Das Talent

Roman

John Grisham

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Beschreibung

Das 17jährige Basketballtalent Samuel Sooleyman stammt aus dem Südsudan, einem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land. Eines Tages erhält er die Chance seines Lebens: Mit einem nationalen Jugendteam darf er in die USA reisen und an einem Showturnier teilnehmen. Talentscouts werden auf ihn aufmerksam, doch dann erhält er schreckliche Nachrichten von daheim. Sein Dorf wurde überfallen, seine Familie ist auf der Flucht. Nur wenn er den Erfolg in Amerika erzwingt, kann er sie retten.

»Kein Justizthriller, aber wieder voller Menschlichkeit. … Grisham wird von Roman zu Roman immer mehr zum Freund.«

Produktdetails

Verkaufsrang 210
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 09.11.2021
Verlag Heyne
Seitenzahl 400
Maße (L/B/H) 22/15/3,9 cm
Gewicht 584 g
Originaltitel Sooley
Übersetzer Imke Walsh-Araya
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27375-7

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Schneller Reichtum für einen Jungen aus Sudan

Bewertung aus Attenhofen am 08.12.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der 17jährige Samuel Sooleyman liebt Basketball. In seinem Dorf in Südsudan gibt es zwar kein besonderes Spielfeld und auch keinen Verein, doch das hält ihn nicht davon ab unermüdlich zu üben. Samuel fällt nicht nur wegen seiner Größe auf. Er hat Talent. Darum wird er, zusammen mit einigen anderen jungen Männern, ausgewählt, um für einige Wochen in den Vereinigten Staaten zu spielen. Im Vergleich zu den anderen Spielern ist sein Spiel eher durchschnittlich, doch er scheint Potential zu haben. Darum bekommt er ein Stipendium und darf in den Staaten bleiben. Doch dann erhält er eine erschütternde Nachricht. Sein Dorf in Sudan wurde überfallen. Alles wurde zerstört. Sein Vater und seine Schwester sind vermisst. Nach einiger Zeit wird der Tod seines Vaters bestätigt, seine Schwester fehlt nach wie vor. Samuel erfährt, dass seine Mutter und zwei Brüder es mit vielen Mühen ins Nachbarland Uganda geschafft haben. Dort darben sie in einem überfüllten Flüchtlingslager. Samuel, der inzwischen den Spitznamen Sooley bekommen hat, hat schreckliche Sehnsucht nach seiner Familie. Doch er weiß, dass er ihnen am ehesten helfen kann, indem er bleibt und ein erfolgreicher Basketballspieler wird. Er trainiert verbissen, und schließlich scheint er sein Ziel erreicht zu haben. Doch wie wird ein Junge, der bisher nur Armut gekannt hat, mit den Verlockungen des Reichtums zurechtkommen? Für Grisham-Fans ist dieses Buch eher eine Enttäuschung. Leser werden natürlich nicht einen Justizthriller erwarten, das macht schon die Beschreibung deutlich. Doch die Mischung aus Sport und Fluchtgeschichte überzeugt nicht. Die Idee ist ausgezeichnet, doch die Ausführung lässt zu wünschen übrig. Der Unterschied zwischen dem Lebensstandard in Sudan und Amerika wird gut wiedergegeben. So wundert sich zum Beispiel Sooley wie leicht er als Student Geld verdienen kann, um seine Familie zu unterstützen. Aber diese interessante Gegenüberstellung zwischen dem Westen und Afrika nimmt im Buch nicht viel Raum ein. Auch die Beschreibungen vom Leben in einem bürgerkriegsgeschüttelten Land hätte noch ausgeführt werden können. Doch statt mehr über diese Aspekte der Geschichte zu schreiben, füllt der sportbegeisterte Autor viele Seiten mit ausführlichen Beschreibungen von Basketballspielen. Diese Passagen klingen wie der rasche Redefluss eines Sportmoderators. Wer sich mit Basketball und der Terminologie des Spiels nicht auskennt, wird diesen Beschreibungen kaum folgen können. Auch in diesem Grisham-Buch gibt es mehrere liebenswerte Nebencharaktere, wie Sooleys Freund, dessen Mutter und sein Trainer. Es macht Spaß von diesen guten Menschen zu lesen, die sich aufopfernd für andere einsetzen. Doch die Charakterbeschreibungen bleiben oberflächlich. Das Ende ist dramatisch und unerwartet, und lässt den Leser nachdenklich zurück. Es wird deutlich, wie verrückt die hohen Zahlungen sind, die erfolgreiche Spieler bekommen. An dieser Stelle überzeugt Grisham. Es ist interessant und nachvollziehbar, wie Sooley sich mit seinem plötzlichen Reichtum verändert. Fazit: An diesem Buch werden vor allem Sportfans ihre Freude haben, denn die langen Spielbeschreibungen werden vermutlich andere Leser langweilen. Die Idee der Geschichte ist ausgezeichnet und zum Teil gut ausgeführt, doch es gibt bessere Bücher dieses beliebten Autors.

