Warum es kein islamisches Mittelalter gab

Das Erbe der Antike und der Orient

Thomas Bauer

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Beschreibung

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter steckengeblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Ein kleines Meisterwerk, das konzis, anschaulich und mit der nötigen Portion Gnadenlosigkeit unser Bild von einem reformbedürftigen «mittelalterlichen » Islam widerlegt.

Thomas Bauer, geboren 1961, ist Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Universität Münster und Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Er wurde mit dem Leibniz-Preis der DFG, dem Tractatus-Preis sowie, für die vorliegende Buch, mit dem "WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften" ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 16.07.2020
Verlag C.H.Beck
Seitenzahl 175
Maße (L/B/H) 19,3/12,4/1,5 cm
Gewicht 191 g
Auflage 1
Reihe Beck Reihe
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-75813-3

Kundenbewertungen

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Billiger Islam-Apologetismus
von einer Kundin/einem Kunden am 08.01.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe mir jenes Buch mal angesehen und empfand den Schreibstil als recht anstrengend. Viel Drumherum, wenig auf den Punkt. Dazu ist die inhaltliche Ausrichtung recht klar. Mit neutraler Geschichtsschreibung hat das nichts zu tun. Glaubt man den Ausführungen des Autors, war in Europa die Zeit des Mittelalters(grob umrissen 500... Ich habe mir jenes Buch mal angesehen und empfand den Schreibstil als recht anstrengend. Viel Drumherum, wenig auf den Punkt. Dazu ist die inhaltliche Ausrichtung recht klar. Mit neutraler Geschichtsschreibung hat das nichts zu tun. Glaubt man den Ausführungen des Autors, war in Europa die Zeit des Mittelalters(grob umrissen 500-1500) finster und ungesittet, während im islamischen Raum alles ganz toll war, breite Bildung herrschte und die Wissenschaft einen hohen Stellenwert hatte, weil man die antike Tradition bewahrte. Quasi jeder Aspekt wird unter der islamischen Herrschaft hochgelobt, während in Europa dagegen alles ganz fürchterlich war. Wie sehr das oft an den Haaren herbeigezogen ist, zeigt sich an Beispielen, wo etwa Schriftverkehr der ägyptischen Antike als Beweis für die Überlegenheit des Orients herhalten muß, daß man im Orient selbst relativ belanglos erscheinende Dinge schriftlich festhielt, während in Europa ja nicht mal der Großteil des Adels lesen konnte. Die Geschichte ist weder schwarz noch weiß, und dämonisieren muß man den Islam ebenso wenig glorifizieren. Von beiden Ansätzen haben weder Europa noch die islamische Welt etwas. Leider tendiert der Autor eher in die zweitere Richtung. Dabei tut er genau das, was er denjenigen, die eine bisherige andere Auffassung vertreten, anlastet: Quasi abwertend von oben herab eine Bewertung vornehmen. Dazu kommt, daß 22,95 für knapp 150 Seiten schon recht viel verlangt sind. Kann ich nicht empfehlen!

Eine andere Epochengliederung?
von einer Kundin/einem Kunden am 02.09.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Autor plädiert für eine neue Einteilung geschichtlicher Epochen unter Vermeidung des Begriffs „Mittelalter“. Dieses ist rein eurozentrisch und negativ belegt. In der islamischen Welt gab es eine wissenschaftliche Hochblüte als in Europa „finsteres Mittelalter“ herrschte. Natürlich ist eine Übertragung des „Mittelalters“ auf ... Der Autor plädiert für eine neue Einteilung geschichtlicher Epochen unter Vermeidung des Begriffs „Mittelalter“. Dieses ist rein eurozentrisch und negativ belegt. In der islamischen Welt gab es eine wissenschaftliche Hochblüte als in Europa „finsteres Mittelalter“ herrschte. Natürlich ist eine Übertragung des „Mittelalters“ auf andere, außereuropäische Kulturen problematisch. Ob die beschriebene Einteilung dieses Problem löst sei jedoch dahingestellt. Vorgeschlagen wird folgende Gliederung: Der romano-graeco-iranischen Antike folgt um 250 eine Spätantike, diese dauert bis etwa 1050. Darauf eine frühe/ erste Neuzeit (bis 1500), danach eine spätere/ zweite Neuzeit bis 1800. (siehe auch: al-Khalili, Im Haus der Weisheit)

Die Erben der Antike
von S.A.W aus Salzburg am 29.08.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Thomas Bauer räumt mit der abwertenden Einteilung der islamischen Kultur auf. Die rückständige im Mittelalter verhaftete islamische Kultur dekonstruiert er als Projektion des überheblichen, kolonialistischen Europa, das als einzige Region eine finstere Zeit von 500 bis 1500 durchlebte, in der Städte, Bildung Kultur der Antike vö... Thomas Bauer räumt mit der abwertenden Einteilung der islamischen Kultur auf. Die rückständige im Mittelalter verhaftete islamische Kultur dekonstruiert er als Projektion des überheblichen, kolonialistischen Europa, das als einzige Region eine finstere Zeit von 500 bis 1500 durchlebte, in der Städte, Bildung Kultur der Antike völlig verfielen. Im Islam lebte hingegen die graeco-römisch-iranische Antike nahtlos fort, in einer toleranten multireligiösen Gesellschaft mit stark säkularisiertem Anteil, die ein goldenes Zeitalter bis zum Jahr 1050 mit Papier, Schrifttum und vielen Wissenschaften, Dichtkunst und schönen Bauten erlebte. Erst ab 1050 verfiel diese Kultur mit dem Einbruch der Seldschuken, Berber und arabischer Nomaden, wobei eine Dürre als wirtschaftlicher Grund feststeht. Nach dieser Zäsur kam es zu einer nachklassischen Epoche bis 1800, die nicht weniger produktiv war. Erst in der dann beginnenden Moderne fiel die islamische Welt hinter der europäischen zurück Sieht man die Geschichte aus islamischer Sicht, dann erlebten sich die Moslems als Erben der Römer und Perser, der Sultan verstand sich als Nachfolger der römischen Kaiser und herrschte über ein ähnlich großes Reich. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Die Legionen des Varus. Wenn die Römer gewonnen hätten."


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