Im Menschen muss alles herrlich sein

Ungekürzte Lesung mit Nina Petri u.a. (2 mp3-CDs)

Sasha Marianna Salzmann

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Artikelbild von Im Menschen muss alles herrlich sein
Sasha Marianna Salzmann

1. Im Menschen muss alles herrlich sein

Beschreibung

Lena, geboren 1967 in der Ukraine, lebt drei Jahrzehnte lang angepasst, aber unglücklich mit dem korrumpierten System in der Sowjetunion. Auf Druck ihres Mannes emigriert die Familie in den 90er- Jahren nach Deutschland. Heute wählt Lena die AfD – völlig unverständlich für ihre Tochter Edi, die zu dem Leben ihrer Mutter keinen Zugang findet. Sie selbst will Journalistin werden und die Welt sehen. Die Vergangenheit und das kulturelle Erbe ihrer Mutter sind ihr fremd – und doch muss sie Stellung beziehen. Ein Roman über unterschiedliche Welten und Zerwürfnisse in Generationen, und darüber, welcher Anstrengung es bedarf, diese zu überbrücken.

»Ein beeindruckendes Debüt.« Denis Scheck über »Außer sich«

Sasha Marianna Salzmann ist Theaterautor*in, Essayist*in und Dramaturg*in. Für ihre Theaterstücke, die international aufgeführt werden, hat sie verschiedene Preise erhalten, zuletzt den Kunstpreis Berlin 2020. Salzmanns Debutroman „Außer sich“ wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Er ist in sechzehn Sprachen übersetzt worden.

Nina Petri, geboren 1963, absolvierte ihre Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. 1988/1989 übernahm sie ihre erste Fernsehrolle in »Rote Erde«. Zahlreiche Fernsehproduktionen, z. B. mehrere »Tatort«-Episoden, auch viele Engagements an großen Theatern folgten. Nina Petri wurde für ihr Wirken mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Marina Frenk wurde 1986 in Moldawien geboren und lebt seit 1993 in Deutschland. Sie ist Schauspielerin und Musikerin, unter anderem am Schauspiel Köln, am Maxim Gorki Theater und am Schauspielhaus Bochum. 2016 erhielt sie zusammen mit Sibylle Berg den 65. Hörspielpreis der Kriegsblinden für »Und jetzt: die Welt!«. Ihr Hörspiel »Jenseits der Kastanien« wurde mit dem Europäischen CIVIS Radiopreis 2017 ausgezeichnet.

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Nina Petri, Marina Frenk
Spieldauer 713 Minuten
Erscheinungsdatum 17.09.2021
Verlag Der Audio Verlag
Anzahl 2
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783742421241

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Sasha Marianna Salzmann - Im Menschen muss alles herrlich sein

Miss.mesmerized am 12.09.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Lena wächst im ukrainischen Teil der Sowjetunion auf. Die Sommer darf sie bei der Großmutter in Sotschi verbringen, doch als sie zur Schule kommt, beginnt der Ernst des Lebens und die Eltern wissen, wie wichtig Leistung in der UDSSR ist. Das ganze Jahr über pauken, bevor dann das Pionier-Lager die langen Ferien füllt. Früh schon ist ihre Mutter krank, die Ärzte scheinen nicht helfen zu können, was bei der kleinen Lena den Wunsch nach einem Medizinstudium weckt. Doch gute Leistungen allein genügen nicht, das Land ist korrupt und ohne die richtigen Menschen und entsprechende Zahlungen sind auch Bestnoten nichts wert. Sie kann sich den Traum erfüllen, ist erfolgreich, doch als das Land zusammenbricht, steht sie vor dem nichts und muss mit ihrer Familie in der Ferne neu beginnen. Sasha Marianna Salzmanns Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ springt über Generationen und Grenzen, der rote Faden bildet die Sprachlosigkeit der Töchter und Mütter. So wie Lenas Mutter und Großmutter in der beengten Wohnung in Gorlowka in der Oblast Donezk nicht zu einander finden, die eine schwerkrank, die andere die Freiheit am Schwarzen Meer vermissend, sind es später Lena und ihre Tochter Edi, die einander nicht verstehen, ebenso wie Lenas Freundin Tatjana und deren Tochter Nina. Sie habe allen Vorstellungen und Vermutungen über die anderen, der Mangel an Kommunikation jedoch führt sie immer wieder aneinander vorbei statt zueinander hin. Dramaturgisch dreht sich die Geschichte im Kreis, beginnt in der Gegenwart in Deutschland, kehrt in Lenas sowjetische Kindheit zurück und nähert sich wieder an. Von Kindern mit großen Träumen, die ihre Realität jedoch nicht erfüllen kann, von Sprachlosigkeit in der Familie und dem Wunsch, sich in die Umwelt möglichst geräuschlos einzufügen, um nicht aufzufallen und dazuzugehören, was jedoch keiner der Frauenfiguren gelingt. Für mich fügen sich zwar die Teile zu einem Gesamtbild, aber Lenas Lebensgeschichte über die drei letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ist deutlich stärker als die nachfolgenden Handlungsteile. Sie wird als Charakter am greifbarsten, bekommt jedoch im Vergleich zu Edi, Tatjana und Nina auch den größten Raum, um sich zu entfalten. Es bleibt am Ende etwas Ratlosigkeit, wäre nicht mit der Flucht nach Deutschland schon der richtige Endpunkt gesetzt gewesen? Insbesondere Tatjanas Geschichte konnte mich kaum mehr erreichen, war auch zu wenig verbunden mit Lenas Vergangenheit, als dass sie für mich logische Handlungskonsequenz gewesen wäre. Die Autorin hat ein Händchen für Dramaturgie und kann begeisternd erzählen, wie auch ihr Roman „Außer sich“ empfinde ich den aktuellen jedoch etwas zu sperrig, alles andere als ein geschmeidiger Lesegenuss, was ihn jedoch auch wiederum interessant und zu einem würdigen Kandidaten für die Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises macht.