Schneller Reichtum für einen Jungen aus Sudan

Bewertung aus Attenhofen am 08.12.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Der 17jährige Samuel Sooleyman liebt Basketball. In seinem Dorf in Südsudan gibt es zwar kein besonderes Spielfeld und auch keinen Verein, doch das hält ihn nicht davon ab unermüdlich zu üben. Samuel fällt nicht nur wegen seiner Größe auf. Er hat Talent. Darum wird er, zusammen mit einigen anderen jungen Männern, ausgewählt, um für einige Wochen in den Vereinigten Staaten zu spielen. Im Vergleich zu den anderen Spielern ist sein Spiel eher durchschnittlich, doch er scheint Potential zu haben. Darum bekommt er ein Stipendium und darf in den Staaten bleiben. Doch dann erhält er eine erschütternde Nachricht. Sein Dorf in Sudan wurde überfallen. Alles wurde zerstört. Sein Vater und seine Schwester sind vermisst. Nach einiger Zeit wird der Tod seines Vaters bestätigt, seine Schwester fehlt nach wie vor. Samuel erfährt, dass seine Mutter und zwei Brüder es mit vielen Mühen ins Nachbarland Uganda geschafft haben. Dort darben sie in einem überfüllten Flüchtlingslager. Samuel, der inzwischen den Spitznamen Sooley bekommen hat, hat schreckliche Sehnsucht nach seiner Familie. Doch er weiß, dass er ihnen am ehesten helfen kann, indem er bleibt und ein erfolgreicher Basketballspieler wird. Er trainiert verbissen, und schließlich scheint er sein Ziel erreicht zu haben. Doch wie wird ein Junge, der bisher nur Armut gekannt hat, mit den Verlockungen des Reichtums zurechtkommen? Für Grisham-Fans ist dieses Buch eher eine Enttäuschung. Leser werden natürlich nicht einen Justizthriller erwarten, das macht schon die Beschreibung deutlich. Doch die Mischung aus Sport und Fluchtgeschichte überzeugt nicht. Die Idee ist ausgezeichnet, doch die Ausführung lässt zu wünschen übrig. Der Unterschied zwischen dem Lebensstandard in Sudan und Amerika wird gut wiedergegeben. So wundert sich zum Beispiel Sooley wie leicht er als Student Geld verdienen kann, um seine Familie zu unterstützen. Aber diese interessante Gegenüberstellung zwischen dem Westen und Afrika nimmt im Buch nicht viel Raum ein. Auch die Beschreibungen vom Leben in einem bürgerkriegsgeschüttelten Land hätte noch ausgeführt werden können. Doch statt mehr über diese Aspekte der Geschichte zu schreiben, füllt der sportbegeisterte Autor viele Seiten mit ausführlichen Beschreibungen von Basketballspielen. Diese Passagen klingen wie der rasche Redefluss eines Sportmoderators. Wer sich mit Basketball und der Terminologie des Spiels nicht auskennt, wird diesen Beschreibungen kaum folgen können. Auch in diesem Grisham-Buch gibt es mehrere liebenswerte Nebencharaktere, wie Sooleys Freund, dessen Mutter und sein Trainer. Es macht Spaß von diesen guten Menschen zu lesen, die sich aufopfernd für andere einsetzen. Doch die Charakterbeschreibungen bleiben oberflächlich. Das Ende ist dramatisch und unerwartet, und lässt den Leser nachdenklich zurück. Es wird deutlich, wie verrückt die hohen Zahlungen sind, die erfolgreiche Spieler bekommen. An dieser Stelle überzeugt Grisham. Es ist interessant und nachvollziehbar, wie Sooley sich mit seinem plötzlichen Reichtum verändert. Fazit: An diesem Buch werden vor allem Sportfans ihre Freude haben, denn die langen Spielbeschreibungen werden vermutlich andere Leser langweilen. Die Idee der Geschichte ist ausgezeichnet und zum Teil gut ausgeführt, doch es gibt bessere Bücher dieses beliebten Autors.

