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Produktbild: Die elf Gehirne der Seidenspinnerraupe
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Die elf Gehirne der Seidenspinnerraupe

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2020

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19/12,9/3 cm

Gewicht

320 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002438081

Beschreibung

Rezension

»Popliteratur in einer existentiellen Variante.« ("Die Zeit")
»Uwe Kopf hat eine Sprache der verblüffenden, vollkommen lakonischen und vollkommen bezaubernden Poesie erfunden, in der Momente und Gesten [...] absurde Tatsachen und wahre Erfindungen die schillerndsten Verbindungen eingehen.« ("Rolling Stone")
»»Die elf Gehirne der Seidenspinnerraupe« ist mit seiner sprachlichen Präzision, seiner inhaltlichen Wucht und seinem tragikomischen Witz ein Buch, das Superlative verdient.« ("Deutschlandfunk")
»Ein sprachlich furioses Werk, voller Traurigkeit, drastischer Komik und Brillianz.« ("Brigitte")
»Kopfs Roman ist die zärtliche Studie eines Scheiterns, über das sich nicht selten die Wut wölbt - über die mutwillige Milieuverhaftung des Kleinbürgertums.« ("Hamburger Abendblatt")
»Sein Roman »Die elf Gehirne der Seidenspinnerraupe« ist sein bitterschönes Vermächtnis. Es ist die Chronik eines angekündigten Todes.« ("Stuttgarter Nachrichten")
»Die Veröffentlichung seines wütenden, traurigen, zärtlichen Buchs kann Kopf leider nicht mehr selbst erleben.« ("Der Spiegel Fernsehen")
»Durch seine Fähigkeit, Menschen im Innersten zu berühren, wird er weiterleben.« ("B.Z. am Sonntag")
»In diesem Buch steckt alles, was Uwe ausmachte: sein Herz und seine Wut, seine Direktheit und sein Witz, seine Urteilskraft und Leidenschaft.« ("Rolling Stone")
»Es ist grandios geworden und sollte eigentlich das Debüt eines großen Schriftstellers sein; nun ist es zugleich sein letztes Buch.« ("NDR")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2020

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19/12,9/3 cm

Gewicht

320 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002438081

Herstelleradresse

HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
Harvestehuder Weg 42, 20149 Hamburg, Deutschland
produktsicherheit@hoca.de

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Spannend

J. Kaiser am 31.01.2020

Bewertungsnummer: 1288615

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Held in stammt aus kleinen Verhältnissen, aufgewachsen in der alten Bundesrepublik, im Arbeiterviertel Hamburg-Barmbek, ein Porträt eines Menschen und einer längst vergangenen Zeit. Toms Freunde heissen Lori und Rolle, die mit ihm gern einen Jever Pils trinken, zur Not tut es auch Holsten. Er liebt die Musik von Rory Gallager und das Schauen von Horrorfilmen, gelernt hat er nichts Richtiges, und er schlägt sich damit durch, von seinem älteren Bruder eine Art Rente von 500 Mark zu bekommen und bei der Post als Sortieraushilfskraft zu arbeiten. Mit 40 zieht er einen Schlussstrich. Tom ist ein Niemand, wozu er steht, er weiss das. Aber er ist auch ein sanfter, ein Jesus artiger Typ, denn die Frauen mögen, ohne dass er übermässig viel Glück mit ihnen haben würde. Kurzum: ein sympathischer Verlierer, der nicht so recht weiss, was er auf dieser Welt soll. Empfehlenswert.

Spannend

J. Kaiser am 31.01.2020
Bewertungsnummer: 1288615
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Held in stammt aus kleinen Verhältnissen, aufgewachsen in der alten Bundesrepublik, im Arbeiterviertel Hamburg-Barmbek, ein Porträt eines Menschen und einer längst vergangenen Zeit. Toms Freunde heissen Lori und Rolle, die mit ihm gern einen Jever Pils trinken, zur Not tut es auch Holsten. Er liebt die Musik von Rory Gallager und das Schauen von Horrorfilmen, gelernt hat er nichts Richtiges, und er schlägt sich damit durch, von seinem älteren Bruder eine Art Rente von 500 Mark zu bekommen und bei der Post als Sortieraushilfskraft zu arbeiten. Mit 40 zieht er einen Schlussstrich. Tom ist ein Niemand, wozu er steht, er weiss das. Aber er ist auch ein sanfter, ein Jesus artiger Typ, denn die Frauen mögen, ohne dass er übermässig viel Glück mit ihnen haben würde. Kurzum: ein sympathischer Verlierer, der nicht so recht weiss, was er auf dieser Welt soll. Empfehlenswert.

