Heul doch nicht, du lebst ja noch

Kirsten Boie

Hörbuch-Download (MP3)

Weitere Formate

Gebundene Ausgabe

14,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

9,99 €

Accordion öffnen

Hörbuch (CD)

16,99 €

Accordion öffnen
  • Heul doch nicht, du lebst ja noch

    CD (2022)

    Sofort lieferbar

    16,99 €

    CD (2022)

Hörbuch-Download

12,99 €

Accordion öffnen
Artikelbild von Heul doch nicht, du lebst ja noch
Kirsten Boie

1. Heul doch nicht, du lebst ja noch

Beschreibung

Hamburg, Juni 1945, die Stadt liegt in Trümmern …
Ausgebrannte Häuser, Schutt und Ruinen, britische Soldaten, dazwischen die drei vierzehnjährigen Jugendlichen Jakob,
Hermann und Traute. Jakob verschweigt, dass er Jude ist, und gibt sich vor den anderen als Friedrich aus. Als Hermann dies herausfindet, will er nichts mehr mit Jakob zu tun haben …
Kirsten Boies berührende Erzählung um schuldig sein und sich schuldig machen, um Wahrheit und Lüge, Freundschaft und Hoffnungen in einer schwierigen Zeit – einfühlsam gelesen von Jodie Ahlborn.

Produktdetails

Verkaufsrang 443
Sprecher Jodie Ahlborn
Spieldauer 265 Minuten
Fassung gekürzt
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Altersempfehlung ab 13 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 08.01.2022
Verlag Oetinger audio
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783837392296

Das meinen unsere Kund*innen

4.0

7 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Bewegendes Kinder- und Jugendbuch, welches die harte Lebensrealität der ersten Nachkriegsmonate zeigt

Lisa am 22.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie der Titel schon vermuten lässt ist „Heul doch nicht, du lebst ja noch“ der Autorin Kirsten Boie wirklich keine leichte Kost. Dennoch lohnt sich die Lektüre, da sich der Roman einem wichtigem Thema annimmt. Das Buch erzählt erschreckend offen und sehr authentisch das Schicksal sehr unterschiedlicher Kinder in Hamburg. Obwohl diese sich auf den ersten Blick stark unterscheiden, offenbart jede der Perspektiven eine andere Facette der Grauenhaftigkeit der Kriegs- und Nachkriegszeit. Am meisten berührte mich dabei der jüdische Junge Jakob, welcher trotz zahlreicher Verluste doch seinen Lebenswillen nicht verliert. Auch mit den anderen Charakteren kann man mitfühlen, wobei diese vielschichtiger angelegt sind. Sehr differenziert wird die Frage aufgegriffen wer etwas vom Holocaust gewusst haben könnte oder nicht. Auch die jahrelange nationalsozialistische Propaganda ist noch deutlich im Denken der anderen Kinder, insbesondere bei Hermann, zu spüren. Auch die Lebensumstände wie der ständige Hunger, Fluchtgeschichten und zerbombte Häuser werden treffend geschildert. Gerade jüngere Kinder sollten das Buch meiner Meinung nach, nur mit Begleitung lesen, da die ungeschönte Geschichte reflektiert werden muss, um alle Einzelheiten verstehen zu können. Dabei hilft außerdem das tolle Begriffsverzeichnis, welches am Ende zu finden ist. „Heul doch nicht, du lebst ja noch“ ist sicherlich eine großartige Schullektüre und sollte von möglichst vielen Kinder und Jugendlichen gelesen werden. Besonders da sie selbst aus der Perspektive von Jüngeren geschildert wird, entfalten die Ereignisse eine nochmals stärke Wucht.

Bewegendes Kinder- und Jugendbuch, welches die harte Lebensrealität der ersten Nachkriegsmonate zeigt

Lisa am 22.01.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie der Titel schon vermuten lässt ist „Heul doch nicht, du lebst ja noch“ der Autorin Kirsten Boie wirklich keine leichte Kost. Dennoch lohnt sich die Lektüre, da sich der Roman einem wichtigem Thema annimmt. Das Buch erzählt erschreckend offen und sehr authentisch das Schicksal sehr unterschiedlicher Kinder in Hamburg. Obwohl diese sich auf den ersten Blick stark unterscheiden, offenbart jede der Perspektiven eine andere Facette der Grauenhaftigkeit der Kriegs- und Nachkriegszeit. Am meisten berührte mich dabei der jüdische Junge Jakob, welcher trotz zahlreicher Verluste doch seinen Lebenswillen nicht verliert. Auch mit den anderen Charakteren kann man mitfühlen, wobei diese vielschichtiger angelegt sind. Sehr differenziert wird die Frage aufgegriffen wer etwas vom Holocaust gewusst haben könnte oder nicht. Auch die jahrelange nationalsozialistische Propaganda ist noch deutlich im Denken der anderen Kinder, insbesondere bei Hermann, zu spüren. Auch die Lebensumstände wie der ständige Hunger, Fluchtgeschichten und zerbombte Häuser werden treffend geschildert. Gerade jüngere Kinder sollten das Buch meiner Meinung nach, nur mit Begleitung lesen, da die ungeschönte Geschichte reflektiert werden muss, um alle Einzelheiten verstehen zu können. Dabei hilft außerdem das tolle Begriffsverzeichnis, welches am Ende zu finden ist. „Heul doch nicht, du lebst ja noch“ ist sicherlich eine großartige Schullektüre und sollte von möglichst vielen Kinder und Jugendlichen gelesen werden. Besonders da sie selbst aus der Perspektive von Jüngeren geschildert wird, entfalten die Ereignisse eine nochmals stärke Wucht.

