Produktbild: "Null"

"Null" Roman

3

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2021

Verlag

Luftschacht

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/2 cm

Gewicht

313 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Andreas Donat

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903081-90-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2021

Verlag

Luftschacht

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,8/12,8/2 cm

Gewicht

313 g

Farbe

Schwarz / Mauve

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Andreas Donat

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903081-90-1

Herstelleradresse

Luftschacht Verlag
Malzgasse 12/2
1020 Wien
AT

Kundinnen und Kunden meinen

3 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Wow. Was für eine Geschichte, destruktiv und fordernd.

MarieOn am 17.01.2024

Bewertungsnummer: 2110655

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die sechzehn jährige, namenlose Ich-Erzählerin steht vor dem Spiegel und betrachtet sich, stellt fest, dass sie auf die Bühne muss, einen Preis gewinnen muss. Ihr Papa ist in Oslo, jedes zweite Wochenede besucht er sie. Er wird immer ihr Held sein. Sie will mit nach Oslo, das Kaff hier erdrückt sie, hier sieht sie keiner. Und weil ihr so langweilig ist, trinkt sie Wodka, raucht Bong und ritzt sich die Arme auf. Als sie tatsächlich, endlich nach Oslo zieht, fängt sie in einem Altenheim an, aber sie kommt mit der Scheiße und dem Sterben der Alten nicht klar. Dann versucht sie es in einem Kindergarten, aber da möchte sie auch gefüttert und gehalten werden. In einem hippen Klamottenladen schreibt man ihr vor, was sie anziehen soll, sie fühlt sich verkleidet. Ihrer Chefin ist sie zu zugeknöpft. Jetzt lebt sie von Sozialgeld und Tabletten, die nicht helfen. Ihre Therapeutin hat ein paar Kurse Kognitive Gesprächtherapie gemacht. Sie sieht ihr nicht in die Augen und lässt sich von ihr zum Stottern bringen. Ein folgender Aufenthalt, in der “Geschlossenen”, nimmt sie aus der Welt. Sie bekommt zahlreiche Medikamente, die sie sabbern und verwaschen sprechen lassen. Erst mit der Spritze sind die Gedanken weg. Null. Sie wird wieder in die Gesellschaft eingegliedert und verpasst die nächste Inkektion: Ich fange wieder an zu denken. Ich denke die ganze Zeit. Die Gedanken rasen. Es ist wie ein Rausch. Ich bin berauscht von der Sonne. Berauscht von der Nacht. Berauscht von den Menschen auf der Straße. Noch nie hat es mir so viel bedeutet, am Leben zu sein. Jeden Tag verliebe ich mich in neue Menschen. Folge ihnen. S. 80 Fazit: Wow! Dieses Buch ist sehr besonders, destruktiv und fordernd. Es erinnert entfernt an März von Heinar Kipphardt. Für mich ist es das Psychogramm einer hochfrequenten BorderlinerIn, die absolut enthemmt ihren Alltag stemmt und versucht, dabei den größtmöglichen Spaß zu empfinden. Sie ist für ihre Mitmenschen, vor allem die männlichen, so besonders wie anstrengend. Es ist erschrecken aber auch faszinierend, wie sie sich frei jeden Gedankens an Konsequenzen, in ihr Leben stürzt und sich vor sich her peitscht. Es entsteht eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Der Schreibstil besteht aus kurzen Sätzen, die Tempo und Lesefluss erhöhen. Wer sich in das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen hineinversetzen möchte, der/die bis in die Grundfesten erschüttert ist und einen ehrlichen Blick, in die geschlossene Psychiatrie werfen möchte, der/die wird in diesem Buch fündig.

Wow. Was für eine Geschichte, destruktiv und fordernd.

