Nachruf auf mich selbst.

Die Kultur des Aufhörens

Harald Welzer

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Harald Welzer

1. Nachruf auf mich selbst. - Die Kultur des Aufhörens (Ungekürzt)

Beschreibung


Bestseller-Autor Harald Welzer stellt fest, dass unsere Kultur kein Konzept vom Aufhören hat. Deshalb baut sie Autobahnen und Flughäfen für Zukünfte, in denen es keine Autos und Flughäfen mehr geben wird. Und sie versucht, unsere Zukunftsprobleme durch Optimierung zu lösen, obwohl ein optimiertes Falsches immer noch falsch ist. Damit verbaut sie viele Möglichkeiten, das Leben durch Weglassen und Aufhören besser zu machen. Diese Kultur hat den Tod genauso zur Privatangelegenheit gemacht, wie sie die Begrenztheit der Erde verbissen ignoriert.

Harald Welzer zeigt in einer faszinierenden Montage aus wissenschaftlichen Befunden, psychologischen Einsichten und persönlichen Geschichten, wie man aus den Absurditäten dieser gesellschaftlichen Entwicklung herausfindet. Man muss rechtzeitig einen Nachruf auf sich selbst schreiben, damit man weiß, wie man gelebt haben will.

Produktdetails

Verkaufsrang 966
Sprecher Harald Welzer
Spieldauer 489 Minuten
Fassung ungekürzt
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Erscheinungsdatum 06.10.2021
Verlag Argon Digital
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783732457236

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Ein Nachruf ist ein probates Mittel ...

Bewertung aus Speyer am 13.10.2021

Bewertet: Hörbuch-Download

Einen Nachruf auf sich selbst zu erfassen, kennen z. B. Coaches aus ihrem Methodenkoffer. Nun hat Harald Welzer sich dieses Instruments bedient, das verspricht eine aufschlussreiche und lebendige Hörlektüre, da er sein Buch selbst für das Hörbuch liest. Seit meinem ersten „Zusammenprall“ mit Welzer bei Lanz „entkomme“ ich ihm kaum noch, hat er doch mit mehr als einem seiner Bücher bewiesen, dass er es immer wieder schafft, außerhalb der üblichen Normen zu denken, das aber meist logisch stringent abzuleiten bzw. „einfach mal zu machen“ (also das Denken). Völlig neu ist die Erkenntnis ja nicht, dass wir bzw. unsere Kultur einfach nur „Wachstum“ kennt, also das Gegenteil vom Aufhören: Wir bauen munter Straßen, steigen von Verbrennern auf E-Autos um usw. aber wozu überhaupt? Wir optimieren unsere Welt (und uns selbst oft gleich mit), statt dass wir mal einen Schritt zurückträten, uns unseren Unfug ansähen und überlegten, wie sinnvoll das alles ist. Wäre es nicht gesünder, manches wegzulassen? Klar, wir kaufen Bücher übers Simplifizieren, über die Macht weniger Dinge in einem aufgeräumten Zuhause, aber wer geht so weit, eine echte Bestandsaufnahme seines Hausstands zu machen – und welcher Politiker geht (getrieben von der Angst, wiedergewählt zu werden) so weit, einfach das zu tun, was er für sinnvoll hält? Mir fallen nicht viele ein und wenn, dann sind es Kommunalpolitiker. Und wie sieht es überhaupt mit (unpolemischen) Diskussionen über den Tod aus, die gerade in den letzten Jahren nötig gewesen wären? Welzer leitet seine Leser auch mit dieser Melange wissenschaftlicher Befunde, psychologischer Erkenntnisse und seiner ganz persönlichen (und damit oft von feiner Ironie durchzogenen) Erlebnissen an, wie man dahinterkommt, wie idiotisch wir uns eigentlich aufführen in unserer völligen Maßlosigkeit. Hierzu ist ein Nachruf ein probates Mittel, sich selbst zum Nachdenken und Hinterfragen zu bringen. Mit Aussagen a la „Jetzt verändern, nicht in der Zukunft“, „Lebensbedeutung ist nicht nach Länge bemessbar“ hält er uns einen Spiegel vor, der nicht unbedingt ein nettes Bild darstellt. Wer das erträgt (und noch mehr, die es schwer ertragen), dem sei das Buch empfohlen – in der Hörbuchfassung kann dann auch noch sein Vortrag mitwirken …

Ein Nachruf ist ein probates Mittel ...

