Farben der Nacht

Roman

Davit Gabunia

(2)
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Beschreibung

Tiflis: Es ist der heiße, politisch aufgewühlte Sommer 2012. Surab hat seine Arbeit verloren. Als gelangweilter Hausmann beginnt er, seinen auffälligen neuen Nachbarn zu beobachten. Schnell gerät er in den Bann des fremden Lebens, weiß immer mehr über den anderen, auch über seinen Liebhaber. Dann wird er Zeuge eines Streits mit furchtbaren Folgen – und sieht eine Chance, wieder für seine Familie sorgen zu können. Dabei bemerkt er nicht, dass seine Frau sich in eine Affäre gestürzt hat; und nun flieht Tina aus ihrer Ehe, in das aufgepeitschte Tiflis.

Davit Gabunia bricht mit seinem Roman die Schablonen der georgischen Literatur auf. Dies zeigt nicht nur den Mut des Autors, sondern auch die Bedeutung seines Werks … Eine weibliche Stimme wie die Tinas ist einmalig in der georgischen Literatur.

Davit Gabunia, geboren 1982, ist als Autor und Kritiker eine herausragende Stimme der Literatur Georgiens. Er übersetzte u.a. Shakespeare, Strindberg und "Harry Potter", schrieb eine TV-Serie und gilt als wichtigster jüngerer Dramatiker, bereits mehrfach wurde er mit den bedeutendsten Theaterpreisen des Landes ausgezeichnet. Gabunias lang erwarteter erster Roman machte in Georgien Furore, Presse und Publikum waren begeistert.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 18.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27464-0
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,8/11,3/2,7 cm
Gewicht 174 g
Originaltitel Daschla
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Rachel Gratzfeld

Kundenbewertungen

Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
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der unsinn
von einer Kundin/einem Kunden aus Luzern am 04.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

es ist meiner bewertung abträglich, wenn ich von orellfüssli via e-mail aufgefordert wird, eine solche abzugeben, BEVOR das buch überhaupt im briefkasten liegt. naturgemäss, wie thomas bernhard sagen würde, habe ich dieses auch noch nicht gelesen. darum also eine bewertung nur zum bereits gelesenen titel: farben der nacht! wie s... es ist meiner bewertung abträglich, wenn ich von orellfüssli via e-mail aufgefordert wird, eine solche abzugeben, BEVOR das buch überhaupt im briefkasten liegt. naturgemäss, wie thomas bernhard sagen würde, habe ich dieses auch noch nicht gelesen. darum also eine bewertung nur zum bereits gelesenen titel: farben der nacht! wie schön! wie poetisch! erwartungen auslösend! nichtlieferung des buches wäre, beispielsweise, ein um ein vielfaches öderer titel.

Aus der Bahn geworfen
von Kaffeeelse am 22.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Davit Gabunia erzählt in seinem Roman "Farben der Nacht" wie schnell man aus seinem normalen Leben durch äußere Umstände geworfen werden kann. Und dies geschieht in einer äußerst spannenden, den Leser in den Bann ziehenden Art. Die Sprache ist eher normal gehalten, aber der Inhalt hat es in sich, ist echt lesenswert und der Auto... Davit Gabunia erzählt in seinem Roman "Farben der Nacht" wie schnell man aus seinem normalen Leben durch äußere Umstände geworfen werden kann. Und dies geschieht in einer äußerst spannenden, den Leser in den Bann ziehenden Art. Die Sprache ist eher normal gehalten, aber der Inhalt hat es in sich, ist echt lesenswert und der Autor definitiv eine Entdeckung. Man merkt dem Roman deutlich eine dramaturgische Erfahrung des Autors an. Die Handlung könnte ebenso auf einer Theaterbühne stattfinden/dargebracht werden. Der Roman spielt im heißen Sommer 2012 in Georgiens Hauptstadt Tiflis, die Hauptakteure sind Surab, glücklicher Vater zweier Söhne und weniger glücklicher Hausmann, durch plötzliche Arbeitslosigkeit dazu geworden. Er dümpelt etwas in seinem Dasein und sucht nach einem neuen Lebenszweck für sich. Ebenso Hauptakteur, Surabs Ehefrau Lina, hat sich in letzter Zeit Surab gegenüber verändert, ist deutlich zurückgezogener, Surab schiebt das auf seine Situation. Allerdings ist der eigentliche Grund für die Veränderung von Tina eine obsessive Beziehung. Tina steht vor Fragen, die sie sich sicher nie stellen wollte. Denn das Leben tobt. Und auch Surab wird durch eine gewisse Obsession verändert, durch seine Arbeitslosigkeit ist er mit viel Freizeit geschlagen, beginnt in dieser Zeit seinen Nachbarn Schotiko zu beobachten, dessen Liebesleben festzuhalten, kämpft einerseits mit seiner Abscheu, aber andererseits auch mit einer gewissen Anziehung. Dieser Konflikt ist gut dargestellt und zeigt gleichzeitig auch den Kampf des Althergebrachten mit der Moderne. Genauso wird auch eine gewisse Gutbürgerlichkeit zum Thema gemacht, aber als Gegensatz dazu auch Surabs Möglichkeit aus Wissen Profit zu schlagen. Die Handlung wird aus den Blickwinkeln der verschiedenen betroffenen Personen erzählt und bekommt dadurch eine ganz eigene Authentizität und eine ganz besondere Dramaturgie. Ein offen gelassenes Ende lässt dem Leser dann eigenen Spielraum zum weiteren Geschehen. Die Zeichnung der Charaktere ist in einer ganz besonderen Emotionalität erfolgt, auch dies empfand ich hier als einen deutlichen Pluspunkt. Insgesamt kann ich nur sagen: Tolles Buch.


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