MarieOn am 17.01.2024
Bewertungsnummer: 2110655
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die sechzehn jährige, namenlose Ich-Erzählerin steht vor dem Spiegel und betrachtet sich, stellt fest, dass sie auf die Bühne muss, einen Preis gewinnen muss. Ihr Papa ist in Oslo, jedes zweite Wochenede besucht er sie. Er wird immer ihr Held sein. Sie will mit nach Oslo, das Kaff hier erdrückt sie, hier sieht sie keiner. Und weil ihr so langweilig ist, trinkt sie Wodka, raucht Bong und ritzt sich die Arme auf. Als sie tatsächlich, endlich nach Oslo zieht, fängt sie in einem Altenheim an, aber sie kommt mit der Scheiße und dem Sterben der Alten nicht klar. Dann versucht sie es in einem Kindergarten, aber da möchte sie auch gefüttert und gehalten werden. In einem hippen Klamottenladen schreibt man ihr vor, was sie anziehen soll, sie fühlt sich verkleidet. Ihrer Chefin ist sie zu zugeknöpft. Jetzt lebt sie von Sozialgeld und Tabletten, die nicht helfen. Ihre Therapeutin hat ein paar Kurse Kognitive Gesprächtherapie gemacht. Sie sieht ihr nicht in die Augen und lässt sich von ihr zum Stottern bringen. Ein folgender Aufenthalt, in der “Geschlossenen”, nimmt sie aus der Welt. Sie bekommt zahlreiche Medikamente, die sie sabbern und verwaschen sprechen lassen. Erst mit der Spritze sind die Gedanken weg. Null. Sie wird wieder in die Gesellschaft eingegliedert und verpasst die nächste Inkektion: Ich fange wieder an zu denken. Ich denke die ganze Zeit. Die Gedanken rasen. Es ist wie ein Rausch. Ich bin berauscht von der Sonne. Berauscht von der Nacht. Berauscht von den Menschen auf der Straße. Noch nie hat es mir so viel bedeutet, am Leben zu sein. Jeden Tag verliebe ich mich in neue Menschen. Folge ihnen. S. 80 Fazit: Wow! Dieses Buch ist sehr besonders, destruktiv und fordernd. Es erinnert entfernt an März von Heinar Kipphardt. Für mich ist es das Psychogramm einer hochfrequenten BorderlinerIn, die absolut enthemmt ihren Alltag stemmt und versucht, dabei den größtmöglichen Spaß zu empfinden. Sie ist für ihre Mitmenschen, vor allem die männlichen, so besonders wie anstrengend. Es ist erschrecken aber auch faszinierend, wie sie sich frei jeden Gedankens an Konsequenzen, in ihr Leben stürzt und sich vor sich her peitscht. Es entsteht eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Der Schreibstil besteht aus kurzen Sätzen, die Tempo und Lesefluss erhöhen. Wer sich in das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen hineinversetzen möchte, der/die bis in die Grundfesten erschüttert ist und einen ehrlichen Blick, in die geschlossene Psychiatrie werfen möchte, der/die wird in diesem Buch fündig.

Meine Meinung und Inhalt "Ich…

flowers.books am 16.02.2022

Bewertungsnummer: 2762457

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Meinung und Inhalt "Ich bin zehn Jahre alt. Ich absorbiere alles. Ich habe keine Filter. .... Ich weine nachts und fühle, dass ich ganz allein bin und niemand mich retten kann. … Ich begreife, dass das Konzept Zuhause niemals existiert hat….“ (ZITAT) Was für ein Buch. Es fesselt. Schockiert. Hat mich innehalten lassen. Zugegeben, die Lektüre schmerzt. Keine Wohlfühllektüre, eher ein Mitleiden des Höllentrips, dem inneren Kampf, auf dem sich die Protagonistin befindet. Es nimmt mit. Es ist laut, anders und besonders. Lässt mich nur so über die Zeilen fliegen. Der Schreibstil ist eigen. Manchmal bestehen ganze Abschnitte nur aus einzelnen Wörtern. Mich konnte die Autorin von ihrem Werk überzeugen und begeistern. Sie wächst auf dem Land auf, ihre Eltern leben getrennt. Sie hat fünf Jungen geküsst. Sie will einen Preis gewinnen. Sie will Schauspielerin oder Popstar werden. Sie ist sich selbst überlassen, denkt beinahe jeden Tag an den Tod, weiß ihre erwachende Sexualität, ihre Aggression, ihre Gefühle nicht in Bahnen zu lenken, die ihr erlauben würden, Teil der Gesellschaft zu sein. Ihre ungebändigte Energie nimmt immer mehr die Züge von Verzweiflung, Selbsthass und Selbstzerstörung an. "Ich will keine Hilfe. Ich bin gerne am Boden. Ich ertrinke in meinem Egoismus. Das ist wundervoll." (ZITAT) Enttäuschungen in ihren Jobs, Extremsituationen in ihren Beziehungen, ein konstantes Sich-Selbst-Infragestellen, zusammen mit einem Cocktail von Drogen, Sex und einer sehr eigenen Form von Rebellion, bringen die junge Frau vorübergehend in eine psychiatrische Anstalt, wo sie mit Medikamenten ruhiggestellt wird. Der Erfolg der Psychopharmaka stellt sich ein: Ich habe keine Gedanken im Kopf/ Keine Gedanken/ Null. "Ich bin entlassen worden. Ich gehe nach Hause, um mit meinem Leben anzufangen. Es fühlt sich an, als wäre mein Leben vorbei." (ZITAT) Was passiert in einem Ich, das keine Grenzen kennt, das der Welt gegenüber vollkommen offen ist? Die junge Frau in Null ist gewillt, bis zum Äußersten zu gehen, auf ihrer Suche nach einer eigenen Identität. Gine Cornelia Pedersens Debütroman wurde in Norwegen begeistert aufgenommen. Er ist eine lebensbejahende und poetisch-explosive Tirade darüber, verletzlich zu sein, froh, verzweifelt, grenzenlos und voller Hoffnung. "Wenn ich bei Eva bin, dann ist es in mir drinnen viel ordentlicher. Es gibt keine ungebetenen Gäste." (ZITAT) GINE CORNELIA PEDERSEN, *1986 in Oslo geboren. Für ihren von der Kritik gefeierten ersten Roman Null erhielt sie 2013 den Tarjei Vesaas Debutantpris. Sie studierte Schauspiel an der Kunsthøgskolen in Oslo und und ist als Schauspielerin und Autorin tätig.

