Schwarzes Herz

Jasmina Kuhnke

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Beschreibung


Jasmina Kuhnke ist eine unüberhörbare Stimme im Kampf gegen Rassismus in diesem Land. In ihrem ersten Roman erzählt sie davon, was es mit einem macht, immer aufzufallen. Die Protagonistin ihres Buches, eine Schwarze Ich-Erzählerin, wächst am Rande des Ruhrgebiets auf, in den neunziger Jahren. Zu Hause wütet ein gewalttätiger Stiefvater, in der Schule gibt es wenig Unterstützung, dafür viel Ausgrenzung. Auf einem Kindergeburtstag steht beim Klingelstreich plötzlich ein Neonazi in der Tür. Die Protagonistin weiß, wie es ist, jeden Tag mit dem Schlimmsten zu rechnen, bis das Schlimmste zur Selbstverständlichkeit wird. Wo sich für andere Türen öffnen, schließen sie sich für die Ich-Erzählerin mehr und mehr, bis sie selbst davon überzeugt ist, dass sie der Welt nichts zu bieten hat. Sie gerät in eine gewalttätige Beziehung, zementiert die Abhängigkeit mit zwei Schwangerschaften. Erst als es schon fast zu spät ist, gelingt es ihr, sich und die Kinder zu befreien.

Kuhnkes Buch zeigt, wie Rassismus sich in die Seelen der betroffenen Menschen webt. Es wird niemanden so schnell loslassen, denn es tut weh.

Jasmina Kuhnke hat einen ziemlich guten, rauen, lauten Roman geschrieben (...) Ein Roman über tägliche Demütigungen, über Schmerz, Verachtung, Gewalt und Hass. Von der Sehnsucht, kein Opfer mehr zu sein.

Produktdetails

Verkaufsrang 4342
Einband Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 19.10.2021
Verlag Rowohlt
Seitenzahl 208
Maße (L/B/H) 20,8/13,1/2,2 cm
Gewicht 320 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-00254-1

Das meinen unsere Kund*innen

4.3

81 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

Das geht unter die Haut

Bewertung aus Bamberg am 18.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Absolut mitreißend, herzzerreißend, aufwühlend und genauso erschreckend realistisch! Jasmina Kuhnke hat mit ihrem Debütroman „Schwarzes Herz“ ein Buch herausgebracht, dass man gelesen haben muss. Es hält einem in nahezu jedem Satz vor Augen, wie grausam Menschen doch sein können. Auf knapp 200 Seiten behandelt die Autorin hauptsächlich die Themen Rassismus und Misogynie. Alles aus der Sicht einer namenlosen Ich-Erzählerin, die der Leser durch verschiedene Stadien und den damit verbundenen Schwierigkeiten, begleitet. Seien es die Ausgrenzung in der Schule, darauf folgende Schulwechsel, die erste Beziehung und und und. Später eine toxische Beziehung und damit verbundene Selbstzweifel und schwindendes Selbstbewusstsein. Letztendlich setzt sie damit ein Zeichen gegen Rassismus und verschafft sich Gehör. Ein durchweg gelungenes Buch, das man nur so verschlingt.

Das geht unter die Haut

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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Absolut mitreißend, herzzerreißend, aufwühlend und genauso erschreckend realistisch! Jasmina Kuhnke hat mit ihrem Debütroman „Schwarzes Herz“ ein Buch herausgebracht, dass man gelesen haben muss. Es hält einem in nahezu jedem Satz vor Augen, wie grausam Menschen doch sein können. Auf knapp 200 Seiten behandelt die Autorin hauptsächlich die Themen Rassismus und Misogynie. Alles aus der Sicht einer namenlosen Ich-Erzählerin, die der Leser durch verschiedene Stadien und den damit verbundenen Schwierigkeiten, begleitet. Seien es die Ausgrenzung in der Schule, darauf folgende Schulwechsel, die erste Beziehung und und und. Später eine toxische Beziehung und damit verbundene Selbstzweifel und schwindendes Selbstbewusstsein. Letztendlich setzt sie damit ein Zeichen gegen Rassismus und verschafft sich Gehör. Ein durchweg gelungenes Buch, das man nur so verschlingt.

Wütender Befreiungsschlag!