Das Land des Lächelns. Das…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 09.11.2020

Bewertungsnummer: 2790571

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Land des Lächelns. Das Land des Verschweigens. Der Roman beginnt mit den Vorbereitungen für einen Mord. Der Protagonist Tom wirft noch einmal mit Sunil verfeinerte Wäsche in die Maschine, bestellt sich Pizza und Bier und packt ein Geschenk ein. Die letzte Etappe seines Lebenswegs, eines Lebens auf emotionaler Sparflamme, bevor er sich im Mai 1998 selbst mordete. Für ihn galt nicht: die Hoffnung stirbt zuletzt. Er hatte keine Hoffnung mehr 40 Jahre nach seiner Geburt. Der Autor beschreibt das Leben der Brüder Tom und Sören. Mal in der 1., mal in der 3. Person. Meist in ziemlich schnoddrigem Ton, mit versteckter Sensibilität. Tom und der etwas ältere Sören sind zwei ungleiche Brüder, aufgewachsen mit einer schönen Mutter und einem alkoholkranken Vater mit SS-Vergangenheit. Andere Männer folgten: der Holländer, ein libidinöser Schlagzeuger, der Schläger Hans. Mutter, Oma und die 2 Brüder leben in einer Vorstadt von Hamburg. Die Mutter arbeitete bei der Post, wo auch Tom landete. Sein Bruder Sören machte Karriere als Redakteur, war bei den Frauen beliebt. Während Tom 12 Jahre mit der Puppenbastlerin Tanja zusammenlebte, ohne sie je penetriert zu haben. Erst mit 33 Jahren verlor er seine Jungfernschaft. Über die Freundin seines Bruders lernte er Eva kennen. Sie verliebte sich in Tom und er in sie: er war besoffen von ihr. Für ihn war diese Liebe für die Ewigkeit, eine Zukunft ohne Eva: unvorstellbar. „Mit Eva hatte ich eine ganze Welt, eine neue Welt.“ Aber sie entfloh dieser Enge und dieser eifersüchtigen Inbesitznahme. Immer wieder werden wie die Streusel eines Kuchens Namen, Begriffe, Orte und Song-, Buch- und Filmtitel der damaligen Populärkultur eingestreut. Und immer wieder Songs des bewunderten Rory Gallagher. Toms nihilistisches Denkschema kreiste um „Lieber ein Nichts, bevor ich zum Mittelmäßigen aufsteige.“ Der Roman ist Zeitgeschichte und Spiegelbild der späten Nachkriegszeit, das Porträt einer gescheiterten Generation. Die Traumata der Älteren pflanzten sich unbemerkt fort, ummantelt von Schweigen. Es ist eine Choreographie des Scheiterns, eine schleichende Tragödie, eine Sinfonie des Ennui, der Ausweglosigkeit und des Lebensüberdrusses, ohne Pathos und ohne Happy end. Ein mumifiziertes Leben ohne die heute so gepriesenen Selbstoptimierung. Uwe Kopf gelingt es, in all dieser Tragik eines ungelebten Lebens, die Mitreisenden im Karussell, Lori, Rollo, Mads, Herr Börme, Herr Hirtz humorvoll und lebendig zu beschreiben. Sein Stil ist plastisch, lebendig und trifft realistisch den Jargon jener Zeit. Man gerät in den Sog, immer weiter zu lesen. Und erst zum Schluss öffnet sich die Tür, die dem Leser Zugang zu Toms Trauma, zu seiner Lebensverweigerung öffnet. Ein Abschluss, mit dem zumindest ich nicht gerechnet habe. Ein Abschluss, der uns das Unaus-sprechliche einer verletzten Seele, die von tiefer Angst, Ekel und Leere erfüllt war, vorführt. Uwe Kopf ist mit seinem einzigen Roman ,er verstarb im Jahre 2017, ein eindrucksvolles menschliches und zeitgeschichtliches Dokument gelungen.

