Die Ambassadorin

Sebastian Janata

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Beschreibung

«Die sogenannte Hauptstraße des Ortes, an der auch das Haus meiner Eltern steht, zieht sich durch die Spalte zweier Hu¿gel des Leithagebirges, die wie gewaltige Pobacken ihre baumbewachsenen Rundungen in die burgenländische Landschaft recken. Genau zwischen diesen Pobacken, in der Falte, wenn man so will, steht unser Haus.«

Der junge Hugo Navratil muss zuru¿ck in die österreichische Provinz. Sein Großvater, mit dem ihn die Liebe zur Natur und zu einem kleinen Jagdhund verband, ist gestorben. Das burgenländische -Dorf, der Wald, Freund und Feind, alles scheint Hugo wie immer. Doch auf der Beerdigung fallen ihm zwei Frauen auf. Sie sind auf der Suche nach einer antiken Flinte, und sie glauben, dass Hugo weiß, wo sie ist. Je mehr Hugo es mit ihnen zu tun bekommt, desto besser versteht er, dass der alte Mann viele durchaus schöne Gesichter hatte. Nur was hat es mit dem Verbund auf sich, in dem er und diese Frauen einst zusammenfanden?

«Der Debütroman des Musikers Sebastian Janata verbindet derben Humor mit fantastischem Krimi. Schön!» Spiegel

Produktdetails

Verkaufsrang 81372
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 21.07.2020
Verlag Rowohlt Verlag
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Dateigröße 2257 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783644001886

Kundenbewertungen

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Im Licht der Schweinesonne
von einer Kundin/einem Kunden am 02.02.2021

Dieser Roman spielt überwiegend in einer "geologischen Arschritze" des nördlichen Burgenlands, nahe dem Leithagebrige,„einer idyllischen Gegend, die, zwar arm an geistigem Kapital, umso reicher ist an Wein und Kirschen“, „einem Ort, wo die Sprechweise der Menschen häufig an das Bellen großer Hunde erinnerte“. Beleuchtet wird das... Dieser Roman spielt überwiegend in einer "geologischen Arschritze" des nördlichen Burgenlands, nahe dem Leithagebrige,„einer idyllischen Gegend, die, zwar arm an geistigem Kapital, umso reicher ist an Wein und Kirschen“, „einem Ort, wo die Sprechweise der Menschen häufig an das Bellen großer Hunde erinnerte“. Beleuchtet wird das Setting zudem von einer grellen "Schweinesonne". Diese Beschreibungen sind nicht unbedingt geeignet für einen touristischen Reiseführer. Und tatsächlich lernt man Österreichs Sunshine State auch von seiner schattigen Seite kennen.Janata kennt sich da aus, der Schlagzeuger der Band Ja, Panik und Wahl-Berliner kommt ja ursprünglich aus der Gegend. Doch eigentlich geht es trotz all des sehr anschaulichen Lokalkolorit und derber Sprache nicht nur um Heimat Bashing. Ganz im Gegenteil , so etwas wie Heimat oder Indentität hat ja nicht nur mit dem Landstrich zu tun in den man zufällig geboren wird. Janata updated den (Anti-) Heimat Roman thematisch mit einem subversiven Link zu Fragen nach Geschlechterrollen, Genderidentität und dem was man gemeinhin wohl toxisische Männlichkeit nennt. Der Roman ist zudem eine spannende Mixtur aus Familiensaga, einem fantastischen Kriminalfall mit mythischen Motiven und skurrilen Charakteren von Onkel Beppo, amerimanischen Agentinen bis hin zum "saufarbenen" Rauhhaardackel, (wenn ich die Farbbezeichnung richtig in Erinnerung habe). Und natürlich ist da noch die Ambassadorin. Ihr Geheimnis soll hier aber noch nicht gelüftet werden. Nur so viel: Wer zu lange in die sonne schaut, wird irgendwann blind. Manche Dinge sieht man besser im Dunkeln. Man darf gespannt sein auf Janatas nächsten Roman.

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