer half mir, als Türken, Araber und Libanesen mich in der Schule drangsalierten? Niemand. Lehrer machten sich gar lustig über mich -- aus Angst, selbst Opfer der bereits in den 90ern zahlreichen Moslems zu werden. Dieser Autorassismus ist abstoßend; Syrien hat einen mittleren IQ von 82, Nahost von circa 84. Diese Kulturkreise sind nicht einmal ansatzweise mit Europa vergleichbar, vom hitzigen Temperament und Charakter der Orientalen ganz zu schweigen*. Da haben selbst Ostasiaten mehr mit uns gemein -- doch klischeehaft muß der Autor natürlich einen moslemischen Mann mit einer deutschen Frau verkuppeln. Peinlicher wäre es nur noch gewesen, handelte es sich um einen Schwarzafrikaner. * 15,6% der Araber weisen das MAOA-2R-Allel auf, das kürzere 2er-Allel auf dem MAOA-Gen. Das MAOA-Gen wurde reißerisch "Krieger-Gen" genannt; in der Tat geht es mit hoher Impulsivität und Aggressivität einher. Die Europäer haben das 2er-Allel nur zu 0,1 bis 0,5 Prozent, Schwarzafrikaner immerhin zu circa 5,5 Prozent; Ostasiaten wurde es nicht nachgeweisen.

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Unverantwortlich und reißerisch.

Eine Kundin/ein Kunde am 28.09.2021
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Bedenkt man, wieviele junge Frauen bereits durch Fremde ermordet wurden, nimmt sich dieses Werk wie Hohn und Spott übers Leid aus, daß nicht nur ich, sondern auch andere zu ertragen haben. Dies alles auch noch durch millionenfachen Gesetzesbruch. Wer half mir, als Türken, Araber und Libanesen mich in der Schule drangsalierten? Niemand. Lehrer machten sich gar lustig über mich -- aus Angst, selbst Opfer der bereits in den 90ern zahlreichen Moslems zu werden. Dieser Autorassismus ist abstoßend; Syrien hat einen mittleren IQ von 82, Nahost von circa 84. Diese Kulturkreise sind nicht einmal ansatzweise mit Europa vergleichbar, vom hitzigen Temperament und Charakter der Orientalen ganz zu schweigen*. Da haben selbst Ostasiaten mehr mit uns gemein -- doch klischeehaft muß der Autor natürlich einen moslemischen Mann mit einer deutschen Frau verkuppeln. Peinlicher wäre es nur noch gewesen, handelte es sich um einen Schwarzafrikaner. * 15,6% der Araber weisen das MAOA-2R-Allel auf, das kürzere 2er-Allel auf dem MAOA-Gen. Das MAOA-Gen wurde reißerisch "Krieger-Gen" genannt; in der Tat geht es mit hoher Impulsivität und Aggressivität einher. Die Europäer haben das 2er-Allel nur zu 0,1 bis 0,5 Prozent, Schwarzafrikaner immerhin zu circa 5,5 Prozent; Ostasiaten wurde es nicht nachgeweisen.

5/5

Aufwühlende Liebesgeschichte

Eine Kundin/ein Kunde am 22.08.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

So viele Menschen verlassen ihr Geburtsland um in der westlichen Welt eine Zukunft aufzubauen. Sie kommen, weil sie in der Heimat um ihr Leben fürchten müssen. Bei den einen passen ihre Ansichten nicht ins politische Umfeld; bei den anderen droht schreckliche Armut. Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Faizan ist aus Pakistan geflüchtet. In Deutschland lernt er Julia kennen, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt und alles daran setzt, ihm eine Bleibeperspektive zu schaffen. Doch die Bürokratie erlaubt das nicht: Alles wird hinterfragt, jede Aussage angezweifelt. „Hätte er [Faizan] zwei Wörter für die letzten Jahre wählen sollen, es wären die Wörter Angst und Warten gewesen. Ein angstvolles Warten oder eine wartende Angst“ (Seite 35). Joachim Zelter, 1962 in Freiburg/Breisgau geboren, hat schon zahlreiche Romane geschrieben und dafür einige Auszeichnungen eingeheimst. In seinem neuesten, 2021 erschienenen Werk nimmt er die deutsche Bürokratie näher unter die Lupe. Er lässt den Leser die Ausweglosigkeit vieler Flüchtlinge hautnah miterleben. Das Buch hat bei mir viele Fragen aufgeworfen: Ab wann ist es zuviel? Warum wird Menschen, die sich redlich um Integration bemühen, das Leben so schwer gemacht, während Straftäter nicht abgeschoben werden können? Warum dürfen friedliche Menschen noch heute in Nacht- und Nebelaktionen aus der Wohnung geholt und fortgebracht werden? Warum wird die Liebe zwischen zwei Menschen nicht anerkannt? Und woher nehmen Fremde das Recht, ihre Nachbarn mit negativen Beurteilungen zu traktieren? Dieses Buch hat mich emotional tief getroffen. Den Autor muss ich mir merken! Seine stakkatoartigen Sätze steigerten die Anspannung und die Wut auf eine menschenfeindliche Bürokratie und deren ausführenden Beamten ohne jegliches Einfühlungsvermögen. Fazit: Ein Muss für jeden, der sich mit der Flüchtlingsproblematik auseinander setzen will!

5/5

Aufwühlende Liebesgeschichte

Eine Kundin/ein Kunde am 22.08.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

So viele Menschen verlassen ihr Geburtsland um in der westlichen Welt eine Zukunft aufzubauen. Sie kommen, weil sie in der Heimat um ihr Leben fürchten müssen. Bei den einen passen ihre Ansichten nicht ins politische Umfeld; bei den anderen droht schreckliche Armut. Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Faizan ist aus Pakistan geflüchtet. In Deutschland lernt er Julia kennen, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt und alles daran setzt, ihm eine Bleibeperspektive zu schaffen. Doch die Bürokratie erlaubt das nicht: Alles wird hinterfragt, jede Aussage angezweifelt. „Hätte er [Faizan] zwei Wörter für die letzten Jahre wählen sollen, es wären die Wörter Angst und Warten gewesen. Ein angstvolles Warten oder eine wartende Angst“ (Seite 35). Joachim Zelter, 1962 in Freiburg/Breisgau geboren, hat schon zahlreiche Romane geschrieben und dafür einige Auszeichnungen eingeheimst. In seinem neuesten, 2021 erschienenen Werk nimmt er die deutsche Bürokratie näher unter die Lupe. Er lässt den Leser die Ausweglosigkeit vieler Flüchtlinge hautnah miterleben. Das Buch hat bei mir viele Fragen aufgeworfen: Ab wann ist es zuviel? Warum wird Menschen, die sich redlich um Integration bemühen, das Leben so schwer gemacht, während Straftäter nicht abgeschoben werden können? Warum dürfen friedliche Menschen noch heute in Nacht- und Nebelaktionen aus der Wohnung geholt und fortgebracht werden? Warum wird die Liebe zwischen zwei Menschen nicht anerkannt? Und woher nehmen Fremde das Recht, ihre Nachbarn mit negativen Beurteilungen zu traktieren? Dieses Buch hat mich emotional tief getroffen. Den Autor muss ich mir merken! Seine stakkatoartigen Sätze steigerten die Anspannung und die Wut auf eine menschenfeindliche Bürokratie und deren ausführenden Beamten ohne jegliches Einfühlungsvermögen. Fazit: Ein Muss für jeden, der sich mit der Flüchtlingsproblematik auseinander setzen will!

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