Blaue Frau

Roman

Antje Rávik Strubel

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Beschreibung

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2021

Adina wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf und sehnte sich schon als Kind in die Ferne. Mit ihr greift Antje Rávik Strubel eine Figur aus ihrem frühen Roman »Unter Schnee« wieder auf. Nun ist Adina 20 Jahre alt und lernt bei einem Sprachkurs in Berlin die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Unsichtbar gemacht von einem sexuellen Übergriff, den keiner ernst nimmt, strandet Adina nach einer Irrfahrt in Helsinki. Im Hotel, in dem sie schwarzarbeitet, begegnet sie dem estnischen Professor Leonides, Abgeordneter der EU, der sich in sie verliebt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil. 

»Blaue Frau« erzählt aufwühlend von den ungleichen Voraussetzungen der Liebe, den Abgründen Europas und davon, wie wir das Ungeheuerliche zur Normalität machen.

Produktdetails

Verkaufsrang 800
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 11.08.2021
Verlag Fischer E-Books
Seitenzahl 432 (Printausgabe)
Dateigröße 1256 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783104914480

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"Gesetze (...) sind wie die Menschen, die sie machen. Und Menschen (...) sind löchrig." (311)

Miri am 07.01.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Um es gleich vorwegzunehmen, dieses Buch hat den Deutschen Buchpreis auf jeden Fall verdient. Die Geschichte der jungen Frau Adina steht stellvertretend für das Schicksal vieler jungen Frauen, denen Schritt für Schritt, ohne dass sie es verhindern können (da die Gesellschaft es ja als normal hinstellt, die sexualisierte Gewalt als sicheres Verbrechen gelten lässt), ihr Recht auf den eigenen Körper verlieren. Fast verzweifelt Adina an der Politik und der Gesellschaft, und sogar an sich selbst, bis sie sich entscheidet und "sich das Wasser zum Vorbild" (57) nimmt, da das Wasser immer durchkommt, egal welche Hindernisse es auch vor sich hat, (vgl. 57). Das Buch ist voll mit aktuellen Themen und politischen Ereignissen, die das Europa wie wir es heutzutage kennen, geformt haben. Im Mittelpunkt steht die Bevorteilung der Männer und die seelische Verletzung der Protagonistin, die nach einem traumatischen Erlebnis von Deutschland nach Finnland flieht. Das Schicksal ist aber unerbittlich und so holt sie ihre Vergangenheit ausgerechnet dann nach, wenn sie sich schon langsam in Sicherheit wiegt. Zentral bleibt: Kampf einer Frau in einer männlich dominierter Gesellschaft, Kampf um den eigenen Körper. Im Groß und Ganzen hat mir das Buch viel gegeben und die Geschichte hat mich gefesselt, ABER das Buch als Ganzes war nicht so richtig meins. Ich habe mich stellenweise gequält und auch wenn ich ein Riesenfan der Zeitdehnung der erzählten Zeit bin, da man sich dadurch so richtig in die Szene hineinversetzen kann, war es hier schon manchmal störend. Die Rückblendend in den Rückblenden haben mich manchmal verzweifeln lassen. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Allerdings nur für die, die sich Zeit nehmen können/wollen, die ein wenig anspruchsvollere Literatur (philosophische Züge in der Hinsicht auf die "rote Frau" und auch sprachlich) mit einigen Zeitdehnungsmomenten schätzen können und für alle die, die in den geschichtlichen Ereignissen rund um Europa/Russland Interesse haben.

"Gesetze (...) sind wie die Menschen, die sie machen. Und Menschen (...) sind löchrig." (311)

Miri am 07.01.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Um es gleich vorwegzunehmen, dieses Buch hat den Deutschen Buchpreis auf jeden Fall verdient. Die Geschichte der jungen Frau Adina steht stellvertretend für das Schicksal vieler jungen Frauen, denen Schritt für Schritt, ohne dass sie es verhindern können (da die Gesellschaft es ja als normal hinstellt, die sexualisierte Gewalt als sicheres Verbrechen gelten lässt), ihr Recht auf den eigenen Körper verlieren. Fast verzweifelt Adina an der Politik und der Gesellschaft, und sogar an sich selbst, bis sie sich entscheidet und "sich das Wasser zum Vorbild" (57) nimmt, da das Wasser immer durchkommt, egal welche Hindernisse es auch vor sich hat, (vgl. 57). Das Buch ist voll mit aktuellen Themen und politischen Ereignissen, die das Europa wie wir es heutzutage kennen, geformt haben. Im Mittelpunkt steht die Bevorteilung der Männer und die seelische Verletzung der Protagonistin, die nach einem traumatischen Erlebnis von Deutschland nach Finnland flieht. Das Schicksal ist aber unerbittlich und so holt sie ihre Vergangenheit ausgerechnet dann nach, wenn sie sich schon langsam in Sicherheit wiegt. Zentral bleibt: Kampf einer Frau in einer männlich dominierter Gesellschaft, Kampf um den eigenen Körper. Im Groß und Ganzen hat mir das Buch viel gegeben und die Geschichte hat mich gefesselt, ABER das Buch als Ganzes war nicht so richtig meins. Ich habe mich stellenweise gequält und auch wenn ich ein Riesenfan der Zeitdehnung der erzählten Zeit bin, da man sich dadurch so richtig in die Szene hineinversetzen kann, war es hier schon manchmal störend. Die Rückblendend in den Rückblenden haben mich manchmal verzweifeln lassen. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Allerdings nur für die, die sich Zeit nehmen können/wollen, die ein wenig anspruchsvollere Literatur (philosophische Züge in der Hinsicht auf die "rote Frau" und auch sprachlich) mit einigen Zeitdehnungsmomenten schätzen können und für alle die, die in den geschichtlichen Ereignissen rund um Europa/Russland Interesse haben.

