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Fandom-Trilogie Band 1

The Stories we write

Buch (Taschenbuch)

14,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung


Ein hinreißend komischer, sensibler und emotionaler Liebesroman rund um die Themen Fankultur und Body Positivity

Charmant, eitel und einfach gestrickt. So kennt die Öffentlichkeit Marcus Caster-Rupp, den Star der weltweiten Hitserie Gods of the Gates. Niemand ahnt, dass er privat mit seiner Legasthenie kämpft – und der Tatsache, dass er die Entwicklung der Serie hasst. Seinen Frust schreibt er sich anonym auf einem Fan-Fiction-Forum von der Seele. Doch sollte das irgendjemand herausfinden, ist er in Hollywood erledigt.

April Whittier ist ein Hardcore-Gods-of-the-Gates-Fan, schreibt Fan-Fiction und kreiert eigene Kostüme zu der Show. Bisher hat sie das nie jemandem erzählt, aber sie will sich nicht mehr verstecken. Und so postet sie ein Foto von sich in einem Kostüm auf Twitter. Nur leider lassen die Trolle nicht lange auf sich warten, und es hagelt bösartige Kommentare wegen Aprils Plus-Size-Figur.

Doch dann geschieht das Unglaubliche. Marcus Caster-Rupp schaltet sich ein, verteidigt sie und lädt sie auf ein Date ein. DER Marcus Caster-Rupp. Und ihr Date hat ungeahnte Folgen …



Band 1 der Fandom-Trilogie.  

«Diese kluge, originelle Liebesgeschichte ist nuanciert, unerschrocken und zutiefst romantisch.» Publishers Weekly  

«Das Buch jongliert gekonnt mit popkulturellen Anspielungen und Metatext.» New York Times  

«Liebe, Geheimnisse und Stars – dieser Roman wird Ihr Herz im Sturm erobern.» CNN.com

Details

Verkaufsrang

3193

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.05.2022

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/4,2 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

3193

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.05.2022

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/4,2 cm

Gewicht

512 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Spoiler Alert

Übersetzer

Ulrike Gerstner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00938-9

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Ein großartiges und ehrliches Buch