Meine Meinung und Inhalt "Ich…

flowers.books am 16.02.2022
Bewertungsnummer: 2762457
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Meinung und Inhalt "Ich bin zehn Jahre alt. Ich absorbiere alles. Ich habe keine Filter. .... Ich weine nachts und fühle, dass ich ganz allein bin und niemand mich retten kann. … Ich begreife, dass das Konzept Zuhause niemals existiert hat….“ (ZITAT) Was für ein Buch. Es fesselt. Schockiert. Hat mich innehalten lassen. Zugegeben, die Lektüre schmerzt. Keine Wohlfühllektüre, eher ein Mitleiden des Höllentrips, dem inneren Kampf, auf dem sich die Protagonistin befindet. Es nimmt mit. Es ist laut, anders und besonders. Lässt mich nur so über die Zeilen fliegen. Der Schreibstil ist eigen. Manchmal bestehen ganze Abschnitte nur aus einzelnen Wörtern. Mich konnte die Autorin von ihrem Werk überzeugen und begeistern. Sie wächst auf dem Land auf, ihre Eltern leben getrennt. Sie hat fünf Jungen geküsst. Sie will einen Preis gewinnen. Sie will Schauspielerin oder Popstar werden. Sie ist sich selbst überlassen, denkt beinahe jeden Tag an den Tod, weiß ihre erwachende Sexualität, ihre Aggression, ihre Gefühle nicht in Bahnen zu lenken, die ihr erlauben würden, Teil der Gesellschaft zu sein. Ihre ungebändigte Energie nimmt immer mehr die Züge von Verzweiflung, Selbsthass und Selbstzerstörung an. "Ich will keine Hilfe. Ich bin gerne am Boden. Ich ertrinke in meinem Egoismus. Das ist wundervoll." (ZITAT) Enttäuschungen in ihren Jobs, Extremsituationen in ihren Beziehungen, ein konstantes Sich-Selbst-Infragestellen, zusammen mit einem Cocktail von Drogen, Sex und einer sehr eigenen Form von Rebellion, bringen die junge Frau vorübergehend in eine psychiatrische Anstalt, wo sie mit Medikamenten ruhiggestellt wird. Der Erfolg der Psychopharmaka stellt sich ein: Ich habe keine Gedanken im Kopf/ Keine Gedanken/ Null. "Ich bin entlassen worden. Ich gehe nach Hause, um mit meinem Leben anzufangen. Es fühlt sich an, als wäre mein Leben vorbei." (ZITAT) Was passiert in einem Ich, das keine Grenzen kennt, das der Welt gegenüber vollkommen offen ist? Die junge Frau in Null ist gewillt, bis zum Äußersten zu gehen, auf ihrer Suche nach einer eigenen Identität. Gine Cornelia Pedersens Debütroman wurde in Norwegen begeistert aufgenommen. Er ist eine lebensbejahende und poetisch-explosive Tirade darüber, verletzlich zu sein, froh, verzweifelt, grenzenlos und voller Hoffnung. "Wenn ich bei Eva bin, dann ist es in mir drinnen viel ordentlicher. Es gibt keine ungebetenen Gäste." (ZITAT) GINE CORNELIA PEDERSEN, *1986 in Oslo geboren. Für ihren von der Kritik gefeierten ersten Roman Null erhielt sie 2013 den Tarjei Vesaas Debutantpris. Sie studierte Schauspiel an der Kunsthøgskolen in Oslo und und ist als Schauspielerin und Autorin tätig.

Kundinnen und Kunden meinen

"Null"

von Gine Cornelia Pedersen

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: "Null"