Jeder Aufbruch ist ein kleiner Tod

Jeder Aufbruch ist ein kleiner Tod

eBook

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Jeder Aufbruch ist ein kleiner Tod

Ebenfalls verfügbar als:

Hörbuch

Hörbuch

ab 9,99 €
Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 22,00 €
eBook

eBook

ab 10,99 €

Beschreibung

Details

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

29.09.2022

Verlag

Voland & Quist

Beschreibung

Details

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion text-to-speech können Sie sich im aktuellen tolino webReader das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/text-to-speech.

Erscheinungsdatum

29.09.2022

Verlag

Voland & Quist

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

892 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Alida Bremer

Sprache

Deutsch

EAN

9783863913588

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

5.0

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Sprachlich und formal in gewohnt hoher Qualität

Bewertung am 28.12.2022

Bewertungsnummer: 1849788

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Die Kindheit ist eine Fotografie, die aufgehört hat, eine Fotografie zu sein, da auf ihr beinahe nichts mehr zu sehen ist, die Farben sind verblasst... die Flecken, die durch die Oxidation entstanden sind, sollte man durch eine Erzählung ersetzen, die vielleicht erfunden ist. « In »Jeder Aufbruch ist ein kleiner Tod« strömen die Gedanken eines innerlich und äußerlich exilierten Mannes. Er wurde geboren »ohne es vielleicht zu wollen, um eine Frau unglücklich zu machen, ihre besten Jahre zu ruinieren«, um dann aufzubrechen, bevor sie es ausspricht, ihm sagt, dass alles ein Fehler war. Über mehrere Seiten fließen seine Gedanken, entfremdete Sätze, denn der Mann, er fühlt sich nicht, er sucht sich und flieht vor sich zur gleichen Zeit, ohne einen Absatz, ohne eine Rast, ohne einen Punkt, ohne eine Pause, folgen Gedanken auf Gedanken, bruchstückhaft, nebeneinander, zusammen, getrennt, er fährt mit dem Zug von Kroatien nach Deutschland, denn seine Frau, die liebt ihn nicht, seine Mama ist gestorben, er verlor den Kontakt, so wie sie den Kontakt verloren, als sie einst als Gastarbeiterin nach Deutschland aufbrach, ihn und seinen Bruder bei der Oma ließ und für den Urlaub kam sie dreimal im Jahr, denkt er, der Bruder, wie war er noch, lange ist der aufgebrochen, weggegangen, er war in falschen Kreisen, wie war es noch, er versucht es sich zu erzählen, der Vater, er hat getrunken, die Mama hat ihn geliebt, auch wenn er sie schlug, wie kann es anders gewesen sein, ihn hat er nie umarmt, doch dann, dann nahm sie die Kinder und ging, dann fuhr sie weiter nach Deutschland, mit dem Zug, sie kam wieder zurück und jetzt ist sie nicht mehr, eine Kiste mit Bildern hat er zugeschickt bekommen, den Rest hat er räumen lassen, aus der Ferne, er wagt es noch nicht, die Kiste zu öffnen. Der Mann möchte ein Buch schreiben, unbedingt, über die Grenzen, die heutigen Geflüchteten, die brutalen Pushbacks an den Außengrenzen von Europa, doch damit scheitert er, muss er scheitern, da er die Verbindungen zu sich und zu seiner eigenen Geschichte stark und lose empfindet, die Teile noch nicht zusammenführen kann. Die Figur bleibt über lange Strecken stecken und dann entwickelt sie sich doch. Sprachlich vermag Sajko die leise, aber starke Spannung und Rastlosigkeit des Mannes poetisch einzufangen, die Intensität zu variieren, schließlich ihn und uns zu schmerzhaften und befreienden Erinnerungen zu führen. Sajko thematisiert eine Seite von Gastarbeiter:innenbiografien, die sich nicht eignet für schöne Geschichten und die stumm macht. Ich weiß nicht, ob es ankommt, dieser Roman hat mich angeschossen, auf eine schmerzhafte und positive Art, doch Worte dafür zu finden, die nicht das Innerste nach außen kehren, das ist schwer.
Melden

Sprachlich und formal in gewohnt hoher Qualität

Bewertung am 28.12.2022
Bewertungsnummer: 1849788
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Die Kindheit ist eine Fotografie, die aufgehört hat, eine Fotografie zu sein, da auf ihr beinahe nichts mehr zu sehen ist, die Farben sind verblasst... die Flecken, die durch die Oxidation entstanden sind, sollte man durch eine Erzählung ersetzen, die vielleicht erfunden ist. « In »Jeder Aufbruch ist ein kleiner Tod« strömen die Gedanken eines innerlich und äußerlich exilierten Mannes. Er wurde geboren »ohne es vielleicht zu wollen, um eine Frau unglücklich zu machen, ihre besten Jahre zu ruinieren«, um dann aufzubrechen, bevor sie es ausspricht, ihm sagt, dass alles ein Fehler war. Über mehrere Seiten fließen seine Gedanken, entfremdete Sätze, denn der Mann, er fühlt sich nicht, er sucht sich und flieht vor sich zur gleichen Zeit, ohne einen Absatz, ohne eine Rast, ohne einen Punkt, ohne eine Pause, folgen Gedanken auf Gedanken, bruchstückhaft, nebeneinander, zusammen, getrennt, er fährt mit dem Zug von Kroatien nach Deutschland, denn seine Frau, die liebt ihn nicht, seine Mama ist gestorben, er verlor den Kontakt, so wie sie den Kontakt verloren, als sie einst als Gastarbeiterin nach Deutschland aufbrach, ihn und seinen Bruder bei der Oma ließ und für den Urlaub kam sie dreimal im Jahr, denkt er, der Bruder, wie war er noch, lange ist der aufgebrochen, weggegangen, er war in falschen Kreisen, wie war es noch, er versucht es sich zu erzählen, der Vater, er hat getrunken, die Mama hat ihn geliebt, auch wenn er sie schlug, wie kann es anders gewesen sein, ihn hat er nie umarmt, doch dann, dann nahm sie die Kinder und ging, dann fuhr sie weiter nach Deutschland, mit dem Zug, sie kam wieder zurück und jetzt ist sie nicht mehr, eine Kiste mit Bildern hat er zugeschickt bekommen, den Rest hat er räumen lassen, aus der Ferne, er wagt es noch nicht, die Kiste zu öffnen. Der Mann möchte ein Buch schreiben, unbedingt, über die Grenzen, die heutigen Geflüchteten, die brutalen Pushbacks an den Außengrenzen von Europa, doch damit scheitert er, muss er scheitern, da er die Verbindungen zu sich und zu seiner eigenen Geschichte stark und lose empfindet, die Teile noch nicht zusammenführen kann. Die Figur bleibt über lange Strecken stecken und dann entwickelt sie sich doch. Sprachlich vermag Sajko die leise, aber starke Spannung und Rastlosigkeit des Mannes poetisch einzufangen, die Intensität zu variieren, schließlich ihn und uns zu schmerzhaften und befreienden Erinnerungen zu führen. Sajko thematisiert eine Seite von Gastarbeiter:innenbiografien, die sich nicht eignet für schöne Geschichten und die stumm macht. Ich weiß nicht, ob es ankommt, dieser Roman hat mich angeschossen, auf eine schmerzhafte und positive Art, doch Worte dafür zu finden, die nicht das Innerste nach außen kehren, das ist schwer.

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Jeder Aufbruch ist ein kleiner Tod

von Ivana Sajko

5.0

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Jeder Aufbruch ist ein kleiner Tod