Der Medienblogger am 13.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wut. In Jasmina Kuhnkes Debütroman brodelt es vor überschäumender Wut: von offensivem und aggressivem Hass, sozialisierter und teils unterschwelliger Diskriminierung und verzweifeltem, schambesetztem Zorn. „Schwarzes Herz“ erzählt die Geschichte einer Ich-Protagonistin, die Opfer der rassistischen und patriarchalen Umstände ist, in denen wir leben. – Eine Rezension von Johannes Streb Rauer Ton wie ein Schlag ins Gesicht Die Autorin schreibt offen und direkt; schon die ersten Seiten, in denen Kuhnke ihren unbarmherzigen Ton klarstellt, wirken wie ein Schlag ins Gesicht. In angenehm unverschnörkeltem, parataktischem Erzählstil nimmt sie kein Blatt vor den Mund – und scheut sich nicht davor, ihre Leser*innen mit (noch immer) aktuellen sprachlichen Wirklichkeiten zu konfrontieren. „Schwarzes Herz“ lässt sich, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen. Die Sätze, die Kapitel, das ganze Buch ist recht kurz und lässt dem Lesepublikum bei all seiner inhaltlichen Härte nur wenig Luft zum Aufatmen. Die Triggerwarnung zu Beginn sollte daher gut studiert werden. Bericht rassistischer und sexistischer Gewalterfahrungen Im Zentrum des Romans steht eine namenlose Schwarze Protagonistin, die ihre rassistischen und sexistischen Gewalterfahrungen aus der Ich-Perspektive teilt. Ihre ganze Lebenskraft zieht sie aus ihrer Funktion aus Mutter; verzweifelt versucht sie, ihre Kinder vor der Wut und der Gewaltbereitschaft in ihrem Umfeld zu schützen. Dieses Motiv gibt ihr, auch wenn wir ihren Namen nie kennenlernen, eine immense Kraft als zentrale Figur. Gleichzeitig bekräftigt dieser Verfremdungseffekt der Namenlosigkeit die gesellschaftliche Omnipräsenz der Anfeindungen: Jede*m könnte das passieren, überall. Und es ist wichtig, dass darüber immer wieder gesprochen wird und werden kann – im politischen Sinne, aber auch im privaten Kreise. Kuhnke stellt eine verbitterte Vision der Isolation und unerwiderten Liebe dar, denn die Hauptfigur ist alleine mit ihren Problemen: keine*r hört ihren Schmerz, niemand würdigt die Kraft, die sie für ihre Kinder dennoch aufbringt, ihr fehlt es an Ansprechpartner*innen. Protagonistin mehr Objekt der Umstände als Subjekt Man wünschte sich, Kuhnke würde sich ein wenig mehr Zeit für subtile und persönliche Töne lassen: Oft wirkt das Buch mehr wie eine Bestandsaufnahme als eine szenische Erzählung. Einige ungelenke und nicht sofort ersichtliche Zeitsprünge in der Handlungschronologie sorgen für einen kurzen Verwirrungsmoment. Diese Distanz ist teils so groß, dass die Protagonistin entfremdet wirkt – andererseits zeigt sie ihre Position als von ihren Umständen gebeutelte Figur. Sie ist mehr Objekt als Subjekt, und bis auf ihre Liebe zu ihren Jüngsten wird sie in „Schwarzes Herz“ nicht zu viel mehr emotional befähigt, als die Ungerechtigkeiten zu ertragen. Befreiender Trotz gegen bestehende Machtgefälle Der Leistungssport stellt hier eine glaubwürdige Kompensationsmöglichkeit für sie dar, in denen sie sich über gesellschaftliche Unterdrückung, über fehlende Selbstwertgefühle und das manifestierte Gefühl, nicht dazu zu gehören, hinwegsetzen kann. Hier möchte sie jemand sein, unabhängig von ihrer Geschichte, ihrer Herkunft – und doch: allein. „Schwarzes Herz“ ist, wie eingangs schon erwähnt, ein wütendes Buch. Auf jeder Seite spürt man das Verlangen der Autorin, Klartext zu sprechen und bestehenden Machtgefällen zu trotzen: sei es das Patriarchat, seien es Rassist*innen, seien es Nazis und Skinheads. Wenn sich diese Frustration auf die Leser*innen überträgt, dann kann daraus eigene Handlungsbereitschaft erwachsen – eine große Qualität des Buchs. Das Schlussplädoyer kann vielen Betroffenen Kraft und Identifikationsmöglichkeiten bieten. Fazit „Schwarzes Herz“ rüttelt wach und tut weh – ein kraftvolles und wütendes Plädoyer.

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