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Laufendes Verfahren

Roman

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Laufendes Verfahren

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ab 18,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

30562

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.07.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

208

Beschreibung

Rezension

literarisch bewundernswert [...] Rögglas Roman wird bleiben. ("Gießener Allgemeine")
Kunstvoll lässt Kathrin Röggla das Geschehen zwischen der Beschreibung des im Moment Erlebten und Rückblicken oszillieren. Daraus generiert sie sprachliche Musikalität. ("News")
Rögglas großer Roman wird lange bleiben, lange über die aktuelle Büchersaison hinaus. ("Frankfurter Neue Presse")
[...] es ist eine eindringliche Erinnerung daran, dass dieses Volk, in dessen Namen geurteilt wird, aus vielen Stimmen besteht. ("Kronen Zeitung")
Es ist die Perspektive, die dieses Buch so eigen und so besonders macht. ("Hessischer Rundfunk, hr2 kultur")
Röggla überrascht auf jeder Seite mit ihrem Sprachgefühl und stilistischer Reichhaltigkeit. ("WDR Lesestoff")
Kathrin Röggla flicht ein kunstvoll variiertes Gewebe aus den vielen Fäden des Verfahrens. ("Kölner Stadt-Anzeiger")

Details

Verkaufsrang

30562

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.07.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/2,3 cm

Gewicht

312 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397155-2

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Anspruchsvolles zum NSU-Prozess

Klaus Effing aus Köln am 09.09.2023

Bewertungsnummer: 2017960

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Autorin Kathrin Röggla legt mit „Laufendes Verfahren“ ein anspruchsvolles Buch vor. Dies betrifft sowohl den Inhalt, die Erzählperspektive als auch den gewählten Schreibstil. Es geht um den Prozess um die Täterin und die Täter des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund), die zehn Menschen brutal getötet haben, Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle verübt haben. Der Prozess fand im Zeitraum von 2013 bis 2018 statt und endete mit lebenslangen Haftstrafen. Endlich wurden 2021 auch die Revisionen der Verurteilten verworfen. Röggla beschreibt diesen Prozess von der Besuchertribüne aus. Sie macht dies klug, sie läßt ein „Wir“ sprechen. „Wir“ setzt sich aus Menschen zusammen, die aus unterschiedlichen Interessen den Prozess beobachten. Es gibt die „Grundsatzyildiz“, den „Gerichtsopa“, die „Omagegenrechts“, den „Bloggerklaus“ usw. Sie stellen symbolisch den Querschnitt der Gesellschaft dar, die unterschiedliches Interesse an dem Prozess hatte. Der Schreibstil im gewöhnungsbedürftigen Futur II ist anspruchsvoll, die Handlung dümpelt etwas dahin und stellt damit die „langweilige“ Routine von Strafprozessen dar. Meist geht es um Befangenheitsanträge, Gutachten und weitere wenig aufregende eher bürokratische Dinge. Und wenn es spannend wird, geht es ganz schnell wie bei den Plädoyers oder dem Urteilsspruch, der das „Wir“ in ein Loch fallen läßt mit der Frage, was denn nun folge. So lautete der Schlusssatz „Ihr könnt doch jetzt wirklich nicht behaupten, dass es das jetzt war.“ Doch, das war es, der Prozess ist zu Ende, das Gericht hat Recht gesprochen, das nicht immer mit Gerechtigkeit kongruent ist. Dies arbeitet Röggla bestens heraus. Der Reflex zu einer Vorverurteilung wird durch möglichst objektivierte Gerichtsarbeit vermieden bzw. überlagert. Schwer auszuhalten im Einzelfall, aber notwendig für den Rechtsstaat, dessen Handeln die Autorin im Blick hat. Das Buch ist richtigerweise für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert. Es wird zum Lesen empfohlen, man darf aber nicht die Erwartung an einen spannungsgeladenen Roman haben, sondern das Sezieren eines Gerichtsprozesses, der zum Teil eine blackbox bleiben muss. Ein Gesellschaftsroman im besten Sinne!
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Anspruchsvolles zum NSU-Prozess

