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Was tun, wenn plötzlich alles, woran wir glauben, auf der Kippe steht? Ein hochspannender Roman über eine Familie, die mit der Tochter auch den Zusammenhalt zu verlieren droht. Und von einer Gesellschaft, die immer weiter auseinanderdriftet.
Für die lebensfrohe Sofie ist ihre Familie ein Glücksfall. Sie, ihr Vater Markus und ihre Mutter Kerstin geben einander Sicherheit und wissen auch, was dem jeweils anderen wichtig ist. Als Markus seine Tochter mit Konzerttickets für ihre Lieblingssängerin überrascht, geht für diese ein Traum in Erfüllung. Der Abend nimmt jedoch eine schreckliche Wendung: Auf dem Konzert wird ein Anschlag verübt, auch Sofie ist unter den Opfern.
Das einst so glückliche Ehepaar verliert die Balance. Währenddessen spitzt sich die gesellschaftliche Situation zu und die Familie muss mitansehen, wie ihr Unglück politisch instrumentalisiert wird.
Im Moment tiefster Verzweiflung erinnert sich Markus an die soziale Lebenskraft seiner Tochter und beschließt, nicht aufzugeben. Er sucht weiterhin das Gespräch und fasst sogar den gewagten Entschluss, die Familie des Mörders aufzusuchen …
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Brutale Poesie
mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 25.01.2026
Bewertungsnummer: 3024420
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Markus Stegner überrascht seine zwölfjährige Tochter Sofie und schenkt ihr Karten für ein Konzert ihrer Lieblingssängerin. Begleitet wird Sofie von Markus Schwester Isabel und deren Tochter Lotte, er selbst wartet in der Nähe, um später mit Sofie nach Hause zu fahren. Nachdem der letzte Ton verklungen ist, macht sich Markus auf den Weg zu Sofie, als das Unbegreifliche passiert: es wird ein Anschlag verübt und Sofie ist unter den Opfern.
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»Er sucht, am Boden liegend, die Fläche ab, er reißt die Augen auf, stellt alle Sinne scharf, durchdringt den Nebel, und dann denkt er noch einmal, dass der Nebel bleiben muss, der Nebel muss alles zudecken, was er sieht, alles luftdicht verpacken und verhüllen, wirklich alles, für immer.« (Seite 62)
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Gerade erst hat Sofie ihren Schulfreund Tobias zu sich nach Hause eingeladen, mit ihm und ihrem Vater einen tollen Nachmittag verbracht. Man kann hier nicht von Schmetterlingen im Bauch sprechen, aber für Tobias war es schon nah dran. Die Zukunft wird schön, einfach wunderbar. Eine große Überraschung hat Markus geplant, Kerstin, die Mutter, bleibt zu Hause, ohne Tochter und Mann. Man konnte nicht ahnen, nicht wissen, nicht einmal daran denken, was dann passiert ist. Wie lebt man danach weiter? Wie überlebt man, was geschah?
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»Nein, du irrst dich. So wie du dich geirrt hast, als du die Konzertkarten gekauft hast. Und als du losgefahren bist, in die falsche Richtung, an den falschen Ort, am falschen Tag. Ich muss dir sagen, dass du dich irrst und dass ich dir nicht vergeben kann, was du getan hast. Unwissentlich, ja, aber das nutzt mir nichts. Es spielt keine Rolle, du bist verantwortlich. Du bist schuld.« (Seite 167)
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Schritt für Schritt führt Jan Costin Wagner gewohnt routiniert durch ein schwieriges Thema, durch diese Tragödie, teilt diese in Tage, in ein Davor und ein Danach. Ich teile Sofies Begeisterung, die Freude von Tobias, den Stolz von Markus und fühle Kerstins Schmerz, danach. Wie unterschiedlich Menschen trauern, das wird mit jeder Seite klar; manchen verschlägt es die Sprache, andere suchen die Heilung und nicht wenige die Konfrontation, besessen von Wut und Hass auf alles, was nicht in ihr Weltbild passt. Ohne den erhobenen Zeigefinger, emphatisch und bewegend kreiert der Autor ein Drama, das mich tief berührt hat. Dies in einer Sprache, die begeistert, mancher Satz poetisch und brutal gleichermaßen. Große Leseempfehlung!
Eden des Autors Jan Costin…
Nele33 am 20.01.2026
Bewertungsnummer: 3022621
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Eden des Autors Jan Costin Wagner reiht sich in die schwierigen Themen ein, mit denen der Autor schon des Öfteren bei mir Punkten konnte. Das Buch startet mit einer regelrechten Familienidylle: Der Architekt Markus Stenger hat alles, was man für ein glückliches Leben braucht, zuoberst steht für ihn seine 12-jährige Tochter Sofie. Diese vergöttert er geradezu. So kann er ihr auch den Wunsch nach einem Konzert ihrer Lieblingssängerin Ariana La Vega nicht abschlagen und besorgt kurzerhand Karten für Sofie, Tante und Cousine. Während er im Foyer auf die Konzertgänger wartet, kommt es zum unvorstellbarem: Es explodiert ein Sprengsatz. Ab diesem Zeitpunkt ist für die Familie, Angehörige und Freunde das Leben nicht mehr wie es vorher war. Der Autor beleuchtet die Situation, die einem realen Geschehen angelehnt sind, aus den unterschiedlichen Perspektiven und dies sehr eindrücklich. Auch die Warte des Selbstmordattentäters findet sein Kapitel, für mich sehr schwierig zu lesen, da mir da jedes Verständnis für fehlt. Der Versuch auch dieses Leben zu beleuchten ist dennoch auch wichtig und gut. Ein schwieriges Buch ein äußerst schwieriges Thema: Abschied, Verlust, Trauer, Unverständnis und eine große Portion Gesellschaftskritik haben das Buch von der ersten Seite an fesselnd und lässt mich nachdenklich zurück. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein schwieriges Thema. Allein der Gedanke daran, sein eigenes Kind bei einem Terroranschlag zu verlieren ist unfassbar. Das Buch ist herzzereissend und sehr politisch. Ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft, wie wir denken, wie wir handeln und wie wir vergessen haben miteinander zu reden. Oder war es nie anders?
Jan Costin Wagner hat einen sehr eigenen Erzählstil, den wahrscheinlich nicht alle mögen, aber mich hat es überzeugt.
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