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Produktbild: Die Lieben der Melody Shee
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Die Lieben der Melody Shee Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.03.2018

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,5 cm

Gewicht

316 g

Auflage

2

Originaltitel

All We Shall Know

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

EAN

2710000751304

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.03.2018

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,5 cm

Gewicht

316 g

Auflage

2

Originaltitel

All We Shall Know

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

EAN

2710000751304

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truepages UG (haftungsbeschränkt)
truepages UG (haftungsbeschränkt), Westermühlstrasse 29, DE-80469 München
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Diogenes Verlag AG, Sprecherstrasse 8, CH-8032 Zürich
info@diogenes.ch

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Ehebruch in Irland...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 02.07.2021

Bewertungsnummer: 3029734

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als Melodys Mann sich nach zwei Fehlgeburten heimlich sterilisieren lässt, beantwortet sie diesen Vertrauensbruch mit einer Affäre und wird schwanger – von einem ihrer Schüler. Das hat Konsequenzen im erzkatholischen Irland. Melody schwankt zwischen dem stillen Glück, das das werdende Leben in ihr auslöst, und der Schuld, die sie mit seiner Entstehung auf sich geladen hat. Doch die Entscheidung, die sie letztlich trifft, ist so unkonventionell wie mutig.  Der Hörer lauscht bei diesem Roman den Tagebucheintragungen der Melody Shee, die etwa in der 12. Schwangerschaftswoche beginnen. Schnell wird klar: da ist ein Mensch in Not, denn Melody denkt darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Und das obwohl sie doch schwanger ist - endlich.  Doch so einfach ist das nicht, denn sie ist nicht schwanger von ihrem Ehemann, der sich ohne ihr Wissen hat sterilisieren lassen, sondern von einem ihrer Schüler, 17 Jahre jung - und ein Traveller. Im erzkatholischen Irland ist Ehebruch eine Todsünde, und so verlässt Melodys Ehemann sie umgehend, sobald er von ihrer Schwangerschaft erfährt. Allein in ihrem Haus, widmet sich Melody ihren Erinnerungen, Gefühlen, Gedanken, die sich in den wöchentlichen Tagebucheintragungen manifestieren. So erhält man beim Hören nach und nach Einblicke in die Jahre ihrer Ehe - der Ehebruch war nur der traurige Schlusspunkt, verkorkst war die Ehe schon zuvor.  Die rigiden gesellschaftlich-kirchlichen Moralvorstellungen schnüren einem schon beim Hören teilweise die Luft ab, zumal Frauen davon (wieder einmal) stärker betroffen zu sein scheinen als Männer. Melody ist in ihrem Ort nun eine Geächtete, und selbst wenn sie in ihrer Wut einmal die Verfehlungen ihres Mannes herausschreit, ändert das nichts an ihrer eigenen Position. Der Vater des ungeborenen Kindes tritt hier nicht selbst in Erscheinung - er ist mit einigen anderen Männern seiner Sippe des fahrenden Volkes unterwegs, um Arbeit zu verrichten, ungewiss, wann er wiederkommen wird. Aber Melody lernt ein junges Mädchen derselben Sippe kennen, die wie sie selbst eine Geächtete ist - in ihrer eigenen Familie. Die zwei einsamen Seelen nähern sich an, tun sich gut, bis… Etwa die Hälfte des Hörbuchs empfand ich als sehr eindringlich, da es sich hier v.a. um die Ehe, die Kindheit und die aktuelle Situation der Melody Shee dreht. Einsamkeit, Traurigkeit, Wut, Schuldgefühle, Angst - all das ist nahezu greifbar, dicht und eindringlich geschildert.  Ab der Hälfte des Hörbuchs jedoch richtet sich das Geschehen mehr und mehr nach außen. Melodys Vater spielt hier ebenso eine Rolle wie die junge Travellerin mit ihrer Familienfehde. Dadurch zerfaserst die Erzählung zunehmend, und am Ende wird der Hörer schließlich komplett hängen gelassen. Es ist nicht klar, wie es weitergeht - mit der Schwangerschaft, mit dem Mädchen, mit Melody selbst. Keine einfache Erzählung. Vor allem anfangs beklemmend und düster, später ein wenig von Hoffnung durchzogen, die jedoch trügerisch zu sein scheint. Familienfehden, Todsünden, ein enges gesellschaftliches Korsett, Lebensträume und Enttäuschungen, Schuldgefühle - eine ganze Ansammlung schwerer Themen, die jedoch in einem eher nüchternen, fast lakonischen Schreibstil präsentiert werden. Donal Ryan muss man in jedem Fall attestieren, sich hervorragend in die Lage der Melody Shee versetzen zu können - kaum zu glauben, dass diese Zeilen von einem Mann geschrieben wurden… Ilknur Bahadir liest die ungekürzte Fassung (7 Stunden und 9 Minuten) dem ruhigen Schreibstil entsprechend unaufgeregt und eher bedächtig, was mir gut gefallen hat. Da mich das Hörbuch nur zur Hälfte wirklich überzeugen konnte, gibt es hier von mir nur gute 3 Sterne.   © Parden

