Manifest für die Tiere

Corine Pelluchon

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Beschreibung

Wie wir Menschen Tiere behandeln, betrifft im Kern die Frage nach unserer Menschlichkeit. Darauf insistiert die französische Philosophin Corine Pelluchon. Die Gewalt, die Menschen Tieren zufügen, ist nicht nur grausam. Sie macht eine verheerende Funktionsstörung unserer Gesellschaft offensichtlich, die auf wirtschaftlicher Ausbeutung und der Zerstörung des Lebendigen beruht.

Tiere sind unsere Mitgeschöpfe. Wenn wir nicht aufhören, sie als Sache zu behandeln, zerstören wir nicht nur unsere materielle, sondern auch unsere seelische Lebensgrundlage. Doch wie können wir dieses grundsätzliche Umdenken herbeiführen und auch diejenigen an Bord holen, die keine Vegetarier sind oder in einem Wirtschaftszweig arbeiten, der auf der Ausbeutung von Tieren beruht? Pelluchon zieht Parallelen zum politischen Kampf für die Abschaffung der Sklaverei. Sie gibt uns Einsichten und konkrete Vorschläge an die Hand, um den Übergang zu einer gerechteren Gesellschaft anzugehen, die die Interessen von Mensch und Tier gleichermaßen berücksichtigt.

Corine Pelluchon ist Professorin für Philosophie an der Universität Paris-Est Marne-la-Vallée. Sie beschäftigt sich vor allem mit Moralphilosophie, Politischer Philosophie und Fragen der angewandten Ethik in den Bereichen Bio-, Umwelt- und Tierethik. 2020 erhielt sie für ihre philosophische Gegenwartsdiagnostik den Günther Anders-Preis für kritisches Denken.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 16.10.2020
Verlag C.H.Beck
Seitenzahl 125
Maße (L/B/H) 20,3/12,3/1,5 cm
Gewicht 171 g
Auflage 1
Originaltitel Manifeste animaliste
Übersetzer Michael Bischoff
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-75709-9

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Weltfremd
von einer Kundin/einem Kunden aus Mannheim am 30.06.2021

Selbstverständlich ist es an der Zeit, sich einzugestehen, dass wir Menschen Teil der Natur sind und nicht das Recht haben, sie zu unterjochen und gnadenlos auszubeuten. Wir haben nicht das Recht, Tiere zu quälen. Aber wie wollen wir all den Menschen dieser Welt, die froh sind, überhaupt etwas zu essen zu haben, Verzicht predige... Selbstverständlich ist es an der Zeit, sich einzugestehen, dass wir Menschen Teil der Natur sind und nicht das Recht haben, sie zu unterjochen und gnadenlos auszubeuten. Wir haben nicht das Recht, Tiere zu quälen. Aber wie wollen wir all den Menschen dieser Welt, die froh sind, überhaupt etwas zu essen zu haben, Verzicht predigen. Wir können verzichten, weil wir volle Supermarktregale haben und wählen können. Wir können uns aussuchen, wo wir kaufen und was wir kaufen. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass viele auch hierzulande, viel zu viele, finanziell nicht in der Lage sind, sich gut und gesund zu ernähren. Doch das ist ja nur der Anfang. Schauen wir auf unsere Kleidung, unseren Lebensstil. Eine Menge Konsumgüter werden in Ländern produziert, wo auch der Mensch nicht viel wert ist. Unser Lebensstil verursacht menschliches Leid und Umweltzerstörung hier und überall auf der Welt. Unser Umgang mit Mensch und Tier muss von Respekt geprägt sein oder, wie Albert Schweitzer es formulierte, von Ehrfurcht vor dem Leben. „Die Reife, zu der wir uns zu entwickeln haben, ist die, daß wir an uns arbeiten müssen, immer schlichter, immer wahrhaftiger, immer lauterer, immer friedfertiger, immer sanftmütiger, immer gütiger, immer mitleidiger zu werden.“ Wahrscheinlich wäre uns damit schon geholfen.