Bewertung aus Düsseldorf am 08.05.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bevor ich etwas zum Buch sage, möchte ich betonen, dass ich eine SEHR kritische Leserin bin, die sehr selten 5 Sterne vergibt - aber dieses Buch hat es verdient und ich erläutere gleich auch warum. Außerdem war dies kein Rezensionsexemplar o.ä., alles, was ich schreibe, ist meine eigene Meinung. Also lets go! ENDLICH gibt es ein Buch mit einer stark übergewichtigen Protagonistin - denn mal ganz ehrlich? Ich lese seit knapp 20 Jahren Bücher und ich hatte nur ein einziges Mal ein Buch mit einer Prota, die "etwas mehr als der Durchschnitt" wog, bei weitem aber nicht stark übergewichtig war. Warum das so ist? Ganz klar, weil unsere Gesellschaft sich nicht für dicke Menschen interessiert. In unserer Gesellschaft denkt man, dass dicke Menschen nicht hübsch sein können, was absolut falsch ist. Man wird als weniger wert angesehen, man wird auf offener Straße von Fremden beleidigt bzw. erniedrigt, wird im Unterricht oder auch in Bewerbungsverfahren ausgegrenzt - aufgrund des Gewichts. Woher ich das weiß? Ihr habt richtig geraten, ich bin selbst übergewichtig und habe seit frühester Kindheit mit den Vorurteilen zu kämpfen - genauso wie unsere Protagonistin April. Sie ist um Welten selbstbewusster als ich, denn ich habe keine gesunde Beziehung zu meinem Körper mehr, da mir mein Leben lang eingeredet wurde, ich müsste mich dafür schämen. April gibt sich die meiste Zeit taff, steht zu ihrer Persönlichkeit und ihrem Körper und wow, ziehe ich meinen Hut vor dieser Protagonistin! Sie ist ein absolutes Vorbild für mich. Aber auch Aprils Selbstbewusstsein ist angeknackst - wird sie doch immer wieder im privaten Umfeld und in der Öffentlichkeit kritisiert und niedergemacht. Aber lässt sie sich davon unterkriegen? NEIN und das feiere ich so sehr.! Dieses Buch sollte eigentlich jeder Mensch mal gelesen haben, denn dann würden vielleicht einige verstehen, dass ihre "doch gar nicht so schlimmen" Aussagen und Verhaltensweisen toxisch für andere Menschen sind. So wie auch in diesem Buch gibt es Personen, die es "nur gut meinen" und einen damit immer und immer wieder verletzen. Dieses Buch zeigt einfach auf ehrliche und grandiose Weise auf, was in unserer Gesellschaft falsch läuft. Keiner reflektiert sich selbst oder die eigene Verhaltensweise, stattdessen stellt man sich selbst über Menschen, die man als weniger wert betrachtet. Das Buch geht auch auf Trolle im Internet ein, die wir wohl alle kennen - und nichts, was in diesem Buch steht, ist realitätsfern. Ganz im Gegenteil. Marcus ist ein Charakter, der sich als tiefgründiger entpuppt hat, als ich es angenommen hätte. Man gewinnt ihn recht schnell lieb, nicht aus Mitleid, sondern weil er einen hammermäßigen Charakter hat und immer mehr zu sich selbst steht. Was mich am meisten bei den beiden Charakteren beeindruckt hat, war, wie sie so stark danach gestrebt haben, den anderen zu verstehen. Marcus verstand einmal eine Reaktion von April nicht richtig, was er auch nicht konnte, da sie ihm ihre Probleme in der Vergangenheit verschwiegen hatte. April verstand nicht, was alles für Marcus auf dem Spiel stand und tat es eher ab. Aber beide haben nicht aufgegeben - sie haben ihre Reaktionen hinterfragt und herauskam? Kommunikation ist das aller wichtigste. Ich fand es toll, wie die beiden sich durch ihre Beziehung als Menschen weiterentwickelt haben, denn oftmals bildet man sich nur allzu schnell ein Urteil über eine Sache oder tut sie ab, ohne je in derselben Situation gewesen zu sein, um sie richtig einordnen und bewerten zu können. Marcus lernt zu verstehen, was Fatshaming wirklich ist und ich liebe es, wie er mit April umgegangen ist. Er ist einfach ein durch und durch toller Protagonist. Was gesagt werden muss - das Buch enthält viele erotische Szenen/Momente, die ganz am Ende fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber hey, auch hier gilt - leben und leben lassen. Wenn die Protagonisten darauf stehen, warum nicht? Warum sollte ich mir darüber ein Urteil bilden? Will ICH dafür verurteilt werden? Nein. Ich finde dieses Buch macht einem so viel bewusst - wie es als dicke Person in unserer Gesellschaft ist, wie man an sich selbst arbeiten soll und muss, um den anderen zu verstehen, wie es für Schauspieler ist, die an Verträge gebunden sind. Es werden so einige Probleme angesprochen und jedes wurde gut ausgearbeitet. Die Charaktere machen eine gesunde Entwicklung durch, auf die man stolz ist. Ich kann es wirklich nur empfehlen, bin mir aber bewusst, dass das Buch in Deutschland wahrscheinlich nicht so viel Anerkennung erlangen wird wie in den USA. Was einfach nur traurig ist... Mich hat es gefesselt, ich wollte die ganze Zeit weiterlesen und bin der Autorin unheimlich dankbar für diese Geschichte. <3 Triggerwarnung: toxische Eltern, Fatshaming

