Der Boulevard des Schreckens
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Moritz Hürtgen

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Hörbuch

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ab 22,00 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

4328

Sprecher

Sebastian Bezzel

Spieldauer

7 Stunden und 41 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Beschreibung

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Verkaufsrang

4328

Sprecher

Sebastian Bezzel

Spieldauer

7 Stunden und 41 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

16.09.2022

Verlag

Speak low

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783948674786

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4.2

5 Bewertungen

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Ein sehr eigenes Genregemix und natürlich eine ordentliche Portion 'Titanic'-Flair

Bewertung am 29.10.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin Kreuzer ist Volontär und heute als vermeintlicher stiller Zuhörer bei der Redaktionskonferenz dabei, als der Name Lukas Moretti fällt, ein im Moment sehr angesagter Performance-Künstler. Martin wittert seine große Chance. Da er mit Moretti studiert hat, verspricht er vollmundig, auf jeden Fall ein Interview mit diesem zu bekommen, best Bodies eben. Und so wird er nach München geschickt, um zu liefern. Doch Moretti denkt natürlich im Traum nicht daran, dem Irgenwie-Kommilitonen bei seinem Karriereaufstieg entsprechend behilflich zu sein und so bleibt nur 'Kreativität'. Martin erfindet dieses dann sehr bedeutende weil letzte Interview, denn am nächsten Morgen ist Moretti tot. Martins Redaktion ist begeistert, jetzt heißt es am Ball bleiben und da ihr Volontär sehr aussichtsreich mitten im wilden Pressegewirr angekommen ist, soll er jetzt zum 'Aus der ersten Reihe'-Berichterstatter werden, wo immer die Musik spielt, im Mordfall Moretti und Co. Also ab geht die Fahrt. Erst wird relativ normal der erste Gang eingelegt. Aber man hat ja schließlich etwas unter der Haube und so erhöht die Geschichte die Geschwindigkeit. Und natürlich geht es nicht nur geradeaus, sondern schnell werden die gängigen leicht schleimigen mit dem ein oder anderen kreativen Zusatzsätzchen versehenen Pfade verlassen und - im Film würde man sagen – jetzt gibt es ganz großes Kino. Gibt es dann auch, aber gleichzeitig auch kein Halten mehr. Eine Absurdität jagt die nächste, mal kurz verschaufen gibt’s nicht. Schräg, ironisch, sarkastisch, Medienschelte, Fakenews, Fakegeschichte, wo führt das hin. Beim Autor den Magazins Titanic sicherlich sehr weit außerhalb der gängigen Grenzen. Das war zu erwarten, aber hier reißt nach meinem Gefühl irgendwann die Leine, die da ist, damit der Leser dem Ganzen, mit sicher vorhandenem schrägem Humor, noch folgen kann. Und dann gibt es tatsächlich noch ein Ende, eins, dass passt, wenn man bis hier noch wohlwollend oder vielleicht auch total begeistert mit dabei gewesen ist. Ich gehöre zu denen, die innerlich irgendwann die Biege gemacht haben, aber trotzdem bis zum Schluss bei der Stange gebleiben sind, denn 'man weiß ja nie'. Dieses Buch, ein wahrlicher 'Boulevard des Schreckens', eine Bewertung auf einer Skala von gut zu schlecht bleibt hier außen vor. Es ist einfach nur für jemanden gemacht oder eben auch nicht. Bei halb so vielen Seiten wäre ich vielleicht sogar noch bei den ersteren mit dabei gewesen, hätte mich good amused, aber bei diesem Marathon eben eher nicht.

Ein sehr eigenes Genregemix und natürlich eine ordentliche Portion 'Titanic'-Flair

