Middlemarch

Eine Studie über das Leben in der Provinz

George Eliot

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Beschreibung

"Middlemarch", der berühmteste Roman von Mary Ann Evans, die unter dem männlichen Pseudonym George Eliot auftrat, um als schreibende Frau wahrgenommen zu werden, gilt bis heute zu Recht als Höhepunkt englischer Romankunst des 19. Jahrhunderts; seine Mischung aus Realismus, farbiger Personenzeichnung, psychologischer Einfühlung, naturwissenschaftlichem und philosophischem Interesse und historischem und sozialgeschichtlichem Bewusstsein ist unerreicht. Das Buch zeichnet ein lebhaftes Gemälde von den Skurrilitäten der englischen Provinz und ihrer Bewohner. Es ist mit scheinbar leichter Hand geschrieben in einem Stil, den eine verhaltene, doch stets präsente elegante Ironie prägt, wie sie ähnlich vollendet in der englischen Literatur vielleicht am ehesten Jane Austen ein halbes Jahrhundert vor George Eliot zu Gebote stand. Für Virginia Woolf war es „das herrliche Buch" schlechthin.

Der Urknall des 20. Jahrhunderts

George Eliot (eigentlich Mary Ann Evans; geboren in Warwickshire am 22. November 1819, gestorben in London am 22. Dezember 1880) gehörte zu den erfolgreichsten Autorinnen des viktorianischen Zeitalters. Ihr Roman "Middlemarch" ist einer der berühmtesten Klassiker der englischen Literatur und wurde 2015 von 82 internationalen Literaturkritikern und -wissenschaftlern zum bedeutendsten britischen Roman gewählt..
Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, hat, neben zahlreichen Herausgeberarbeiten, u.a. Jane Austen, Honoré de Balzac, A. S. Byatt, Charles Dickens, Michael Ondaatje, R. L. Stevenson und Virginia Woolf übersetzt. Preise und Auszeichnungen: Zuger Übersetzer-Stipendium 1999, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis 2001, Literaturstipendium der Stadt München 2006, zahlreiche Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds..
Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, hat, neben zahlreichen Herausgeberarbeiten, u.a. Jane Austen, Honoré de Balzac, A. S. Byatt, Charles Dickens, Michael Ondaatje, R. L. Stevenson und Virginia Woolf übersetzt. Preise und Auszeichnungen: Zuger Übersetzer-Stipendium 1999, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis 2001, Literaturstipendium der Stadt München 2006, zahlreiche Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds..
Kristian Wachinger, geboren 1956 in München, gelernter Verlagsbuchhändler, studierte Germanistik und Romanistik in München, Hamburg und in Frankreich. Er lebt und arbeitet als Lektor und Übersetzer in München.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Melanie Aus d. Amerikanischen Walz, Kristian Wachinger
Seitenzahl 1264
Erscheinungsdatum 19.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-04537-1
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 21,1/13,3/4,5 cm
Gewicht 894 g
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Melanie Aus d. Amerikanischen Walz

Kundenbewertungen

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Gelungene Gesellschaftsstudie mit Fokus auf den weiblichen Charakteren
von Kaffeeelse am 26.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das ist ein Buch, welches mich sehr lange beschäftigt hat. Ich hatte anfänglich so meine Probleme mit "Middlemarch", die aber nicht mit diesem Buch, sondern eher mit mir zu tun hatten. Meine Konzentrationsfähigkeit war nicht so gut im ersten Viertel dieses Buches und dies gepaart mit manchen etwas schwierig zu lesenden Sätzen di... Das ist ein Buch, welches mich sehr lange beschäftigt hat. Ich hatte anfänglich so meine Probleme mit "Middlemarch", die aber nicht mit diesem Buch, sondern eher mit mir zu tun hatten. Meine Konzentrationsfähigkeit war nicht so gut im ersten Viertel dieses Buches und dies gepaart mit manchen etwas schwierig zu lesenden Sätzen dieses Buches war eine gewisse Herausforderung. Das besserte sich dann aber nach und nach und ich konnte schließlich zum Genuss dieses Buches kommen. Denn einen Genuss bietet dieses Buch in vielen Sätzen dieser Ausnahmeautorin. War sie doch ihrer Zeit deutlich voraus und erschuf hier mit "Middlemarch" eine Gesellschaftsstudie allererster Güte. Eine Studie über das Leben in der Provinz wurde dieses Buch von George Eliot genannt, aber eigentlich geht es fast nur um die höher gestellten Schichten der Provinz und genau das ist es, eine Studie über das Leben der höher gestellten Schichten in der Provinz. Und gleichzeitig in diese Gesellschaftskritik eingebettet ist auch eine wirklich interessante Darstellung weiblicher Verhaltensweisen in damaliger Zeit mittels verschieden dargestellter weiblicher Charaktere und ihrem Umgang mit dem anderen Geschlecht und ihrem Umgang mit den Normen ihrer Zeit. Durch eben diese verschieden dargestellten Charaktere wird hier ein großes Spektrum abgebildet und als Leserin ist man definitiv froh jetzt zu leben, denn diese konservative Zeit lädt nicht zum Verweilen ein. Dabei zeugt die Darstellung der verschiedenen Charaktere von einer perfekten Beobachtungsgabe der Autorin, denn sie beschreibt die menschlichen Eigenschaften ausgezeichnet und psychologisch durchdacht. Und bei vielem Beschriebenem kann der Leser Vergleiche ziehen, weil vieles von dem Verhalten der Menschen im Buch in heutiges Geschehen transferierbar ist. Beurteilen konnte die Autorin dies nicht nur durch Beobachten,. sondern auch durch eigene Erlebnisse, wie im Nachwort deutlich wird, es ist wirklich einiges an biographischen Daten in dieses Buch eingeflossen. Die Autorin hat eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe und präsentiert ihre Erkenntnisse mit einer recht spitzen Zunge, wobei man sich als Leser dann sicher sein kann, dass die Autorin wahrscheinlich in ihrer Zeit mit ihren Ansichten angeeckt sein wird. Hier ist das Nachwort sehr erhellend und es ist nachvollziehbar, warum die Autorin ihr Buch unter einem männlichen Pseudonym herausgebracht hat. Insgesamt ist "Middlemarch" ein wirklich gutes Buch, dass man lesen sollte, allerdings muss ich den letzten Stern noch zurückhalten, denn richtig angeknipst hat es mich dann doch nicht.