Ein großartiges und ehrliches Buch

Bewertung aus Düsseldorf am 08.05.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bevor ich etwas zum Buch sage, möchte ich betonen, dass ich eine SEHR kritische Leserin bin, die sehr selten 5 Sterne vergibt - aber dieses Buch hat es verdient und ich erläutere gleich auch warum. Außerdem war dies kein Rezensionsexemplar o.ä., alles, was ich schreibe, ist meine eigene Meinung. Also lets go! ENDLICH gibt es ein Buch mit einer stark übergewichtigen Protagonistin - denn mal ganz ehrlich? Ich lese seit knapp 20 Jahren Bücher und ich hatte nur ein einziges Mal ein Buch mit einer Prota, die "etwas mehr als der Durchschnitt" wog, bei weitem aber nicht stark übergewichtig war. Warum das so ist? Ganz klar, weil unsere Gesellschaft sich nicht für dicke Menschen interessiert. In unserer Gesellschaft denkt man, dass dicke Menschen nicht hübsch sein können, was absolut falsch ist. Man wird als weniger wert angesehen, man wird auf offener Straße von Fremden beleidigt bzw. erniedrigt, wird im Unterricht oder auch in Bewerbungsverfahren ausgegrenzt - aufgrund des Gewichts. Woher ich das weiß? Ihr habt richtig geraten, ich bin selbst übergewichtig und habe seit frühester Kindheit mit den Vorurteilen zu kämpfen - genauso wie unsere Protagonistin April. Sie ist um Welten selbstbewusster als ich, denn ich habe keine gesunde Beziehung zu meinem Körper mehr, da mir mein Leben lang eingeredet wurde, ich müsste mich dafür schämen. April gibt sich die meiste Zeit taff, steht zu ihrer Persönlichkeit und ihrem Körper und wow, ziehe ich meinen Hut vor dieser Protagonistin! Sie ist ein absolutes Vorbild für mich. Aber auch Aprils Selbstbewusstsein ist angeknackst - wird sie doch immer wieder im privaten Umfeld und in der Öffentlichkeit kritisiert und niedergemacht. Aber lässt sie sich davon unterkriegen? NEIN und das feiere ich so sehr.! Dieses Buch sollte eigentlich jeder Mensch mal gelesen haben, denn dann würden vielleicht einige verstehen, dass ihre "doch gar nicht so schlimmen" Aussagen und Verhaltensweisen toxisch für andere Menschen sind. So wie auch in diesem Buch gibt es Personen, die es "nur gut meinen" und einen damit immer und immer wieder verletzen. Dieses Buch zeigt einfach auf ehrliche und grandiose Weise auf, was in unserer Gesellschaft falsch läuft. Keiner reflektiert sich selbst oder die eigene Verhaltensweise, stattdessen stellt man sich selbst über Menschen, die man als weniger wert betrachtet. Das Buch geht auch auf Trolle im Internet ein, die wir wohl alle kennen - und nichts, was in diesem Buch steht, ist realitätsfern. Ganz im Gegenteil. Marcus ist ein Charakter, der sich als tiefgründiger entpuppt hat, als ich es angenommen hätte. Man gewinnt ihn recht schnell lieb, nicht aus Mitleid, sondern weil er einen hammermäßigen Charakter hat und immer mehr zu sich selbst steht. Was mich am meisten bei den beiden Charakteren beeindruckt hat, war, wie sie so stark danach gestrebt haben, den anderen zu verstehen. Marcus verstand einmal eine Reaktion von April nicht richtig, was er auch nicht konnte, da sie ihm ihre Probleme in der Vergangenheit verschwiegen hatte. April verstand nicht, was alles für Marcus auf dem Spiel stand und tat es eher ab. Aber beide haben nicht aufgegeben - sie haben ihre Reaktionen hinterfragt und herauskam? Kommunikation ist das aller wichtigste. Ich fand es toll, wie die beiden sich durch ihre Beziehung als Menschen weiterentwickelt haben, denn oftmals bildet man sich nur allzu schnell ein Urteil über eine Sache oder tut sie ab, ohne je in derselben Situation gewesen zu sein, um sie richtig einordnen und bewerten zu können. Marcus lernt zu verstehen, was Fatshaming wirklich ist und ich liebe es, wie er mit April umgegangen ist. Er ist einfach ein durch und durch toller Protagonist. Was gesagt werden muss - das Buch enthält viele erotische Szenen/Momente, die ganz am Ende fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber hey, auch hier gilt - leben und leben lassen. Wenn die Protagonisten darauf stehen, warum nicht? Warum sollte ich mir darüber ein Urteil bilden? Will ICH dafür verurteilt werden? Nein. Ich finde dieses Buch macht einem so viel bewusst - wie es als dicke Person in unserer Gesellschaft ist, wie man an sich selbst arbeiten soll und muss, um den anderen zu verstehen, wie es für Schauspieler ist, die an Verträge gebunden sind. Es werden so einige Probleme angesprochen und jedes wurde gut ausgearbeitet. Die Charaktere machen eine gesunde Entwicklung durch, auf die man stolz ist. Ich kann es wirklich nur empfehlen, bin mir aber bewusst, dass das Buch in Deutschland wahrscheinlich nicht so viel Anerkennung erlangen wird wie in den USA. Was einfach nur traurig ist... Mich hat es gefesselt, ich wollte die ganze Zeit weiterlesen und bin der Autorin unheimlich dankbar für diese Geschichte. <3 Triggerwarnung: toxische Eltern, Fatshaming

