Der Morgenstern

Der Morgenstern

Roman

eBook

19,99 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch nun scheint etwas aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Kurzum: Die Tiere verhalten sich wider ihre Natur. In seinem neuen Roman schildert Karl Ove Knausgård eine Welt, in der die Natur und die Menschen aus dem Gleichgewicht sind, obwohl das Buch eigentlich ganz realistisch vom Leben einiger Menschen, neun an der Zahl, während mehrerer Hochsommertage erzählt, und zwar in deren eigenen Worten. Da ist der Literaturprofessor Arne, der mit seiner Familie die Tage im Sommerhaus verbringt, an sich selbst zweifelt und mit seinem Nachbarn Egil über den Glauben an Gott diskutiert. Da ist die Pastorin Kathrine, die plötzlich merkt, dass sie ihre Ehe als Gefängnis empfindet. Da ist der Journalist Jostein, der auf einer exzessiven Trinktour von den mysteriösen Morden an Mitgliedern einer Death Metal Band hört, während seine Frau Turid in einer psychiatrischen Anstalt als Nachtwache arbeitet. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel, den auch die Wissenschaft nicht wirklich erklären kann. Ist er der Vorbote von etwas Bösem oder im Gegenteil die Verheißung von etwas Gutem?

Details

Verkaufsrang

2206

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Beschreibung

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Verkaufsrang

2206

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

896 (Printausgabe)

Dateigröße

1782 KB

Übersetzer

Paul Berf

Sprache

Deutsch

EAN

9783641187484

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In der Schwebe

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 04.05.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ausufernde persönliche Nabelschauen sind so überhaupt nicht mein Fall, weshalb ich um das autobiografische Werk des Norwegers Karl Ove Knausgård bisher einen großen Bogen gemacht habe. Aber nun hat er mit „Der Morgenstern“, wiederum Auftakt eines mehrbändigen Zyklus‘, einen fiktionalen Roman abgeliefert, der allein schon durch die Ausgangssituation absolut passend für unsere Gegenwart scheint, die von Ungewissheit und Zweifeln geprägt ist. Mit dieser Ungewissheit müssen sich auch seine Protagonisten an diesen Tagen im August auseinandersetzen, als am Himmel eine noch nie gesehene Erscheinung auftaucht, für die es keine Erklärung gibt. Nur ein Stern oder die Ankündigung einer Katastrophe? Es herrscht Uneinigkeit bei den neun Menschen, aus deren Sicht wir dieses Ereignis betrachten. Die eine Fraktion erklärt es naturwissenschaftlich rational, die andere tendiert zu einer spirituellen Erklärung, sieht darin ein Omen, das auf das Ende der Welt hinweist und begreift es als Aufforderung, das eigene Dasein zu hinterfragen. Dass Seltsames geschieht, sieht man zuerst am unnatürlichen Verhalten der Tiere. Krebse verlassen ihr natürliches Habitat und spazieren durch den Wald, Elche nähern sich den Menschen, Marienkäfer verdunkeln den Himmel, der Gesang der schwarzen Vögel klingt anders als sonst. Über allem hängt eine graue Endzeitstimmung. Zwei Tage, neun Perspektiven, minutiös geschildert. Vier Frauen, fünf Männer, die allesamt in schwierigen Lebensumständen feststecken und ihre Situation reflektieren, Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen, über die Allgegenwart des Todes sinnieren. Aber er beschreibt nicht nur deren Gedankengänge minutiös, sondern auch deren Alltagsleben mir etwas zu Detail verliebt im Angesicht der (eventuell) drohenden Katastrophe. Über die Bedeutung des Morgensterns lässt er sowohl die Protagonisten als auch die Leser im Unklaren. Es gibt keine Gewissheiten mehr, alles ist in der Schwebe, aber dennoch ist Weitermachen angesagt. Auch in Zeiten, in denen Klimaveränderung, Pandemie oder Krieg gravierende Auswirkungen auf den Alltag haben.

In der Schwebe

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 04.05.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ausufernde persönliche Nabelschauen sind so überhaupt nicht mein Fall, weshalb ich um das autobiografische Werk des Norwegers Karl Ove Knausgård bisher einen großen Bogen gemacht habe. Aber nun hat er mit „Der Morgenstern“, wiederum Auftakt eines mehrbändigen Zyklus‘, einen fiktionalen Roman abgeliefert, der allein schon durch die Ausgangssituation absolut passend für unsere Gegenwart scheint, die von Ungewissheit und Zweifeln geprägt ist. Mit dieser Ungewissheit müssen sich auch seine Protagonisten an diesen Tagen im August auseinandersetzen, als am Himmel eine noch nie gesehene Erscheinung auftaucht, für die es keine Erklärung gibt. Nur ein Stern oder die Ankündigung einer Katastrophe? Es herrscht Uneinigkeit bei den neun Menschen, aus deren Sicht wir dieses Ereignis betrachten. Die eine Fraktion erklärt es naturwissenschaftlich rational, die andere tendiert zu einer spirituellen Erklärung, sieht darin ein Omen, das auf das Ende der Welt hinweist und begreift es als Aufforderung, das eigene Dasein zu hinterfragen. Dass Seltsames geschieht, sieht man zuerst am unnatürlichen Verhalten der Tiere. Krebse verlassen ihr natürliches Habitat und spazieren durch den Wald, Elche nähern sich den Menschen, Marienkäfer verdunkeln den Himmel, der Gesang der schwarzen Vögel klingt anders als sonst. Über allem hängt eine graue Endzeitstimmung. Zwei Tage, neun Perspektiven, minutiös geschildert. Vier Frauen, fünf Männer, die allesamt in schwierigen Lebensumständen feststecken und ihre Situation reflektieren, Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen, über die Allgegenwart des Todes sinnieren. Aber er beschreibt nicht nur deren Gedankengänge minutiös, sondern auch deren Alltagsleben mir etwas zu Detail verliebt im Angesicht der (eventuell) drohenden Katastrophe. Über die Bedeutung des Morgensterns lässt er sowohl die Protagonisten als auch die Leser im Unklaren. Es gibt keine Gewissheiten mehr, alles ist in der Schwebe, aber dennoch ist Weitermachen angesagt. Auch in Zeiten, in denen Klimaveränderung, Pandemie oder Krieg gravierende Auswirkungen auf den Alltag haben.

