Pappel. Die Geschichte eines Herumtreibers

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Beschreibung

3. Juli 1883. Während in Österreich-Ungarn Julie Kafka der Hebamme fest entschlossen in die Augen sieht und ihren ersten Sohn gebärt, ereignet sich im Gelbachtal ein nicht weniger großes Wunder: Der Spross einer Schwarzpappel erblickt das Licht der Welt. Schon bald löst diese sich von ihren Wurzeln und schreitet fortan als Konrad Pappel durch die Gefilde. Konrad, dessen Leben auf mysteriöse Weise mit jenem Franz Kafkas verbunden ist, nimmt den Leser mit auf einen wahnwitzigen Husarenritt durch die vergangenen 150 Jahre: an den Weltkriegen vorbei, durch den Eisernen Vorhang hindurch, bis in unsere Gegenwart hinein.
Dalibor Marković zieht in seinem Debütroman alle Register und erweist sich dabei als großer Erzähler, der es mit dem mikroskopisch Kleinen ebenso wie mit den Weiten des Universums aufnehmen kann.

"Als Spoken-Word-Lyriker ist Dalibor Marković schon lange eine feste Größe - mit Pappel, seinem Husarenritt durch die Weltgeschichte, begeistert er jetzt auch auf der langen Strecke. Marković erweist sich als großer Erzähler, der dem vorherrschenden Realismus in der Gegenwartsliteratur das entgegensetzt, auf das wir gewartet haben: Hemmungsloses, verspieltes und herrlich absurdes Fabulieren."
Björn Jager, Hessisches Literaturforum

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2021

Verlag

Verlag Voland & Quist

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,9/15/2,7 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2021

Verlag

Verlag Voland & Quist

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,9/15/2,7 cm

Gewicht

478 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86391-301-4

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Poetisch - rasantes Debüt

Bewertung am 21.09.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Märchenhaft beginnt Pappel, das Debüt des Poetry Slammers Dalibor Marković. Am selben Tag, an dem Franz Kafka das Licht der Welt erblickt, rutscht in einem Wald der Samen einer Pappel in eine fruchtbare Erdspalte. Er keimt, sprießt und verwandelt sich in einen Baummenschen. Nahezu alterlos wird Pappel durch die bewegten Jahrzehnte zwischen 1883 und der Jetztzeit stolpern. Pappel ist ein Handlungsgetriebener, heiterer und intensiver Roman mit surrealen Momenten. Der Sound ist übermütig, charmant-naiv, abenteuerlich, philosophieren-leichtfüßig. Er passt sich den Geschehnissen und dem jeweiligen Zeitgeist an. Pappel überfällt eine Kutsche, die Kutsche von Kafka. Er erbeutet den Roman Die Verwandlung und eine Papprolle, in der die einzige Sprachaufnahme des zurückgezogenen Schriftstellers steckt. Pappel geht in die Stadt, verkauft Groschenromane, wird Drogenkurrier und Kartenabreißer im Kino. An der Umgebung und am sich verändernden Tonfall der Erzählung merken wir, wie die Zeit vorbeirast, während Pappel in unterschiedliche Rollen schlüpft. 1924 stirbt Kafka, eine Randnotiz, 1933 begegnet er Kafkas Verlobter Felice Bauer auf der Flucht nach Amerika vor den Nazis. Pappel ist gleich zweimal auf dem Schiff, in Gestalt des weltgewandten Konrad von Pappel Oberdeck und des schwatzenden Hilfsmatrosen Konrad Unterdeck. Die Sprachaufnahme von Kafka ist immer da, auch wenn er sie nicht immer hat. Forwind, Pappel findet sich wieder im Nachkriegsdeutschland, hereingeraten in eine terroristische Vereinigung, die sich rund um die charismatische Liane bildet. Forwind die Zeit rast immer mehr, Pappel taucht unter, führt ein langweiliges Leben, hat eine Phase als reicher Lebemann, als Obdachloser auch, stets seinen Kafkaschatz hütend. Doch ein junger Mann ist ihm auf den Fersen, ein pensionierter Polizist und die Witwe eines der Opfer der Anschläge.

Poetisch - rasantes Debüt

Bewertung am 21.09.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Märchenhaft beginnt Pappel, das Debüt des Poetry Slammers Dalibor Marković. Am selben Tag, an dem Franz Kafka das Licht der Welt erblickt, rutscht in einem Wald der Samen einer Pappel in eine fruchtbare Erdspalte. Er keimt, sprießt und verwandelt sich in einen Baummenschen. Nahezu alterlos wird Pappel durch die bewegten Jahrzehnte zwischen 1883 und der Jetztzeit stolpern. Pappel ist ein Handlungsgetriebener, heiterer und intensiver Roman mit surrealen Momenten. Der Sound ist übermütig, charmant-naiv, abenteuerlich, philosophieren-leichtfüßig. Er passt sich den Geschehnissen und dem jeweiligen Zeitgeist an. Pappel überfällt eine Kutsche, die Kutsche von Kafka. Er erbeutet den Roman Die Verwandlung und eine Papprolle, in der die einzige Sprachaufnahme des zurückgezogenen Schriftstellers steckt. Pappel geht in die Stadt, verkauft Groschenromane, wird Drogenkurrier und Kartenabreißer im Kino. An der Umgebung und am sich verändernden Tonfall der Erzählung merken wir, wie die Zeit vorbeirast, während Pappel in unterschiedliche Rollen schlüpft. 1924 stirbt Kafka, eine Randnotiz, 1933 begegnet er Kafkas Verlobter Felice Bauer auf der Flucht nach Amerika vor den Nazis. Pappel ist gleich zweimal auf dem Schiff, in Gestalt des weltgewandten Konrad von Pappel Oberdeck und des schwatzenden Hilfsmatrosen Konrad Unterdeck. Die Sprachaufnahme von Kafka ist immer da, auch wenn er sie nicht immer hat. Forwind, Pappel findet sich wieder im Nachkriegsdeutschland, hereingeraten in eine terroristische Vereinigung, die sich rund um die charismatische Liane bildet. Forwind die Zeit rast immer mehr, Pappel taucht unter, führt ein langweiliges Leben, hat eine Phase als reicher Lebemann, als Obdachloser auch, stets seinen Kafkaschatz hütend. Doch ein junger Mann ist ihm auf den Fersen, ein pensionierter Polizist und die Witwe eines der Opfer der Anschläge.

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