Sasha Marianna Salzmann - Im Menschen muss alles herrlich sein

Miss.mesmerized am 12.09.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Lena wächst im ukrainischen Teil der Sowjetunion auf. Die Sommer darf sie bei der Großmutter in Sotschi verbringen, doch als sie zur Schule kommt, beginnt der Ernst des Lebens und die Eltern wissen, wie wichtig Leistung in der UDSSR ist. Das ganze Jahr über pauken, bevor dann das Pionier-Lager die langen Ferien füllt. Früh schon ist ihre Mutter krank, die Ärzte scheinen nicht helfen zu können, was bei der kleinen Lena den Wunsch nach einem Medizinstudium weckt. Doch gute Leistungen allein genügen nicht, das Land ist korrupt und ohne die richtigen Menschen und entsprechende Zahlungen sind auch Bestnoten nichts wert. Sie kann sich den Traum erfüllen, ist erfolgreich, doch als das Land zusammenbricht, steht sie vor dem nichts und muss mit ihrer Familie in der Ferne neu beginnen. Sasha Marianna Salzmanns Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ springt über Generationen und Grenzen, der rote Faden bildet die Sprachlosigkeit der Töchter und Mütter. So wie Lenas Mutter und Großmutter in der beengten Wohnung in Gorlowka in der Oblast Donezk nicht zu einander finden, die eine schwerkrank, die andere die Freiheit am Schwarzen Meer vermissend, sind es später Lena und ihre Tochter Edi, die einander nicht verstehen, ebenso wie Lenas Freundin Tatjana und deren Tochter Nina. Sie habe allen Vorstellungen und Vermutungen über die anderen, der Mangel an Kommunikation jedoch führt sie immer wieder aneinander vorbei statt zueinander hin. Dramaturgisch dreht sich die Geschichte im Kreis, beginnt in der Gegenwart in Deutschland, kehrt in Lenas sowjetische Kindheit zurück und nähert sich wieder an. Von Kindern mit großen Träumen, die ihre Realität jedoch nicht erfüllen kann, von Sprachlosigkeit in der Familie und dem Wunsch, sich in die Umwelt möglichst geräuschlos einzufügen, um nicht aufzufallen und dazuzugehören, was jedoch keiner der Frauenfiguren gelingt. Für mich fügen sich zwar die Teile zu einem Gesamtbild, aber Lenas Lebensgeschichte über die drei letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ist deutlich stärker als die nachfolgenden Handlungsteile. Sie wird als Charakter am greifbarsten, bekommt jedoch im Vergleich zu Edi, Tatjana und Nina auch den größten Raum, um sich zu entfalten. Es bleibt am Ende etwas Ratlosigkeit, wäre nicht mit der Flucht nach Deutschland schon der richtige Endpunkt gesetzt gewesen? Insbesondere Tatjanas Geschichte konnte mich kaum mehr erreichen, war auch zu wenig verbunden mit Lenas Vergangenheit, als dass sie für mich logische Handlungskonsequenz gewesen wäre. Die Autorin hat ein Händchen für Dramaturgie und kann begeisternd erzählen, wie auch ihr Roman „Außer sich“ empfinde ich den aktuellen jedoch etwas zu sperrig, alles andere als ein geschmeidiger Lesegenuss, was ihn jedoch auch wiederum interessant und zu einem würdigen Kandidaten für die Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises macht.

Von der Sowjetunion nach Jena

Bewertung aus Lemwerder am 11.09.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Dramaturgin und Autorin Sasha Marianna Salzmann wurde in der Sowjetunion geboren. In dem Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ zeichnet sie mit gutem Stil, ein Bild von ihrer Protagonistin Lena. Sie erzählt von der Korruption des Regimes. Nur durch Bestechung kann man studieren. Lena übersiedelt mit Mann und Tochter 2017 nach Deutschland. Dann wird Lena schon 50 Jahre alt. Dazwischen erfährt man nicht viel, erst ihre Tochter Edi erinnert sich Die Charaktere der Figuren sind besonders vielseitig und direkt entwickelt. Die Autorin bringt die Emotionen gut zur Geltung. Sie hat diese Geschichte spannend geschrieben. Der Roman ist gut durchdacht und ist ein guter Anwärter für den Deutschen Buchpreis.

Von der Sowjetunion nach Jena

Bewertung aus Lemwerder am 11.09.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Dramaturgin und Autorin Sasha Marianna Salzmann wurde in der Sowjetunion geboren. In dem Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ zeichnet sie mit gutem Stil, ein Bild von ihrer Protagonistin Lena. Sie erzählt von der Korruption des Regimes. Nur durch Bestechung kann man studieren. Lena übersiedelt mit Mann und Tochter 2017 nach Deutschland. Dann wird Lena schon 50 Jahre alt. Dazwischen erfährt man nicht viel, erst ihre Tochter Edi erinnert sich Die Charaktere der Figuren sind besonders vielseitig und direkt entwickelt. Die Autorin bringt die Emotionen gut zur Geltung. Sie hat diese Geschichte spannend geschrieben. Der Roman ist gut durchdacht und ist ein guter Anwärter für den Deutschen Buchpreis.

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