Im Umgang mit Tieren braucht es mehr Menschlichkeit
von einer Kundin/einem Kunden am 28.10.2020

Wer sich tagtäglich mit den Dingen beschäftigt, die den Menschen ausmachen, wieso er ethisch und moralisch handelt, warum er gut und böse zugleich ist, der wird sich zwangsläufig irgendwann einmal fragen, ob es richtig ist, dass zwischen uns und den Tieren ein massives Ungleichgewicht herrscht. Doch warum unterdrücken wir die Ti... Wer sich tagtäglich mit den Dingen beschäftigt, die den Menschen ausmachen, wieso er ethisch und moralisch handelt, warum er gut und böse zugleich ist, der wird sich zwangsläufig irgendwann einmal fragen, ob es richtig ist, dass zwischen uns und den Tieren ein massives Ungleichgewicht herrscht. Doch warum unterdrücken wir die Tiere? Warum versklaven wir sie? Warum essen wir sie? Und wieso fügen wir ihnen Leid zu, obwohl wir Derartiges niemals selbst erfahren möchten? Genau diese großen Fragen stellte sich auch die französische Philosophin Corine Pelluchon. Das Ergebnis ihrer Überlegungen ist ihr Essay 'Manifest für die Tiere'. Eine Streitschrift, die ein komplett neues Verhältnis zwischen Mensch und Tier fordert. Einen radikalen Wandel, weg von der Unterdrückung, hin zur Coexistenz auf Augenhöhe. Pelluchon geht dabei systematisch vor. Denn nach zahlreichen Erklärungen und einer Analyse der gegenwärtigen Situation, gibt sie konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen, wie diese neue Coexistenz gelingen kann. Pelluchon ist mit ihrem 'Manifest für die Tiere' ein erhellendes Buch zum Thema Tierethik gelungen. Insgesamt fehlt es diesem lesenswerten Essay jedoch an realistischen und umsetzbaren Ideen, denn alleine mit Verboten, bewirkt man bei skeptisch-unschlüssigen Menschen noch keine Bewusstseinsveränderungen. Trotzdem ist die Lektüre dieses Büchleins interessant und aufrüttelnd. Und passt damit perfekt in unsere Zeit des wachsenden ökologischen Bewusstseins.


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  • ERSTER TEIL

    DIE BELANGE DER TIERE HEUTE

    1. Was bei der Misshandlung der Tiere auf dem Spiel steht

    2. Wir führen Krieg gegen uns selbst

    3. Großzügiges Engagement

    4. Speziesismus und Antispeziesismus

    5. Die Belange der Tiere und der Sinn der Geschichte

    6. Hindernisse für den Fortschritt

    7. Das Zeitalter der Lebewesen

    ZWEITER TEIL

    DIE POLITISIERUNG DER TIERFRAGE

    1. Gerechtigkeit gegenüber den Tieren

    2. Die Tiere sind keine Bürger, sondern politische Subjekte

    3. Tierrechte und Verantwortung des Menschen

    4. Die drei Ebenen des politischen Kampfes

    5. «Animalismus»

    6. Die beiden Zeitperspektiven des politischen

    DRITTER TEIL

    KONKRETE VORSCHLÄGE

    1. Forderungen, die Gegenstand eines weitreichenden Konsenses sein können

    a. Beendigung der Gefangenschaft von Tieren

    b. Verbot des Stierkampfs und der Tierkämpfe

    c. Verbot von Hetzjagden

    d. Verbot der Pelztierzucht und der Stopfleber

    2. Zucht und Schlachtung. Freiwilligkeit und Umdenken

    3. Innovationen in der Küche, in der Mode und bei Tierversuchen

    4. Verschärfung des Tierschutzes

    5. Erziehung, Bildung und Kultur

    6. Eine Bewegung ist entstanden

    Glossar

    Literatur