Die Stunde der Ökonomen

Falsche Propheten, freie Märkte und die Spaltung der Gesellschaft

Binyamin Appelbaum

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Beschreibung

Als die Ökonomen die Weltbühne betraten. Binyamin Appelbaum legt eine originelle Ideengeschichte und ein unvergessliches Porträt der Wirtschafts-Wissenschaftler vor, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts zum weltweiten Aufstieg des Neo-Liberalismus beigetragen haben.

Sie waren die Vertreter des deregulierten Marktes: Milton Friedman mit seinen libertären Idealen, Arthur Laffer, dessen Kurve auf einer Cocktailserviette dazu beitrug, Steuersenkungen zu einem wesentlichen Bestandteil konservativer Wirtschaftspolitik zu machen, oder Thomas Schelling, der dem menschlichen Leben einen monetären Wert beimessen wollte.

Ihre Grundüberzeugung? Die Regierungen sollten aufhören zu versuchen, die Wirtschaft zu steuern.

Ihr Leitsatz? Die Märkte würden ein stetiges Wachstum bringen und sicherstellen, dass alle von den Vorteilen profitieren.

Aber die Ökonomen konnten ihr Versprechen auf breiten Wohlstand nicht einlösen. Und der Glaube an den uneingeschränkten Markt ging auf Kosten der wirtschaftlichen Gleichheit, der Stabilität liberaler Demokratien und zukünftiger Generationen.

Fesselnd erzählt Appelbaum vom Aufstieg und Fall der Ökonomen sowie ihrer Ideen und macht deutlich: Das uneingeschränkte Vertrauen in den Markt gefährdet die Zukunft der liberalen Demokratie.

hat mit seinem Buch ein eindrückliches Lehrstück darüber verfasst, wie simple Ideen unter den richtigen Bedingungen, gewaltige Wirkung entfalten können.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 27.05.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397346-4
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/5,8 cm
Gewicht 765 g
Originaltitel The Economists' Hour. False Prophets, Free Markets, and the Fracture of Society
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Martina Wiese
Verkaufsrang 46910

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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von einer Kundin/einem Kunden am 15.07.2020
Bewertet: anderes Format

Ein Buch, das zeigt, welche Entwicklungen die Deregulierung der Märkte, gerade in den USA, auslösten. Interessant ist es zu lesen, welchen Einfluss Ökonomen auf die Politik haben. Festzustellen ist, dass die Schere zwischen Arm und Reich größer geworden ist.

Voodoo-Ökonomie
von S.A.W aus Salzburg am 17.05.2020

Die Weltwirtschaft folgte bis 1979 der Nachfrage-orientierten Ökonomie von John Maynhard Keynes, besteuerte die Reichen und betrieb Defizit-Spending, um die Nachfrage anzukurbeln. In den 1970er Jahren gab es eine Stagflation, also Stagnation und Inflation. Deshalb setzten Friedman und Laffer die angebots-orientierte Theorie durc... Die Weltwirtschaft folgte bis 1979 der Nachfrage-orientierten Ökonomie von John Maynhard Keynes, besteuerte die Reichen und betrieb Defizit-Spending, um die Nachfrage anzukurbeln. In den 1970er Jahren gab es eine Stagflation, also Stagnation und Inflation. Deshalb setzten Friedman und Laffer die angebots-orientierte Theorie durch, senkten Steuern und förderten die Produktion durch Deregulierung. 1980 gewann Reagan die Wahl mit seinen Voodoo-Reaganomics, versprach, die Steuern zu senken, damit Inflation und Arbeitslosigkeit zu beseitigen und Steuergewinne aus wachsender Produktion zu machen. Das glaubte außer ihm kein Mensch und es funktionierte auch nicht. Reagan förderte nur die Gewinne der Reichen und trieb die Staatsschulden in lichte Höhen. Letztere wurden erst durch Clinton gemildert, der die Steuern wieder erhöhte. Dennoch verkauften die Neoliberalen das ganze als Erfolg und fuhren unter George W. Bush mit ihrer verfehlten Politik fort. Als Ergebnis von 50 Jahren Neoliberalismus haten wir heute eine Einkommensschere wie noch nie, Amerikas Infrastruktur, Gesundheits- Sozial- und Bildungssystem ist degeneriert und die Finanzblasen führen zu regelmäßigen Finanzblasen und Geldkrisen. Das deprimierende an dieser Vorherrschaft ökonomischer Ideologen ist, dass sie etwas als Wissenschaft verkaufen, was tatsächlich Voodoo-Fantasie ist, die sich kein ehrlicher Kaufmann leisten könnte, ohne den Konkurs heraufzubeschwören. Der Wissenschaftsstandard zeigt sich daran, dass die berühmte Laffer-Kurve von Hand auf eine Restaurant-Serviette gezeichnet wurde, ohne jede Daten als reine Annahme, die man glauben konnte oder auch nicht. Die Ziele der neoliberalen Wirtschaftsideologen wurden mit allen Mittel durchgesetzt, die Wirtschaftsunis und Think Tanks entsprechend besetzt. Es waren pure Vermutungen, die ideologische Ziele im Sinne der Vermögenden bestätigen sollten, die aber in keiner Weise funktionierten, der berühmte „Trickle Down Effect“ war ein Märchen, tatsächlich wurden Mittel- und Unterschicht ärmer, nahmen die prekären Arbeitsverhältnisse massiv zu. Es ist erstaunlich, dass die Ökonomen, die sich derart von einer Ideologie haben blenden und missbrauchen lassen (weil sie gut dafür bezahlt wurden) immer noch glauben, sie hätten das ökonomische Wissen für sich gepachtet und müssten die dummen kleinen Verbraucher weiterhin belehren, wie sie sich „ökonomisch richtig“ verhalten sollen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Diktatur des Geldes. Die Lügen des Finanzkapitalismus“

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