Meine beste Bitch

Nataly Elisabeth Savina

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Beschreibung

„Manchmal schaffen es Menschen, einen anzuziehen wie ein schwarzes Loch.“

Faina hat das Abi hinter sich. Endlich weg aus der miefigen Kleinstadt, fort von der analytischen Psychiaterin-Mutter, die alles zu durchschauen scheint. Endlich nach Berlin, wo alles so flatterhaft, kirschsaft-flirty und funky-glitzernd ist. Das Studium an der Kunsthochschule kann warten. Faina stürzt sich in die Großstadt: Freiheit, Nachtleben, Kultur und hemmungslose Liebe. Denn da ist Julian. Der angehende Performancekünstler, der so aufregend anders ist, mit dem alles so intensiv ist, dem Faina verfällt. Sie ist wie in Trance. Und dann der Schock: Julian verliebt sich in ihre beste Freundin Nike und verrät ihre Verbindung. Rasend vor Wut und Enttäuschung verwüstet Faina Julians Wohnung und tilgt die beiden wichtigsten Menschen aus ihrem Leben. Doch dann geschieht ein Unfall, der ihre Beziehung unter neue Vorzeichen stellt.

Nataly Savina ist ein außergewöhnlicher, bild- und sprachgewaltiger, moderner Entwicklungsroman gelungen, der eine junge Frau auf der Suche nach ihrem wirklichen Ich begleitet. Besonders, berührend, mitreißend, echt.

Sie ist sprachgewaltig, direkt und ehrlich. Ich habe jedes einzelne Wort geglaubt und fand es unheimlich authentisch. Dieses Buch ist das Leben!

Nataly Savina wurde in Riga geboren und ist in Finnland und Deutschland aufgewachsen. Nach ihrem Diplom in Kulturwissenschaften und dem darauffolgenden Drehbuchstudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) gelang ihr mit dem Jugendroman "Herbstattacke" ("Die besten 7 Bücher für junge Leser") der erfolgreiche Einstieg als Romanautorin. Darauf folgte der mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnete Roman "Love Alice". Seit 2009 arbeitet sie zudem als Drehbuchautorin und Dramaturgin für verschiedene Filmförderanstalten und freie Produktionsfirmen im In- und Ausland. Nataly Savina lebt mit ihrer Familie in Berlin..
Tilman Spreckelsen (Jahrgang 1967) studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg und ist heute als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er hat verschiedene Anthologien ediert und ist Herausgeber der ›Bücher mit dem blauen Band‹ bei Fischer. Sein Kriminalroman ›Das Nordseegrab‹ wurde mit dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum 2014 ausgezeichnet, mit ›Der Nordseespuk‹ setzte er den Erfolg fort.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 26.09.2018
Herausgeber Tilman Spreckelsen
Verlag Fischer Kjb
Seitenzahl 288
Maße (L/B/H) 21,3/12,8/3 cm
Gewicht 402 g
Auflage 1. Auflage
Reihe Die Bücher mit dem blauen Band
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7373-4139-4

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Künstlerisch, anspruchsvoll und alles andere als durchschnittlich
von Lainybelle aus Marburg am 26.10.2018