Viel mehr erwartet …

Bewertung am 13.05.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Schon bei der Ankündigung des Verlags auf der Homepage habe ich mich total auf das Buch gefreut und mir deshalb direkt das ebook vorbestellt, weil ich nicht aufs Taschenbuch warten wollte. Der Einstieg in die Story gelang leicht, auch wenn ich nicht der größte Fan des Erzählstils bin. Bis zum Date war es dann eigentlich auch ganz spannend, aber dann fiel die Story und auch meine Sympathie für April rapide ab. Sie war viel zu engstirnig und hat von den Menschen in ihrem Umfeld erwartet, dass sie Verständnis für sie haben müssen, obwohl sie ihnen oft keine Chance gegeben hat, sich zu beweisen oder ihnen gar irgendwas erklärt hat. Weder ihren Arbeitskollegen, auch nicht ihrer Mutter und Marcus schon gar nicht. April schien oft der Meinung zu sein, dass nur sie diejenige ist, die mit irgendwas kämpft und hat nur äußerst selten und wenn dann auch nur sehr kurz über ihren Tellerrand geschaut. Ach, der hat ein Sixpack. Der kann keine Probleme haben. Was für eine toxische Darstellung! Marcus steckt sie auch furchtbar schnell in eine Schublade und versucht im Großteil des Buchs gar nicht erst, ihn zu verstehen. Nein, sie ist sich wegen einer Kleinigkeit gleich sicher, dass er wie alle andern ist, denen sie zuvor im Leben begegnet ist, rauscht ab wie eine Diva und lässt ihn in einer Szene nicht mal ausreden. Ein nicht besonders erwachsenes Verhalten für eine 39 Jahre alte Frau. Erst ganz am Schluss kommt eine Art Umdenken, aber das war für mich dann auch viel zu plötzlich und definitiv zu spät. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass April regelrecht glorifiziert wird, bzw. sich selbst glorifiziert. Alles, was sie anfasst, wird sofort zu Gold. Sie schneidert ein Kostüm, das sofort für Aufsehen sorgt, obwohl sie selbst behauptet, nicht nähen zu können und nicht einmal eine Nähmaschine besitzt. Dann ist sie mehr oder weniger ein Star in ihrem Fan-Fiction-Forum, wird von den Leuten dort um Rat gefragt und kurzerhand sogar als Moderatorin für eine Convention engagiert, wo sie die Superstars ihrer Serie interviewen darf, ungeachtet dessen, dass sie keinerlei Erfahrung hat und das nur wegen eines Twitter-Posts??? Ernsthaft? Alles dreht sich immer nur um sie und sie scheint kaum in der Lage sein, mal an jemand anders als sich selbst und ihr Gewicht zu denken, das ihr ja angeblich nichts ausmacht. Also ich wage mal zu behaupten, dass sich das widerspricht, denn wenn es ihr so egal wäre, wie sie sagt, würde sie nicht ständig darum kreisen. Es geht immer nur um IHR Aussehen und um IHRE Gefühle. Dass andere vielleicht auch mit ihrem Aussehen hadern oder Sorgen und Probleme haben scheint ihr überhaupt nicht einzufallen. Marcus hingegen war ein fast schon zu lieber Charakter, der für meinen Geschmack ein wenig zu verständnisvoll und weichgespült war. Doch je länger ich las, umso öfter wollte ich ihn anschreien, dass er doch bitte endlich das Weite suchen soll. Und das hat nichts mit Aprils Gewicht, sondern einzig mit ihrem Charakter und ihrer permanenten Ich-Bezogenheit