Margos Töchter

Roman

Cora Stephan

(88)
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Beschreibung

Jeder Mensch hat eine Mutter. Jana Seliger hatte zwei.

Cora Stephan erzählt die Geschichte zweier außergewöhnlicher Frauen und eines geteilten Landes über vier Jahrzehnte. Ein großer Roman über die Suche nach dem Glück in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und die Frage, was man opfern muss, um es zu finden. Leonore Seliger wächst in den 1960er-Jahren in der norddeutschen Provinz auf. Sie ist eine Außenseiterin, unangepasst, rebellisch. Trost findet sie bei Clara, einer Brieffreundin aus der DDR, die sie in einem Pioniercamp der DDR getroffen hat. In einem verrauchten Jugendclub in Osnabrück lernt Leonore die Musik der Beatles kennen, nach dem Abitur in England die freie Liebe. Während sie im Deutschen Herbst in Frankfurt studiert und durch eine verhängnisvolle Affäre ins Visier der Polizei gerät, bereitet sich Clara in Ostberlin auf eine große Aufgabe vor. Im Auftrag des Ministeriums für Staatssicherheit soll sie in den Westen gehen, um dort für die Genossen die Augen aufzuhalten. Kurz bevor sie die DDR verlässt, bekommt sie eine Tochter und ist gezwungen, eine nahezu unmögliche Entscheidung zu treffen. Das Schicksal führt Leonore und Clara wieder zusammen. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet ein Geheimnis. Jahrzehnte später kommt eine junge Frau diesem Geheimnis auf die Spur und begibt sich auf eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit.

»So wie ›Ab heute heiße ich Margo‹ punktet ›Margos Töchter‹ mit einem Plot, der mit der deutschen Geschichte eng verkettet ist.«

Cora Stephan ist seit vielen Jahren freie Autorin und schreibt Essays, Kritiken, Kolumnen – und Bücher. Ihr Roman »Ab heute heiße ich Margo« erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch. Neben zahlreichen Sachbüchern hat sie unter dem Pseudonym Anne Chaplet preisgekrönte Kriminalromane veröffentlicht, u.a. »In tiefen Schluchten« (2017) und »Brennende Cevennen« (2018).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 07.05.2020
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Seitenzahl 400
Maße (L/B/H) 21,1/13,2/3,8 cm
Gewicht 489 g
Auflage 2. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05227-5

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Spannende Spurensuche
von einer Kundin/einem Kunden aus Nettersheim am 02.04.2021

Der Roman beginnt mit Jana, die einen Antrag gestellt hat zur Einsicht in die Stasiakten, in der Hoffnung , mehr über ihre Adoptivmutter, für Jana ist es die „richtige„ Mutter, zu erfahren, da diese schon im Alter von 42 zu Tode gekommen ist. Jana lebt mit Ehemann und Kindern auf dem Lande in Norddeutschland im Haus ihrer Großel... Der Roman beginnt mit Jana, die einen Antrag gestellt hat zur Einsicht in die Stasiakten, in der Hoffnung , mehr über ihre Adoptivmutter, für Jana ist es die „richtige„ Mutter, zu erfahren, da diese schon im Alter von 42 zu Tode gekommen ist. Jana lebt mit Ehemann und Kindern auf dem Lande in Norddeutschland im Haus ihrer Großeltern Margo und Henri. Nun fährt sie mit gemischten Gefühlen nach Berlin, einerseits neugierig, andererseits könnte es sie aufwühlen. Dann geht es in erster Linie um Ihre Mutter Eleonore Seliger, die unangepaßte Tochter von Margo, einer beruflich erfolgreichen und starken Frau. Ein Vorgängerroman „Ab heute heiße ich Margo“ ist mir nicht bekannt gewesen, ist aber auch keine Voraussetzung zum Verständnis. Es sind spannende Zeiten, die 68er, Studentenrevolten, und RAF, mit der auch Eleonore in Berührung kommt. In der Teenie Zeit hat Eleonore auch mal an einem Jugendcamp teilgenommen und hat Clara Pinkes aus der DDR kennengelernt , mit der sie eine jahrelange Brieffreundschaft verbunden hat, obwohl aus sehr gegensätzlichem gesellschaftspolitischem Umfeld und mit ganz anderen Vorstellungen von Freiheit. Eine schicksalhafte Verbindung. Jana begibt sich auf eine spannende Reise in die Vergangenheit und ist damit auch der Verstrickung dieser Frauen auf der Spur. Spannend geschrieben und mit vielen historischen Fakten ausgestattet, was dem Leser einige Jahrzehnte innerdeutsche Geschichte nahebringt.

Absolut Empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.11.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ich war gefangen auf einer Zeitreise ,von der 1. Seite des ersten Teil bis zur letzten Seite des zweiten Teil. Beide Bücher sind geschichtlich interessant, spannend und gefühlvoll.

Familien- und Zeitgeschichte. Spannend und informativ!
von Rezensent aus BW am 04.09.2020

Es geht in diesem knapp 400-seitigen Roman um die rebellische, freiheitsliebende und nach Unabhängigkeit strebende Leonore, die in den 1960-er Jahren in Westdeutschland aufgewachsen ist und um ihre Brieffreundin Clara, eine linientreue und vorbildliche Genossin, die in der DDR groß geworden ist. Die beiden haben sich in einem... Es geht in diesem knapp 400-seitigen Roman um die rebellische, freiheitsliebende und nach Unabhängigkeit strebende Leonore, die in den 1960-er Jahren in Westdeutschland aufgewachsen ist und um ihre Brieffreundin Clara, eine linientreue und vorbildliche Genossin, die in der DDR groß geworden ist. Die beiden haben sich in einem Jugendlager der DDR kennengelernt. Die beiden freunden sich an und die beiden hüten ein Geheimnis. Die beiden sind sehr unterschiedlich und die beiden haben etwas, das sie miteinander verbindet. Die beiden verlieren sich aus den Augen und die beiden sehen sich nach Jahren wieder. Es geht aber auch um Jana. Jana, die 2011 34 Jahre alt ist und die Einsicht in die Stasiakte ihrer bereits verstorbenen Adoptivmutter Leonore nimmt. Und Jana ist nicht die einzige und erste, die aus der Bahn geworfen wird, als sie in dieser Akte von Dingen liest, die ihr bis dato nicht bekannt waren. Während der Leser die Frauen begleitet und v. a. Janas Geschichte erfährt und verfolgt, taucht er gleichzeitig tief in die Zeitgeschichte seit den 1960-er Jahren ein, die recht realistisch dargestellt wird. RAF-Terroranschläge, Ost-West-Konflikt, politische Häftlinge der DDR, der Reaktorunfall von Tschernobyl, Waldsterben, Stasi, die 68-Bewegung... all das sind Themen, die mich an mein eigenes Aufwachsen erinnert haben. Die Lektüre war ein bisschen wie eine Zeitreise in meine eigene Kindheit und Jugend. Wie üblich, wurde mir erst nach der Lektüre klar, dass es schon einen ersten Band gibt: „Ab heute heiße ich Margo“. Den werde ich nun sicher noch „nachlesen“, aber „Margos Töchter“ kann auch unabhängig von diesem ersten Band gelesen, verstanden und genossen werden. Ich empfehle diesen packenden, spannenden und tragischen Familienroman, der in Zeitgeschichte eingebettet ist, sehr gerne weiter. Er ist unterhaltsam, berührend und informativ. Deutsche Geschichte kurzweilig und interessant verpackt in eine bewegende Generationengeschichte.


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