Worum geht's? Alle suchten nach Antworten, nach einer Richtung im Leben, um nicht zwischen durchsichtigen, aber undurchdringlichen Wänden, die sich aufeinander zubewegten, zerquetscht zu werden. Viele richtige Fragen blieben dabei auf der Strecke. (S. 353) Durch ihre Freundschaft zu Nike verändert Fainas Leben sich durch u... Worum geht's? Alle suchten nach Antworten, nach einer Richtung im Leben, um nicht zwischen durchsichtigen, aber undurchdringlichen Wänden, die sich aufeinander zubewegten, zerquetscht zu werden. Viele richtige Fragen blieben dabei auf der Strecke. (S. 353) Durch ihre Freundschaft zu Nike verändert Fainas Leben sich durch und durch. Umso schwerer fällt es ihr zurückzubleiben und das letzte Schuljahr zu überstehen, als Nike ohne sie in die Welt hinauszieht, um zu studieren und ihr Glück zu finden. Kaum hat sie das Abi endlich in der Tasche, bricht auch Faina auf: um dem jungen Künstler Julian nach Berlin zu folgen. Um frei, geliebt und alles andere als normal zu sein. Um das Leben zu feiern. Doch dann ist es ausgerechnet Nike, die Fainas Welt ein weiteres Mal völlig auf den Kopf stellt - und diesmal nicht zum Guten. Was mich neugierig gemacht hat: Ich habe das Buch bereits in der Verlagsvorschau entdeckt und freue mich sehr, es hier auf dem Blog vorstellen zu dürfen! Nach „Love Alice", das ich vor fünf Jahren (!) gelesen habe, war ich sehr gespannt auf das neue Werk der Autorin und wusste, es würde alles andere als ein Mainstream-Buch. Wie es mir gefallen hat: Ein Buch mit Anspruch, mit einem Erzählstil, der wie ein fruchtig-schweres Aroma die Seiten durchwirkt, mit künstlerischer Echtheit, einem hohen Maß an geradezu poetischer Skurrilität und den Irrungen und Wirrungen, wie das Leben sie schreibt. „Meine beste Bitch" zu lesen, ist in jedem Fall ein besonderes Leseerlebnis, und meine Erwartung, etwas in jedem Sinne Außergewöhnliches präsentiert zu bekommen, hat sich absolut erfüllt. Obwohl es eine in manchen Zügen typische Geschichte unserer Zeit ist, bekommt sie ihre unverwechselbare Note. Man muss sich auf Fainas Welt einlassen - oder besser gesagt: auf ihren Blick auf unsere Welt, ihr Suchen und Finden. Sie ist nicht unbedingt eine Person, in die man sich als Leser vollkommen einfühlen kann. Ein Stück weit bleibt ihre Gefühlswelt ein Rätsel, die meiste Zeit über wahrscheinlich sogar für sie selbst. Auch wenn ich mir manchmal verzweifelt einen direkteren Zugang zu ihr gewünscht habe, hat sie meine Neugier bis zum Schluss aufrechterhalten. Auch Nike, Julian, seine Schwester, Fainas Freund Achim und interessante Nebencharaktere wie ihr Nachbar aus der Pizzeria sind vielschichtig und haben in der Gesamtkonstellation eine überzeugende Dynamik. Die Geschichte bietet einen großen Facettenreichtum. Die Themen Identität, Freundschaft, Geltungsdrang, Lebenspläne, Sehnsucht nach Liebe und das Sich-Treiben-Lassen vieler junger Menschen werden genauso ausgelotet wie Fragen philosophischer Natur, vor allem rund um die Begriffe von Kunst und Normalität. Das Lesegefühl lässt sich kaum beschreiben, es pendelt zwischen einer melancholischen Grundstimmung, Nachdenklichkeit, Fragezeichen und Hoffnungen. Man muss aushalten können, dass sich nicht alles klärt und man manchmal den Eindruck hat, einem könnte etwas Wesentliches entgehen. Das Buch verlangt einem einiges an Eigenleistung ab - und das macht es auf einzigartige Weise faszinierend. Ich kann nicht behaupten, dass ich alles, was in dieser Geschichte mitschwang, in seiner Gänze erfasst habe; da waren immer diese Zwischentöne, die sich mehr erfühlen als benennen lassen. Vielleicht sind es gerade solche Zwischentöne, die Literatur über das Leben ausmachen. (Für wen) Lohnt es sich? Wer auf der Suche nach einem niveauvollen, besonderen Jugendbuch ist, sollte sich „Meine beste Bitch" näher ansehen. Obwohl sich schnell ein Lesefluss einstellt, ist es keine leichte Kost und bietet viel Raum zwischen den Zeilen. Für Leser, die gern alle Details in Beschreibungen und Erklärungen bekommen, eignet es sich daher eher nicht. Ich würde es ab 16 Jahren empfehlen - für alle, die sich über die Unterhaltung hinaus noch eine tiefere Ebene erhoffen. In einem Satz: „Meine beste Bitch" ist anspruchsvolle Coming-of-Age-Literatur, die durch die Art, sich vom Gewohnten abzuheben, ihren ganz eigenen Reiz entwickelt.