Ehebruch in Irland...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 02.07.2021
Bewertungsnummer: 3029734
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als Melodys Mann sich nach zwei Fehlgeburten heimlich sterilisieren lässt, beantwortet sie diesen Vertrauensbruch mit einer Affäre und wird schwanger – von einem ihrer Schüler. Das hat Konsequenzen im erzkatholischen Irland. Melody schwankt zwischen dem stillen Glück, das das werdende Leben in ihr auslöst, und der Schuld, die sie mit seiner Entstehung auf sich geladen hat. Doch die Entscheidung, die sie letztlich trifft, ist so unkonventionell wie mutig.  Der Hörer lauscht bei diesem Roman den Tagebucheintragungen der Melody Shee, die etwa in der 12. Schwangerschaftswoche beginnen. Schnell wird klar: da ist ein Mensch in Not, denn Melody denkt darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Und das obwohl sie doch schwanger ist - endlich.  Doch so einfach ist das nicht, denn sie ist nicht schwanger von ihrem Ehemann, der sich ohne ihr Wissen hat sterilisieren lassen, sondern von einem ihrer Schüler, 17 Jahre jung - und ein Traveller. Im erzkatholischen Irland ist Ehebruch eine Todsünde, und so verlässt Melodys Ehemann sie umgehend, sobald er von ihrer Schwangerschaft erfährt. Allein in ihrem Haus, widmet sich Melody ihren Erinnerungen, Gefühlen, Gedanken, die sich in den wöchentlichen Tagebucheintragungen manifestieren. So erhält man beim Hören nach und nach Einblicke in die Jahre ihrer Ehe - der Ehebruch war nur der traurige Schlusspunkt, verkorkst war die Ehe schon zuvor.  Die rigiden gesellschaftlich-kirchlichen Moralvorstellungen schnüren einem schon beim Hören teilweise die Luft ab, zumal Frauen davon (wieder einmal) stärker betroffen zu sein scheinen als Männer. Melody ist in ihrem Ort nun eine Geächtete, und selbst wenn sie in ihrer Wut einmal die Verfehlungen ihres Mannes herausschreit, ändert das nichts an ihrer eigenen Position. Der Vater des ungeborenen Kindes tritt hier nicht selbst in Erscheinung - er ist mit einigen anderen Männern seiner Sippe des fahrenden Volkes unterwegs, um Arbeit zu verrichten, ungewiss, wann er wiederkommen wird. Aber Melody lernt ein junges Mädchen derselben Sippe kennen, die wie sie selbst eine Geächtete ist - in ihrer eigenen Familie. Die zwei einsamen Seelen nähern sich an, tun sich gut, bis… Etwa die Hälfte des Hörbuchs empfand ich als sehr eindringlich, da es sich hier v.a. um die Ehe, die Kindheit und die aktuelle Situation der Melody Shee dreht. Einsamkeit, Traurigkeit, Wut, Schuldgefühle, Angst - all das ist nahezu greifbar, dicht und eindringlich geschildert.  Ab der Hälfte des Hörbuchs jedoch richtet sich das Geschehen mehr und mehr nach außen. Melodys Vater spielt hier ebenso eine Rolle wie die junge Travellerin mit ihrer Familienfehde. Dadurch zerfaserst die Erzählung zunehmend, und am Ende wird der Hörer schließlich komplett hängen gelassen. Es ist nicht klar, wie es weitergeht - mit der Schwangerschaft, mit dem Mädchen, mit Melody selbst. Keine einfache Erzählung. Vor allem anfangs beklemmend und düster, später ein wenig von Hoffnung durchzogen, die jedoch trügerisch zu sein scheint. Familienfehden, Todsünden, ein enges gesellschaftliches Korsett, Lebensträume und Enttäuschungen, Schuldgefühle - eine ganze Ansammlung schwerer Themen, die jedoch in einem eher nüchternen, fast lakonischen Schreibstil präsentiert werden. Donal Ryan muss man in jedem Fall attestieren, sich hervorragend in die Lage der Melody Shee versetzen zu können - kaum zu glauben, dass diese Zeilen von einem Mann geschrieben wurden… Ilknur Bahadir liest die ungekürzte Fassung (7 Stunden und 9 Minuten) dem ruhigen Schreibstil entsprechend unaufgeregt und eher bedächtig, was mir gut gefallen hat. Da mich das Hörbuch nur zur Hälfte wirklich überzeugen konnte, gibt es hier von mir nur gute 3 Sterne.   © Parden