Klaus Effing aus Köln am 09.09.2023
Bewertungsnummer: 2017960
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Autorin Kathrin Röggla legt mit „Laufendes Verfahren“ ein anspruchsvolles Buch vor. Dies betrifft sowohl den Inhalt, die Erzählperspektive als auch den gewählten Schreibstil. Es geht um den Prozess um die Täterin und die Täter des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund), die zehn Menschen brutal getötet haben, Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle verübt haben. Der Prozess fand im Zeitraum von 2013 bis 2018 statt und endete mit lebenslangen Haftstrafen. Endlich wurden 2021 auch die Revisionen der Verurteilten verworfen. Röggla beschreibt diesen Prozess von der Besuchertribüne aus. Sie macht dies klug, sie läßt ein „Wir“ sprechen. „Wir“ setzt sich aus Menschen zusammen, die aus unterschiedlichen Interessen den Prozess beobachten. Es gibt die „Grundsatzyildiz“, den „Gerichtsopa“, die „Omagegenrechts“, den „Bloggerklaus“ usw. Sie stellen symbolisch den Querschnitt der Gesellschaft dar, die unterschiedliches Interesse an dem Prozess hatte. Der Schreibstil im gewöhnungsbedürftigen Futur II ist anspruchsvoll, die Handlung dümpelt etwas dahin und stellt damit die „langweilige“ Routine von Strafprozessen dar. Meist geht es um Befangenheitsanträge, Gutachten und weitere wenig aufregende eher bürokratische Dinge. Und wenn es spannend wird, geht es ganz schnell wie bei den Plädoyers oder dem Urteilsspruch, der das „Wir“ in ein Loch fallen läßt mit der Frage, was denn nun folge. So lautete der Schlusssatz „Ihr könnt doch jetzt wirklich nicht behaupten, dass es das jetzt war.“ Doch, das war es, der Prozess ist zu Ende, das Gericht hat Recht gesprochen, das nicht immer mit Gerechtigkeit kongruent ist. Dies arbeitet Röggla bestens heraus. Der Reflex zu einer Vorverurteilung wird durch möglichst objektivierte Gerichtsarbeit vermieden bzw. überlagert. Schwer auszuhalten im Einzelfall, aber notwendig für den Rechtsstaat, dessen Handeln die Autorin im Blick hat. Das Buch ist richtigerweise für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert. Es wird zum Lesen empfohlen, man darf aber nicht die Erwartung an einen spannungsgeladenen Roman haben, sondern das Sezieren eines Gerichtsprozesses, der zum Teil eine blackbox bleiben muss. Ein Gesellschaftsroman im besten Sinne!

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Der Prozess

Bewertung am 26.07.2023

Bewertungsnummer: 1987846

Bewertet: eBook (ePUB)

Kathrin Röggla hatte schon ein Theaterstück über den NSU-Prozess gemacht, jetzt folgt der Roman. Über den Ablauf und Inhalt des NSU-Prozess erfährt man nicht so viel, da muss man Kenntnisse darüber schon mitbringen. Röggla zeigt unabhängige Zuschauer aus der Mitte der Gesellschaft. Erzählt wird in einer Wir-Form. Daher haben die erzählenden Figuren kein eigenes Profil, aber ihr Blick auf das geschehen lässt einen allgemeinen Eindruck zu. Und es gibt die Figuren in der Zuschauerumgebung des Wir. Da ist z.B. Bloggerklaus, Omagegenrechts und ähnliche skurrile Figuren. Durch die gediegene Erzählform gelingt es Kathrin Röggla Ironie und Leichtigkeit in den ernsten Stoff hinauszubringen. Teilweise finde ich das sehr interessant, streckenweise bleibe ich aber auch ratlos. Immerhin bekommt man einen Eindruck, wie dieser entscheidende Prozess auf die Zuschauer wirkte.
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Der Prozess

Bewertung am 26.07.2023
Bewertungsnummer: 1987846
Bewertet: eBook (ePUB)

Kathrin Röggla hatte schon ein Theaterstück über den NSU-Prozess gemacht, jetzt folgt der Roman. Über den Ablauf und Inhalt des NSU-Prozess erfährt man nicht so viel, da muss man Kenntnisse darüber schon mitbringen. Röggla zeigt unabhängige Zuschauer aus der Mitte der Gesellschaft. Erzählt wird in einer Wir-Form. Daher haben die erzählenden Figuren kein eigenes Profil, aber ihr Blick auf das geschehen lässt einen allgemeinen Eindruck zu. Und es gibt die Figuren in der Zuschauerumgebung des Wir. Da ist z.B. Bloggerklaus, Omagegenrechts und ähnliche skurrile Figuren. Durch die gediegene Erzählform gelingt es Kathrin Röggla Ironie und Leichtigkeit in den ernsten Stoff hinauszubringen. Teilweise finde ich das sehr interessant, streckenweise bleibe ich aber auch ratlos. Immerhin bekommt man einen Eindruck, wie dieser entscheidende Prozess auf die Zuschauer wirkte.

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von Kathrin Röggla

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