Streamland

Wie Netflix, Amazon Prime & Co. unsere Demokratie bedrohen

Marcus S. Kleiner

(3)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

20,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

16,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

"Die Konsumkritik an einer algorithmengetriebenen Fernsehmaschinerie, die immer mehr Daten von Nutzern sammelt, ist richtig und wichtig."

Marcus S. Kleiner, geb. 1973, ist Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der SRH Berlin University of Applied Sciences und dort Vizepräsident für Kreativität und Interaktion. Freiberuflich arbeitet er als Medienberater, Projekt- und Eventmanager, Veranstalter, Moderator, Texter und Hörspielautor für Print, Radio und Fernsehen. Seit September 2015 ist er für den SWR als Radio-Medienexperte tätig. 

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 01.10.2020
Verlag Droemer Knaur Verlag
Seitenzahl 304
Maße (L/B/H) 20,8/13,1/3,8 cm
Gewicht 423 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-27831-4

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
0
1
0
0

Spannendes Thema, welches mich hier nicht überzeugen konnte.
von einer Kundin/einem Kunden aus Darmstadt am 21.10.2020

Marcus S. Kleiner hat durch seinen Job als Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaften Ahnung von der Thematik und da vermutlich die meisten schon Streamingdienste genutzt haben, hat mich das Buch neugierig gemacht. Leider hat es mir zu lange gedauert, bis das eigentliche Thema aufgegriffen wurde und auch sein dur... Marcus S. Kleiner hat durch seinen Job als Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaften Ahnung von der Thematik und da vermutlich die meisten schon Streamingdienste genutzt haben, hat mich das Buch neugierig gemacht. Leider hat es mir zu lange gedauert, bis das eigentliche Thema aufgegriffen wurde und auch sein durchgängiges Gendern hat mich gestört. Auch find ich es aktuell echt anstrengend, dass fast jedes Buch die Corona-Krise zum Thema hat und diese hier mehrfach aufgegriffen wurde. Natürlich hängt das alles zusammen, aber mir war es etwas zu viel des Guten. Als das eigentliche Thema dann da war, hat mir das Buch gefallen und es enthält viele interessante Fakten, die mit Quellen und Belegen untermauert werden. Leider bin ich bei diesem Buch zweigeteilt, weil es mich nicht überzeugen konnte, aber dennoch gute Aspekte beinhaltet. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.

Bingefähige Binge-Kritik mit Tiefgang
von einer Kundin/einem Kunden aus Ascheberg am 09.10.2020

So. Jetzt habe ich ein Buch, in dem Streaming kritisiert wird, in wenigen Tagen seit seinem Erscheinen weg-gebinged. Das liegt daran, dass Marcus S. Kleiner, dessen Professorentitel auf dem Cover bescheiden weggelassen wird, einen Sound gefunden hat, der einen hineinzieht. Im Grunde wirkt "Streamland" wie ein Essay in Buchlänge,... So. Jetzt habe ich ein Buch, in dem Streaming kritisiert wird, in wenigen Tagen seit seinem Erscheinen weg-gebinged. Das liegt daran, dass Marcus S. Kleiner, dessen Professorentitel auf dem Cover bescheiden weggelassen wird, einen Sound gefunden hat, der einen hineinzieht. Im Grunde wirkt "Streamland" wie ein Essay in Buchlänge, wie ein einziger Gedanke, den dieser Mann wirklich loswerden musste und der sich dann beim Schreiben ausweitete. Hinein in die Vergangenheit des Fernsehens und eine sehr schöne, aber nicht naive Nostalgie. Hinein in die Zukunft, die sehr finster werden kann, wenn wir keinen Weg finden, unseren Filterblasen zu entkommen und kein Bewusstsein dafür entwickeln, wie sehr wir selber das Produkt der Medienkonzerne sind. Bei den sozialen Netzwerken ist das ja eindeutig und jedem sofort klar. Die Leistung dieses Buches liegt darin, es auch für das harmloser wirkende Streaming deutlich zu machen. Besonders hoch anzurechnen ist Marcus S. Kleiner dabei, dass er eine Definition von Bildung findet, die so griffig wie wichtig ist. Bildung bedeute immer, "Fremdheitserlebnisse" zu haben - also etwas zu sehen, zu lesen oder zu hören, das eben nicht bereits dem ähnlich ist, was ich sowieso bereits mag. Ein Mechanismus, der durch die Empfehlungsalgorithmen der Neuzeit immer mehr verunmöglicht wird. Außerdem macht Kleiner sehr klar, inwiefern diese "Personalisierung" aller Medienangebote einen infantilen Narzissmus fördert, der sich besonders unter den "Digital Natives" breit macht, die er in Form der von ihm begrifflich erfundenen "Generation Judith" sehr scharfzüngig aufs Korn nimmt. Sich selbst nimmt er als Streaming-Konsument und Netflix-Süchtigen übrigens nicht aus. Er weiß ganz genau, wovon er redet und spricht eben nicht von oben herab von außen hinein, wie es gerne bei Manfred Spitzer oder bei dem Gesinnungs-Aristokraten Harald Welzer geschieht. Zu guter letzt trennt er eindeutig den Mechanismus, den er hart kritisiert von den Inhalten - denn, dass Netflix & Co. weitaus bessere Qualität (zumindest bei Serien und oft auch bei Dokumentationen) bieten als das lineare Fernsehen im Jahre 2020, liegt ja auf der Hand. Ein sehr wichtiges Buch, süffig und soghaft, dass es trotzdem sogar schafft, im Populärbuch-Bereich noch Theodor W. Adorno und die Kritische Theorie zu erwähnen... was angesichts der von den Verlagen geförderten, üblichen Unterforderung des breiten Lesepublikums heute, ein Wunder und ein Verdienst ist.