Trümmerkinder

tinstamp aus Hürm am 22.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Letztes Jahr war "Dunkelnacht" von Kirsten Boie eines meiner Jahres Highlights. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich "Heul doch nicht, du lebst ja noch" von der Autorin via Lovelybooks lesen durfte. Auch der neue Jugendroman befasst sich mit dem Thema Zweiter Weltkrieg bzw. spielt kurz nach dessen Ende. Als Leser begleiten wir eine Woche lang die drei Jugendlichen Jakob, Traute und Hermann. Sie treffen im völlig ausgebombten Hamburg aufeinander und kommen aus sehr unterschiedlichen Familienverhältnissen. Zuerst lernen wir Jakob kennen, der sich in einer ausgebombten Wohnruine im dritten Stock versteckt. Das Versteck hat ihm ein ehemaliger Nachbar, Herr Hoffmann, gezeigt, wo er ihn mit Lebensmittel versorgt. Doch eines Tages kommt Herr Hoffmann nicht mehr und Jakob muss versuchen irgendwie an Essen zu kommen. Jakob ist Halbjude und weiß nicht, dass der Krieg bereits zu Ende ist. Sein Schicksal steht stellvertretend für die Verfolgung jüdischer Familien. Traute ist die Tochter einer Bäckerfamilie. Seit kurzem sind in ihrem Elternhaus Flüchtlinge aus dem Osten einquartiert, denn die Bäckerei ist eines der wenigen Häuser im Umkreis, das nicht zerstört wurde und wo wieder Brot gebacken wird. Traute geht es dadurch verhältnismäßig gut, doch sie vermisst die Schule und ihre Freundinnen. Hermann ist der Ideologie der Nazis noch immer anhängig und kann mit der Niederlage schwer umgehen. Er trauert seiner Zeit als HJ-Führer nach. Noch schlimmer ist aber die Verwundung seines Vaters, der beide Beine im Krieg verloren hat. Während die Mutter für den Lebensunterhalt sorgt, muss sich Hermann um seinen Vater kümmern, der völlig bewegungsunfähig ist. Hermann fehlt es an Perspektive, denn die Engländer, die Hamburg besetzen sind seine Feinde. Zusätzlich erleidet er einen Schicksalsschlag, der weitreichende Folgen hat. Während einige mit Kirsten Boies sehr knackigen Schreibstil mit kurzen Sätzen nicht gut zurechtkommen, habe ich damit überhaupt keine Probleme. Die Geschichte wird in Präsens und abwechselnd aus den Perspektiven von Traute, Jakob und Hermann erzählt, wobei jeder auf seine eigene Art und Weise unter den Folgen des Krieges leidet. Insbesondere Jakob und Hermann sorgen für ein intensives Bild dieser Zeit und stehen eigentlich auf verschiedenen Seiten. Nur Traute war mir etwas zu blass. Sie wirkt eher wie ein Bindeglied zwischen den beiden Jungen. Die wenigen Nebenfiguren sind kurz angerissen und tragen trotzdem zur Entwicklung bei. Besonders der kleine Max hat dabei mein Herz berührt. Er ist es auch, der den anderen die Augen öffnet und ihnen vieles näher bringt, was sich in den letzten Kriegsjahren abgespielt hat. Kirsten Boie versteht es ihre drei Hauptfiguren bewertungsfrei darzustellen. Keiner von ihnen ist schwarz-weiß gemalt, sondern jeder hat seine guten und schlechten Seiten. Diese Geschichte, die nur eine Woche umfasst, ist intensiv und hat als zentrale Themen Schuld, Wahrheit, Angst und Wut. Das Ende kommt fast etwas zu schnell... Fazit: Ein bewegendes und gut recherchiertes Jugendbuch, das nicht an die Intensität von "Dunkelnacht" heranreicht. Trotzdem ist die Geschichte, die kurz nach dem Kriegsende spielt, auch diesmal wieder intensiv erzählt. Ein Einblick in drei sehr unterschiedliche jugendliche Seelen, die an Perspektivlosigkeit durch den Krieg leiden. Nicht nur für Jugendliche, sondern für alle Altersgruppen geeignet! #gegendasvergessen

