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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.09.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

19,3/12,3/1,5 cm

Gewicht

180 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710004812353

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Akzeptabel

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.09.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

19,3/12,3/1,5 cm

Gewicht

180 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710004812353

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Dystopie oder Utopie?

Eva am 28.04.2026

Bewertungsnummer: 3123082

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auf einer beliebten Urlaubsinsel bleiben die Fähren aus, mit ihnen die Tourist*innen. Ein isolierter Ort. Die Insel. Sie ist aus der Zeit gefallen, seit die Fähren nicht mehr kommen und keine Gäste mehr bringen. Wenige sind noch da, harren aus. Und dann taucht ein Mädchen auf, das Fragen stellt. 2024 wurde Thea Mengelers Nach den Fähren mit dem Preis der Hotlist 2024, dem Preis für die besten Bücher aus unabhängigen Verlagen, ausgezeichnet. Es steckt so viel drin in diesem faszinierenden Buch, das mit wenigen Worten auskommt. Es ist ein Roman über Sichtweisen. Wenn das Heute zerbröckelt, dann öffnet sich ein Riss in der Fassade, und dahinter tauchen die verschiedenen Möglichkeiten einer Zukunft auf. Vielleicht ist alles eine Frage der Haltung. Ob wir warten, hoffen, vertrauen, verzweifeln, ob wir Unruhe zulassen oder das Jetzt als Glück annehmen. Das Festhalten an der Vergangenheit verstopft den Weg in das Später, nirgendwo wird es so deutlich wie auf dieser Insel, wo die Vergangenheit nur noch Erinnerung ist. Die Insel besteht aus unfertigen Hotels, aus bröckelndem Putz, aus dem Schein eines Zustands, der schon lange nicht mehr ist. Und dann kommen die Fragen. Wem gehört die Insel? Was hast Du gemacht? Wer bist Du ohne Deine Aufgabe? Was wolltest Du mal tun? Sie bleiben unbeantwortet, sie stehen im Raum, sie verdichten sich. Statt Antworten gibt es Leerstellen. Genau an diesen Leerstellen entsteht die atmosphärische Dichte des Romans. Die Insel ist ungeheuer plastisch, das Leben inmitten der Natur intensiv geschildert, das Meer rollt, atmet, es rauscht. Die kleine Gesellschaft verändert sich, verschiebt sich, der Regen nässt die Seiten. Die Figuren haben keine Namen, aber der Autorin gelingen komplexe Charaktere ganz nah an der Seele der Menschen. Sie folgt ihrem Innenleben, entwickelt Beziehungen und Lebenseinstellungen. Nach den Fähren ist ein Insel-Roman par excellence. Er ist ein Spiegel gesellschaftlicher Glaubenssätze, stellt Fragen nach Massentourismus und Klimawandel, hinterfragt Strukturen menschlichen Zusammenlebens. Er ist Dystopie mit viel Aussicht auf Utopie, denn es geht uns Lesenden wie den Einwohner*innen. Wir warten mit auf die Fähre und hoffen doch, sie würde niemals kommen.

Dystopie oder Utopie?

Eva am 28.04.2026
Bewertungsnummer: 3123082
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auf einer beliebten Urlaubsinsel bleiben die Fähren aus, mit ihnen die Tourist*innen. Ein isolierter Ort. Die Insel. Sie ist aus der Zeit gefallen, seit die Fähren nicht mehr kommen und keine Gäste mehr bringen. Wenige sind noch da, harren aus. Und dann taucht ein Mädchen auf, das Fragen stellt. 2024 wurde Thea Mengelers Nach den Fähren mit dem Preis der Hotlist 2024, dem Preis für die besten Bücher aus unabhängigen Verlagen, ausgezeichnet. Es steckt so viel drin in diesem faszinierenden Buch, das mit wenigen Worten auskommt. Es ist ein Roman über Sichtweisen. Wenn das Heute zerbröckelt, dann öffnet sich ein Riss in der Fassade, und dahinter tauchen die verschiedenen Möglichkeiten einer Zukunft auf. Vielleicht ist alles eine Frage der Haltung. Ob wir warten, hoffen, vertrauen, verzweifeln, ob wir Unruhe zulassen oder das Jetzt als Glück annehmen. Das Festhalten an der Vergangenheit verstopft den Weg in das Später, nirgendwo wird es so deutlich wie auf dieser Insel, wo die Vergangenheit nur noch Erinnerung ist. Die Insel besteht aus unfertigen Hotels, aus bröckelndem Putz, aus dem Schein eines Zustands, der schon lange nicht mehr ist. Und dann kommen die Fragen. Wem gehört die Insel? Was hast Du gemacht? Wer bist Du ohne Deine Aufgabe? Was wolltest Du mal tun? Sie bleiben unbeantwortet, sie stehen im Raum, sie verdichten sich. Statt Antworten gibt es Leerstellen. Genau an diesen Leerstellen entsteht die atmosphärische Dichte des Romans. Die Insel ist ungeheuer plastisch, das Leben inmitten der Natur intensiv geschildert, das Meer rollt, atmet, es rauscht. Die kleine Gesellschaft verändert sich, verschiebt sich, der Regen nässt die Seiten. Die Figuren haben keine Namen, aber der Autorin gelingen komplexe Charaktere ganz nah an der Seele der Menschen. Sie folgt ihrem Innenleben, entwickelt Beziehungen und Lebenseinstellungen. Nach den Fähren ist ein Insel-Roman par excellence. Er ist ein Spiegel gesellschaftlicher Glaubenssätze, stellt Fragen nach Massentourismus und Klimawandel, hinterfragt Strukturen menschlichen Zusammenlebens. Er ist Dystopie mit viel Aussicht auf Utopie, denn es geht uns Lesenden wie den Einwohner*innen. Wir warten mit auf die Fähre und hoffen doch, sie würde niemals kommen.

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von Thea Mengeler

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