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Hast du uns endlich gefunden

Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Stadt Fulda 2022

Buch (Gebundene Ausgabe)

24,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung


Das literarische Debüt von Edgar Selge: Ein Zwölfjähriger erzählt seine Geschichte zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik. Exemplarisch und radikal persönlich.

Eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen.

Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter am Esstisch führen. Aber er bleibt Zuschauer. Immer häufiger flüchtet er sich in die Welt der Phantasie.

Dieser Junge, den der Autor als fernen Bruder seiner selbst betrachtet, erzählt uns sein Leben und entdeckt dabei den eigenen Blick auf die Welt. Wenn sich der dreiundsiebzigjährige Edgar Selge gelegentlich selbst einschaltet, wird klar: Die Schatten der Kriegsgeneration reichen bis in die Gegenwart hinein.

Edgar Selges Erzählton ist atemlos, körperlich, risikoreich. Voller Witz und Musikalität. Ob Bach oder Beethoven, Schubert oder Dvořák, Marschmusik oder Gospel: Wie eine zweite Erzählung legt sich die Musik über die Geschichte und begleitet den unbeirrbaren Drang nach Freiheit.

Ein sensationelles literarisches Debüt... «Hast du uns endlich gefunden» würde als Roman einer deutschen Nachkriegsjugend durchgehen oder als Familienstudie eines Bildungsbürgertums mit Generationenbruch; oder als ein Buch über die Wiedererlangung des eigenen Kindheitsgefühls, wie es Annie Ernaux oder Didier Eribon geschrieben haben. Dahingehend ist Edgar Selge ein Hit gelungen: im Auflebenlassen einer unbestechlichen Kindheit. ("Der Standard")
In «Hast du uns endlich gefunden» schwingt alles mit: Verstehen und Begreifen. Liebe und Gewalt und die Einsamkeit eines Jungen, der ... sich seine eigenen Realitäten schafft... Ein großes Stück Literatur. ("WDR Fernsehen "Westart"")
Ein wunderbares Debüt, klug, emotional, bewegend und mit einem leisen Witz. ("NDR Kultur "Neue Bücher"")
Was für eine Geschichte, was für ein Buch... Ich bin Jahrgang 48 wie Edgar Selge... Aber ich würde dieses Buch unbedingt auch jenen empfehlen, die erst in diesem Jahrhundert geboren wurden. Und denen davor sowieso. ("Stern")
Ein wunderbarer Text über das Erwachsenwerden...völlig uneitel und von großer Wahrhaftigkeit: ein Künstlerroman, geschrieben aus der Sicht eines Kindes. ("Zeit Literaturbeilage")
Der Schauspieler als Schriftsteller: ein glänzend geschriebenes, humorvolles,
melancholisches Buch, das lange nachwirkt. ("NDR Kultur "Matinee"")
So unerbittlich klar und feinfühlig sind in deutscher Sprache die Freuden und Schmerzen der Kindheit seit Peter Weiss’ «Abschied von den Eltern» nicht mehr erzählt worden. Dieses Prosa-Debüt des großen Schauspielers Edgar Selge ist ein literarisches Ereignis. ("Der Tagesspiegel")
Ein großer Gewinn – man liest sich mitten ins Geschehen, weil das Erleben des Jungen so hautnah und bildhaft beschrieben ist. ("taz")