Bewertung am 29.10.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin Kreuzer ist Volontär und heute als vermeintlicher stiller Zuhörer bei der Redaktionskonferenz dabei, als der Name Lukas Moretti fällt, ein im Moment sehr angesagter Performance-Künstler. Martin wittert seine große Chance. Da er mit Moretti studiert hat, verspricht er vollmundig, auf jeden Fall ein Interview mit diesem zu bekommen, best Bodies eben. Und so wird er nach München geschickt, um zu liefern. Doch Moretti denkt natürlich im Traum nicht daran, dem Irgenwie-Kommilitonen bei seinem Karriereaufstieg entsprechend behilflich zu sein und so bleibt nur 'Kreativität'. Martin erfindet dieses dann sehr bedeutende weil letzte Interview, denn am nächsten Morgen ist Moretti tot. Martins Redaktion ist begeistert, jetzt heißt es am Ball bleiben und da ihr Volontär sehr aussichtsreich mitten im wilden Pressegewirr angekommen ist, soll er jetzt zum 'Aus der ersten Reihe'-Berichterstatter werden, wo immer die Musik spielt, im Mordfall Moretti und Co. Also ab geht die Fahrt. Erst wird relativ normal der erste Gang eingelegt. Aber man hat ja schließlich etwas unter der Haube und so erhöht die Geschichte die Geschwindigkeit. Und natürlich geht es nicht nur geradeaus, sondern schnell werden die gängigen leicht schleimigen mit dem ein oder anderen kreativen Zusatzsätzchen versehenen Pfade verlassen und - im Film würde man sagen – jetzt gibt es ganz großes Kino. Gibt es dann auch, aber gleichzeitig auch kein Halten mehr. Eine Absurdität jagt die nächste, mal kurz verschaufen gibt’s nicht. Schräg, ironisch, sarkastisch, Medienschelte, Fakenews, Fakegeschichte, wo führt das hin. Beim Autor den Magazins Titanic sicherlich sehr weit außerhalb der gängigen Grenzen. Das war zu erwarten, aber hier reißt nach meinem Gefühl irgendwann die Leine, die da ist, damit der Leser dem Ganzen, mit sicher vorhandenem schrägem Humor, noch folgen kann. Und dann gibt es tatsächlich noch ein Ende, eins, dass passt, wenn man bis hier noch wohlwollend oder vielleicht auch total begeistert mit dabei gewesen ist. Ich gehöre zu denen, die innerlich irgendwann die Biege gemacht haben, aber trotzdem bis zum Schluss bei der Stange gebleiben sind, denn 'man weiß ja nie'. Dieses Buch, ein wahrlicher 'Boulevard des Schreckens', eine Bewertung auf einer Skala von gut zu schlecht bleibt hier außen vor. Es ist einfach nur für jemanden gemacht oder eben auch nicht. Bei halb so vielen Seiten wäre ich vielleicht sogar noch bei den ersteren mit dabei gewesen, hätte mich good amused, aber bei diesem Marathon eben eher nicht.

Skurriler Satire

Bewertung am 21.09.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin Kreutzer, Volontär bei einer Berliner Zeitung, will seiner Karriere einen Schub geben. Als er erfährt, dass der exzentrische Performancekünstler Lukas Moretti jedes Interview ablehnt, wittert er seine Chance. Immerhin waren sie Kommilitonen an der gleichen Uni. Dass sie sich kaum kannten, verschweigt er lieber. Doch dann kommt alles anders. Moretti denkt gar nicht daran, mit ihm zu reden. Damit Kreutzer vor seinem koksenden Chef nicht dumm dasteht, erfindet er kurzerhand ein Interview. Nichtswissend, dass Moretti in der selben Nacht tödlich von einer S-Bahn erwischt wird und nun nichts mehr dementieren kann. Kreutzer wird in den Münchner Vorort Kirching, dem Ort, wo Moretti aufwuchs, zur Recherche geschickt und trifft dort auf die nächsten Toten. Ab hier wird es reichlich skurril und nimmt ein schreckliches Ende. An der Stelle sollte ich unbedingt erwähnen, dass es sich bei dem Autor um den Chefredakteur des gefürchteten Satiremagazins Titanic handelt. Das sollte man wissen, bevor man sich auf den #Roman einlässt. Diese übertriebene, scharfe Satire liegt sicher nicht jedem. Der Roman beginnt schwungvoll und mit schwarzem Humor, einiger Kritik an den Arbeitsweisen des Journalismus und nimmt die abgedrehte Kunstszene ordentlich aufs Korn. Bei Moretti handelt es sich nämlich um einen Künstler der Elektropop und Lyrik verbindet und beim »Beschwörungen-Festival« auftritt. Ihr merkt schon, es wird reichlich abgefahren. Kreutzer hingegen ist unsicher und von Selbstzweifeln geplagt. Doch was ihn in Kirching erwartet, übersteigt seine Vorstellungskraft. Und ab hier sollte man als Leser sehr offen sein und sich auf die überzogene, abstruse Satire einlassen können. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt, wann Kreutzer aus seinem surrealen Fiebertraum erwacht. Oder war es ein Drogenrausch? Vielleicht ist es typisch Titanic, in allem maßlos zu übertreiben, das werden die Leser des Magazins sicher zu schätzen wissen. Jede neue Handlung wird noch abstruser als die vorige. Ich möchte hier nicht spoilern, aber die Ereignisse fühlten sich tatsächlich wie die Beschreibung eines Drogenrauschs an. Vielleicht lag es in der Absicht des Autors, aber ich konnte zu keiner der Charaktere irgendeine Sympathie aufbauen, die allesamt Karikaturen waren. Gegen Ende habe ich mich gefragt, wie Hürtgen die Geschichte wohl auflösen will. Na ja, ihr solltet euch überraschen lassen. Es traf nicht meinen Humor, aber alle, die es gern völlig abgefahren mögen, werden hier sicher ihre wahre Freude haben.