Wie ein gelungener Kunstfilm
von Der Duft von Büchern und Kaffee am 09.10.2018

Inhalt: Seitdem ihre Mutter, eine Psychiaterin, von einem Patienten mit einer Schere angegriffen wurde, plagen Faina immer wieder gelegentliche Unruhezustände. Ob dieser Vorfall der Grund oder lediglich der Auslöser war, das weiß man nicht. Jedoch ist eins sicher, mit dem Kennenlernen von Nike, einem Mädchen, das genau weiß,... Inhalt: Seitdem ihre Mutter, eine Psychiaterin, von einem Patienten mit einer Schere angegriffen wurde, plagen Faina immer wieder gelegentliche Unruhezustände. Ob dieser Vorfall der Grund oder lediglich der Auslöser war, das weiß man nicht. Jedoch ist eins sicher, mit dem Kennenlernen von Nike, einem Mädchen, das genau weiß, was sie will, das immer nur voranstrebt und nie zurückblickt und irgendwie durch das Leben zu fliegen scheint, geht es Faina plötzlich besser. Die juckenden Achseln, das Zittern und die nervöse Niedergeschlagenheit lassen plötzlich nach. Doch als Nike ein Medizinstudium in Hamburg beginnt, verschlechtert sich ihr Zustand täglich. Zwar versprechen sich die Freundinnen fortwährende Treue, doch Faina ist zunächst erneut alleine. Ein Eichhörnchenunfall wird sie jedoch schon bald aus ihrer inneren Einsamkeit erlösen. Auf dem Nachhauseweg begegnet Faina einem halb toten Tier. Sofort ist klar, dass sie es zum Tierarzt bringen wird. Die Ärztin blieb Faina in Erinnerung, da sie einst die mittlerweile tote Katze, der zwischenzeitlich verstorbenen Großmutter von ihren Zysten befreite und diese Zysten mit Stolz Oma und Enkelin präsentierte. Einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass ein Junge vorbeikommt, dessen äußere Erscheinung an einen Nerd erinnert: Hornbrille, abgetragenes Jacket. Julian weiß zwar, dass er nicht der Held in der strahlenden Rüstung ist, doch ist er es, der Eichhörnchen und Retterin zur Tierärztin fährt. Dies ist der Beginn einer ganz eigenartigen Freundschaft. Studium und Zukunftspläne, all das scheint nicht mehr so wichtig, wenn Faina nur in der Nähe von Julian sein kann. So packt sie kurzerhand ihre Sachen und reist Julian hinterher. Nach Berlin, einer Stadt, in der Julian sich als Künstler versucht. Doch niemand hat gesagt, dass eine Liebe zu einem Künstler, der stets den Zwang zur Selbstverwirklichung spürt, einfach sein wird. Wichtigste Charaktere: Das Meine beste Bitch-Universum setzt sich aus den skurrilen Nahaufnahmen eigenartiger Charaktere zusammen. Ihre Entscheidungen und Erlebnisse machen diesen Roman zu etwas ganz besonderem. Daher möchte ich an dieser Stelle einige von ihnen kurz vorstellen: Fainas Mutter hat einst Philosophie studiert und arbeitet nun als Psychiaterin in einer geschlossenen Abteilung. Sie ist der festen Überzeugung, dass es auf jedes Problem auch eine Lösung gibt. Ob man sie nun in Form von Vitaminspritzen oder mit einem Gang über den Friedhof erreicht. Irgendetwas davon wird schon zum seelischen und damit auch oft körperlichen Heil führen. Trotz ihrer weltoffenen Liberalität und Zivilität findet sie für ihre Tochter oft nur harte Worte. Achim hat ein tieferes Verständnis der inneren Spannungen und Herausforderungen, denen Faina sich stellt. Er weiß, was sie braucht, um glücklich zu sein. Doch seine ruhige und liebevolle Art scheinen Faina nicht immer zu genügen. Sie scheint das Chaos zu suchen. Und findet es unter anderem in dem rastlosen Julian, der ihr in einigen Punkten sehr ähnlich zu sein scheint. Denn Julian ist, genau wie Faina, auf der Suche. Eine