Details

Verkaufsrang

372

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2021

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

372

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.10.2021

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3,2 cm

Gewicht

391 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00122-3

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Melodie eines Lebens

Bewertung aus Krefeld am 09.05.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist 1960, der Zweite Weltkrieg ist noch gar nicht so lange her, der zwölfjährige Edgar lebt mit Eltern, den älteren zwei Brüdern Werner und Martin sowie dem jüngeren Andreas neben der Jugendstrafanstalt, in der sein Vater Gefängnisdirektor ist. Musik spielt in der Familie eine große Rolle, täglich wird musiziert und regelmäßig werden Hauskonzerte veranstaltet. Edgar ist ein neugieriges Kind, das aber trotzdem lieber für sich bleibt und in seiner Phantasiewelt lebt. Der vergangene Krieg wird ungerne thematisiert und falls doch, führt dies regelmäßig zu Streitgesprächen zwischen dem Vater und den älteren zwei Brüdern. Eine ungewöhnliche Erzählweise hat der Autor gewählt. Der zwölfjährige Edgar weicht manchmal dem älteren Mann, zu dem er herangewachsen ist, der sich darüber mokiert, aufgrund der Pandemie geschützt werden zu müssen. Dies geschieht fließend, manchmal mitten im Kapitel, ist aber nie verwirrend oder lässt mich im Unklaren zurück. Es ist, als ob Edgar mir seine Geschichte erzählt und jeden Gedanken, der ihn ereilt, sofort verfolgen und mir darlegen muss. Es sind raue Zeiten, die Erziehung hart und nicht immer kindergerecht. Dazu kommt, dass Edgar kein einfaches Kind ist, seltsam entrückt und eigensinnig ist er, lügt, stiehlt und sieht sich meistens im Recht. Natürlich rechtfertigt dies alles nicht, gezüchtigt zu werden. Es sind andere Zeiten, rau und ungerecht. „Ich will nicht zugeben, von jemandem geschlagen zu werden, den ich liebe. Und noch weniger will ich zugeben, dass seine Schläge meine Liebe nicht ausgelöscht haben. Ich will nicht einer sein, der den liebt, der ihn schlägt.“ (Seite 131) Edgar testet immer wieder seine Grenzen aus, als Kind bereits, aber auch immer noch als erwachsener Mann. Die Aufarbeitung der Vergangenheit seiner Eltern ist ihm wie ein Zwang, auch hier übertritt er Grenzen, ist sich dessen bewusst und bereut, um es das nächste Mal genauso zu machen. „Seine Angst geht mir nahe. Und ihre Pflichterfüllung, ihre nicht ausgelebte Wut über diese Pflichterfüllung, erschreckt mich so sehr, dass ich ihre Liebe ganz vergesse.“ (Seite 237) Was für ein wunderbares Buch, ganze Sätze wollte ich markieren, rausschreiben und behalten. Die Erzählweise ist so intensiv, so eindringlich, oft war es für mich sehr emotional und schwer auszuhalten, wenn es erzählt, dieses manchmal so undurchschaubare Kind. Edgar urteilt nicht, weder verurteilt, noch beurteilt er. Er erzählt und stellt fest, er spricht zum toten Vater, erklärt gedanklich etwas einem der Brüder, er reflektiert sein Verhalten und stellt sich so bloß. Dies ist dermaßen interessant und spannend, dass ich gerne weiter zugehört, dringend weitere Episoden erfahren hätte aus seinem Leben. Ich wäre für eine Fortsetzung bereit. Volle Punktzahl und eine Leseempfehlung gibt es dafür von mir.