Skurriler Satire

Bewertung am 21.09.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin Kreutzer, Volontär bei einer Berliner Zeitung, will seiner Karriere einen Schub geben. Als er erfährt, dass der exzentrische Performancekünstler Lukas Moretti jedes Interview ablehnt, wittert er seine Chance. Immerhin waren sie Kommilitonen an der gleichen Uni. Dass sie sich kaum kannten, verschweigt er lieber. Doch dann kommt alles anders. Moretti denkt gar nicht daran, mit ihm zu reden. Damit Kreutzer vor seinem koksenden Chef nicht dumm dasteht, erfindet er kurzerhand ein Interview. Nichtswissend, dass Moretti in der selben Nacht tödlich von einer S-Bahn erwischt wird und nun nichts mehr dementieren kann. Kreutzer wird in den Münchner Vorort Kirching, dem Ort, wo Moretti aufwuchs, zur Recherche geschickt und trifft dort auf die nächsten Toten. Ab hier wird es reichlich skurril und nimmt ein schreckliches Ende. An der Stelle sollte ich unbedingt erwähnen, dass es sich bei dem Autor um den Chefredakteur des gefürchteten Satiremagazins Titanic handelt. Das sollte man wissen, bevor man sich auf den #Roman einlässt. Diese übertriebene, scharfe Satire liegt sicher nicht jedem. Der Roman beginnt schwungvoll und mit schwarzem Humor, einiger Kritik an den Arbeitsweisen des Journalismus und nimmt die abgedrehte Kunstszene ordentlich aufs Korn. Bei Moretti handelt es sich nämlich um einen Künstler der Elektropop und Lyrik verbindet und beim »Beschwörungen-Festival« auftritt. Ihr merkt schon, es wird reichlich abgefahren. Kreutzer hingegen ist unsicher und von Selbstzweifeln geplagt. Doch was ihn in Kirching erwartet, übersteigt seine Vorstellungskraft. Und ab hier sollte man als Leser sehr offen sein und sich auf die überzogene, abstruse Satire einlassen können. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt, wann Kreutzer aus seinem surrealen Fiebertraum erwacht. Oder war es ein Drogenrausch? Vielleicht ist es typisch Titanic, in allem maßlos zu übertreiben, das werden die Leser des Magazins sicher zu schätzen wissen. Jede neue Handlung wird noch abstruser als die vorige. Ich möchte hier nicht spoilern, aber die Ereignisse fühlten sich tatsächlich wie die Beschreibung eines Drogenrauschs an. Vielleicht lag es in der Absicht des Autors, aber ich konnte zu keiner der Charaktere irgendeine Sympathie aufbauen, die allesamt Karikaturen waren. Gegen Ende habe ich mich gefragt, wie Hürtgen die Geschichte wohl auflösen will. Na ja, ihr solltet euch überraschen lassen. Es traf nicht meinen Humor, aber alle, die es gern völlig abgefahren mögen, werden hier sicher ihre wahre Freude haben.

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