Suche nach Echtheit und Freiheit, dem Lebenssinn, der irgendwo zwischen Selbstverwirklichung, Selbsterkenntnis und Selbstdarstellung zu finden sein soll. Er ist Künstler - durch und durch. Mit einer Schwester, die nicht selten „durchgeknallt“ wirkt, wenn sie z.B. Faina in der Wohnung einsperrt und mit einer Scherbe bedroht, hat auch er es nicht immer einfach. Letztlich gibt es da noch Nike. Das Mädchen, das gerne Demonstrationen veranstaltet, das immer nur in die Zukunft blickt und nie zurück. Voller Lebensfreude und voller Ideen sprintet sie voran und scheint Faina dabei schon ganz zum Anfang abzuhängen. Und dennoch ist es die Beziehung zwischen Nike und Faina, eine Freundschaft, die keinen Scham kennt und die so unzerbrechlich erscheint wie ein dicker Fels, die Faina ein Stück weit Heilung schenkt. Im Detail: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass weder das Cover, noch der Titel dieses Buches mich auf den ersten Blick angesprochen hätten. Auch den Klappentext sollte man aufgrund Spoilergefahr vielleicht besser nicht lesen. Doch hätte ich dieses Buch nicht empfohlen bekommen und hätte ich es somit nicht gelesen, ich hätte wirklich etwas verpasst. Meine beste Bitch ist eine ganz besondere Geschichte. Voller skurriler Momente, voller Erlebnisse und voll von schrulligen Charakteren. Nicht selten musste ich schmunzeln, den Kopf schütteln und wollte unbedingt wissen, welche verrückte Situation sich auf den nächsten Seiten wohl ergeben würde. Ich könnte tausende davon aufzählen, doch ich möchte mich an dieser Stelle einfach mal auf zwei kleine Beispiele beschränken und danach von Herzen den Rat geben, dieses Buch unbedingt zu lesen, um all die kleinen Details selbst zu entdecken und auf sich wirken zu lassen. Ich habe mich entschieden, euch an dieser Stelle das Cover anhand der entsprechenden Szene im Buch zu erklären. An einer Stelle im Buch treffen sich Nike und Faina. Die alte Badewanne muss noch mit selbst erwärmten Wasser befüllt werden. Nike, die stets für neue Ideen zu haben ist, entschließt sich, frische Erdbeeren hinzuzugeben. Mit einer Melone als Snack begeben sich die Freundinnen ins Wasser. Sie schießen Fotos, die später in einer Kunstausstellung Anklang finden werden. An einer anderen Stelle, weit vorne im Buch, wird von einem Hilfsprojekt gesprochen, an dem Nike an ihrer alten Schule teilnehmen musste. Da in Peru Meerschweinchen auf dem Speiseplan stehen, sollten die Kinder entsprechende Käfige bauen. Nike, eine bekennende Vegetariern mit Meerschweinchen als Haustieren, ist empört. Kurzerhand ruft sie eine ihrer legendären Demonstrationen auf den Plan. Wie diese aussieht und ob sie letztlich fruchtet, dass möchte ich an dieser Stelle einfach mal offen lassen. Lest selbst. Fazit: Meine beste Bitch ist ein Buch von Kunst, Liebe und Irrsinn, das man gelesen haben sollte. Es lassen sich diverse skurrile Charaktere finden, welche allesamt dem Geiste eines Kunstfilms entsprungen sein könnten. Wer sich auf die vielen schrägen Momente einlässt, für den ist das Buch ein grandioses Leseerlebnis. Buchzitate: Es sind immer die winzigen Details, die unverzichtbar werden, nie das große Ganze. Die Kleinigkeiten haften uns oft wie unsichtbare Kaktusfeigenstacheln an. Gründlich, schmerzhaft und unwiderruflich. Nike hätte auch Geheimagentin werden können. Eine, die nur aus versiegelten Mineralwasserflaschen trinkt und Angreifer mit Handkantenschlägen vertreibt. Was strategische Pläne zur Zielfokussierung anging, war Nike unschlagbar.