Melodie eines Lebens

Bewertung aus Krefeld am 09.05.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist 1960, der Zweite Weltkrieg ist noch gar nicht so lange her, der zwölfjährige Edgar lebt mit Eltern, den älteren zwei Brüdern Werner und Martin sowie dem jüngeren Andreas neben der Jugendstrafanstalt, in der sein Vater Gefängnisdirektor ist. Musik spielt in der Familie eine große Rolle, täglich wird musiziert und regelmäßig werden Hauskonzerte veranstaltet. Edgar ist ein neugieriges Kind, das aber trotzdem lieber für sich bleibt und in seiner Phantasiewelt lebt. Der vergangene Krieg wird ungerne thematisiert und falls doch, führt dies regelmäßig zu Streitgesprächen zwischen dem Vater und den älteren zwei Brüdern. Eine ungewöhnliche Erzählweise hat der Autor gewählt. Der zwölfjährige Edgar weicht manchmal dem älteren Mann, zu dem er herangewachsen ist, der sich darüber mokiert, aufgrund der Pandemie geschützt werden zu müssen. Dies geschieht fließend, manchmal mitten im Kapitel, ist aber nie verwirrend oder lässt mich im Unklaren zurück. Es ist, als ob Edgar mir seine Geschichte erzählt und jeden Gedanken, der ihn ereilt, sofort verfolgen und mir darlegen muss. Es sind raue Zeiten, die Erziehung hart und nicht immer kindergerecht. Dazu kommt, dass Edgar kein einfaches Kind ist, seltsam entrückt und eigensinnig ist er, lügt, stiehlt und sieht sich meistens im Recht. Natürlich rechtfertigt dies alles nicht, gezüchtigt zu werden. Es sind andere Zeiten, rau und ungerecht. „Ich will nicht zugeben, von jemandem geschlagen zu werden, den ich liebe. Und noch weniger will ich zugeben, dass seine Schläge meine Liebe nicht ausgelöscht haben. Ich will nicht einer sein, der den liebt, der ihn schlägt.“ (Seite 131) Edgar testet immer wieder seine Grenzen aus, als Kind bereits, aber auch immer noch als erwachsener Mann. Die Aufarbeitung der Vergangenheit seiner Eltern ist ihm wie ein Zwang, auch hier übertritt er Grenzen, ist sich dessen bewusst und bereut, um es das nächste Mal genauso zu machen. „Seine Angst geht mir nahe. Und ihre Pflichterfüllung, ihre nicht ausgelebte Wut über diese Pflichterfüllung, erschreckt mich so sehr, dass ich ihre Liebe ganz vergesse.“ (Seite 237) Was für ein wunderbares Buch, ganze Sätze wollte ich markieren, rausschreiben und behalten. Die Erzählweise ist so intensiv, so eindringlich, oft war es für mich sehr emotional und schwer auszuhalten, wenn es erzählt, dieses manchmal so undurchschaubare Kind. Edgar urteilt nicht, weder verurteilt, noch beurteilt er. Er erzählt und stellt fest, er spricht zum toten Vater, erklärt gedanklich etwas einem der Brüder, er reflektiert sein Verhalten und stellt sich so bloß. Dies ist dermaßen interessant und spannend, dass ich gerne weiter zugehört, dringend weitere Episoden erfahren hätte aus seinem Leben. Ich wäre für eine Fortsetzung bereit. Volle Punktzahl und eine Leseempfehlung gibt es dafür von mir.

Aus den Tiefen einer Kinder-Seele

Bewertung aus Vaihingen am 25.02.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Mehrfachbegabung eines Edgar Selge ist faszinierend. Trotz bitterer Erfahrungen mit seinen Eltern und dem Tod zweier Brüder (real ?) eroberte er sich als Bühnen- und TV-Darsteller ein bewunderndes Publikum. Mit seinem Roman zeigt er darüber hinaus, was alles in ihm steckt: tiefe Traurigkeit, die immer wieder mit befreiendem Lachen und erstaunlicher Widerborstigkeit überwunden wird. Besonders faszinierend für Leser/innen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Aus den Tiefen einer Kinder-Seele

Bewertung aus Vaihingen am 25.02.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Mehrfachbegabung eines Edgar Selge ist faszinierend. Trotz bitterer Erfahrungen mit seinen Eltern und dem Tod zweier Brüder (real ?) eroberte er sich als Bühnen- und TV-Darsteller ein bewunderndes Publikum. Mit seinem Roman zeigt er darüber hinaus, was alles in ihm steckt: tiefe Traurigkeit, die immer wieder mit befreiendem Lachen und erstaunlicher Widerborstigkeit überwunden wird. Besonders faszinierend für Leser/innen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