Sehr guter Anfang, enttäuschend ab der Mitte

Maki am 26.01.2019

Bewertungsnummer: 1167419

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrer Ehe unglücklich, beginnt die Lehrerin Melody eine Affäre mit dem Traveller-Jungen, dem sie Lesen und Schreiben beibringen sollte. Nun ist sie schwanger. Ihr Mann ist ausgezogen. Ihr Tagebuch startet in der zwölften Woche. Wöchentlich führt sie Tagebuch, beschreibt ihren Alltag, die Emotionen einer Frau in deren Bauch ein Mensch heranwächst, eine betrügende Ehefrau im katholischen Irland zu sein. Sie blickt auf ihr Leben. So vieles ist schiefgelaufen. Die Gegenwart ist das Resultat der Fehler der Vergangenheit. Mir ist es wunderbar gelungen in die Geschichte hineinzufinden, die Erzählweise hat mich sofort gepackt und in Melodys Gedanken- und Gefühlswelt hineingezogen. Ihre Geschichte ist sehr authentisch, kaum zu glauben, dass dieses Tagebuch von einem Mann geschrieben wurde. Offen und ehrlich beschreibt sie ihren Alltag, was sie denkt und fühlt. Die Beziehung zu ihrem Erzkatholischen Vater, der sie liebt und gleichzeitig den Bastard, die Todsünde, in ihr wachsen sieht. Sie blickt auf Ihr Leben, ihre gescheiterte Ehe, begangenen Fehler zurück. Sie fühlt sich immer mehr zu den Travellers hingezogen, hat nun eine neue Schülerin und da verliert sich die Geschichte. Melody verkommt zu einer Nebenfigur ihrer eigenen Geschichte und die Lücke wird nicht gefüllt. Wir sind mal hier, mal da. Das Band zwischen Leser und Melody wird gedehnt bis es nicht mehr vorhanden ist. Das ist mein zweites Buch von Ryan und wie auch in "Die Gesichter der Wahrheit" war ich auch bei diesem Buch am Ende enttäuscht. Auch hier hat er sich ab der Mitte verloren. Das Ende auch hier voll offener Fragen. Es ist kein Ende einer Geschichte, die Frau hat einfach aufgehört Tagebuch zu schreiben, auf all die Fragen als Leser gibt es keine Antwort mehr. Ich fand es sehr schade, dass nach dem tollen Anfang so ein übler Nachgeschmack blieb.

Sehr guter Anfang, enttäuschend ab der Mitte

Maki am 26.01.2019
Bewertungsnummer: 1167419
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrer Ehe unglücklich, beginnt die Lehrerin Melody eine Affäre mit dem Traveller-Jungen, dem sie Lesen und Schreiben beibringen sollte. Nun ist sie schwanger. Ihr Mann ist ausgezogen. Ihr Tagebuch startet in der zwölften Woche. Wöchentlich führt sie Tagebuch, beschreibt ihren Alltag, die Emotionen einer Frau in deren Bauch ein Mensch heranwächst, eine betrügende Ehefrau im katholischen Irland zu sein. Sie blickt auf ihr Leben. So vieles ist schiefgelaufen. Die Gegenwart ist das Resultat der Fehler der Vergangenheit. Mir ist es wunderbar gelungen in die Geschichte hineinzufinden, die Erzählweise hat mich sofort gepackt und in Melodys Gedanken- und Gefühlswelt hineingezogen. Ihre Geschichte ist sehr authentisch, kaum zu glauben, dass dieses Tagebuch von einem Mann geschrieben wurde. Offen und ehrlich beschreibt sie ihren Alltag, was sie denkt und fühlt. Die Beziehung zu ihrem Erzkatholischen Vater, der sie liebt und gleichzeitig den Bastard, die Todsünde, in ihr wachsen sieht. Sie blickt auf Ihr Leben, ihre gescheiterte Ehe, begangenen Fehler zurück. Sie fühlt sich immer mehr zu den Travellers hingezogen, hat nun eine neue Schülerin und da verliert sich die Geschichte. Melody verkommt zu einer Nebenfigur ihrer eigenen Geschichte und die Lücke wird nicht gefüllt. Wir sind mal hier, mal da. Das Band zwischen Leser und Melody wird gedehnt bis es nicht mehr vorhanden ist. Das ist mein zweites Buch von Ryan und wie auch in "Die Gesichter der Wahrheit" war ich auch bei diesem Buch am Ende enttäuscht. Auch hier hat er sich ab der Mitte verloren. Das Ende auch hier voll offener Fragen. Es ist kein Ende einer Geschichte, die Frau hat einfach aufgehört Tagebuch zu schreiben, auf all die Fragen als Leser gibt es keine Antwort mehr. Ich fand es sehr schade, dass nach dem tollen Anfang so ein übler Nachgeschmack blieb.

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Die Lieben der Melody Shee

von Donal Ryan

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