Eine englische Provinzstadt im 19. Jhd.
von Mag aus Berlin am 09.08.2010
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Middlemarch" ist eine sozial-kritische Schilderung eines typischen englischen Ortes im 19. Jahrhundert, wobei George Eliot sich nicht der satirischen Schwarz-Weiß-Malerei eines Charles Dickens bedient, sondern ihre Kritik unterschwellig durch genaue Personen- und Situationsschilderungen an den Leser bringt. Die beiden Hauptakte... "Middlemarch" ist eine sozial-kritische Schilderung eines typischen englischen Ortes im 19. Jahrhundert, wobei George Eliot sich nicht der satirischen Schwarz-Weiß-Malerei eines Charles Dickens bedient, sondern ihre Kritik unterschwellig durch genaue Personen- und Situationsschilderungen an den Leser bringt. Die beiden Hauptakteure in dem sehr umfangreichen Werk sind Dorothea Brooke und Dr. Lydgate. Dorothea Brooke hat so gar nichts mit den überheblichen, gelangweilten Damen der oberen englischen Gesellschaft gemein: Statt sich für Kleidung und Schmuck zu interessieren engagiert sie sich lieber für sozial Schwache und entwirft Wohnungen für ihre Landarbeiter. Als sie den zurückhaltenden, aber mit dem Verfassen eines weltbewegenden Lehrwerks beschäftigten Gelehrten Casaubon kennenlernt, hofft sie auf einen Gleichgesinnten getroffen zu sein, sie verliebt sich in ihn und bald wird geheiratet. Doch diese Ehe ist zum Scheitern verurteilt, nachdem Dorothea erkennen muss, dass sie die Fähigkeiten ihres Mannes maßlos überschätzt hat. Als sie sich seinem leichtlebigen, künstlerisch begabten Cousin freundschaftlich annähert, quittiert ihr Mann dies mit einem recht böswilligen Testament. Die zweite Hauptperson, Dr. Lydgate, ist ein ambitionierter junger Arzt, der die Medizin durch seine wissenschaftlichen Studien voranbringen will und sich, ähnlich wie Dorothea, auch dem Elend der ärmeren Bevölkerungsschichten nicht verschließt. Doch seine hochtrabenden Ideen scheitern an seiner engstirnigen und korrupten Umgebung und den selbstsüchtigen Forderungen seiner schönen, aber egoistischen und an gesellschaftlichem Aufstieg interessierten Ehefrau. George Eliot beschreibt nicht nur ein paar Personen, sondern eine ganze Kleinstadt, mit vielen verschiedenen Charakteren, Ambitionen, Problemen, Hintergrund und Lebensbewältigung, die alle durch ihren Wohnort und die darin notwendigen Interaktionen mehr oder weniger verflochten sind, so dass ein umfassendes Gesellschaftsbild Englands im 19. Jahrhundert entsteht. Das führt zu einem sehr umfangreichen Werk, das sich aber zu lesen lohnt. (Der Kommentar bezieht sich auf eine andere Ausgabe des Buches.)


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