Ein vielschichtiger Roman

Barbara T. aus Hagen am 27.12.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Adina wächst in einem kleinen Ort im tschechischen Riesengebirge auf. Sie träumt von einem Leben in einer fremden, besseren Welt. Als junge Frau reist sie nach Deutschland. Sie wohnt zuerst in Berlin, wo sie Deutsch lernen und fremde Sprachen studieren will. In Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Als Adina dort sexuell missbraucht wurde, flieht sie nach Finnland. In Helsinki lernt sie den estnischen Professor Leonides kennen, der als Abgeordneter der EU für die Menschenrechte kämpft. Sie verlieben sich ineinander, aber ihre Liebesaffäre ist kurz. Denn Adina befindet sich innerlich immer noch auf der Flucht vor ihrer tragischen Vergangenheit. In dem Buch „Blaue Frau“ begleiten wir die junge Adina aus Tschechien auf ihrem Weg in die bessere Zukunft in West Europa. Alle Träume des sprachbegabten Mädchens zerplatzen, als sie als Praktikantin in einem neu gebauten Kulturhaus sexuell missbraucht wurde. Da der Täter ein politisch einflussreicher Mann ist, wurde Adina mit ihren Anschuldigungen nicht ernst genommen. Auch die Flucht nach Helsinki, die Stadt der Menschenrechte, bringt Adina, die inzwischen als Sala ihr Leben fortführt, nicht weiter. Unter der Last der Vergangenheit zerbricht Salas Beziehung mit Leonides, der sich ausgerechnet für die Menschenrechte einsetzt. Der Roman ist aber nicht nur eine Geschichte des sexuellen Missbrauchs und der Traumabewältigung. „Blaue Frau“ ist auch ein politischer Roman, der sich sowohl mit dem heutigen Europa, wie auch mit ihrer jüngsten Geschichte und deren Auswirkungen auf das gegenwärtige europäische Zusammenleben befasst. Viele von diesen Themen wurden aus osteuropäischer Sicht betrachtet. Die zweite Handlungsebene des Romans besteht aus Begegnungen der blauen Frau mit der Erzählerin der Geschichte über Adina. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb, vertrauen einander und sprechen über das Geschichtenerzählen. Diese Teile des Buches sind sehr poetisch. Obwohl der Roman kein Pageturner ist, ist er wärmstens zu empfehlen. Denn die Geschichte macht auf die Ereignisse in unserem persönlichen Umfeld aufmerksam und schärft den Blick auf das, was sehr oft „gerne übersehen“ wurde. Der Roman „Blaue Frau“ erhielt den Deutschen Buchpreis 2021.

Ein vielschichtiger Roman

Barbara T. aus Hagen am 27.12.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Adina wächst in einem kleinen Ort im tschechischen Riesengebirge auf. Sie träumt von einem Leben in einer fremden, besseren Welt. Als junge Frau reist sie nach Deutschland. Sie wohnt zuerst in Berlin, wo sie Deutsch lernen und fremde Sprachen studieren will. In Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Als Adina dort sexuell missbraucht wurde, flieht sie nach Finnland. In Helsinki lernt sie den estnischen Professor Leonides kennen, der als Abgeordneter der EU für die Menschenrechte kämpft. Sie verlieben sich ineinander, aber ihre Liebesaffäre ist kurz. Denn Adina befindet sich innerlich immer noch auf der Flucht vor ihrer tragischen Vergangenheit. In dem Buch „Blaue Frau“ begleiten wir die junge Adina aus Tschechien auf ihrem Weg in die bessere Zukunft in West Europa. Alle Träume des sprachbegabten Mädchens zerplatzen, als sie als Praktikantin in einem neu gebauten Kulturhaus sexuell missbraucht wurde. Da der Täter ein politisch einflussreicher Mann ist, wurde Adina mit ihren Anschuldigungen nicht ernst genommen. Auch die Flucht nach Helsinki, die Stadt der Menschenrechte, bringt Adina, die inzwischen als Sala ihr Leben fortführt, nicht weiter. Unter der Last der Vergangenheit zerbricht Salas Beziehung mit Leonides, der sich ausgerechnet für die Menschenrechte einsetzt. Der Roman ist aber nicht nur eine Geschichte des sexuellen Missbrauchs und der Traumabewältigung. „Blaue Frau“ ist auch ein politischer Roman, der sich sowohl mit dem heutigen Europa, wie auch mit ihrer jüngsten Geschichte und deren Auswirkungen auf das gegenwärtige europäische Zusammenleben befasst. Viele von diesen Themen wurden aus osteuropäischer Sicht betrachtet. Die zweite Handlungsebene des Romans besteht aus Begegnungen der blauen Frau mit der Erzählerin der Geschichte über Adina. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb, vertrauen einander und sprechen über das Geschichtenerzählen. Diese Teile des Buches sind sehr poetisch. Obwohl der Roman kein Pageturner ist, ist er wärmstens zu empfehlen. Denn die Geschichte macht auf die Ereignisse in unserem persönlichen Umfeld aufmerksam und schärft den Blick auf das, was sehr oft „gerne übersehen“ wurde. Der Roman „Blaue Frau“ erhielt den Deutschen Buchpreis 2021.

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