Lebensfragen

Bewertung aus Igensdorf am 24.04.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Knapp 900 Seiten - mit Lesebändchen -, die gelesen werden wollen. Bei diesem Schreibstil kein Problem, denn Karl Ove Knausgard zieht den Leser in einen regelrechten Sog. Zum Inhalt: Jeder Protagonist erhält seinen Platz im Roman - jeder erzählt seine Geschichte in Ichform (was manchmal - gerade wenn man nicht so viel am Stück lesen kann und den Roman öfter mal weglegen muss - etwas irritierend ist. Es werden Geschichten erzählt, wie es das ganz normale Leben schreibt. Geschichten von Menschen für Menschen. Da ist zum Beispiel die Pastorin, die ihr ganzes Leben in Frage stellt, Arne, der mit seiner kranken Frau nicht mehr klar kommt, da versucht Jostein mit seinen Trinkexzessen klar zu kommen und Turid will schon lange nicht mehr in der psychiatrischen Klinik arbeiten. Was bei allen gleich ist: Ihnen erscheint ein neuer Stern - was hat es damit auf sich? Ist es ein neuer Beginn oder ist es vielleicht das Ende. Das alles wird vom Autor in seinem neuen Roman anschaulich zu Papier gebracht. Fazit: Gut "wegzulesen" - trotzdem bleiben einige Fragen offen. Der Fantasie wird hier kein Einhalten geboten - man kann den Roman für sich kreativ weiter ausbauen.

Lebensfragen

Bewertung aus Igensdorf am 24.04.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Knapp 900 Seiten - mit Lesebändchen -, die gelesen werden wollen. Bei diesem Schreibstil kein Problem, denn Karl Ove Knausgard zieht den Leser in einen regelrechten Sog. Zum Inhalt: Jeder Protagonist erhält seinen Platz im Roman - jeder erzählt seine Geschichte in Ichform (was manchmal - gerade wenn man nicht so viel am Stück lesen kann und den Roman öfter mal weglegen muss - etwas irritierend ist. Es werden Geschichten erzählt, wie es das ganz normale Leben schreibt. Geschichten von Menschen für Menschen. Da ist zum Beispiel die Pastorin, die ihr ganzes Leben in Frage stellt, Arne, der mit seiner kranken Frau nicht mehr klar kommt, da versucht Jostein mit seinen Trinkexzessen klar zu kommen und Turid will schon lange nicht mehr in der psychiatrischen Klinik arbeiten. Was bei allen gleich ist: Ihnen erscheint ein neuer Stern - was hat es damit auf sich? Ist es ein neuer Beginn oder ist es vielleicht das Ende. Das alles wird vom Autor in seinem neuen Roman anschaulich zu Papier gebracht. Fazit: Gut "wegzulesen" - trotzdem bleiben einige Fragen offen. Der Fantasie wird hier kein Einhalten geboten - man kann den Roman für sich kreativ weiter ausbauen.

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Ein neuer Stern am (Literatur-) Himmel

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Absolute Hitze in Norwegen, es passieren seltsame, teils übernatürliche Dinge. Mensch und Tier spielen verrückt, droht die Apokalypse? Neun Menschen erzählen, zweifeln, saufen, hoffen, lieben und leiden in diesem neuen 900 Seiten starken Koloss. Was hat der neue Stern am Himmel mit all dem zu tun? Finden Sie es heraus, und fangen Sie an zu lesen, es wird Sie nicht mehr loslassen.....
4/5

Ein neuer Stern am (Literatur-) Himmel

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Absolute Hitze in Norwegen, es passieren seltsame, teils übernatürliche Dinge. Mensch und Tier spielen verrückt, droht die Apokalypse? Neun Menschen erzählen, zweifeln, saufen, hoffen, lieben und leiden in diesem neuen 900 Seiten starken Koloss. Was hat der neue Stern am Himmel mit all dem zu tun? Finden Sie es heraus, und fangen Sie an zu lesen, es wird Sie nicht mehr loslassen.....

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