Auch Autoren brauchen hin und wieder Abwechslung

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 29.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Wie so viele Amerikaner hat John Grisham eine besondere Beziehung zum Sport. Football, Baseball und Basketball sind die drei Sportarten, denen in den Vereinigten Staaten das Interesse der Öffentlichkeit gilt, und er versucht sich als Heranwachsender in allen dreien, allerdings mit mäßigem Erfolg. Bis zum College spielt er aktiv Baseball, trainiert später seinen Sohn und lässt auf seinem Grundstück sechs Spielfelder errichten, die 26 Teams der Little League als Trainingsgelände dienen. Für eine Profi-Karriere hat es Grisham glücklicherweise nicht gereicht, denn sonst würde er uns sicher nicht mit seinen regelmäßig erscheinenden Justizthrillern unterhalten. Aber auch ein Autor braucht in der Themenwahl manchmal Abwechslung, und so unternimmt er ab und an einen Ausflug in die Welt des Sports. Bisher gibt es aus seiner Feder den Baseball-Roman „Home Run“ sowie die beiden Football-Romane „Touchdown“ und „Der Coach“, alle drei sehr realitätsnah und empfehlenswert für Leser*innen, die sich für diese Sportarten interessieren. Nun also „Das Talent“, ein Roman aus dem Basketball-Milieu, der den Werdegang des fiktiven südsudanesischen Basketball-Spielers Samuel „Sooley“ Sooleyman beschreibt, der seinen Traum von der Profi-Laufbahn in die Realität umzusetzen möchte. Und dafür gibt er alles, verlässt seine Familie und seine Heimat. Unterstützt wird er dabei von einem Talentscout, der ihn motiviert, unterstützt, an ihn glaubt, und ihn trotz mäßiger Leistung zu einem Show-Turnier mit in die USA nimmt, bei dem die Talentsucher der Colleges auf der Tribüne sitzen. Während seine Karriere Fahrt aufnimmt, erreichen ihn schlimme Nachrichten aus dem Sudan. Sein Heimatdorf wurde überfallen und niedergebrannt, seine Familie ist auf der Flucht Richtung Uganda. Jetzt kann nur noch ein Wunder helfen, und Sooley hat es in der Hand. Er muss einen ordentlichen Batzen Geld verdienen, damit er sie in die USA holen kann. Um Freunde an diesem Roman zu haben, sollte man schon ein gewisses Maß an Kenntnis und Interesse für Basketball mitbringen, denn Grisham verwendet zum einen immer wieder Fachbegriffe, zum anderen kommentiert er die Spiele im knappen Stil eines Sportreporters. Ansonsten liefert er genau das, was wir auch von seinen Thrillern gewohnt sind: kurze Kapitel, gute Charakterisierungen, eine ordentliche Portion Drama und ein Ende, das zu Herzen geht. Dazu jede Menge Hintergrundinformationen zur politischen Lage im Sudan. Ein Roman, der von der Liebe des Autors zu diesem Sport zeugt und das ideale Geschenk für alle ist, die eine Affinität für Basketball haben.

Auch Autoren brauchen hin und wieder Abwechslung

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 29.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Wie so viele Amerikaner hat John Grisham eine besondere Beziehung zum Sport. Football, Baseball und Basketball sind die drei Sportarten, denen in den Vereinigten Staaten das Interesse der Öffentlichkeit gilt, und er versucht sich als Heranwachsender in allen dreien, allerdings mit mäßigem Erfolg. Bis zum College spielt er aktiv Baseball, trainiert später seinen Sohn und lässt auf seinem Grundstück sechs Spielfelder errichten, die 26 Teams der Little League als Trainingsgelände dienen. Für eine Profi-Karriere hat es Grisham glücklicherweise nicht gereicht, denn sonst würde er uns sicher nicht mit seinen regelmäßig erscheinenden Justizthrillern unterhalten. Aber auch ein Autor braucht in der Themenwahl manchmal Abwechslung, und so unternimmt er ab und an einen Ausflug in die Welt des Sports. Bisher gibt es aus seiner Feder den Baseball-Roman „Home Run“ sowie die beiden Football-Romane „Touchdown“ und „Der Coach“, alle drei sehr realitätsnah und empfehlenswert für Leser*innen, die sich für diese Sportarten interessieren. Nun also „Das Talent“, ein Roman aus dem Basketball-Milieu, der den Werdegang des fiktiven südsudanesischen Basketball-Spielers Samuel „Sooley“ Sooleyman beschreibt, der seinen Traum von der Profi-Laufbahn in die Realität umzusetzen möchte. Und dafür gibt er alles, verlässt seine Familie und seine Heimat. Unterstützt wird er dabei von einem Talentscout, der ihn motiviert, unterstützt, an ihn glaubt, und ihn trotz mäßiger Leistung zu einem Show-Turnier mit in die USA nimmt, bei dem die Talentsucher der Colleges auf der Tribüne sitzen. Während seine Karriere Fahrt aufnimmt, erreichen ihn schlimme Nachrichten aus dem Sudan. Sein Heimatdorf wurde überfallen und niedergebrannt, seine Familie ist auf der Flucht Richtung Uganda. Jetzt kann nur noch ein Wunder helfen, und Sooley hat es in der Hand. Er muss einen ordentlichen Batzen Geld verdienen, damit er sie in die USA holen kann. Um Freunde an diesem Roman zu haben, sollte man schon ein gewisses Maß an Kenntnis und Interesse für Basketball mitbringen, denn Grisham verwendet zum einen immer wieder Fachbegriffe, zum anderen kommentiert er die Spiele im knappen Stil eines Sportreporters. Ansonsten liefert er genau das, was wir auch von seinen Thrillern gewohnt sind: kurze Kapitel, gute Charakterisierungen, eine ordentliche Portion Drama und ein Ende, das zu Herzen geht. Dazu jede Menge Hintergrundinformationen zur politischen Lage im Sudan. Ein Roman, der von der Liebe des Autors zu diesem Sport zeugt und das ideale Geschenk für alle ist, die eine Affinität für Basketball haben.

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