Das Land des Lächelns. Das…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 09.11.2020
Bewertungsnummer: 2790571
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Land des Lächelns. Das Land des Verschweigens. Der Roman beginnt mit den Vorbereitungen für einen Mord. Der Protagonist Tom wirft noch einmal mit Sunil verfeinerte Wäsche in die Maschine, bestellt sich Pizza und Bier und packt ein Geschenk ein. Die letzte Etappe seines Lebenswegs, eines Lebens auf emotionaler Sparflamme, bevor er sich im Mai 1998 selbst mordete. Für ihn galt nicht: die Hoffnung stirbt zuletzt. Er hatte keine Hoffnung mehr 40 Jahre nach seiner Geburt. Der Autor beschreibt das Leben der Brüder Tom und Sören. Mal in der 1., mal in der 3. Person. Meist in ziemlich schnoddrigem Ton, mit versteckter Sensibilität. Tom und der etwas ältere Sören sind zwei ungleiche Brüder, aufgewachsen mit einer schönen Mutter und einem alkoholkranken Vater mit SS-Vergangenheit. Andere Männer folgten: der Holländer, ein libidinöser Schlagzeuger, der Schläger Hans. Mutter, Oma und die 2 Brüder leben in einer Vorstadt von Hamburg. Die Mutter arbeitete bei der Post, wo auch Tom landete. Sein Bruder Sören machte Karriere als Redakteur, war bei den Frauen beliebt. Während Tom 12 Jahre mit der Puppenbastlerin Tanja zusammenlebte, ohne sie je penetriert zu haben. Erst mit 33 Jahren verlor er seine Jungfernschaft. Über die Freundin seines Bruders lernte er Eva kennen. Sie verliebte sich in Tom und er in sie: er war besoffen von ihr. Für ihn war diese Liebe für die Ewigkeit, eine Zukunft ohne Eva: unvorstellbar. „Mit Eva hatte ich eine ganze Welt, eine neue Welt.“ Aber sie entfloh dieser Enge und dieser eifersüchtigen Inbesitznahme. Immer wieder werden wie die Streusel eines Kuchens Namen, Begriffe, Orte und Song-, Buch- und Filmtitel der damaligen Populärkultur eingestreut. Und immer wieder Songs des bewunderten Rory Gallagher. Toms nihilistisches Denkschema kreiste um „Lieber ein Nichts, bevor ich zum Mittelmäßigen aufsteige.“ Der Roman ist Zeitgeschichte und Spiegelbild der späten Nachkriegszeit, das Porträt einer gescheiterten Generation. Die Traumata der Älteren pflanzten sich unbemerkt fort, ummantelt von Schweigen. Es ist eine Choreographie des Scheiterns, eine schleichende Tragödie, eine Sinfonie des Ennui, der Ausweglosigkeit und des Lebensüberdrusses, ohne Pathos und ohne Happy end. Ein mumifiziertes Leben ohne die heute so gepriesenen Selbstoptimierung. Uwe Kopf gelingt es, in all dieser Tragik eines ungelebten Lebens, die Mitreisenden im Karussell, Lori, Rollo, Mads, Herr Börme, Herr Hirtz humorvoll und lebendig zu beschreiben. Sein Stil ist plastisch, lebendig und trifft realistisch den Jargon jener Zeit. Man gerät in den Sog, immer weiter zu lesen. Und erst zum Schluss öffnet sich die Tür, die dem Leser Zugang zu Toms Trauma, zu seiner Lebensverweigerung öffnet. Ein Abschluss, mit dem zumindest ich nicht gerechnet habe. Ein Abschluss, der uns das Unaus-sprechliche einer verletzten Seele, die von tiefer Angst, Ekel und Leere erfüllt war, vorführt. Uwe Kopf ist mit seinem einzigen Roman ,er verstarb im Jahre 2017, ein eindrucksvolles menschliches und zeitgeschichtliches Dokument gelungen.

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Die elf Gehirne der Seidenspinnerraupe

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