Bewertung aus Speyer am 13.10.2021
Bewertet: Hörbuch-Download

Einen Nachruf auf sich selbst zu erfassen, kennen z. B. Coaches aus ihrem Methodenkoffer. Nun hat Harald Welzer sich dieses Instruments bedient, das verspricht eine aufschlussreiche und lebendige Hörlektüre, da er sein Buch selbst für das Hörbuch liest. Seit meinem ersten „Zusammenprall“ mit Welzer bei Lanz „entkomme“ ich ihm kaum noch, hat er doch mit mehr als einem seiner Bücher bewiesen, dass er es immer wieder schafft, außerhalb der üblichen Normen zu denken, das aber meist logisch stringent abzuleiten bzw. „einfach mal zu machen“ (also das Denken). Völlig neu ist die Erkenntnis ja nicht, dass wir bzw. unsere Kultur einfach nur „Wachstum“ kennt, also das Gegenteil vom Aufhören: Wir bauen munter Straßen, steigen von Verbrennern auf E-Autos um usw. aber wozu überhaupt? Wir optimieren unsere Welt (und uns selbst oft gleich mit), statt dass wir mal einen Schritt zurückträten, uns unseren Unfug ansähen und überlegten, wie sinnvoll das alles ist. Wäre es nicht gesünder, manches wegzulassen? Klar, wir kaufen Bücher übers Simplifizieren, über die Macht weniger Dinge in einem aufgeräumten Zuhause, aber wer geht so weit, eine echte Bestandsaufnahme seines Hausstands zu machen – und welcher Politiker geht (getrieben von der Angst, wiedergewählt zu werden) so weit, einfach das zu tun, was er für sinnvoll hält? Mir fallen nicht viele ein und wenn, dann sind es Kommunalpolitiker. Und wie sieht es überhaupt mit (unpolemischen) Diskussionen über den Tod aus, die gerade in den letzten Jahren nötig gewesen wären? Welzer leitet seine Leser auch mit dieser Melange wissenschaftlicher Befunde, psychologischer Erkenntnisse und seiner ganz persönlichen (und damit oft von feiner Ironie durchzogenen) Erlebnissen an, wie man dahinterkommt, wie idiotisch wir uns eigentlich aufführen in unserer völligen Maßlosigkeit. Hierzu ist ein Nachruf ein probates Mittel, sich selbst zum Nachdenken und Hinterfragen zu bringen. Mit Aussagen a la „Jetzt verändern, nicht in der Zukunft“, „Lebensbedeutung ist nicht nach Länge bemessbar“ hält er uns einen Spiegel vor, der nicht unbedingt ein nettes Bild darstellt. Wer das erträgt (und noch mehr, die es schwer ertragen), dem sei das Buch empfohlen – in der Hörbuchfassung kann dann auch noch sein Vortrag mitwirken …

Nachruf als Vorschau

Bewertung aus Stäfa am 10.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Harald Welzer zieht Bilanz und stellt Fragen, mit welchen sich die "Leaders* aus Politik und Wirtschaft endlich ernsthaft befassen müssten, bzw. schon längst hätten einen Richtungswechsel in die Wege leiten müssen. Auf einfache aber eindrückliche Weise nennt er die "wunden Punkte" unserer "(Weiter-)Entwicklungsgesellschaft" und skiziert die problematischen Folgen des ungebremsten Wachstums. Aufrütelnd und sensibilisierend - absolut empfehlenswert.

Nachruf als Vorschau

Bewertung aus Stäfa am 10.01.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Harald Welzer zieht Bilanz und stellt Fragen, mit welchen sich die "Leaders* aus Politik und Wirtschaft endlich ernsthaft befassen müssten, bzw. schon längst hätten einen Richtungswechsel in die Wege leiten müssen. Auf einfache aber eindrückliche Weise nennt er die "wunden Punkte" unserer "(Weiter-)Entwicklungsgesellschaft" und skiziert die problematischen Folgen des ungebremsten Wachstums. Aufrütelnd und sensibilisierend - absolut empfehlenswert.

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