zu tun. April versucht so gut wie gar nicht, ihn in ihre Gefühls- und Gedankenwelt zu lassen. Nein, stattdessen soll Marcus Gedankenlesen können, was darin gipfelt, dass sie ihm trotz einer mehrwöchigen Beziehung nichts von dem Verhältnis zu ihren Eltern erzählt (dem Leser übrigens auch fast gar nicht) und dann aber erwartet, dass Marcus sich "richtig verhält". Sie wirft ihn einfach ins kalte Wasser, statt die mehrstündige Autofahrt zu nutzen, um ihm zu sagen, was sie braucht und will oder was ihn in ihrem Elternhaus, speziell bei ihrem Vater erwartet, nur um dann eine Szene zu machen, weil er eben nicht getan hat, was sie wollte. Woher sollte er das bitte wissen? Hätte er es riechen sollen? Denn gesagt hat April ihm natürlich rein gar nichts. Sie war ja zu beschäftigt, an der Heizung und dem Radio herumzuspielen. April wird das gesamte Buch über sehr viel Selbstbewusstsein gegeben, doch dann ist sie im Gegenzug nicht in de Lage, jemandem ihre (wichtigen) Bedürfnisse mitzuteilen? Das war für mich einfach nicht schlüssig, nicht „rund“. Dass sie im Anschluss an diese Szene mal hinterfragt, warum Marcus getan hat, was er getan hat, fällt April gar nicht ein. Sie sieht nur das Schlechte, sieht sich im Recht (Was auch sonst? Sie ist schließlich April) und verhält sich wieder mal wie ein Diva, die ich in dieser Situation am liebsten angeschrien oder geschüttelt hätte. Wahlweise hätte ich sie auch gern aus dem Auto geworfen, um allein mit Marcus weiterzufahren. Da ich selbst Übergewicht habe, konnte ich mich eigentlich gut in Aprils „Grundproblem“ hineinversetzen. Ich finde auch die Idee, die im Kern des Buchs steckt, nicht schlecht, die Umsetzung gefiel mir allerdings überhaupt nicht. Dafür war es zu eindimensional gedacht. Denn Bodyshaming gibt es schließlich nicht nur bei Frauen, weswegen ich es schade finde, dass man Marcus nicht auch etwas mehr Freiheit zugestanden hat. Ja, sein Körper mag sein Kapital sein, aber da er während des Zeitraums, in dem die Geschichte erzählt wird, weder einen aktuellen Dreh hat noch irgendwelche Castings anstehen, hätte auch er vielleicht einen Bauchansatz bekommen können. Das wäre meiner Meinung dann nur irgendwie gerecht gewesen, aber Marcus bleibt der muskulöse Typ, mit einem geschätzten Körperfettanteil von weniger als zehn Prozent, dessen Sixpack stets präsent ist. Auf der einen Seite soll vermittelt werden, dass Plus-Size okay ist, aber der Protagonist muss den Körper wie Barbies Ken haben? Sorry, aber wenn man das Thema Bodyshaming schon aufs Parkett bringen will, dann könnte man das auch konsequent durchziehen und nicht nur auf die weiblichen Charaktere beschränken. Da im Auftaktband schon die Protagonisten des zweiten Bandes vorkommen, schätze ich mal, dass sich die Konstellation Plus-Size-Frau/Male-Model mit Six-Pack durch die gesamte Serie ziehen werden. Vielleicht werde ich mir mal die Leseprobe vom zweiten Band ansehen. Wenn dort die Protagonistin allerdings ähnlich glorifiziert wird wie April, bin ich raus. 2 Sterne wegen Marcus und des vielversprechenden Beginns. Ich kann diesen Band leider NICHT empfehlen.