Unbedingt lesen!
von Wedma am 02.10.2020

„Streamland“ würde ich jedem in die Hand drücken: Lese das! Unbedingt. Dieses Buch beleuchtet mannigfaltige Facetten und liefert sachliche Einblicke, die bezüglich der zukünftigen Entwicklungen eine große Rolle spielen werden. Für viele dürfte das Buch zum Augenöffner werden. Vorausgesetzt, man liest es aufmerksam und denkt ... „Streamland“ würde ich jedem in die Hand drücken: Lese das! Unbedingt. Dieses Buch beleuchtet mannigfaltige Facetten und liefert sachliche Einblicke, die bezüglich der zukünftigen Entwicklungen eine große Rolle spielen werden. Für viele dürfte das Buch zum Augenöffner werden. Vorausgesetzt, man liest es aufmerksam und denkt über das Gelesene ausführlich nach. Der Inhalt soll u.a. dazu verführen, selbstkritisch auf den eigenen Konsum der Streamingdienste zu schauen und das eigene Verhalten zu hinterfragen. Dieses Buch ist überfällig, da es starkes Potenzial hat, endlich die erforderliche, breitflächige Diskussion in der Gesellschaft zu diesem Thema anzustoßen. Weder im politischen noch im medialen Raum ist diese aktuell im zufriedenstellenden Maße vorhanden. So viele wertvolle Gedankenanstöße, kritische Analysen, Einblicke in das Streaming-Junkie-Dasein und andere lesenswerte Ausführungen, die das Buch liefert, sollten konstruktiv ausdiskutiert werden, ob im Bekannten-, Freundeskreis oder unter den Kollegen, in der Familie usw. Der Autor konsumiert die Inhalte der Streamingdienste selbst. Er weiß, wovon er schreibt. Er ist aber auch sehr wohl imstande, sich kritisch mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen und darzulegen, warum diese Dienste da sind, wer davon profitiert und was diese mit den Nutzern machen. So viel sei verraten: Frei nach Neil Postman (Wir amüsieren uns zu Tode), der mal übers Fernsehen gesagt haben soll, sinngemäß: „Das ist nicht für Idioten geschaffen, das macht welche.“ So manche Ausführung ähnelt einer Provokation. Diese ist aber längst bitter nötig, wenn man sich den hohen Stellenwert der Zugehörigkeit zu dem Kreis der „Eingeweihten“, i.e. der Streamingdienstnutzer, vor Augen führt, den dieser mittlerweile bei bestimmten Zielgruppen genießt. Diese nach allen Regeln der Kunst gebastelte Verblendung der Nutzer, wie sie zustande kommt usw., kann man am besten mithilfe der etwas weniger konventionellen Methoden darstellen. Den Nutzern sollte endlich klar werden, was regelmäßiger, oft ausufernder Konsum der Streamingdienste mit ihnen macht und warum. Wie die Anbieter dies schaffen, wurde hier sehr klar und für jeden verständlich dargelegt. Ein gutes Buch ist gut auf jeder Seite. Hier stimmt es absolut. Es hat stark angefangen und ließ im weiteren Verlauf kaum nach. Die Buchgestaltung passt zum hochwertigen Inhalt: Festeinband in Anthrazit, prima passend zum Umschlagblatt. Angenehme Schriftgröße, was nicht nur das Lesen erleichtert, sondern auch von Respekt ggü. den Lesern durchblicken lässt. Die Anmerkungen sind ebenfalls liebevoll gestaltet. Dort findet man noch viele Kommentare des Autors, die die Ausführungen des Haupttextes ergänzen. Literatur führt die verwendeten Quellen und gibt Tipps, was man noch Gutes zu diesem Thema lesen könnte. Ich danke Markus S. Kleiner für sein Engagement und wünsche diesem Buch eine möglichst breite Leserschaft.

  • artikelbild-0
  • artikelbild-1