Eine Geschichte, so real wie das Leben.
von Booknerds by Kerstin am 07.10.2018

Auf Meine beste Bitch war ich echt gespannt, denn der Klappentext klang schon so außergewöhnlich und ich wollte mal wieder in eine reale Geschichte eintauchen. Ich habe das Buch auch innerhalb weniger Stunden verschlungen, weil ich mich komplett in dieser einzigartigen Geschichte verlor. Allerdings bin ich jetzt auch ehrlich üb... Auf Meine beste Bitch war ich echt gespannt, denn der Klappentext klang schon so außergewöhnlich und ich wollte mal wieder in eine reale Geschichte eintauchen. Ich habe das Buch auch innerhalb weniger Stunden verschlungen, weil ich mich komplett in dieser einzigartigen Geschichte verlor. Allerdings bin ich jetzt auch ehrlich überfordert, was ich euch zu diesem Buch erzähle. Denn es ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher gelesen habe. Hat es mir gefallen? Ja, das kann ich sagen. Das Lesen war wie ein Sog. Ich wurde immer weiter in die Welt von Faina gezogen und erlebte ihre Krisen, Freunden und Zwistigkeiten hautnah. Ungeschönt. Echt. Die Autorin lässt uns am Leben der Prota Faina teilhaben, die nicht ganz „der Norm“ entspricht. Faina leidet unter Angststörungen, ist eher depressiv – wie die gesamte Stimmung im Buch – und weiß nicht so wirklich etwas mit ihrem Leben anzufangen. Ihr Lichtblick ist allerdings ihre beste Bitch, also ihre beste Freundin Nike. Das genaue Gegenteil von ihr: lebensfroh, bunt, laut und mit klaren Zielen im Leben. Und genau wie der Titel verspricht wird in diesem Buch absolut nichts beschönigt. Es ist als würden wir Fainas Tagebuch lesen oder sie in einer Real Life Doku begleiten. Dazu ist auch der Aufbau und der Schreibstil angepasst. Im Grunde ist da Buch ziemlich wirr und dennoch komplett klar. Wir verfolgen Fainas Gedankengänge und ihr Leben wie sie es empfindet. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, aber es wirkte absolut authentisch und real. Es zog mich in meiner Stimmung immer tiefer und ich konnte die Verzweiflung zwischendurch selbst in mir nachfühlen. Denn Fainas Leben ist nicht rosig. Sie erfüllt sich den Traum und zieht nach Berlin um ihren Sinn im Leben zu finden. Und hier wird es auch skurril. Das ist Berlin. So stelle ich mir das wirklich vor ohne jemals dort gelebt zu haben. Hier findet sie was sie immer gesucht hatte und verliert gleichzeitig alles was sie bisher hatte. Und selbst hier habe ich Faina und der Autorin jedes einzelne Wort geglaubt, es ist wirklich absolut der Wahnsinn, wie echt dieses Buch ist. An manchen Stellen ist es vielleicht etwas drüber, in meinen Augen, aber auch genau das lässt es wieder real wirken. „Meine beste Bitch“ macht mich wirklich etwas sprachlos. Es ist etwas ganz Besonderes. Frisch und spritzig, aber auch düster und ehrlich. Wie das Leben selbst. Mein Fazit: In „Meine beste Bitch“ erleben wir hautnah eine Freundschaft zweier gegensätzlicher Menschen, die einander alles bedeuten: Faina und Nike. Beste Freunde seit Jahren. Dann ist allerdings der Schulabschluss geschafft und das selbstständige Leben beginnt. Faina zeigt uns wie das auf eigenen Beinen stehen mehr oder weniger gelingt und was die Entwicklung für eine Freundschaft bedeutet. Und hier ist absolut nichts Künstliches an dieser Geschichte. Sie ist sprachgewaltig, direkt und ehrlich. Ich habe jedes einzelne Wort geglaubt und fand es unheimlich authentisch. Dieses Buch ist das Leben!


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