Viel mehr erwartet …

Bewertung am 13.05.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Schon bei der Ankündigung des Verlags auf der Homepage habe ich mich total auf das Buch gefreut und mir deshalb direkt das ebook vorbestellt, weil ich nicht aufs Taschenbuch warten wollte. Der Einstieg in die Story gelang leicht, auch wenn ich nicht der größte Fan des Erzählstils bin. Bis zum Date war es dann eigentlich auch ganz spannend, aber dann fiel die Story und auch meine Sympathie für April rapide ab. Sie war viel zu engstirnig und hat von den Menschen in ihrem Umfeld erwartet, dass sie Verständnis für sie haben müssen, obwohl sie ihnen oft keine Chance gegeben hat, sich zu beweisen oder ihnen gar irgendwas erklärt hat. Weder ihren Arbeitskollegen, auch nicht ihrer Mutter und Marcus schon gar nicht. April schien oft der Meinung zu sein, dass nur sie diejenige ist, die mit irgendwas kämpft und hat nur äußerst selten und wenn dann auch nur sehr kurz über ihren Tellerrand geschaut. Ach, der hat ein Sixpack. Der kann keine Probleme haben. Was für eine toxische Darstellung! Marcus steckt sie auch furchtbar schnell in eine Schublade und versucht im Großteil des Buchs gar nicht erst, ihn zu verstehen. Nein, sie ist sich wegen einer Kleinigkeit gleich sicher, dass er wie alle andern ist, denen sie zuvor im Leben begegnet ist, rauscht ab wie eine Diva und lässt ihn in einer Szene nicht mal ausreden. Ein nicht besonders erwachsenes Verhalten für eine 39 Jahre alte Frau. Erst ganz am Schluss kommt eine Art Umdenken, aber das war für mich dann auch viel zu plötzlich und definitiv zu spät. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass April regelrecht glorifiziert wird, bzw. sich selbst glorifiziert. Alles, was sie anfasst, wird sofort zu Gold. Sie schneidert ein Kostüm, das sofort für Aufsehen sorgt, obwohl sie selbst behauptet, nicht nähen zu können und nicht einmal eine Nähmaschine besitzt. Dann ist sie mehr oder weniger ein Star in ihrem Fan-Fiction-Forum, wird von den Leuten dort um Rat gefragt und kurzerhand sogar als Moderatorin für eine Convention engagiert, wo sie die Superstars ihrer Serie interviewen darf, ungeachtet dessen, dass sie keinerlei Erfahrung hat und das nur wegen eines Twitter-Posts??? Ernsthaft? Alles dreht sich immer nur um sie und sie scheint kaum in der Lage sein, mal an jemand anders als sich selbst und ihr Gewicht zu denken, das ihr ja angeblich nichts ausmacht. Also ich wage mal zu behaupten, dass sich das widerspricht, denn wenn es ihr so egal wäre, wie sie sagt, würde sie nicht ständig darum kreisen. Es geht immer nur um IHR Aussehen und um IHRE Gefühle. Dass andere vielleicht auch mit ihrem Aussehen hadern oder Sorgen und Probleme haben scheint ihr überhaupt nicht einzufallen. Marcus hingegen war ein fast schon zu lieber Charakter, der für meinen Geschmack ein wenig zu verständnisvoll und weichgespült war. Doch je länger ich las, umso öfter wollte ich ihn anschreien, dass er doch bitte endlich das Weite suchen soll. Und das hat nichts mit Aprils Gewicht, sondern einzig mit ihrem Charakter und ihrer permanenten Ich-Bezogenheit zu tun. April versucht so gut wie gar nicht, ihn in ihre Gefühls- und