Nennen wir ihn Rumpelstilzchen

Geschichten vom Literatenstammtisch

Ingrid Schramm, Doris Kloimstein, Edwin Baumgartner

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Beschreibung

Dieses Buch handelt von schillernden Erscheinungen der Literatur, von Ingeborg Bachmann bis Paul Celan, von Friedrich Torberg und Hans Weigel. Geschichten über Exzentriker, Skandalaposteln und andere schräge Vögel.

Edwin Baumgartner ist in Wien geboren und arbeitet als Feuilleton-Redakteur
für eine österreichische Tageszeitung. Er hat Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Komposition studiert. Neben Liedern und Kammermusikstücken hat er mehrere Orchesterwerke geschrieben, von denen sich „Traumzeit“ mit Aufführungen in Asien und Europa als das erfolgreichste erwiesen hat. Sein Streichsextett „Laudes“ erfuhr seine Uraufführung im Rahmen des „Carinthischen Sommers“. Zusätzlich hat Baumgartner zahlreiche literarische Arbeiten von der Horrorgeschichte bis zur Satire verfasst. 2018 erschien sein Buch „Schmäh - die Wiener Antwort auf die Dummheit der Welt". Im Jahr 2014 wurde er vom Online-Magazin „Der Umblätterer“ mit dem „Goldenen Maulwurf“ für das beste deutschsprachige Feuilleton des Jahres ausgezeichnet.

Dr. Ingrid Schramm studierte Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaft und Grafik in Wien. Nach einer erfolgreichen Karriere als Journalistin, in der sie für namhafte Medien tätig war, wie „Kurier“, „Die ganze Woche“ und ORF, war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Österreichischen Literaturarchiv tätig. Sie hat zwei Romane geschrieben, „Die Traumspur“ und „Die Liebespriesterin“ sowie zahlreiche Biografien über Hilde Spiel, Axel Corti, György Sebestyén und zuletzt die Satire „Schweig still, Weib! Ein Streifzug durch die finstere Welt des Patriarchats“. Sie ist die Vorsitzende des Frauenkomitees im PEN-Club und wurde im Jahr 2017 vom Bundespräsidenten zur Professorin ernannt.

Doris Kloimstein ist Oberösterreicherin mit Tiroler Wurzeln, lebt in St. Pölten und arbeitet als Pädagogin. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Dramatisches; leitete 2 Jahre ein Schulprojekt in Brasilien und 5 Jahre das RolliPopTheater für Menschen mit und ohne Behinderungen. Sie ist u.a. Literaturpreisträgerin des Landes NÖ und erhielt den Förderpreis für Wissenschaft und Kunst der Landeshauptstadt St. Pölten. Von den literarischen Publikationen seien „Kleine Zehen, Erzählung“, „Blumenküsser. Kurzgeschichten aus dem Atlantischen Urwald Brasiliens“ und das Libretto zum heiteren Singspiel „Lazarus und sein Esel“ (Musik Balduin Sulzer) genannt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 13.03.2019
Verlag Goldegg Verlag
Seitenzahl 200
Maße (L/B/H) 19/12,1/1,6 cm
Gewicht 219 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99060-119-8

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Goldspinner und Amokläufer
von S.A.W aus Salzburg am 10.06.2019

Bei Rumpelstilzchen weiß man worum es geht. Gold spinnen und ohnmächtige Wut. Literaten sind die geistigen Goldspinner, wie Alchemisten versuchen sie, der schnöden Sprache goldige Schönheit abzuringen. Wenn das nicht gelingt oder auch nur von Kritikern bezweifelt wird, können sie auch spinnen, dass die Watschen nur so fliegen.... Bei Rumpelstilzchen weiß man worum es geht. Gold spinnen und ohnmächtige Wut. Literaten sind die geistigen Goldspinner, wie Alchemisten versuchen sie, der schnöden Sprache goldige Schönheit abzuringen. Wenn das nicht gelingt oder auch nur von Kritikern bezweifelt wird, können sie auch spinnen, dass die Watschen nur so fliegen. Das dokumentieren 3 Literaten der Jetztzeit über berühmte Kollegen aus der Vergangenheit. So ohrfeigte die Burgschauspielerin Käthe Dorsch im Jahr 1956 den scharfzüngigen Kritiker Hans Weigel in dessen Stammlokal, weil sie mit dessen Verriss so gar nicht einverstanden war, was gerichtliche Folgen hatte, die eben so amüsant waren wie die Geschichte an sich. Opernsänger Leo Slezak drohte dem Portier der Staatsoper nur 2 der damals häufigen Gesichtsberührungen nur an, weil der sich unerlaubterweise in Slezaks Träume verirrt hatte. In Zeiten, wo Kinder die Watschendrohung fast täglich erhielten, stimmte es alle versöhnlich, wenn auch einmal die Geistesgrößen von solch profanem Schicksal ereilt wurden. So nebenbei erfährt man viel über Bert Brecht. Der war so oft auf der Flucht, dass ihn nur die österreichische Staatsbürgerschaft von eben dieser retten konnte. Vor den Nazis floh er in die USA, vor Senator McCarthy in die Schweiz, vor den Kunstbanausen dort in die DDR und bevor ihm dort die Stalinisten an die Gurgel gingen, suchte er um Asyl in Österreich an, was ihm Gottfried von Einem auch gewährte, weil er den berühmten Theatermann für die Salzburger Festspiele gewinnen wollte. Die waren ob dieser Infamie so erzürnt, dass sie nicht nur Brecht sondern auch gleich von Einem wieder ausluden, sodass Brecht zurück in die DDR flüchten musste, allerdings nun als Österreicher, was ihn für die Stalinisten sakrosankt machte. Ende gut, alles gut, denn Österreich hat jetzt noch einen berühmten Sohn, mit dem es sich brüsten kann, auch wenn der nie in Österreich gelebt hat. Gar viele und lustige Geschichten für alle Freunde der Literatur Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Ohne Schmerzen. Die Suche nach den Gen-Tätern“


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