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Yvette Petri

OSIANDER Schorndorf

Zum Portrait

5/5

Ein Buch wie eine Sammlung von Kurzgeschichten.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Edgar Selge, den man wohl eher aus dem Fernsehen und vom Theater kennt, hat mit „Hast du uns endlich gefunden“ sein literarisches Debüt vorgelegt. Und was für ein Leben! Selge erinnert sich an seine Kindheit und erzählt von ihr aus Sicht des 12-Jährigen, der in einem äußerst musikalischen und literarischen Elternhaus aufwuchs. Selges Art zu schreiben berührt tief, und seine Erlebnisse schockieren den Leser immer wieder aufs Neue. Sei es durch die Art und Weise, wie er seine Brüder verloren hat, wie er sich lügend und stehlend ein Stück vom Kuchen abschneidet oder seine gleichzeitige Angst und Liebe vor seinem übermächtigen Vater versucht zu erklären. Edgar Selge hatte als Kind von Nachkriegseltern kein einfaches Leben und doch ist der Ton humorvoll und eher leichtfüßig statt bedrückend. Ein wirklich beeindruckendes Buch.
5/5

Ein Buch wie eine Sammlung von Kurzgeschichten.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Edgar Selge, den man wohl eher aus dem Fernsehen und vom Theater kennt, hat mit „Hast du uns endlich gefunden“ sein literarisches Debüt vorgelegt. Und was für ein Leben! Selge erinnert sich an seine Kindheit und erzählt von ihr aus Sicht des 12-Jährigen, der in einem äußerst musikalischen und literarischen Elternhaus aufwuchs. Selges Art zu schreiben berührt tief, und seine Erlebnisse schockieren den Leser immer wieder aufs Neue. Sei es durch die Art und Weise, wie er seine Brüder verloren hat, wie er sich lügend und stehlend ein Stück vom Kuchen abschneidet oder seine gleichzeitige Angst und Liebe vor seinem übermächtigen Vater versucht zu erklären. Edgar Selge hatte als Kind von Nachkriegseltern kein einfaches Leben und doch ist der Ton humorvoll und eher leichtfüßig statt bedrückend. Ein wirklich beeindruckendes Buch.

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Susanne Markscheffel

OSIANDER Aalen

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4/5

Kindheit in den 60-er Jahren, atmosphärisch dicht in einer erfrischenden, wunderbar warmen Sprache.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kindheit um 1960 in Herford: Edgar wächst als zweitjüngster von fünf Brüdern im gutbürgerlichen Milieu auf. Sein Vater ist Gefängnisdirektor und ein begabter Pianist. Alle Familienmitglieder sind sehr musikalisch. Die Musik spielt eine große Rolle im Familienleben. Als Ich-Erzähler beschreibt Selge sehr eingängig die Stimmung seines Elternhauses. Der Leser hat das Gefühl mit am Tisch der Familie Selge zu sitzen, wo Edgars ältere Brüder teils hitzig politische Ereignisse diskutieren. Die Eltern versuchen den Krieg zu vergessen. Das Schicksal aber trifft die ganze Familie hart. Das Buch ist ein unvergessliches Leseerlebnis.
4/5

Kindheit in den 60-er Jahren, atmosphärisch dicht in einer erfrischenden, wunderbar warmen Sprache.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kindheit um 1960 in Herford: Edgar wächst als zweitjüngster von fünf Brüdern im gutbürgerlichen Milieu auf. Sein Vater ist Gefängnisdirektor und ein begabter Pianist. Alle Familienmitglieder sind sehr musikalisch. Die Musik spielt eine große Rolle im Familienleben. Als Ich-Erzähler beschreibt Selge sehr eingängig die Stimmung seines Elternhauses. Der Leser hat das Gefühl mit am Tisch der Familie Selge zu sitzen, wo Edgars ältere Brüder teils hitzig politische Ereignisse diskutieren. Die Eltern versuchen den Krieg zu vergessen. Das Schicksal aber trifft die ganze Familie hart. Das Buch ist ein unvergessliches Leseerlebnis.

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