Gedankenwelt zu lassen. Nein, stattdessen soll Marcus Gedankenlesen können, was darin gipfelt, dass sie ihm trotz einer mehrwöchigen Beziehung nichts von dem Verhältnis zu ihren Eltern erzählt (dem Leser übrigens auch fast gar nicht) und dann aber erwartet, dass Marcus sich "richtig verhält". Sie wirft ihn einfach ins kalte Wasser, statt die mehrstündige Autofahrt zu nutzen, um ihm zu sagen, was sie braucht und will oder was ihn in ihrem Elternhaus, speziell bei ihrem Vater erwartet, nur um dann eine Szene zu machen, weil er eben nicht getan hat, was sie wollte. Woher sollte er das bitte wissen? Hätte er es riechen sollen? Denn gesagt hat April ihm natürlich rein gar nichts. Sie war ja zu beschäftigt, an der Heizung und dem Radio herumzuspielen. April wird das gesamte Buch über sehr viel Selbstbewusstsein gegeben, doch dann ist sie im Gegenzug nicht in de Lage, jemandem ihre (wichtigen) Bedürfnisse mitzuteilen? Das war für mich einfach nicht schlüssig, nicht „rund“. Dass sie im Anschluss an diese Szene mal hinterfragt, warum Marcus getan hat, was er getan hat, fällt April gar nicht ein. Sie sieht nur das Schlechte, sieht sich im Recht (Was auch sonst? Sie ist schließlich April) und verhält sich wieder mal wie ein Diva, die ich in dieser Situation am liebsten angeschrien oder geschüttelt hätte. Wahlweise hätte ich sie auch gern aus dem Auto geworfen, um allein mit Marcus weiterzufahren. Da ich selbst Übergewicht habe, konnte ich mich eigentlich gut in Aprils „Grundproblem“ hineinversetzen. Ich finde auch die Idee, die im Kern des Buchs steckt, nicht schlecht, die Umsetzung gefiel mir allerdings überhaupt nicht. Dafür war es zu eindimensional gedacht. Denn Bodyshaming gibt es schließlich nicht nur bei Frauen, weswegen ich es schade finde, dass man Marcus nicht auch etwas mehr Freiheit zugestanden hat. Ja, sein Körper mag sein Kapital sein, aber da er während des Zeitraums, in dem die Geschichte erzählt wird, weder einen aktuellen Dreh hat noch irgendwelche Castings anstehen, hätte auch er vielleicht einen Bauchansatz bekommen können. Das wäre meiner Meinung dann nur irgendwie gerecht gewesen, aber Marcus bleibt der muskulöse Typ, mit einem geschätzten Körperfettanteil von weniger als zehn Prozent, dessen Sixpack stets präsent ist. Auf der einen Seite soll vermittelt werden, dass Plus-Size okay ist, aber der Protagonist muss den Körper wie Barbies Ken haben? Sorry, aber wenn man das Thema Bodyshaming schon aufs Parkett bringen will, dann könnte man das auch konsequent durchziehen und nicht nur auf die weiblichen Charaktere beschränken. Da im Auftaktband schon die Protagonisten des zweiten Bandes vorkommen, schätze ich mal, dass sich die Konstellation Plus-Size-Frau/Male-Model mit Six-Pack durch die gesamte Serie ziehen werden. Vielleicht werde ich mir mal die Leseprobe vom zweiten Band ansehen. Wenn dort die Protagonistin allerdings ähnlich glorifiziert wird wie April, bin ich raus. 2 Sterne wegen Marcus und des vielversprechenden Beginns. Ich kann diesen Band leider NICHT empfehlen.

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The Stories we write

von Olivia Dade

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