Trümmerkinder

tinstamp aus Hürm am 22.01.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Letztes Jahr war "Dunkelnacht" von Kirsten Boie eines meiner Jahres Highlights. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich "Heul doch nicht, du lebst ja noch" von der Autorin via Lovelybooks lesen durfte. Auch der neue Jugendroman befasst sich mit dem Thema Zweiter Weltkrieg bzw. spielt kurz nach dessen Ende. Als Leser begleiten wir eine Woche lang die drei Jugendlichen Jakob, Traute und Hermann. Sie treffen im völlig ausgebombten Hamburg aufeinander und kommen aus sehr unterschiedlichen Familienverhältnissen. Zuerst lernen wir Jakob kennen, der sich in einer ausgebombten Wohnruine im dritten Stock versteckt. Das Versteck hat ihm ein ehemaliger Nachbar, Herr Hoffmann, gezeigt, wo er ihn mit Lebensmittel versorgt. Doch eines Tages kommt Herr Hoffmann nicht mehr und Jakob muss versuchen irgendwie an Essen zu kommen. Jakob ist Halbjude und weiß nicht, dass der Krieg bereits zu Ende ist. Sein Schicksal steht stellvertretend für die Verfolgung jüdischer Familien. Traute ist die Tochter einer Bäckerfamilie. Seit kurzem sind in ihrem Elternhaus Flüchtlinge aus dem Osten einquartiert, denn die Bäckerei ist eines der wenigen Häuser im Umkreis, das nicht zerstört wurde und wo wieder Brot gebacken wird. Traute geht es dadurch verhältnismäßig gut, doch sie vermisst die Schule und ihre Freundinnen. Hermann ist der Ideologie der Nazis noch immer anhängig und kann mit der Niederlage schwer umgehen. Er trauert seiner Zeit als HJ-Führer nach. Noch schlimmer ist aber die Verwundung seines Vaters, der beide Beine im Krieg verloren hat. Während die Mutter für den Lebensunterhalt sorgt, muss sich Hermann um seinen Vater kümmern, der völlig bewegungsunfähig ist. Hermann fehlt es an Perspektive, denn die Engländer, die Hamburg besetzen sind seine Feinde. Zusätzlich erleidet er einen Schicksalsschlag, der weitreichende Folgen hat. Während einige mit Kirsten Boies sehr knackigen Schreibstil mit kurzen Sätzen nicht gut zurechtkommen, habe ich damit überhaupt keine Probleme. Die Geschichte wird in Präsens und abwechselnd aus den Perspektiven von Traute, Jakob und Hermann erzählt, wobei jeder auf seine eigene Art und Weise unter den Folgen des Krieges leidet. Insbesondere Jakob und Hermann sorgen für ein intensives Bild dieser Zeit und stehen eigentlich auf verschiedenen Seiten. Nur Traute war mir etwas zu blass. Sie wirkt eher wie ein Bindeglied zwischen den beiden Jungen. Die wenigen Nebenfiguren sind kurz angerissen und tragen trotzdem zur Entwicklung bei. Besonders der kleine Max hat dabei mein Herz berührt. Er ist es auch, der den anderen die Augen öffnet und ihnen vieles näher bringt, was sich in den letzten Kriegsjahren abgespielt hat. Kirsten Boie versteht es ihre drei Hauptfiguren bewertungsfrei darzustellen. Keiner von ihnen ist schwarz-weiß gemalt, sondern jeder hat seine guten und schlechten Seiten. Diese Geschichte, die nur eine Woche umfasst, ist intensiv und hat als zentrale Themen Schuld, Wahrheit, Angst und Wut. Das Ende kommt fast etwas zu schnell... Fazit: Ein bewegendes und gut recherchiertes Jugendbuch, das nicht an die Intensität von "Dunkelnacht" heranreicht. Trotzdem ist die Geschichte, die kurz nach dem Kriegsende spielt, auch diesmal wieder intensiv erzählt. Ein Einblick in drei sehr unterschiedliche jugendliche Seelen, die an Perspektivlosigkeit durch den Krieg leiden. Nicht nur für Jugendliche, sondern für alle Altersgruppen geeignet! #gegendasvergessen

Unsere Kund*innen meinen

Heul doch nicht, du lebst ja noch

von Kirsten Boie

4.0

0 Bewertungen filtern

  • Heul doch nicht, du lebst ja noch